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Office-Dokument per E-Mail: Warnung vor Emotet-Malware

Darum sollten bei Mails mit Word-Dokument alle Alarmglocken läuten

Der Bund warnt vor der Verbreitung von Trojanern in Unternehmensnetzwerken. Die Angreifer verschicken gefälschte E-Mails im Namen von Kollegen, Geschäftspartnern oder Bekannten.
13.12.2018, 06:5213.12.2018, 13:16

Die Melde- und Analysestelle Informationssicherung (Melani) hat aktuell verschiedene Malspam-Wellen mit infizierten Word-Dokumenten im Anhang beobachtet. Es handle sich um einen bereits länger bekannten Trojaner namens Emotet (auch bekannt als Heodo).

Ursprünglich als E-Banking-Trojaner bekannt, wird Emotet, wie Melani am Mittwoch mitteilte, heute vor allem für den Versand von Spam sowie das Nachladen von weiterer Schadsoftware (Malware) verwendet.

Emotet versuche – mit gefälschten E-Mails im Namen von Kollegen, Geschäftspartnern oder Bekannten – mittels Social-Engineering den Empfänger zum Öffnen des Word-Dokuments sowie zum Ausführen der darin enthaltenen Office-Makros zu verleiten.

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grafik: melani

Vergangene Woche warnte bereits das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor Emotet, der unter anderem den eBanking-Trojaner «TrickBot» nachlädt sowie die bereits länger bekannte Schwachstelle im SMB-Protokoll («EternalBlue») in Unternehmensnetzwerken ausnutzt (Wurm-Komponente).

Gemäss den neusten Informationen wird Emotet im Moment auch aktiv dazu eingesetzt, um gezielt Computer und Server in Unternehmensnetzwerken mit einem Verschlüsselungstrojaner namens «Ryuk» zu infizieren. Von betroffenen Unternehmen würden dann erhebliche Summen an Lösegeld (200'000 Franken und mehr) verlangt.

Wegen der aktuellen Gefährdung durch Office-Makros empfehlen die Melani-Sicherheitsexperten Unternehmen und Betreibern kritischer Infrastrukturen:

  • Das Ausführen von unsignierten Office-Makros technisch zu unterbinden.
  • Den Empfang von Office-Dokumenten, welche Makros enthalten, auf dem E-Mail Gateway bzw. Spam-Filter technisch zu unterbinden.

(dsc/sda)

Video: watson/Madeleine Sigrist, Emily Engkent, Knackeboul
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