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Der gesellschaftliche Widerstand wächst gegen die Hassbotschaften und die Hetze, die in geschlossenen Facebook-Gruppen verbreitet werden. screenshot: hassreport / reconquista internet

Projekt Hassmaschine – Reporter decken auf, was in privaten rechten Facebook-Gruppen läuft



Was ist passiert?

Facebook versagt bei der Bekämpfung von mutmasslich illegalen Inhalten in rechten Facebook-Gruppen. Die privaten Gruppen werden für Hass und Hetze missbraucht und Facebooks Empfehlungs-Algorithmus trägt zur Verbreitung bei. Es geht um Mordaufrufe und Holocaust-Leugnung, aber auch um Aufrufe zu schwersten Gewalttaten im Internet.

Das zeigt eine grosse Recherche, die deutsche Journalisten der öfffentlich-rechtlichen Medienhäuser BR, NDR und WDR in den vergangenen Monaten durchgeführt haben. Ihr Projekt #Hassmaschine sorgt derzeit für Schlagzeilen.

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In einer gemeinsamen Auswertung haben Reporterinnen und Reporter der öffentlich-rechtlichen Medienhäuser 2,6 Millionen Posts aus 138 meist geschlossenen rechten Facebook-Gruppen per Computer erfasst und analysiert. Die Daten reichen bei einigen Gruppen zurück bis ins Jahr 2010.

Es handelt sich gemäss Reporter-Angaben um «den bisher tiefsten Einblick in eine rechte, mitunter rechtsextreme Schattenwelt im weltweit grössten Netzwerk». Möglich wurde dies dank einem Aussteiger, der zum Hinweisgeber wurde.

«Wir haben 2,6 Millionen Beiträge ausgewertet, aus 138, meist privaten, Gruppen. Gefunden haben wir eine Semi-Öffentlichkeit, voller Todesdrohungen, Nazipropaganda und rassistischen Beleidigungen.»

Hakan Tanriverdi, Programmierer quelle: twitter

Projekt #Hassmaschine

In einem automatisierten Prozess wurden zwischen September und November 2019 sämtliche Kommentare und Posts in den Facebook-Gruppen seit deren Gründung extrahiert. Zudem wurden Screenshots aller Inhalte angefertigt. Die Hate-Speech-Inhalte wurden mittels Stichwortsuchen (Text) und Deep Learning (Bild) identifiziert.

Was hat es mit privaten Gruppen auf sich?

Die Journalisten schreiben:

«Private Gruppen sind für Facebook mittlerweile zentraler Teil der Strategie, die aktuell mehr als zwei Milliarden Nutzer auf der Plattform zu halten. Wer Mitglied einer privaten Facebook-Gruppe ist, bekommt deshalb Vorschläge, neuen Gruppen beizutreten. Dass diese Empfehlungen zum Problem werden können, soll Facebook schon länger bekannt sein.»

Facebook unternimmt zum einen zu wenig gegen die Veröffentlichung von Hass und Hetze in diesen geschlossenen Gruppen. Zum andern trägt der Empfehlungs-Algorithmus zur Weiterverbreitung und Popularität bei. Und der US-Konzern hat massiv gegen strengere Massnahmen lobbyiert und versucht, politische Einflussnahme zu verhindern.

Wie schlimm ist es?

Noch viel schlimmer, als befürchtet.

Die Recherchen in Zusammenhang mit dem Projekt Hassmaschine ergaben nun laut Bericht:

«Gruppen sollen davon leben, dass Administratoren für ein gutes Diskussionsklima sorgen. Aber wenn dein Admin selbst mitmacht und Hitler-Memes postet, wenn alle einer Meinung sind in dieser Semi-Öffentlichkeit, dann wird natürlich auch weniger gemeldet.»

Hakan Tanriverdi

Der untersuchte Datensatz sei nicht repräsentativ, schreibt tagesschau.de, er verdeutliche aber Tendenzen. Die Auswertung zeige, dass sich der Anteil der hassgeladenen Sprache in den analysierten Gruppen zwischen 2012 und 2018 vervierfacht hat. 25 der untersuchten Gruppen hätten zudem einen Bezug zur deutschen rechtspopulistischen Partei AfD.

Was sagt Facebook?

Zu konkreten Beispielen und Fällen wollte sich das Unternehmen nicht äussern. Die Verantwortlichen winden sich.

«Wir möchten Hassrede natürlich löschen. Und wir haben im Kampf gegen Hassrede in den letzten Jahren sehr grosse Fortschritte gemacht.»

Facebook-Deutschland-Sprecher

Das sehen unabhängige Beobachter anders.

«Die Betreiber von sozialen Netzwerken müssen Extremismus entschlossener entgegentreten, radikale Beiträge entfernen, und dürfen enthemmten Menschen keine Plattform mehr bieten.»

Reconquista Internet

Die «Dreckarbeit» machen andere

Facebook verfolgt eine neue Strategie: Die mehr als zwei Milliarden Nutzer sollen sich in Gruppen organisieren. Es geht also darum, Teilöffentlichkeiten zu schaffen, die sich im besten Fall selber kontrollieren und freiwillig regulieren.

Facebook bezahlt aber auch Content-Moderatoren, die von Drittfirmen angestellt sind. Sie überprüfen, ob die von den Usern gemeldeten Beiträge gegen die Hausregeln verstossen, die sogenannten Gemeinschaftsstandards. In diesen Regeln ist festgelegt, was auf der Plattform erlaubt ist und was nicht. Tatsächlich löscht Facebook viele von Moderatoren gemeldete Beiträge. Doch viel bleibt auch stehen.

In den USA hat Facebook im Frühjahr auf massiven juristischen Druck hin eingewilligt, erkrankten Moderatoren von problematischen Inhalten 52 Millionen Dollar Schadenersatz zu zahlen. Das Geld geht an Personen, die durch ihre Arbeit psychisch stark in Mitleidenschaft gezogen wurden und an posttraumatischen Belastungsstörungen leiden. Die Betroffenen hatten eine Sammelklage eingereicht.

Als Moderatoren bezeichnet Facebook auch Mitglieder von Facebook-Gruppen, die gewisse administrative Tätigkeiten übernehmen, dies im Auftrag der Administratoren. Zu den Unterschieden gibts dieses Facebook-Hilfe-Dokument.

Vorteil für Facebook: Administratoren und Moderatoren sorgen innerhalb der Gruppen für Ordnung und können auch User sperren – was den Konzern entlastet. Freiwillige übernehmen im besten Fall gratis die Drecksarbeit.

Ist das ein neues Phänomen?

Nein. Das «Wall Street Journal» (WSJ) machte Ende Mai publik, dass die Probleme mit dem Empfehlungs-Algorithmus intern schon länger bekannt sind. Eine Facebook-Mitarbeiterin habe 2016 deutsche Facebook-Gruppen mit politischen Inhalten analysiert. Das Ergebnis: Jede dritte Gruppe sei voll mit rassistischen oder verschwörungsideologischen Beiträgen.

In einer internen Präsentation hiess es gemäss WSJ-Bericht, dass 64 Prozent aller Beitritte in extremistischen Gruppen auf die Empfehlungswerkzeuge von Facebook zurückgingen. Und weiter: «Unsere Empfehlungssysteme vergrössern das Problem.» Wie reagierte Mark Zuckerberg?

Facebook verweise nun darauf, in den vergangenen drei Jahren Massnahmen gegen polarisierende Inhalte getroffen zu haben, halten die deutschen Reporter fest. Viel gebracht hat es ganz offensichtlich nicht, wie die Ergebnisse des Projekts Hassmaschine zeigen. Rechte Hetze blüht weiter.

Was DU JETZT tun kannst

Melde Hass-Postings konsequent. So wie es beispielsweise das Online-Kollektiv Reconquista Internet tut. Diesen Sommer ist ein eigentlicher «Meldemarathon» geplant, um gegen die Verbreitung von Hass und Hetze vorzugehen.

Wir rufen jeden couragierten Bürger dazu auf, schwerpunktmässig in der 40. Kalenderwoche strafrechtlich relevante Inhalte an die Online-Meldestelle respect! (https://goo.gl/k2yKSk) weiterzuleiten. Diese kümmert sich unabhängig vom zugrundeliegenden Hintergrund um weitere Schritte.

Reconquista Internet

Jeder couragierte Mensch müsse sich, immer wieder, mit kleinen Taten oder wenigen Worten, schützend vor die unantastbare Menschenwürde stellen. Es geht vor allem darum, Hass im Netz nicht unwidersprochen zu lassen. Vielmehr solle man mit «Counter Speech» den Postings entgegnen.

Was tun Firmen?

Der öffentliche Druck und Widerstand nimmt zu, wie der «Guardian» am Dienstag berichtet. Mehrere bekannte US-Unternehmen hätten kostenpflichtige Werbung auf Facebook vorübergehend eingestellt. Dies weil es der marktführende Social-Media-Konzern versäumt habe, gegen die Verbreitung von Hass auf der Plattform vorzugehen.

North Face, Patagonia und weitere Firmen beteiligten sich an der kürzlich in den USA lancierten Kampagne «Stop Hate for Profit». Deren kritische Botschaft trifft Mark Zuckerberg dort, wo es schmerzt: Facebook mache 70 Milliarden Dollar Werbeeinnahmen pro Jahr, verstärke gleichzeitig «die Botschaften der weissen Rassisten» und erlaube «die Aufstachelung zur Gewalt». Dies wolle man nicht mehr hinnehmen.

Du willst mehr tun?

Lösch deinen Facebook- und Instagram-Account. Und statt WhatsApp solltest du Signal oder Threema verwenden, oder sonst einen unabhängigen Messenger-Dienst, der keiner der grossen Datenkraken noch mehr «Nahrung» liefert.

Weniger (oder gar kein) Social Media ist nicht nur viel gesünder, sondern kommt auch der Umwelt zugute. Und unterstützte journalistisch arbeitende Medien, die auch wirklich gerade stehen für die Inhalte, die sie publizieren.

Viele Journalisten berichten kritisch über Facebook und die Misstände, die auf der Plattform herrschen. Gleichzeitig schalten allerdings auch viele Medienhäuser selber Werbung bei Facebook und nutzen auch die Facebook-Tochter Instagram um eigene Inhalte zu verbreiten und die Reichweite zu erhöhen. Dazu gehört auch das Newsportal watson.

In Deutschland seien Online-Plattformen wie Facebook verpflichtet, Mordaufrufe und andere Drohungen zu Gewaltdelikten sowie Postings mit volksverhetzendem Inhalt den Strafverfolgungsbehörden zu melden, hält tagesschau.de fest. Eine gesetzliche Verpflichtung, «aktiv nach diesen Inhalten zu suchen», habe Facebook jedoch weiterhin nicht.

Quellen

(dsc)

Warum Facebook nicht zu trauen ist

Mark Zuckerberg hat ein Monster geschaffen, das nicht zu zähmen ist

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«Kann ich verhindern, dass WhatsApp meine Daten an Facebook weiterreicht?» – Antwort: NEIN

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Facebook sucks

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Wir müssen die Meinungsfreiheit stärken, nicht beschneiden

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Facebook, es reicht! 😡

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So einfach findest du heraus, was Facebook ALLES über dich gespeichert hat

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    Alle Leser-Kommentare
  • pamayer 24.06.2020 06:41
    Highlight Highlight Da kommt mir der Zauberlehrling in den Sinn, "die Geister, die ich rief."
  • Randy Orton 23.06.2020 21:19
    Highlight Highlight Das Problem bei facebook ist, dass Inhalte die man meldet, meist einfach durchgewunken werden. Ich habe schon Aufruf zum Genozid an Juden, Holocaustleugnung und direkte Gewaltandrohung an Einzelpersonen gemeldet - wurde alles als „nicht gegen die Richtlinien verstossend“ gewertet. Facebook müsste für die Verbreitung strafrechtlich relevanter Aussagen spätestens dann verantwortlich sein, wenn sie darauf hingewiesen werden und nichts unternehmen.
  • Locutus70 23.06.2020 20:57
    Highlight Highlight Ich bin einigermaßen entsetzt gewesen, als ich vor zwei Jahren einen Schulfreund aus den Klassen 1 bis 3 und einen Kumpel von damals geaddet habe. Da wird einem speiübel, was die da von sich geben.
    Und was mich wundert: Fast jeder Beitrag ist von irgend jemandem geteilt und es sind viele verschiedene. Da frage ich mich schon: Haben sie so viele FB-Freunde bzw. Gruppen. Und was ich mich noch mehr frage: Haben die so viel Zeit? Ich meine beide haben noch nen normalen Job und Familie.
    • Citation Needed 23.06.2020 21:36
      Highlight Highlight Dein letzter Satz hat‘s in sich: „normal“. Normaler Job, normale Famile, normaler Alltagsrassismus bis hin zum normalen Judenhass u.s.w.
      Es ist tatsächlich so, dass unterirdischste Parolen und Hassbotschaften für viele völlig alltäglicher courant normal sind. In deren Bubbles konzentriert sich das alles und man erschrickt und vergisst, dass es immer schon sowas gab. Das Internet verstärkt gewisse Tendenzen (=erlaubt Vernetzung), was gar nicht gut ist, darum ist dieses Projekt wichtig und man muss wachsam bleiben.
  • Hillary Clinton 23.06.2020 19:44
    Highlight Highlight Ist halt wie bei allen grossen sozialen Netzwerken - praktisch unmöglich den ganzen Content zu kontrollieren.

    Nur mal als Beispiel Youtube:

    Ich habe irgendwo mal gelesen, dass jede Minute 300 Stunden Videomaterial hochgeladen wird.
    • NathanBiel 24.06.2020 06:46
      Highlight Highlight Genau. Die Büchse der Pandora wurde geöffnet und die werden wir nie mehr zu machen können. Wenn FB verschwindet, dann kommt einfach eine neue Plattform, wo es munter weitergeht. Die schiere Menge der Daten lässt sich nicht mehr kontrollieren.
    • Bartli, grad am moscht holä.. 24.06.2020 09:33
      Highlight Highlight Lustig aber, dass auf fb jede nackte brust oder was danach ausschaut sofort „erkannt“ wird. Da müssten doch gewisse schlagwörter, und die werden klar verwendet, auch sofort erkannt werden. Das welche durchs raster rutschen ist klar, aber so viele?
  • S[ch]ein 23.06.2020 19:32
    Highlight Highlight Und wieder investigativer Journalismus der die Nase vorn hat. Spannend in diese Zusammenhang wäre wie der deutsche Verfassungsschutz mit diesen Gruppen/Individuen umgeht oder inwiefern ausgeübte Taten in solchen Gruppen genährt wurden, zumal seit 2010 solche Strukturen existieren. Zu oft kam der Vorwurf dass der Verfassungsschutz auf dem rechten Auge blind ist.
  • FRILIE 23.06.2020 19:15
    Highlight Highlight Facebook ist schon lange ein Unternehmer mit Kritischen und Moralischen vorgehen. Das Restaurant kann auch durch einen Lebensmittelkontroleur begutachtet werden. Dort geht es um die Gesundheit des Menschen ich denke unsere Psychische Gesundheit sollte den Staat auch Interessieren. Eine Kontrolle der schweizerbehörden im Internet wäre meiner Meinung nach gerechtfertigt.
  • Hinkypunk #wirsindimmernochmehr 23.06.2020 19:14
    Highlight Highlight Ich folge auf Facebook diversen Gruppen wie z.B. DieInsider, die oft solche Unterhaltungen in privaten Gruppen öffentlich machen und in extremen Fällen die Aussagen der Personen den Behörden melden.

    Und das ist leider viel oft der Fall. Die schimpfen gegen den Islamismus, kapieren aber nicht dass man selbst genau so extrem ist.
    • Hier Name einfügen 23.06.2020 19:49
      Highlight Highlight Also muss man Islamismus gut finden, ansonsten ist man genau so extrem wie die Islamisten?
    • Hinkypunk #wirsindimmernochmehr 23.06.2020 21:15
      Highlight Highlight Wo habe ich das geschrieben? Aber man kann den Islamismus nicht kritisieren, während man gleichzeitig selbst extreme Ansichten hat und sich freut, wenn Politiker, deren Meinung nicht teil, ermorder wird (Lübcke), oder sich ständig den Tod von Angela Merkel wünscht.
  • el_chef 23.06.2020 19:05
    Highlight Highlight das kapitel: was DU jetzt tun kannst ist ja schön und gut.
    nur fehlt: was wir (watson) jetzt tun können.
    Benutzer Bild
  • CalibriLight 23.06.2020 18:52
    Highlight Highlight Dieser braune Bodensatz der Gesellschaft wird uns noch ganz schön zu schaffen machen. Diese Gruppen schaukeln sich hoch. Im Netz herumgeifern ist ja einfach, bestärkt aber leider viele Menschen im Glauben, dass, wenn sie ihre Gewaltfantasien virtuell ungestraft ausleben dürfen, sie es auch im realen Leben tun können.
  • Fichtenknick 23.06.2020 18:48
    Highlight Highlight Ist mir letztens selber passiert. Facebook schlägt mir den Beitritt zu einer rechten Gruppe aus der Schweiz (wahre Eidgenossen und so) vor. Basierend auf der Tatsache, dass ich der NZZ Folge. Nicht überraschend, da die NZZ sowieso beängstigend nach rechts zu driften scheint, aber dennoch etwas verstörend.
    • Gopfidam 23.06.2020 21:31
      Highlight Highlight Eher folgt einer oder mehrere deiner Kontakte dieser schwachsinnigen Gruppe. Oder ihre Kontakte und deren Kontakte die irgendwie vernetzt sind über den zweiten oder dritten Grad mit dir.. Bleiben wir mal realistisch :-)
    • Fichtenknick 24.06.2020 07:20
      Highlight Highlight Denkbar, keine Frage. Mein Punkt ist der: Facebook sagt mir deutlich, dass der Vorschlag darauf beruht, dass die Mitglieder der Gruppe wie ich der NZZ folgen.
    • nichtMc 24.06.2020 08:25
      Highlight Highlight Hmm, du hast Recht, es muss die NZZ sein. Der Stürmer der Liberalen!
      🙈

      Nur mal so als Denkanstoss, nicht jedes Politikspektrum, was ein bisschen rechter als das Parteiprogramm der Jusos ist, ist automatisch rechtsextrem.
  • Pepe Le Fart 23.06.2020 18:40
    Highlight Highlight Phänomen Extremismus, Populismus in unserer heutigen Zeit. Ach bitte, ganz einfach Geschichte wiederholt sich. Nur der Hass geht nun über andere Kanäle.
    • Martel 24.06.2020 04:58
      Highlight Highlight Nein, Geschichte wiederholt sich nie (nur schon aus dem Grund, dass sich die Umstände und „äusseren Bedingungen“ ständig grundlegend ändern).
    • Pepe Le Fart 24.06.2020 07:06
      Highlight Highlight Und nein, grundlegende Bestandteile wiederholen sich in der Geschichte immer wieder, das ist ja der menschliche Anteil, der immer wieder eine Bereinigung erzwingt. Naturgesetz.
  • Matti_St 23.06.2020 18:37
    Highlight Highlight Immer wieder das gleiche bei FB. Ich frage mich langsam, wie MZ politisch tickt.
    • Riesenpinguin 23.06.2020 19:06
      Highlight Highlight Ich glaube wirklich, dass es ihm egal ist, was da passiert, solange er irgendwie dran verdienen kann.
    • TJ Müller 23.06.2020 19:07
      Highlight Highlight Er ist Kapitalist? Dem ist doch Politik egal, hauptsache Profit. Kapitalismus und rechte Ideologien passen hervorragend zusammen, aber das wollen viele Menschen nicht wahr haben.
    • De-Saint-Ex 23.06.2020 19:11
      Highlight Highlight Wohl unpolitisch... den interessiert nur eins: money
    Weitere Antworten anzeigen
  • John Galt 23.06.2020 18:26
    Highlight Highlight Ich verstehe dass Facebook und Twitter darauf bestehen, dass sie nicht für alle Inhalte verantwortlich sind.
    Aber spätestens wenn FB Gruppen empfiehlt, tragen sie die Verantwortung für die Inhalte mit. Wenn FB Gruppen mit strafrechtlich relevanten Inhalten vorschlägt, dann muss der Staat eingreifen können, und auch FB zur Verantwortung ziehen.
    • Garp 23.06.2020 18:47
      Highlight Highlight Da Facebook ist sie sehr wohl für die Inhalte und deren Auswirkung verantwortlich, kann bestimmen was sie zulassen, innerhalb der Gesetze der USA. Sie könnten auch strenger sein, als das Gesetz.

      Das Problem ist auch, dass Facebook weltweit genutzt wird und die amerikanischen Gesetze fast alles zulassen, Facebook auch. Algorithmen sind das Geschäftmodell.

      Genutzt wird es aber dann von Deutschen Hetzern, um Deutsche Gesetze zu umgehen, Deutsche zu erreichen und aufzuhetzen. Was in der USA erlaubt, hat in D dann seine Auswirkungen (sicher noch in andern Ländern).

    • Rabbi Jussuf 23.06.2020 21:20
      Highlight Highlight John
      Das stimmt nicht (mehr). Bis vor Kurzem war der Gerichtsstand in Irland. Jetzt kann man auch in DE gegen Facebook vorgehen. Die müssen sich also an hiesige Gesetze halten. Wie es mit der Schweiz steht, weiss ich nicht.
  • Olle Hexe 23.06.2020 18:20
    Highlight Highlight Was ist das für ein armseliges Leben, wenn man dieses in einer hetzenden Facebook Gruppe verbringen muss. Menschen, die sich in solchen Gruppen tummeln, sind wahrscheinlich mehrheitlich arbeitslos, reinigen sich und ihre Wohnung nicht mehr, haben keine Freunde und haben ihre eigene Bildung aufgegeben. Solche Leute sollte man eigentlich therapeutisch begleiten (z.B. KESB/Caritas), aber da sie einen anekeln, geht man ihnen lieber schnell aus dem Weg. Solchen Menschen sieht man den Abstieg in die Unterwelt ja mehrheitlich an - oft riecht man es auch.
    • Coffeetime ☕ 23.06.2020 18:53
      Highlight Highlight Liebe Hexe, ich glaube, du hast da wirklich eine falsche Vorstellung. Es könnte dein lieber Nachbar sein und du merkst es nicht. Die sozialen Randständigen, oder Alkis, welche du meinst, die verbringen keine Zeit auf FB. Keine Zeit, kein Geld, kein Compi/Smartphone, sind nur so ein paar Gründe...

      "Vorne hui und hinten pfui" passt viel eher in das Schema glaub mir...
    • Kruk 23.06.2020 20:51
      Highlight Highlight Leider nicht.
      Diese Menschen sind mitten unter uns und es scheinen mehr zu werden..
    • Olle Hexe 23.06.2020 21:33
      Highlight Highlight Der SRF hat einmal einen Beitrag über Wutbürger gemacht, viele davon waren gescheiterte Persönlichkeiten. Auch Junge, die sich solch seltsamen Gruppen, wie der Wotan Jugend oder ähnlichem anschliessen, sind doch auffällig sonderbar. Dasselbe gilt für Salafisten. Ich finde man sollte sowieso schon lange die Psychiatrie für solche Fälle ausbauen. Diese (mehrheitlich) Männer haben schwere Probleme mit sich und der Welt. Ich hatte mehrfach die Unfreude Salafisten zuzuhören. Diese Leute sind meist in jeder Lebenslage gescheitert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Coffeetime ☕ 23.06.2020 18:18
    Highlight Highlight FB Gründer waren wohl am Anfang sehr naiv, so dass sie nicht überlegt haben, was für abgründiger Schrott auch publiziert werden könnte. Wären sie rigoros seit Anfang an gegen solche Inhalte vorgegangen, hätte es mit dem Sauber halten geklappt. Aber eben, viel Geld verdienen und nichts verbieten wollen war ihr Motto. Jetzt müssen arme Inder für uns westliche Welt aufräumen, und das ohne Schutzkonzept, neben Ausbeutung (wenig Lohn) gehen sie auch psychisch zu Grunde.

    Was läuft denn in der Welt falsch, dass so viel Leute Hass, Gewalt, Perverse Inhalte so ausleben wollen?
    • Rabbi Jussuf 23.06.2020 20:10
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Sälüzäme 24.06.2020 00:08
      Highlight Highlight Es läuft nichts falsch, es war schon immer da, nur kann heute über FB, Insta, Internet und Co. alles Länder übergreifend und anonym gemacht werden. Die Sorge erwischt zu werden ist verschwindend gering, vor dem Internet war das schwieriger oder unmöglich. Jede Medaille hat 2 Seiten, diese ist die hässliche davon. Was man dagegen tun kann? Keine Ahnung, vielleicht den Stecker ziehen und seinem Gegenüber direkt sagen er sei ein A****.
      Es ist sehr bedenklich wenn jemand in den USA von einen Teeny aus Australien Morddrohungen erhält. True story.
  • John Henry Eden 23.06.2020 18:02
    Highlight Highlight Die beste Waffe gegen Extremismus ist eine Gesellschaft mit gemeinsamen Idealen und geringen sozialen Unterschieden. In einem solchen Umfeld sind die meisten Leute zufrieden und entwickeln keinen Hass auf andere Menschen.

    Aktuell marschieren wir genau in die andere Richtung. Gerade hier im Westen.

    Doch selbst unter idealen Umständen wird es immer Unzufriedene geben. Zum Beispiel aus Langeweile oder Wohlstandsverwahrlosung. Nichts beschreibt die Menschheit besser als die Geschichte von Adam und Eva.
    • Hoci 23.06.2020 20:03
      Highlight Highlight Die Wohlstandsverwahrlosung hat viel mit der Tendenz zum extremeren Us Kapitalismus zu tun. Hochhalten von Gier, Ellbogen, kaltem Egoismus und Narzissmus.
      Moralische Werte, Inschutzname Schwacher, soziales Verhalten und Rücksicht zugunster anderer werden belöchelt und verachtet. Bei Problemen und Hilfe soll man sich an Profis wenden, seinen nöchsten ja nicht belästigen.
      Und alles ist gut ubd perfekt, was nicht gut ist wird gelöscht oder blockiert oder ausgegrenzt (Internet, Reisedestinationen, Hotels usw.)
  • Asmodeus 23.06.2020 17:58
    Highlight Highlight Ein weiterer wichtiger Punkt. Weil die Moderatoren selbst auch ständig dieser Hetze ausgesetzt sind glauben sie einige selber. Die unternehmen natürlich auch nichts.
  • Pesche Buri 23.06.2020 17:49
    Highlight Highlight Facebook sollte man weltweit zerschlagen und verbieten.
    • De-Saint-Ex 23.06.2020 19:18
      Highlight Highlight Nö. Solche Gruppen gab es schon vor FB. Wir leben wieder in einer Zeit der „Unzufriedenen“, die statt ihren A..ch hochzuheben, lieber auf jene losgehen, die laut ihnen an ihrem „Unglück“ schuld sind... wobei „unzufrieden“ heute eher lautet „es ginge mir noch besser, wenn diese Schuldigen nicht wären“... übrigens: die eifrigsten Wegbegleiter Hitler‘s waren keine Habenichtse...
    • MacB 23.06.2020 19:53
      Highlight Highlight Weil Verbote immer funktionieren. 🙄
  • TheGoblin 23.06.2020 17:27
    Highlight Highlight Solche Aufklärung braucht es, danke für den Bericht.
    Wie sieht es am anderen Extrem-Pol aus? Rechts ist nur eine Seite/Facette des Extremismus. Ich will hier nicht relativieren, aber ich gehe davon aus, dass dort ähnlich viel Schlechtes gefunden werden kann. Eines zeigt es aber eindeutlich: es braucht Aufklärung und zwar massiv und man muss die Akteure aus dem Schatten ins gleissende Licht der Öffentlichkeit zerren. Aber ich vermute es ist wie bei der Hydra. Ist ein Kopf ab, kommen zwei neue nach.
    • kloeti 23.06.2020 18:14
      Highlight Highlight Sorry, aber du relativierst halt eben doch. Finde ich extrem problematisch wenn der erste Reflex auf Nazigruppen im internet "Ja aber die anderen sind bestimmt genau so schlimm!" ist. Der grosse unterschied zwischen den beiden Extremen ist, dass es Linksextreme nur im Ausnahmefall auf Menschenleben abgesehen haben, die Extremisten von Rechts aber fast ausschliesslich. Die einen schlagen Autoscheiben, und die anderen Ausländerschädel ein. Ist meiner meinung nach nicht im geringsten vergleichbar.
    • alessandro 23.06.2020 18:26
      Highlight Highlight Wie sieht denn das andere extrem aus? Abstatt Aufrufe zu Mord gibt es bezüglich Enteignung? Lol... Es gibt keinen wirklichen Gegenpol zu Rechtsextremismus. Die Grundhaltung irgendwelchen Linksextremismus als das Pendent zu Faschismus zu nehmen ist ein cleveres Framing von rechter Seite. Es bleibt aber einfach ein Framing...
    • De-Saint-Ex 23.06.2020 18:30
      Highlight Highlight „Ich will hier nicht relativieren, ABER...“
      Wenn Du hörst oder liest, dass am linken Rand der Holocaust geleugnet, Juden für alles mögliche verantwortlich gemacht werden, alles nicht-weisse nicht existenzberechtigt ist, dazu aufgefordert wird zu morden, dann melde dich doch bitte hier wieder. Danke.
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