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Bild: huawei

Huawei ohne Google – das sind die 5 brennendsten Fragen, wie es jetzt weitergeht



Am 10. September hält Huawei seine alljährliche Entwicklerkonferenz ab. Nach den Turbulenzen 2019 durch den US-Bann hat sich Huawei gefangen und gewöhnt sich langsam an ein Leben ohne Google. Trotzdem hat der Hersteller weiterhin mit immer neuen Sanktionen der USA zu kämpfen, die unter anderem auch das Chipgeschäft betreffen.

Das wirft viele Fragen auf, von denen einige an der kommenden Pressekonferenz beantwortet werden müssen. Nur so kann der chinesische Konzern sicherstellen, dass das Vertrauen von Kunden und Entwicklern nicht verloren geht.

Hinweis: Die Entwicklerkonferenz läuft inzwischen. Alle wichtigen Updates dazu findest du in diesem Beitrag.

(Wie) Werden alte Huawei-Handys mit Updates versorgt?

Bisher war in Sachen US-Embargo alles relativ klar geregelt: Handys, die nach Mai 2019 erscheinen, kommen ohne Google-Unterbau, da diese nicht mehr zertifiziert werden dürfen. Alle Huawei-Smartphones, die vor dieser Zeit in den Handel kamen, durften weiterhin Google-Apps nutzen und erhielten Android- und Sicherheits-Updates.

Möglich machte dies eine Ausnahmelizenz der USA, welche jeweils 90 Tage Gültigkeit hatte und mehrmals verlängert wurde. Im August haben die USA diese Lizenz aber nicht mehr erneuert, um die Sanktionen weiter zu verschärfen.

Huawei P40 Pro Test

Das Huawei P40 Pro hat eine leistungsfähige Kamera, aber keine Google-Zertifizierung. Bild: watson

Für Google bedeutet dies, dass sie Huawei nun auch nicht mehr für die bereits in Verkauf gebrachten, Google-zertifizierten Geräte mit Software versorgen dürfen.

Das Verbot ist vor allem in Sachen monatlicher Sicherheits-Updates bedenklich, da ein Ausbleiben dieser Updates die Handys angreifbar machen könnte. Doch auch Google-Apps wie YouTube, Google Pay oder Maps erhalten so theoretisch keine Updates mehr. Und natürlich betrifft das im Endeffekt auch das Android-Betriebssystem selbst.

Huawei hat relativ rasch reagiert und gesagt, man müsse sich keine Sorgen machen. Dennoch bleibt eine grosse Unsicherheit. Vor allem auch, weil Google sich in Schweigen hüllt.

Bei den Sicherheits-Updates sieht es so aus, als wolle Huawei diese schlicht adaptieren. Bei Android kann Huawei immer noch auf die Open-Source-Version zurückgreifen und neue Features mithilfe der eigenen Benutzeroberfläche EMUI 11 einbauen. Laut Huaweicentral.com gibt es bereits eine lange inoffizielle Liste von Geräten, die angeblich Android 11 erhalten sollen. Viele davon sind aber Post-Google-Geräte, die sowieso nur die Open-Source-Version nutzen. Immerhin scheint es, als erhielten die Geräte der P30-Serie Android 11.

Damit bleibt Huawei allerdings zumindest noch die Frage schuldig, wie man Google-Apps in Zukunft aktuell halten will. Es dürfte wohl nicht im Interesse der User liegen, wenn Google Drive oder Google Pay durch fehlende Updates potenzielle Sicherheitslücken aufweisen.

Woher will Huawei in Zukunft Chips beziehen?

Richard Yu, der Chef der Consumer-Sparte von Huawei, hat es selbst gesagt: Am 14. September laufen die letzten Huawei-Chips von den Produktionsbändern. Auftragsfertiger wie TSMC nehmen bereits seit Mitte Mai keine neuen Bestellungen mehr von Huawei an. Lange Zeit sah es so aus, als könnte Huawei auf Mediatek ausweichen, doch nach den neusten Sanktionen ist auch das nicht mehr möglich.

epa08439735 (FILE) - View of the company logo outside the headquarters of Taiwanese semiconductor firm MediaTek Inc. in Hsinchu, Taiwan, 15 May 2020 (reissued 23 May 2020). According to Japan's Nikkei Asian Review, China's Huawei Technologies Co., Ltd is in talks with Taiwan's MediaTek and China's UNISOC to buy more mobile chips as the United States has banned firms using US technology from selling chips to Huawei. Huawei's reported move comes as the Taiwan Semiconductor Manufacturing..Corp (TSMC), one of its main chip suppliers, plans to build an advanced semiconductor factory in the US state of Arizona and might therefore stop selling chips to Huawei. MediaTek is the world's second-largest mobile chip developer after the US' Qualcomm, while UNISOC is China's second-largest mobile chip designer after Huawei's HiSilicon Technologies unit.  EPA/DAVID CHANG

Bild: EPA

Huawei kann damit ab dem 15. September keine konkurrenzfähigen Chips mehr produzieren oder bestellen. Zwar gibt es in China einige Hersteller, die ohne US-Patente oder Technologien auskommen, allerdings hinken deren Chips technisch mehrere Jahre hinterher. Chips mit 5G-Mobilfunktechnik, die für Huawei überaus wichtig ist, kann die inländische Chip-Industrie nicht ohne US-Patente liefern.

Für den Moment wird Huawei noch Smartphones und andere Geräte herstellen können: Bereits letztes Jahr haben die Chinesen damit begonnen, grosse Lagerbestände von Highend-Chips anzulegen. Dennoch dürften diese kaum für das gesamte Jahr 2021 reichen – zumal Huawei keinen Zugriff auf neue, bessere Chips hat.

FILE - In this Nov. 2, 2011, file photo, a sign sits atop the Qualcomm headquarters building in San Diego.  Qualcomm is raising its takeover bid for NXP Semiconductors by nearly 16 percent to about $43.22 billion, citing in part NXP's strong results since the companies first announced their merger in October 2016. The move announced Tuesday, Feb. 20, 208,  comes as Qualcomm itself is in the crosshairs of Broadcom Ltd., which earlier this month raised its own cash and stock bid for Qualcomm to $121 billion. (AP Photo/Gregory Bull, File)

Qualcomm: Vom grossen Konkurrenten im 5G-Rennen zum Hoffnungsträger für Huawei. Bild: AP/AP

Mediatek und Qualcomm haben bei der US-Regierung zwar eine Ausnahmelizenz beantragt, es scheint aber unwahrscheinlich, dass diese genehmigt wird.

Angesichts dieser schier aussichtslosen Lage gab es bereits etliche Gerüchte, wonach Huawei aus dem Smartphone-Geschäft aussteigen werde. Der Hersteller hat diese vorläufig dementiert. Ob Huawei das Thema an der HDC tatsächlich ansprechen wird, ist fraglich. Wünschenswert wäre es.

Wie geht es mit HarmonyOS weiter?

Auch wenn Huawei noch immer betont, dass man weiterhin mit Google zusammenarbeiten möchte: Mit HarmonyOS arbeitet man an einer hauseigenen Software-Alternative. In der Theorie könnte Huawei damit ein eigenes, geschlossenes Ökosystem à la Apple aufbauen.

HarmonyOS / Harmony OS von Huawei

Bild: Huawei

In der Praxis ist das allerdings um einiges schwieriger. Vor allem in Sachen Mobile-Apps ergibt sich ein grosses Fragezeichen: HarmonyOS ist nicht nativ mit Android-Apps kompatibel. Huawei muss also Entwickler überzeugen, ihre Apps zu portieren. Eine Aufgabe, an der auch schon Microsoft mit Windows Phone gescheitert ist. Um HarmonyOS zu etablieren, braucht Huawei also einen sehr langen Atem.

Diesen Herausforderungen ist sich der chinesische Hersteller durchaus bewusst. Im April scherzte Huawei-Gründer Ren Zhengfei in einem Interview mit der South China Morning Post, dass man wohl 300 Jahre brauchen würde, um Android oder iOS einzuholen.

epa08062120 Ren Zhengfei, founder and CEO of Huawei, talks to the media at Huawei headquarters in Shenzhen, Guangdong Province, China, 11 December 2019.  EPA/Alex Plavevski

Ren Zhengfei. Bild: EPA

Richard Yu gibt sich allerdings zuversichtlich. Anfang September meinte er, dass HarmonyOS bereits etwa 70 bis 80 Prozent von Android ersetzen könne. Yu spielt dabei sogar mit der Option, das HamonyOS gar kein Huawei-exklusives Betriebssystem bleibt:

«Wenn es [Android] in Zukunft blockiert wird, sodass alle chinesischen Unternehmen das Google-Ökosystem nicht mehr nutzen können, kann unser Ökosystem global verkauft werden und ein Ökosystem aufgebaut werden, das Google ersetzen kann.»

Mittlerweile scheint es immer wahrscheinlicher, dass Huawei 2021 ein erstes Handy mit HarmonyOS lancieren wird – vermutlich aber nur in China. Zumindest sollen firmenintern schon Geräte existieren, die mit HarmonyOS laufen.

Abseits der Smartphone-Bubble gibt es bereits einen Fernseher der Tochtermarke Honor, der mit HarmonyOS läuft. Erschienen ist er im Herbst 2019. Im Juli hat der chinesische Elektroauto-Hersteller BYD ausserdem angekündigt, ebenfalls auf HarmonyOS zu setzten. Im August wurde mit dem Han EV bereits ein erstes Modell vorgestellt. Die Version für Autos heisst dabei «HiCar». Glaubt man Huawei, sollen bereits 30 Hersteller Modelle planen, bei denen HiCar zum Einsatz kommt, darunter auch Audi.

Han EV von BYD

Der Han EV wird mit der Autoversion von HarmonyOS namens HiCar ausgestattet. Bild: BYD

Wie geht der Ausbau der AppGallery voran?

Bild

Bild: Huawei

Es ist durchaus erstaunlich, wie viele Entwickler Huawei schon dazu gebracht hat, ihre Apps in der AppGallery, dem hauseigenen App Store, zu veröffentlichen. In Ergänzung mit Petal Search, wo man sich Apps aus externen Quellen besorgen kann, habe User so Zugriff auf rund drei Millionen Apps.

Petal Search ist aber nur eine kurzfristige Lösung, denn viele Android-Apps laufen ohne Integration der Huawei Mobile Services nicht einwandfrei.

Petal Search von Huawei.

Petal Search. Bild: watson

Entsprechend muss die AppGallery massiv ausgebaut werden. Aktuell würden laut Huawei zwar rund 5000 Apps pro Monat neu hinzugefügt, allerdings fehlen noch immer einige «Big Player». Um das Angebot möglichst schnell attraktiv zu machen, habe man daher die beliebtesten 3000 Apps weltweit ausfindig gemacht. Nun muss Huawei die entsprechenden Entwickler nur noch überzeugen, ihre Apps in die AppGallery zu laden. Das Problem hierbei ist sicher, dass das bei einigen Anbietern schlicht nicht möglich ist, da sie aus den USA stammen.

Huawei AppGallery Apple Music

Apple Music ist via AppGallery tatsächlich verfügbar – auch wenn man auf die offizielle APK-Download-Seite von Apple weitergeleitet wird. Bild: watson

Bei anderem wiederum muss Huawei einiges an Überzeugungsarbeit leisten. Ein prominentes Beispiel ist Spotify: Obwohl das Unternehmen nicht vom US-Bann betroffen ist, findet man die App nach wie vor nicht in der AppGallery. Als Alternativen gibt es Deezer oder den eigenen Dienst namens Huawei Music, ebenfalls kann man Spotify via Petal Search beziehen. Dennoch muss Huawei darauf hinarbeiten, dass möglichst alle Apps zentral verfügbar sind.

Wie sieht es mit Alternativen zu Google-Apps aus?

Ein digitales Leben ohne Google-Apps ist möglich. Wer allerdings tief im Google-Ökosystem verankert ist, wird mit Huawei-Handys ohne Lizenzierung nicht glücklich. Huawei muss also für brauchbaren Ersatz sorgen, der auch noch möglichst aus einem Guss ist.

Bild

Bild: Huawei

Entsprechend fleissig arbeitet man an diversen Google-Ersatz-Apps. Bereits erschienen sind unter anderem ein Cloud-Dienst, eine Musik-App und ein Streaming-Dienst, bei dem man auch Filme ausleihen kann. Ebenfalls soll bald der Sprachassistent «Celia» in Europa starten.

Neusten Gerüchten zufolge soll Huawei ebenfalls an einer eigenen Lösung für Google Maps arbeiten. Dafür hat man mit dem niederländischen Kartenpionier TomTom zusammengespannt. TomTom stellt Huawei bereits jetzt Schnittstellen für GPS-Schnittstellen zur Verfügung, die andere Entwickler nutzen können. Ebenfalls bietet TomTom auch seine eigene App TomTom GO Navigation in der AppGallery an.

TomTom Go Navigation

Ebenfalls etwas, an dem Huawei noch arbeiten muss: Dass Anbieter auf ihren offiziellen Kanälen auf die AppGallery hinweisen, wenn sie die Anwendung anbieten. Bild: TomTom

Was ist mit Google Pay und YouTube?

Zwei grosse Baustellen hat Huawei aber noch und diese lassen sich nicht eben mal schnell beseitigen: Zum einen wäre da Google Pay. Zwar hat Huawei bereits einen eigenen Bezahldienst am Start, diesen in Europa einzuführen dürfte aber dauern.

Das grössere Problem ist aber die YouTube-App. Im Moment bleibt Huawei nichts anderes übrig, als ein Lesezeichen auf dem Startbildschirm abzuspeichern, das auf die mobile Website der Videoplattform verweist. Ohne Aufhebung des US-Banns dürfte sich daran kaum etwas ändern.

Unter dem Strich gibt es also schon fast für alle Google-Dienste eine Alternative. Die verschiedenen Apps greifen aber noch lange nicht so nahtlos ineinander wie bei Google. Viele Dienste, wie beispielsweise Huawei Video, sind in der Schweiz noch gar nicht erhältlich. Hier muss Huawei also ordentlich Gas geben, um die Kunden bei der Stange zu halten.

Was denkst du? Schafft es Huawei trotz des US-Banns als Handy-Hersteller zu überleben?

Nebst neuer Software wird Huawei auch diverse neue Wearables vorstellen. Angeteasert wurden unter anderem Notebooks, Kopfhörer und Smart-Watches.

Die Huawei Developer Conference startet am Mittwoch um 9.00 Uhr Schweizer Zeit. watson fasst die wichtigsten Informationen des Events in diesem Beitrag zusammen. Wer den Event via Live-Stream selbst verfolgen möchte, kann dies hier tun.

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    Alle Leser-Kommentare
  • In vino veritas 10.09.2020 12:06
    Highlight Highlight Das errinnert mich an die PlayStation. Als Nintendo die Zusammenarbeit aufgekündigt hat, hat Sony die PlayStation selbst zur marktreife gebracht. Das Ergebnis kennen wir. Das gleiche könnte Google passieren. Jetzt ist man in China darauf bedacht, die Abhängigkeit von den USA zu verringern...

    Europa sollte sich der Abhängigkeit von den USA (und von China) bewusst werden und an eigenen Lösungen arbeiten. Das gilt längst nicht nur für Smartphones, auch Medikamente, Maschinen, Nahrung usw.


    In den USA ist es ein Präsident und in China greift man nach der Weltherrschaft😕
  • Hand-Solo 10.09.2020 10:48
    Highlight Highlight Zum Glück habe ich vor zwei Monaten ein P20 gekauft, mit dem Hintergedanken, dass diese ja weiterhin mit Updates versorgt werden.

    Bleibt zu hoffen, dass dies nach dem 3. November wieder ändert.
  • sunshineZH 10.09.2020 07:49
    Highlight Highlight Wird gleich untergehen wie Windows Phone, dem ich leider immernoch nachtrauere...einfach und vor allem sehr sicher und trotzdem recht offen gestaltet.
  • sigma2 10.09.2020 07:20
    Highlight Highlight Habe mir auf ebay noch 3 Huawei P40 Pro aus Vertragsverlängerungen günstig gekauft. Das ist ein Hammergerät und ohne GMS hält der Akku noch deutlich länger.

    Zugriff auf den Google Playstore mache ich mit Aurora (auroraoss.com), Apps, welche zwingend GMS brauchen, laufen zwar nicht, aber viele Apps meckern zwar, dass sie GMS brauchen, laufen dann aber trotzdem (manchmal mit kleinen Einschränkungen).

    Ein Beispiel ist die App von Gardena zur Steuerung der Bewässerung. Die App meckert beim Start, ich kann aber trotzdem die Bewässerung steuern.
  • Octavius 10.09.2020 01:22
    Highlight Highlight Verstehe es nicht ganz, sie bemühen sich um ein eigenes Betriebssystem das noch offen steht ob die Appentwickler mitziehen. Das nächste ist,was bringt das wenn sie keine Chips bekommen?
    Für mich sieht es so aus,das sie es mit den Phones vergessen können.
    Sie versuchen es in die Länge zu ziehen,um ihr Gesicht zu wahren,aber für Huawei war es das,wenn die Sanktion nicht aufgehoben werden.
    • sigma2 10.09.2020 07:13
      Highlight Highlight Das müsste ein Weckruf für alle anderen sein, sich endlich aus der Abhängigkeit von den USA und Google zu befreien. Das nächste Ziel des Spinners im weissen Haus könnte dann eine europäische Firma sein.
    • ujay 10.09.2020 08:06
      Highlight Highlight @Octavius: Huawei hat alle Möglichkeiten, einen konkurrenzfähigen Chip zu entwickeln und ich gehe davon aus, dass da bereits was in der Schublade liegt. Wie immer wird die chinesische Innovationsfähigkeit unterschätzt. Schlussendlich ist der US Bann ein Schuss in den Ofen und es wird damit ernsthafte Konkurrenz zu Google gefördert.
    • Elmas Lento 10.09.2020 10:29
      Highlight Highlight @ujay: Einen eigenen Chip zu bauen wäre für Huawei vermutlich kein Problem, einen Chip zu entwickeln ohne bestehende Patente zu nutzen oder zu verletzen ist aber nicht so einfach.
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 10.09.2020 01:13
    Highlight Highlight Von was für Chips ist hier genau die Rede? Der SoC kann ja nicht gemeint sein, weil Huawei selbst schon seit Jahren auf die Kirin-SoCs von HiSilicon setzt. Letzteres ist eine 100%-ige Tochter von Huawei und in China ansässig. Die ARM-Architektur ist genau zu 0% amerikanisch, denn diese stammt von der britischen ARM Limited, die wiederum dem japanischen Konzern Softbank gehört. Bei allen anderen Chips sehe ich keine besonders ausgeprägte amerikanische Dominanz. Bei Speicherchips ist Samsung derzeit führend. Bei Kamerasensoren Sony. Beides keine US-Unternehmen.

    Was für Chips also?
    • Ökonometriker 10.09.2020 06:56
      Highlight Highlight @Antinatalist: auch beim Fertigungsprozess dürfen keine US-Patente verwendet werden - und irgendwo hat es immer ein US-Patent drin. Der Kirin-Chip beispielsweise kann ab Dienstag nicht mehr gefertigt werden. Auch wenn die Baupläne aus China sind.

      Siehe dazu:
      https://apnews.com/270e93e985733a4d086c06a01375cea0
    • Pascal Scherrer 10.09.2020 06:57
      Highlight Highlight @Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club: Alle Chips grundsätzlich.

      Das Problem ist, dass alle diese Firmen, also Samsung, Huawei, Mediatek in irgendeiner Form im Entwicklungs- oder Produktionsprozess auf US-Patente angewiesen sind.

      Es gibt aktuell keine Produktionsstrasse für moderne Highend-Chips, die ohne US-Know How auskommt. Daher kann Huawei weder ihren eigenen Chip produzieren lassen, noch Exynos oder Mediatek einkaufen.

      Selbst wenn bei der Produktion nur eine Steuerungssoftware aus den USA zum Einsatz kommt, fällt das unter den US-Bann.
    • sigma2 10.09.2020 07:15
      Highlight Highlight Die Chinesen werden ihre eigene Produktionstechnik forcieren. Ja, das wird ein paar Jahre dauern, aber das ist jetzt der Ansporn, der nötig war.
    Weitere Antworten anzeigen
  • birdiee 09.09.2020 23:22
    Highlight Highlight Ich bin gespannt wie es weitergeht mit Sicherheits- und Funktionsupdates für mein P30Pro. Das Gerät ist Bombe aber wenn es nach kurzer Zeit keine Updates mehr bekommt, wäre das sehr bedauerlich!
  • Ursus ZH 09.09.2020 22:49
    Highlight Highlight Schade um das Mobile mit der mit grossem Abstand besten Kamera. Andere Hersteller wie Apple, Nokia und Konsorten werden noch Jahre brauchen um annähernd die gleiche Kameraqualität zu anzubieten.
  • mrmikech 09.09.2020 22:43
    Highlight Highlight Zukunft ist eh an Web-Apps, bald braucht es kein App Store mehr. Apple bangt ziemlich, Epic bringt alles auf dem Punkt.
  • babo:dee 09.09.2020 22:33
    Highlight Highlight ich finde dies ein Gruns ein Huawei zu kaufen... Verkaufsargument, kein Verlust 😉😱
  • Nora Flückiger 09.09.2020 21:45
    Highlight Highlight Muss sagen es lässt sich eigentlich ganz gut ohne Google leben, wenn man nicht den kommerzapps hinterherrennt. In alternativen Appstores findet man alles was man braucht! Vor allem in F-Droid gibts für fast jede Googleapp eine gute Open Source Alternative, wenn nicht sogar die bessere App. Den Rest holt man aus Apk Pure, Aurora, Mirror oder einen anderen der unzähligen Appstores.
    • Pascal Scherrer 10.09.2020 07:01
      Highlight Highlight Du hast vergessen zu erwähnen, dass man zwar fast jede App aus alternativen Quellen bekommt, diese aber unter Umständen nicht oder nur eingeschränkt funktionieren, weil die Google Mobile Services fehlen. Bestes Beispiel ist WhatsApp, wo ein Backup auf Google Drive nicht möglich ist (wenn man das möchte).

      Viele Banking-Apps werden auch die fehlende Google-Zertifizierung beanstanden und den Dienst verweigern.
    • sigma2 10.09.2020 07:27
      Highlight Highlight Meine Banking App von der Neo Bank funktioniert und WhatsApp kannst du in der Huwaei Cloud sichern.
    • Pascal Scherrer 10.09.2020 08:12
      Highlight Highlight @sigma2: Ja, ich schreib ja auch "viele" Banking-Apps. Neon ist in der AppGallery offiziell erhältlich (btw. weil sie wegen unseres Reviews des P40 Pro, wo wir das auch geschrieben haben, das die problemlos läuft, auf die Idee kamen, die App in die AppGallery zu transferieren. *hüstel*).

      Auch ZAK geht auf dem P40 Pro problemlos.

      Aber viele Apps klassischer Anbieter verweigern den Dienst.
  • Wellenrit 09.09.2020 21:13
    Highlight Highlight Es ist tragisch welche macht Amerika hat und wie sie mit der Welt spielen können.
    • markusg 09.09.2020 22:25
      Highlight Highlight Die macht geht verloren und darum wird Sie ausgespielt. Auf lange Zeit wird das den USA stark schaden.
    • bebby 10.09.2020 06:32
      Highlight Highlight Irgendwann werden die USA wieder eine rationale Regierung haben. Frühestens ab Dezember.
      Es würde mich auch nicht überraschen, wenn es danach eine kleine Revolution gäbe, im Sinne von Grundeinkommen, mehr Gerechtigkeit und Ökologie, höhere Steuern für die Reichen, etc.
    • Lustiger Baum 10.09.2020 06:44
      Highlight Highlight China tut ja das Gleiche. Europa ist heute Spielball dieser beiden Grossmächte.

      Davon abgesehen ist mir die USA lieber. Diese betreiben wenigstens nicht aktiv Genozid diverser Volksgruppen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Toga 09.09.2020 21:00
    Highlight Highlight Die vordergründigen Schillereien sind halt mehr, als das unsichtbare Sicherheitsdenken dahinter.
  • Resistance 09.09.2020 20:44
    Highlight Highlight Wie geht es weiter: Keine Huawai produkte!!! Kommunistische diktatur firma!
    • mMn 09.09.2020 21:32
      Highlight Highlight Ich denke langfristig profitiert die kommunistische Diktatur-Firma sogar davon. Sie haben dann alles aus eigener Hand, was sie vorher bei Google etc. teuer eingekauft haben. Der ganze Handelskrieg von Trump schadet der USA langfristig enorm und China weiss wie es davon profitieren kann.
    • Imfall 09.09.2020 21:35
      Highlight Highlight jawohl herr general


      alles scheiss Kommunisten

      gebt mir NSA Spionage software 🤯
  • Pümpernüssler 09.09.2020 20:43
    Highlight Highlight Hoffe mein p30 pro hält noch lange.
  • Lupo Lupus 09.09.2020 20:40
    Highlight Highlight Naja, ich brauche kein Google Pay, Drive, YouTube, Insta, Twitter, FB, Google Play Filme/Musik/Spiele, alles deaktiviert. Von da her wäre es mir egal.
    • Nora Flückiger 09.09.2020 21:48
      Highlight Highlight Zumindest Youtube = NewPipe, Insta, Twitter, FB, WhatsApp usw. sind kein Problem und funktionieren ohne Probleme.
    • Tilman Fliegel 09.09.2020 21:56
      Highlight Highlight Sehr vieles läuft ja auch im Browser ganz gut.
    • Ursus ZH 09.09.2020 22:50
      Highlight Highlight Brauche ich auch alles nicht, aber wie siehts mit WhatsApp aus?
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