Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Alle drei zusammen: V, Nero und Dante machen sich auf den Weg, um die Welt zu retten. bild: zvg

Review

«Devil May Cry 5» ist ein famos inszeniertes Actionspiel der alten Schule

Sprücheklopfer Dante ist wieder da. Aber er ist nicht allein. Drei unterschiedliche Spielfiguren stellen sich einer Horde Dämonen. Eine perfekt inszenierte Daueraction, aber auch eine verwirrende Story warten auf die Fans. Lohnt sich das neue Abenteuer? Wir haben es bereits durchgespielt.



Auf der Erde ist wieder die Hölle los: Riesige Tentakel schiessen aus dem Boden, durchlöchern Menschen und bringen Häuser der fiktiven Stadt Red Grave City zum Einsturz. Aber der Dämonenjäger Nero ist schon zur Stelle und ballert und schnetzelt sich durch finsteres Monsterfleisch. Dabei bekommt er Hilfe vom mysteriösen V, der mit einem Gehstock ebenfalls in den Kampf zieht. Warum tut er das und wo genau ist eigentlich Dante? Fragen über Fragen.

Gute Zeiten, schlechte Zeiten

Ein kurzer Rückblick: Dante ist ein Mischwesen. Sein Vater Sparda war ein Dämon, der die Menschen vor gierigen Mächten aus der Unterwelt beschützen wollte. Er verliebte sich in die Engelsfrau Eva und die beiden zeugten schliesslich ihre Söhne Dante und Vergil. Beide wurden mit übernatürlichen Kräften ausgestattet, die sie für ihre eigenen Ziele einsetzten. Die Brüder hatten aber selten das Heu auf derselben Bühne. Was macht eigentlich Vergil? Man weiss es nicht genau…

Bild

Wo ist eigentlich Dante und was genau ist sein Problem? Nach ein paar Spielstunden gibt es die Auflösung. bild: zvg

Zurück in die Gegenwart: Die Geschichte in «Devil May Cry 5» wird nicht ganz linear erzählt. Es gibt immer wieder Rückblenden zu Charakteren, die parallel unterwegs sind, um der Höllenbrut den Garaus zu machen. Dazwischen wird Schritt für Schritt aufgeklärt, wer denn nun welche Beziehung zu wem hat und warum die Figuren das tun, was sie tun müssen.

Ja, es ist etwas kompliziert. War das erste Spiel der Reihe im Jahr 2001 für die Playstation 2 noch einigermassen übersichtlich, hat sich mittlerweile ein komplexes Universum errichtet, wo selbst Fans manchmal innehalten und überlegen müssen, was da nun genau abgeht oder abgegangen ist.

Nero ist schon ganz scharf auf die Action, die da noch kommen mag...

abspielen

Video: YouTube/CAPCOM Germany

Alle drei zusammen

Komplex erscheint auch die Spielmechanik auf den ersten Blick. Jede Spielfigur besitzt viele Möglichkeiten, um sich gegen die Monster zur Wehr zu setzen. Nero hat nebst den obligaten Möglichkeiten, Kugeln und Schwert in die Gedärme der Feinde zu rammen, auch die Wahl, um auf Armprothesen zurückzugreifen. Seine Assistentin Nico baut in ihrem Wohnwagen regelmässig künstliche Gliedmassen für ihn. Mit diesen frei wählbaren Roboterarmen kann er dann allerhand anstellen und immer Neues dazulernen.

Bild

Nero hat auch sehr ausgefallene Armprothesen. Mega Man lässt grüssen! bild: zvg

Kollege V hingegen geht anders an die Front und steuert sich komplett unterschiedlich. Er wählt nicht etwa die direkte Konfrontation, sondern greift wie ein Stratege aus der Distanz an. Konkret befehligt er drei unterschiedliche Wesen, die er per Knopfdruck auf die Feinde lässt. So dirigiert er eine schattenartige Raubkatze (Shadow), einen ballernden Falken (Griffon) und eine riesige, golemartige Kreatur (Nightmare). Diese bearbeiten die Gegner so lange, bis sie eine gräuliche Farbe erhalten. Das ist dann das Zeichen für V, ihnen mit dem Gehstock den Gnadenstoss zu geben.

Bild

Kollege V mit dem Gehstock gibt sich immer sehr, sehr mysteriös. bild: zvg

Und dann wäre da noch Dante. Allerdings braucht es etwas Geduld, bis man mit dem Coolsten der Coolen selber abgehen darf. Erst nach ein paar Spielstunden, nachdem erklärt wird, wo er eigentlich war und was mit ihm passiert ist, wird es Zeit für ihn. Dann geht die Party aber so richtig los und man bekommt das Grinsen kaum mehr aus dem Gesicht. Mit seinen legendären Knarren Ebony und Ivory, dem riesigen Schwert und dem brachialen Dämonenhandschuh kommt richtig Stimmung auf.

Bild

Wenn Dante so richtig loslegt, wackelt die Hütte. bild: zvg

Intensive Action

Die «Devil May Cry»-Reihe steht für ultraknackige Action, die den Bildschirm schon seit Jahren zum Erzittern bringt. Auch der fünfte Teil sorgt wieder dafür, dass es ordentlich abgeht und man aus dem Staunen kaum mehr herauskommt. Schuld daran ist nicht nur das kreative Gegnerdesign aus der Hölle, sondern vor allem die hohe Anzahl an Waffen und Utensilien, die man um ein Vielfaches verbessern kann, wenn man fleissig die serienbekannten Orbs einsammelt.

Bei «Devil May Cry 5» geht es einfach ordentlich ab...

abspielen

Video: YouTube/CAPCOM Germany

Hinzu kommen diverse Kampfstile, die man ebenfalls immer wieder anpassen darf. Dem Spieler ist es somit selbst überlassen, wie stylisch er sich zur Wehr setzen möchte. Die vielen Möglichkeiten sorgen für unzählige Kampfvariationen. Und wie gehabt wird natürlich an jedem Levelende der Kampfstil benotet.

Spielfluss leidet

So abwechselnd und fordernd die einzelnen Haudegen sind, sie sorgen gerade in den ersten Spielstunden für Verwirrung. Da die Geschichte sich abwechselnd mit den einzelnen Figuren befasst und diese auch gesteuert werden, kann man sich zu Beginn nicht richtig mit ihnen vertraut machen. Hat man die Steuerung eines Dämonenjägers endlich intus und weiss, wie man auch den letzen Spezialangriff vom Stapel lässt, muss man sich schon wieder mit einer anderen Figur befassen. Das unterbricht den Spielfluss.

Bild

Immer zuerst brav aufräumen, bevor es im Level weitergehen kann. bild: zvg

Wer im Vorfeld Sorge hatte, Teil 5 könne mit alten Tugenden brechen, der kann sich beruhigen. «Devil May Cry 5» ist ein Actionspiel der alten Schule. Auch wenn die Geschichte oftmals ausholt und nicht chronologisch erzählt wird, so sind die Levels gewohnt schlauchartig und herausfordernd. Das Spielprinzip ist ebenfalls altbekannt: Man schreitet voran und kommt dann in ein Gebiet, wo man nicht weiterkommt. Erst wenn man alle Gegner platt gemacht hat, hebt sich die rötliche Nebelwand auf und es kann weitergehen.

Und sonst?

Die opulenten Zwischensequenzen, in denen der Zeitlupeneffekt wie gewohnt mehrfach eingesetzt wird und die Kamera um die ballettartigen Bewegungen herumtanzt, lassen die Münder offen stehen. Auch sonst ist die Grafik eine wahre Pracht. Die Areale sind schön düster und eklig, es gibt wunderschöne Lichteffekte und die turmhohen Endgegner dürfen wieder mit ganz viel audiovisuellem Spektakel auftrumpfen.

Bild

Jede einzelne Auseinandersetzung bietet schicke Lichteffekte. bild: zvg

Auch dieses Schnetzel- und Baller-Abenteuer verfügt übrigens wieder über ein paar Hüpfabschnitte, wo man die Figur von Plattform zu Plattform bringen muss. Hier zeigt sich dann schnell, dass die Steuerung nicht für eine punktgenaue Navigation gedacht ist. Frustmomente, Abstürze und Wiederholungen sind vorprogrammiert. Aber solche Abschnitte sind selten und auch wieder schnell vergessen.

Bild

Die Rolle der Assistentin Nico wird nicht allen gefallen. bild: zvg

«Devil May Cry 5» hat stellenweise diesen eigenwilligen Humor, wo man sich fast schon fremdschämen muss. Sehr skurrile Tanzeinlagen und dumme Sprüche, die Entwickler haben sich richtig schön ausgetobt. Bei manchen Inhalten stellt man sich aber die Frage, wie diese einfach so abgesegnet wurden.

Sorry, «Devil May Cry 5», aber so geht ein intensiver Soundtrack...

abspielen

Video: YouTube/NOISIA

Auch dieses jüngste Dämonen-Abenteuer hat wieder ein paar ordentliche Beats auf Lager, um das treibende Gameplay zu unterstützen. Aber an den atmosphärischen und knallharten Drum'n'Bass-Soundtrack der niederländischen Gruppe Noisia, die zuletzt bei «DmC: Devil May Cry» (2013) ran durfte, kommen die Klänge nicht heran.

Für Fans ein Genuss

Fazit: Die Geschichte mag zu Beginn vor allem für Nichtkenner sehr verwirrend sein. Schritt für Schritt wird man aber der Mythologie näher gebracht. Da macht es auch nichts, wenn man nach dem Abspann noch ein paar Fragen hat. Die Grundpfeiler der kruden Story sind da und reichen aus, um sich der harten Action hinzugeben. Denn das ist es, was «Devil May Cry» seit Jahren auszeichnet: Intensive Action, flotte Sprüche und eine abgefahrene Story. Das will man und das bekommt man auch.

«Devil May Cry 5» ist ab dem 8. März erhältlich für Playstation 4, Xbox One und PC. Freigegeben ab 18 Jahren.

Seid ihr scharf auf das neue Abenteuer mit Dante und Co.? Die Kommentarspalte ist geöffnet!

Sport am Computer statt in der Turnhalle

abspielen

Video: srf

So sieht sie aus: Die sagenumwobene Nintendo Playstation

Das könnte dich auch interessieren:

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Zug steckt während 3 Stunden zwischen Grenchen und Biel fest – Passagiere wurden evakuiert

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Du bist ein Schwing-Banause? Wir klären dich rechtzeitig fürs Eidgenössische auf

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

Vorsicht, jetzt kommt die Wohnmobil-Rezession!

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Liam und Emma sind die beliebtesten Namen der Schweiz – wie sieht es in deinem Kanton aus?

Link zum Artikel

Schweizer Firmen wollen keine Raucher einstellen – weil sie (angeblich) stinken

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

Prügelt Trump die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession?

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

«Es ist absurd» – der Chef erklärt, was er vom Feminismus hält

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2019

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Apples Update-Schlamassel – gefährliche iOS-Lücke steht zurzeit wieder offen

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Lörrlee 08.03.2019 07:48
    Highlight Highlight OMFG Vielen Dank für diesen Artikel!!!
    Ich hatte komplett vergessen, dass dieses Juwel rauskommt und habe es entsprechend auch nicht vorbestellt!
    Danke Watson, Bestellung ist nun platziert :D
    • Simon Dick 08.03.2019 10:50
      Highlight Highlight Sehr gern geschehen. Hau rein! 😉
  • Theor 07.03.2019 20:02
    Highlight Highlight Dante ist die styliste Sau der Spiele- und Filmebranche. Ich bin froh, dass der alte Dante wieder da ist. Umsomehr ärgere ich mich daher, dass er das Rampenlicht (erneut) mit zwei nicht mal annähernd so interessanten Charakteren teilen muss. Nero hatte Potential, aber die neue Idee mit der Armprothese ist eher lächerlich als stylisch. Irgendwie schade. Ein reines Dante/Vergil-Abenteuer hätte mich mehr interessiert.

    Fazit: Nen Full-Price-Titel wirds für mich nicht, aber später wenns mal ein wenig günstiger ist, lang ich bestimmt zu.

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Huawei war in den letzten Wochen, Trump sei Dank, praktisch ununterbrochen in den Schlagzeilen. Die Sperre der USA hat die Preise der neusten Huawei-Smartphones purzeln lassen. Das Embargo ist inzwischen teils aufgehoben und laut Huawei braucht sich niemand Sorgen zu machen, dass ein momentan oder bislang gekauftes Gerät aufgrund der Sanktionen unbrauchbar wird.

Da passt es doch gut, dass ich das Huawei P30 Pro in den letzten zwei Monaten ausgiebig testen konnte. Und um das Ganze noch etwas …

Artikel lesen
Link zum Artikel