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«Verdächtige Menschengruppen»: Polizei erhält Anrufe wegen «Pokémon Go»-Spielern

People play the mobile phone game Pokemon GO in a park in Central Jakarta, Indonesia July 21, 2016. REUTERS/Iqro Rinaldi
Bei Outsidern, die noch nie ein Pokémon gefangen haben, wirkt das Verhalten der Gamer höchst suspekt. Bild: IQRO RINALDI/REUTERS

«Verdächtige Menschengruppen»: Polizei erhält Anrufe wegen «Pokémon Go»-Spielern

Die Kantonspolizei Aargau hat in den letzten Tagen mehrere Meldungen von besorgten Bewohnern erhalten. Diese fürchten sich vor den Gruppen von Menschen, die in ihre Handys starren.
26.07.2016, 11:3126.07.2016, 13:27
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In der Bahnhofshalle, am Dorfbrunnen, in den Einkaufspassagen. Seit einer Woche sammeln sich an diesen Orten Menschen, die noch mehr auf ihre Smartphones starren als sonst. Grund dafür ist das Trend-Spiel der Stunde: «Pokémon Go».

Die kleinen Monster aus den 90er Jahren verstecken sich überall. Doch an einigen Orten gibt es besonders viele. Dort treffen sich die Spieler, nicken sich zu, lehnen gemeinsam gegen eine Wand. Sie tippen wild auf dem Bildschirmen herum, ihre Finger rasen über die glatte Oberfläche.

Keine Konspiration, bloss ein paar Pokémon-Go-Spieler.
Keine Konspiration, bloss ein paar Pokémon-Go-Spieler.bild: watson user

Bei Outsidern, die noch nie ein Pokémon gefangen haben, wirkt dieses Verhalten höchst suspekt. Dies bestätigt der Sprecher der Kantonspolizei Aargau, Bernhard Graser, auf Anfrage des Tages-Anzeigers: «Am Donnerstag Nachmittag erhielten wir eine Meldung über eine angeblich verdächtige Menschenansammlung in Birr». In den letzten Tagen hätten die Aargauer Polizisten insgesamt vier Anrufe deswegen erhalten. Den Anrufern würde jeweils das Verhalten der fraglichen Personen «verdächtig» vorkommen, sagt Graser: «Rasch zeigte sich aber, dass es sich um Pokémon-Go-Jäger handelte».

Spielen am Steuer ist tabu

In this Wednesday, July 20, 2016 photo, Egyptian dentist Mark Shehata, 24, uses the "Pokemon Go" mobile phone application while driving in Cairo, Egypt. Abbas Shumman, the deputy sheikh of E ...
Bild: Amr Nabil/AP/KEYSTONE

Die Luzerner Kantonspolizisten hätten auf ihrer Patrouille auch schon Pokémon-Jäger angetroffen, sagt Sprecher Urs Wigger: «Aber bisher sind keine Vorfälle oder gar Unfälle in diesem Zusammenhang gemeldet worden». Auch in den Kantonen Basel-Stadt, Zürich und Bern habe es keine Vorfälle gegeben.

Jetzt auf

Die Polizei weist aber darauf hin, dass auch beim Pokémon-Go-Spielen Regeln gelten. Bernhard Graser von der Kantonspolizei Aargau mahnt beispielsweise, man solle keinerlei Risiken eingehen. Namentlich im Strassenverkehr sei besondere Vorsicht angebracht: «Spielen am Steuer ist tabu.» (aargauerzeitung.ch)

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Bild: knowyourmeme.com
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