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Bundesraetin Doris Leuthard, Vorsteherin des Eidgenoessischen Departements fuer Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation, UVEK, reist mit ihrem Tesla Elektroauto zur Infra- Tagung  im Kultur- und Kongresszentrum Luzern, KKL, an, am Donnerstag, 22. Januar 2015. (KEYSTONE/Sigi Tischler)

Die Schweizer Verkehrsministerin neben «ihrem» Tesla Model S. archivBild: KEYSTONE

Tesla als Dienstwagen? War das wirklich eine gute Idee, Frau Leuthard?

Sie sorgte als «erste Ministerin mit Tesla» für Schlagzeilen. Nun überlässt Bundesrätin Doris Leuthard den Elektro-Dienstwagen ihrer Nachfolgerin. Aber wie war das nochmal mit der Daten- und Betriebssicherheit?



Update: Armasuisse hat auf die Medienanfrage von watson reagiert. Die Antworten sind unten eingefügt.

Bundesrätin Doris Leuthard sorgte 2014 als «erste Ministerin mit Tesla» europaweit für Schlagzeilen.

Bild

screenshot: twitter

Was in der Aufregung um das umweltfreundliche Dienstfahrzeug vergessen ging, waren Fragen zum Datenschutz, bzw. zur Datensicherheit.

Beim Tesla Model S 85, in dem die Spitzenpolitikerin in den letzten vier Jahren unterwegs war und in dem sie wohl auch ziemlich viel Brisantes besprochen hat, handelt es sich quasi um ein Smartphone auf Rädern.

Wie wir nur zu gut wissen, geben Mobilgeräte alle möglichen und unmöglichen Dinge über ihre Nutzer preis. Wie zum Beispiel den genauen Aufenthaltsort.

GPS, Mikrofon, …

Dank NSA-Whistleblower Edward Snowden (2013) ist bekannt, dass US-Geheimdienste wirklich alles hacken, um Freund und Feind auszuspionieren. Also auch Teslas.

Elon Musks Elektroboliden haben werkmässig eine Internetverbindung. Per Mobilfunk übermitteln sie wichtige Betriebsdaten an die Firmen-Server in den USA. Und es gibt Mikrofone im Cockpit ... zwecks Sprachsteuerung.

Leuthards Verkehrsdepartement hatte anlässlich der Übernahme des Tesla erklärt, das Elektroauto entspreche den Vorgaben des Bundes, die an ein offizielles Dienstfahrzeug gestellt werden. Beschafft werden solche Staatslimousinen vom Bundesamt für Rüstung, Armasuisse.

Armasuisse reagierte bislang nicht auf eine Anfrage von watson. Auslöser war ein aktueller Medienbericht aus Basel, der offene datenschutzrechtliche Fragen rund um den Einsatz von Tesla-Polizeiautos enthüllte.

Am Donnerstagabend griff die SRF-Sendung «10 vor 10» die Problematik auf, wichtige Fragen bleiben aber offen.

Da wir zuversichtlich sind, dass die Schweizer Verkehrsministerin Doris Leuthard watson liest, wenden wir uns mit Fragen direkt an die abtretende Magistratin. 

Sehr geehrte Frau Bundesrätin, sind Sie sicher, dass Sie nicht von Ihrem Tesla belauscht werden?

Die Frage, die watson Armasuisse gestellt hat: Ist die Sprachsteuerung im UVEK-Tesla ständig aktiviert, könnten also Gespräche aufgezeichnet und in die USA übermittelt werden?

Dazu muss man wissen, dass der Kommandant der Kantonspolizei Basel-Stadt gestern im «10 vor 10»-Interview sagte, dass der US-Hersteller bei den Basler Polizei-Teslas nicht mithören könne. Seine Begründung: Die Basler Polizei könne die von Tesla eingesetzte SIM-Karte (für die Mobilfunkverbindung) herausnehmen und durch eine eigene SIM-Karte ersetzen. «Und dann bestimmen sowieso wir, wo diese Daten hingehen.»

Bild

screenshot: srf.ch

Die Aussage des Polizeikommandanten wurde im SRF-Bericht nicht kritisch hinterfragt. Und etwas später hiess es:

«Die Sensoren der Hersteller sehen und hören immer mit.»

O-Ton «10 vor 10» quelle: srf.ch

Ja was denn nun? Übermittelt der Tesla Daten, auch nachdem die Hersteller-SIM-Karte ersetzt wurde?

Armasuisse-Sprecher Kaj-Gunnar Sievert schreibt:

«Das Fahrzeug führt keine Sprachaufnahmen durch. Somit werden auch keine Sprachaufnahmen aufgezeichnet und logischerweise auch keine Sprachaufnahmen an Server übermittelt und ausgewertet.»

Ist der Bundesrats-Tesla verkehrssicher?

Dazu muss man wissen, dass die Übermittlung von Betriebsdaten an die Firmen-Server in den USA für die Betriebssicherheit des Fahrzeugs elementar wichtig ist. Tesla Motors schreibt in seiner «Kundendatenschutzrichtlinie»:

«Bitte beachten Sie, dass, wenn Sie der Erfassung von Telematikprotokolldaten oder anderer Daten von Ihrem Tesla-Fahrzeug widersprechen (...), wir nicht in der Lage sind, Sie in Echtzeit über Probleme im Zusammenhang mit Ihrem Fahrzeug zu informieren. Dies kann dazu führen, dass bei Ihrem Fahrzeug eine lediglich eingeschränkte Funktionalität, ernsthafte Schäden oder Funktionsunfähigkeit eintreten können.»

quelle: tesla.com/de_CH/about/legal

Welche Daten schickt der Bundesrats-Tesla in die USA?

Fragen an Armasuisse: Jedes Tesla-Elektroauto übermittelt automatisch diverse Daten an die Firmen-Server in die USA. Telemetriedaten, zum Standort, Strassenzustand etc. Gilt dies auch für das Fahrzeug der UVEK-Vorsteherin? Oder für welche Daten wurde dies unterbunden?

Armasuisse-Sprecher Kaj-Gunnar Sievert schreibt:

«Gegenüber Tesla wurde keine Bewilligungen zur Eruierung von Fahrzeugstandorten erteilt, die somit auch nicht erfolgt ist (geschieht nur auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden oder falls per Gerichtsbeschluss in speziellen Fällen angeordnet.) Das Auto kann anonymisiert sogenannte Strassenabschnitts-Daten übersenden, die zur Verbesserung einiger Funktionen wie Navigationssystem oder der Fahrassistenzsysteme verwendet werden. Diese können von Tesla nicht zu einem Fahrzeug zurückverfolgt werden.

Es werden keine Standortdaten gespeichert. Tesla stellt lediglich eine sichere Verbindung zwischen der mobilen App und dem Fahrzeug her.»

Weiter betont der Armasuisse-Sprecher:

«Weder das UVEK noch die Armasuisse haben eine Vereinbarung für die Freigabe irgendwelcher Standorte unterschrieben.»

Das Fahrzeug verarbeite jedoch weiterhin einige im Fahrzeug gespeicherte Fahrzeugdaten, und Tesla könne auf diese Daten manuell im Service zugreifen, wenn dies während der Wartung zur Diagnose und Reparatur erforderlich sei. Zu Diagnose- und Reparaturzwecken gesammelte Daten könnten «von der Art des technischen Problems, das Tesla gemeldet wird, abhängen» und würden nur für einen begrenzten Zeitraum aufbewahrt.

Elon Musk kann Teslas weltweit per Knopfdruck stoppen. Auch den Bundesrats-Tesla?

Frage an Armasuisse: Der Hersteller kann bei jedem Fahrzeug weltweit ferngesteuert (übers Internet) einen Notstopp veranlassen. Gilt dies auch für den UVEK-Tesla oder gibt es hier eine Ausnahme?

Armasuisse-Sprecher Kaj-Gunnar Sievert schreibt:

«Können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beantworten.»

Wussten Sie, dass Tesla «kurze Videoaufnahmen von den Aussenkameras des Fahrzeugs erfassen» und auswerten darf?*

* Gemäss einem Hinweis in der online verfügbaren Kundendatenschutzrichtlinie von Tesla Motors. Ob das den Eidgenössischen Datenschützer interessiert?

Armasuisse-Sprecher Kaj-Gunnar Sievert schreibt:

«Das Tesla-Modell von Frau Leuthard hat bis auf die Rückfahrkamera keine weiteren Kameras oder Mikrofone verbaut.»

Fährt der Bundesrats-Tesla eigentlich öfters mit «Autopilot»?

Das nimmt wohl sehr viele Leute wunder.

Wechseln Sie nach Ihrem Ausscheiden aus dem Bundesrat auf eine andere Automarke?

Herzliche Grüsse, Ihr watson

Welche Frage würdest du gerne der obersten Elektromobilitäts-Förderin der Schweiz stellen?

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57Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Randy Orton 22.12.2018 13:15
    Highlight Highlight Wird dieser Artikel irgendwie von BMW oder so finanziert? Lustig das explizit auf Tesla eingegangen wird, wenn diese Fragen praktisch bei jedem modernen Fagrzeug oder auch smartphone gestellt werden könnten.
  • In vino veritas 22.12.2018 11:58
    Highlight Highlight Naja, dass betrifft nicht nur Tesla, sondern praktisch sämtliche Automarken. Und das Smartphone wird mittels Android oder iOS auch abgehört. Dazu werden die Tefonate und die Datenpakete von Huawei kopiert? Es wäre wünschenswert, wenn wir alle sensibler mit unseren Daten umgehen würden. Und alternative Produzenten bevorzugen, die keine Daten Daten absaugen.
  • Schaaggi 22.12.2018 10:10
    Highlight Highlight Danke Watson, habe mich beim 10vor10 Bericht schon gewundert wegen der (sehr irritierenden) Aussage zur SIM Karte. Bitte dranbleiben!

    Mir scheint, der Mann behauptet irgendwas um die Leute zu besänftigen.

    Doris selbst hat ja in diese Richtung vorgespurt: Ihre "Informatik"-Initiative vor etwa 10 Jahren (heute würde man Digitalisierung sagen) bestand ja in Förderung von Word- und Excel-Bedienerkenntnissen in Zusammenarbeite mit Microsoft. Wahrlich Neuland!
  • Elke Wolke 22.12.2018 05:43
    Highlight Highlight Ich warte schon länger darauf, ab wann ich (mit Aufpreis?) dumme Artikel kaufen kann: ein Auto welches mir nicht zuhört, ein Kühlschrank der nur kühlt, Sitzungszimmer ohne jegliche Elektronik, eine TV Fernbedienung ohne Mikrophon.
    G5 ist das Ende der Privatsphäre.
  • Bynaus 21.12.2018 16:29
    Highlight Highlight Yay, wieder mal einen Anlass gefunden, auf Tesla einzuprügeln... oder wo wird erwähnt, dass das andere Hersteller genauso handhaben?
    • Keller101 21.12.2018 21:31
      Highlight Highlight Woher kommt eigentlich diese bedingungslose Liebe zu Tesla? An der Umweltliebe kann es ja nicht liegen wenn doch ein anständiger Diesel eine weit bessere Energiebilanz hat? Versteh ich nicht diesen Hype 🤔
    • benj_zh 22.12.2018 11:41
      Highlight Highlight Naja genauso ist wohl ein wenig übertrieben. Es gibt nicht einen Punkt der für Tesla spricht. Sehr hohe umwetvelastung (graue Energie) nicht entsorgbare akkus, wiederverkaufswert gleich 0, keine unbegrenzte Reichweite, anschaffungskosten..
  • Triple A 21.12.2018 14:32
    Highlight Highlight Erfolgreich ein Haar in der Suppe gefunden! Und jetzt? - zurück zur Kutsche?
  • Henzo 21.12.2018 14:15
    Highlight Highlight Tesla ist NICHT umweltfreundlich. Die Batterie ist viel zu gross ... besser wäre da ein Renault Zoe.
    • Hilmy 21.12.2018 17:00
      Highlight Highlight Umweltfreundlicher als die nicht elektrischen Oberklasseverbrenner der anderen Bundesräte sicher immer noch.

      Aber ja, ein Zoe oder ein Leaf wären sicher noch etwas besser. Ein Smart wäre sicher auch besser als die (vermutlich) Mercedes der anderen ;-)
    • Gratwanderer 21.12.2018 21:50
      Highlight Highlight Vor dem Kauf etwas kalkuliert, ja Stadtverkehr ist Tesla besser als ein Verbrenner aber nicht so sparsam Zoe. 1. vergleicht man aber nicht Mercedes mit Smart und 2. fahre ich nicht mit einem Zoe in die Ferien. Wenn ich wieder das Flugzeug nehme nach Berlin, Rom, Südfrankreich ist der Abdruck wieder viel schlechter als ein Tesla. So ausgereift wie das Betankungssystem mit Schnelladesäulen ist das einzige Vernünftige auf dem Markt. Aufladen mit 120 kw (1/2 Std.) anstelle von 11 oder evt. 22kw (5 Stunden)mit dem Zoe ist schon relevant und nur ca. 200 km Reichweite anstelle von 600 km. C‘mon...
    • Adumdum 21.12.2018 22:56
      Highlight Highlight Velo oder ÖPNV waren auch noch umweltfreundlicher... Aber wir wollen ja Äpfel nicht mit Birnen vergleichen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Le_Urmel 21.12.2018 13:57
    Highlight Highlight Es ist so, dass die deutschen Autohersteller auch Daten erheben, aber wenn ich die Wahl habe ob ich meine Daten dem deutschen Datenschutz überlasse oder dem amerikanischen, fällt mir die Wahl doch ziemlich leicht. Wenn ich dann auch noch die Sammelwut der NSA und dem BND vergleiche......
  • Der Tom 21.12.2018 13:27
    Highlight Highlight Danke , dass sie nicht sich nicht in einer Dreckschleuder haben rumfahren lassen Frau Bundesrätin!
    • Keller101 21.12.2018 21:33
      Highlight Highlight 🙈🙈🙈 glaub doch nicht alles, Tesla ist die grösste Dreckschleuder, halt nur nicht vor Ort...nicht immer nur 20min und Blick am Abend lesen, Bitte!!!
  • Sauäschnörrli 21.12.2018 13:12
    Highlight Highlight Frage an watson:

    Welche der oben genannten Fragen treffen auf die S-Klassen der anderen Bundesräte nicht zu?

    Sim-Karte, Autotelefonie, Sprachsteuerung, autonomes Fahren, Ferndiagnose, Fernwartung, Fernsteuerung, automatisches Parken, Umfeldkameras, GPS-Ortung, ... auch in einem Mercedes steckt so einiges, das Fragen aufwerfen könnte.
    • @schurt3r 21.12.2018 15:23
      Highlight Highlight Weiss nicht.

      Werde mir nächstes Jahr eine Woche Zeit nehmen und alles dazu recherchieren ;-)

      Was ich heute schon sagen kann: Es kommt darauf an, wo die Daten verarbeitet werden, bzw. wo die Server stehen. USA? Europa? Sonst wo?
    • Sauäschnörrli 21.12.2018 15:29
      Highlight Highlight "Dank NSA-Whistleblower Edward Snowden (2013) ist bekannt, dass US-Geheimdienste wirklich alles hacken, um Freund und Feind auszuspionieren."

      Spielt der Standort der Server wirklich eine Rolle?
    • MSpeaker 21.12.2018 16:51
      Highlight Highlight Der Server Standort spielt doch nur wegen gewissen 'Gesetzen' eine Rolle. Die Realität ist, das es ziemlich egal ist, wo fir Daten landen. Die frage ist, was alles erfasst und abgelegt wird. Und da sind alle Oberklassenhersteller betroffen sicher nicht nur Tesla, auch wenn Tesla natürlich besonders viel auswetet (vermutlich schon am meisten)
    Weitere Antworten anzeigen
  • bokl 21.12.2018 12:36
    Highlight Highlight Muss Frage 4 so reisserisch formuliert sein? Es ist höchst unwahrscheinlich, dass Elon Musk das persönlich kann. Er kann natürlich entsprechende Anweisungen geben, aber die Vorstellung, (ein vielleicht bekiffter) Elon startet zum Spass sein Tablet und stoppt ein paar Tesla irgendwo auf der Welt ist doch etwas gewagt.
    • Bert der Geologe 21.12.2018 13:13
      Highlight Highlight Wieso? Ist ja kein Geheimnis, dass er gerne mal einen Joint reinzieht.
    • IMaki 21.12.2018 13:21
      Highlight Highlight Lieber Bokl. Dann lesen Sie mal das Buch "Der Abgang – Bericht aus einer nahen Zeit". Sie kriegen dann einen Vorgeschmack auf das Paradies der selbstgesteuerten Elektroautos. Viel Spass.
    • Nero1342 21.12.2018 14:09
      Highlight Highlight *Er hat nicht gekifft.. Nur gepafft
    Weitere Antworten anzeigen
  • Raphael Conca 21.12.2018 12:29
    Highlight Highlight Das grössere Risiko sind wohl die Smartphones.
    Klar kann via Internet jemand auf das FZ Einfluss nehmen, aber in Bezug auf Datenschutz sehe ich eigentlich keinen Unterschied zwischen Smartphone und Tesla & wie vor Kurzem in einem Beitrag gesehen(weiss nicht mehr genau wo), lassen sich auch die „regulären“ Automarken sehr viele Daten via Mobilenetze zukommen. Und ob die bezüglich Software fähiger sind als Telsa wage ich zu bezweifeln. Und ob die Daten - nur weil sie in EU abgespeichert werden (wohl auf Amazone Cloudes) - sicherer sind, wage ich auch zu bezweifeln.
  • _stefan 21.12.2018 12:12
    Highlight Highlight Gemäss BBC-Artikel von August 2016 verbauen folgende Automarken Empfangs- und Sendeeinheiten in ihren Autos: Volkswagen, BMW, Mercedes-Benz, Audi, Lexus, Toyota, Nissan, Infiniti, Honda, Acura, Mini, Hyundai und Chrysler/Dodge/Jeep.

    Man braucht Tesla nicht immer besonders zu behandeln. Die 7 Fragen kann man an den Gesamtbundesrat stellen. Sie alle fahren Oberklasse-Limousinen, welche laufend Daten an den Hersteller senden.
  • peeti 21.12.2018 12:10
    Highlight Highlight Frage 8 (eigentlich 1): Wie ökologisch sind eigentlich Elektroautos (hinsichtlich Herstellung und Recycling der Batterie)? Welchen Beitrag können Tesla&Co. zur Verkehrssituation bieten, wenn zB aufgrund des Backlash-Effekts E-Autofahrer ihr Fahrzeug häufiger nutzen als normale?
    • Matrixx 21.12.2018 12:22
      Highlight Highlight Die Herstelling der Batterie ist ökologischer als die Herstelling von Treibstoff, und die Batterie kann nach ihrer Lebensdauer vollständig recycled oder wiederverwendet werden.
    • p4trick 21.12.2018 12:45
      Highlight Highlight Die Batterie Herstellung verbraucht ca. 60kg CO2/kWh Akku also bei 85 sind das 5100kg CO2. Einmal Volltanken mit 85kWh Strom sind ca. 15kg CO2 damit kommt der Tesla 500km weit.
      Bei 100'000 km sind das total ca. 8 Tonnen CO2.
      Vergleich mit Benziner sind das bei 6l/100km (Ein sparsamer Benziner) 6'000l Benzin. Ein Liter Benzin sind ca. 2kg CO2 also liegen wir bei 12 Tonnen CO2
    • P.Rediger 21.12.2018 13:01
      Highlight Highlight Nicht zu vergessen, dass bei Diesel oder Benzin noch (gemäss Shell) ca. 15 bis 20 % an Energie für die Herstellung hinzu gerechnet werden muss. Verbraucht ein Fahrzeug also effektiv 10 Liter pro km, dann muss eigentlich mit 11.5 bis 12 Litern gerechnet werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sophia 21.12.2018 12:02
    Highlight Highlight Ob der Tesla eine Spionagelimousine ist oder ein Google-Ohr oder Elon Musks Voyeurvergnügen, sei mal dahingestellt. In jedem Falle ist dieses Auto (noch) nicht umweltfreundlich. Es wird für den Bau der Batterie so viel Co2 in die Luft gepustet, wie ein normaler Diesel in 250'000 ! Kilometer Fahrt ausstösst. Für den Ladestrom werden noch immer Kohlen verbrannt. Die Rohstoffe, die es für diese Lithiumbatterie braucht, werden immer knapper, vor allem das Cobalt, dass es schon bald wieder Streit (wenn nicht sogar mal Krieg) um die Abbaustätten gibt. Die Lösung kann eigentlich nur Wasserstoff sein!
    • Vadda 21.12.2018 12:57
      Highlight Highlight @Sophia
      @p4trick
      Würdet ihr das bitte miteinander diskutieren – wäre sehr interessiert an eurem Resultat.
    • Der Tom 21.12.2018 13:32
      Highlight Highlight Wieso wird so viel Co2 in die Luft gepustet? Wer sagt das? Und was ist mit dem Benzin oder Diesel? Kommt das direkt bei der Tankstelle aus dem Boden? Ohne dass es vorher dort reingepumpt wird?
    • Teslanaut 21.12.2018 13:32
      Highlight Highlight Blödsinn! ETH-Zürich- und Empa-Forschende haben den ökologischen Fussabdruck für den gebräuchlichsten Typ, die Lithium-Ionen-Batterie, berechnet; der fällt geringer aus als befürchtet. Anders ausgedrückt: Maximal 4 Liter Benzin pro 100 Kilometer darf ein herkömmliches Auto schlucken, um ähnlich umweltverträglich zu sein wie moderne, mit deutschem Strommix geladene Elektroautos. Mit Ökostrom geladen sind es noch 1,5 - 2 Liter/100km. Die schwedische Studie ist längst widerlegt und basiert auf völlig irrelevanten Daten aus den Jahren 2003-7, da hat Tesla, BMW usw. noch keine Zellen produziert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • abishot 21.12.2018 11:59
    Highlight Highlight Hää, "7 Fragen an die oberste Tesla Fahrerin des Landes", aber es liest sich so, als hätte Frau Leuthard auf keine der Fragen selbst geantwortet. Und ausserdem, klar könnte die NSA mithören. Aber das können sie lange über das Smartphone, dass es seit über 10 Jahren gibt. Ob wir jetzt nun über Tesla oder Apple abgehört werden, ist ja Hans wie Heiri
    • Natascha Flokati 21.12.2018 12:12
      Highlight Highlight Ist dir aufgefallen, dass keine der Fragen "beantwortet" wurde? Es sind 7 Fragen? Und ist dir auch aufgefallen, dass wenn man ein Fragezeichen ans Satzende tut, man diesen im Kopf mit einer höheren Stimme beendet?

      Du hörst jetzt deine innere höhere Stimme? Ja das kann ich beeinflussen? Ich finde das toll? Schöne Festtage?
    • DerMedicus 21.12.2018 12:32
      Highlight Highlight Lies doch die Einleitung auch. danke.
  • Pafeld 21.12.2018 11:55
    Highlight Highlight Da sämtliche Bundesratlimousinen in der Oberklasse angesiedelt sind, wo solche Systeme schon länger existent sind, dürfte nicht nur Leuthards Tesla betroffen sein. Auch deutsche Hersteller setzen schon länger auf einen Fahrzeugsdatenaustausch im oberen Preissegment.
  • Posersalami 21.12.2018 11:53
    Highlight Highlight Wer wichtige Dinge im Beisein von Gadgets bespricht (z.B. eines Smartphones oder eben im Tesla) gehört nicht auf eine wichtige Position. Punkt.

    Es gibt schon Gründe, wieso man bei manchen Firmen beim Pförtner sein Smartphone ablegen muss..

17 Tonnen CO2 für einen Elektroauto-Akku? Das steckt hinter dem Mythos

Für Kritiker der Elektromobilität war die «Schweden-Studie» vor zwei Jahren ein gefundenes Fressen: Sie sahen sie als Beleg, dass E-Autos kaum umweltfreundlicher als Verbrenner seien. Die gleichen Forscher kommen nun zu einem ganz anderen Schluss.

Haben Elektroautos wegen der aufwendigen Produktion der Batterien kaum ökologische Vorteile gegenüber konventionellen Fahrzeugen? Eine Studie aus Schweden vor zwei Jahren hatten Gegner der E-Mobilität so ausgelegt. Nun zeichnen neue Daten derselben Forscher ein ganz anderes Bild.

Bei der Produktion der Batterien von Elektroautos werden laut einer neuen Studie inzwischen weniger klimaschädliche Gase ausgestossen als vielfach angenommen. Einer der Hauptgründe dafür sei, dass die …

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