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FILE- In this Sept. 26, 2018, file photo visitors stand near a 5G logo at a display the PT Expo in Beijing. Telecommunications equipment maker CommScope Holding Co. is paying about $5.7 billion for Arris International Plc. as it prepares for the entrance of faster 5G service to the wireless market. (AP Photo/Mark Schiefelbein, File)

Rund 380 Millionen Franken soll die Auktion eingebracht haben. Bild: AP/AP

Mobilfunkfrequenzen versteigert: 5G spült 380 Millionen Franken in die Bundeskasse



Swisscom, Sunrise und Salt haben sich neue Mobilfunkfrequenzen für insgesamt 380 Millionen Franken ersteigert. Damit können sie die Einführung der zukunftsträchtigen 5G-Technologie in Angriff nehmen.

Die Gelder für die Frequenzen fliessen in die Bundeskasse, wie die Eidgenösssische Kommunikationskommission (ComCom) und das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) am Freitag mitteilten. Das Bieterrennen um die Frequenzen hatte bei 220 Millionen Franken für alle Frequenzen begonnen.

Swisscom sichert sich am meisten

Die Swisscom bezahlt 195,6 Millionen Franken für die von ihr ergatterten Frequenzen. Sunrise wendet 89,2 Millionen Franken auf und Salt 94,5 Millionen. Auch die Dense Air hatte mitgeboten, erwarb jedoch letztlich keine Frequenzen.

Bei den begehrten Frequenzen von 700 Megahertz und 3,5 bis 3,8 Gigahertz konnte sich die Swisscom die grössten Frequenzbänder sichern: Bei 700 Megahertz erhält sie 30 Megahertz, während Salt und Sunrise 20 beziehungsweise 10 Megahertz ersteigerten. Bei 3,5 Gigahertz ergatterte die Swisscom 120 Megahertz, Sunrise erhielt 100, Salt 80 Megahertz.

Die 700 MHz-Frequenzen sind so begehrt, weil sie eine grosse Reichweite haben. Mit relativ wenigen Antennen lässt sich eine grosse Fläche abdecken. Die 3,5 bis 3,8 GHz-Frequenzen bieten dagegen viel höhere Geschwindigkeiten. Zudem können wesentlich mehr Handys eine Antenne gleichzeitig nutzen.

Kritik im Vorfeld

Swisscom, Sunrise und Salt können die Frequenzen nun für 15 Jahre nutzen. Im Vorfeld hatte es bereits ein Gerangel um die Frequenzverteilung gegeben. Die Telekomanbieter kritisierten die Bietbeschränkungen, die die Comcom festgelegt hatte.

Kein Betreiber solle leer ausgehen, erklärte die Comcom bei der Vorstellung der Auktionsregeln im Sommer. Bei den 700 MHz-Frequenzen durfte ein Anbieter maximal die Hälfte ersteigern, bei den 3,5 bis 3,8 GHz-Frequenzen waren es höchstens 40 Prozent.

Sunrise und Salt störten sich vor allem an der zu grosszügigen Maximalgrenze von Frequenzblöcken. Die Swisscom könnte damit auch Frequenzblöcke ersteigern und diese ungenutzt lassen, nur damit sie der Konkurrenz nicht zur Verfügung stünden.

Genau das Gegenteil bemängelte die Swisscom: Die Bietbeschränkungen seien viel zu eng gesteckt. Die Swisscom habe heute mit Abstand am wenigsten Frequenzen pro Kunde. Dieser Zustand werde nun zementiert: Die Swisscom-Konkurrenten hätten nach der Versteigerung mindestens die Hälfte mehr Frequenzen pro Kunde zur Verfügung als die Marktführerin.

Salt zeigte sich nun in einer Mitteilung sehr zufrieden mit dem Ergebnis der Auktion. Die Reaktionen von Swisscom und Sunrise stehen noch aus. (viw/sda/awp)

Wenn das Internet ein Mensch wäre – in 10 fiesen Situationen

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Video: watson/Madeleine Sigrist, Emily Engkent, Knackeboul

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Don Alejandro 08.02.2019 21:00
    Highlight Highlight Ach wie schön, dass wir ungefragt dieser Dauerbestrahlung ausgesetzt werden. Die Telco-Lobby hat sicherlich einiges in Bundesbern liegen lassen...
  • Seppel 08.02.2019 12:14
    • rundumeli 08.02.2019 16:14
      Highlight Highlight lustiger artikel des einst unbestechlichen "beobachters" der heute zum springer-konzern gehört ...

      zitiert werden aus den dutzenden studien ... explizit nur eine ... kritische:
      "Die Schweissdrüsen in der Haut, zwei bis vier Millionen im Schnitt, reagierten auf diese kurzwellige Strahlung «wie Antennen». Deshalb müssten mögliche Gesundheitsgefahren unbedingt abgeklärt werden, bevor die Menschheit «einem gigantischen unkontrollierten Experiment» ausgesetzt würde."

      na, na
  • Joe Kilchmann 08.02.2019 12:12
    Highlight Highlight Wir allle zahen dem Steuervogt mit diesen Frequenzen
  • rundumeli 08.02.2019 09:37
    Highlight Highlight hmm ... vodafone verzichtet aufs mitbieten ... sunrise fusioniert bald mit upc ... würde also nicht verwundern, schnappte vodafone sich salt !
  • Le_Raclette 08.02.2019 09:13
    Highlight Highlight Den ganzen Wind um 5g versteh ich nicht. Abgesehen davon dass mit 4g noch nie zu langsam war für irgendwas finde ich es gefährlich die strahlenbelastung nochmal zu erhöhen und das dann wahrscheinlich noch von Huawei, einem Konzern der exxon und nestle in ihrer unmoral null nachsteht.
    • p4trick 08.02.2019 11:06
      Highlight Highlight Lies am besten mein Kommentar weiter unten, damit du es auch verstehst. Es geht auch bei 4G nicht um die Geschwindigkeit in erster Linie. Die Geschwindigkeit ist nur ein Marketing bla bla der Provider um teurere Produkte verkaufen zu können die dann niemand braucht.
    • SgtRambooo 08.02.2019 23:55
      Highlight Highlight 5G ist essenziel für viele Faktoren wichtig als Beispiel: Autonomes Fahren. Den dies ist mit 4G nicht möglich da es zu überlastung kommen könnte und 5G eine weitaus grössere Kapazität bietet.

      Du musst wissen dass in naher Zukunft nicht nur das Handy und der Laptop vom Netzabhängig ist sondern auch der Verkehr und somit auch die Sicherheit
  • wolge 08.02.2019 08:22
    Highlight Highlight Wäre das nicht wass für die AHV?
  • Kong 08.02.2019 07:37
    Highlight Highlight Hiess es nicht vor kurzem, dass eine grossflächige Ausweitung auf 5 G zu teuer wird. Nur Hotspots wie zB ZH wären wirtschaftlich sinnvoll realisierbar. Wäre interessant zu erfahren wie die Entwicklung/Realisierung angedacht ist (mehr Antennen?)
    • flubi 08.02.2019 08:59
      Highlight Highlight Ob Zürich wirklich ein Hotspot ist bezweifle ich sehr!
    • p4trick 08.02.2019 10:08
      Highlight Highlight Dass es mit 5G 30-50 mal mehr Antennen braucht ist schlicht falsch. Brauchen tuts es nicht.
      5G läuft auf langewelligen 700MHz, werden alle 2G Antennen die nun auf 900MHz laufen mit 5G 700MHz ausgetauscht wird es in der ganzen Schweiz wo heute 2G vorhanden ist schlagartig 5G verfügbar sein.
      Und das nicht mit einer marketing Geschwindigkeit von 10Gbit/s sondern eher so 50-100Mbit/s was bereits eine 10-1000 fache Geschwindigkeits Erhöhung darstellen würde gegenüber 2G und 3G
      In Städten wird versucht die Bandbreite zu erhöhen um so mehr Geräte zu bedienen, da sind dann die höheren Frequenzen da.
    • Oh Dae-su 08.02.2019 10:51
      Highlight Highlight Genau wie p4trick erwähnt hat, braucht es erstmal überhaupt keine neuen Antennen. Man kann auch die alten Antennen ersetzen oder zusätzliche Sender auf den Antennen installieren.
      Wichtig wäre hierbei vor allem, dass es endlich eine flächendeckende Verfügbarkeit von VoLTE etc. gibt, so dass man die alten 2G und 3G Zöpfe langsam abschneiden kann. Gerade Salt leidet auch heute noch darunter, dass sie keine UMTS 900 Frequenzen besitzen und daher bei der Reichweite einen ziemlichen Nachteil haben. Mit 700MHz 5G und VoLTE könnte dies behoben werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Caturix 08.02.2019 07:25
    Highlight Highlight Antennen sollten einem Staatsbetrieb gehören dann braucht es weniger von denen. jeder Anbieter muss dann einfach eine Miete bezahlen um die Frequenzen zu nutzen.
    • p4trick 08.02.2019 11:23
      Highlight Highlight Gute Idee, dann kann der Stadt auch gleich die Bürger überwachen wenn ihm auch noch die Antennen gehören...
      Sehr sehr schlechte Idee. Der Staat soll so wenig wie nötig Kontrolle haben.
      Aber ich sehe es gibt immer noch viele die sich den Kommunismus wünschten :-)
    • Fabio74 08.02.2019 13:37
      Highlight Highlight @p4trick so simpel die Welt?
    • Caturix 08.02.2019 15:31
      Highlight Highlight @ p4trick jetzt kann man schon Bürger überwachen. Wenn es einen Staatsbetrieb wäre könnte er nicht mehr überwachen wie jetzt. Ich habe ja nichts geschrieben er solle die Bürger überwachen sonder es hätte weniger Antennen wenn alle Anbieter die selbe Infrastuktur nützen würden.
  • p4trick 08.02.2019 07:22
    Highlight Highlight Dann sollen die nun beginnen mit 2G Antennen mit 5G auf 700MHz Frequenz zu ersetzen somit wird mit wenig Aufwand und flächendeckend 5G ausgerollt.
    In Deutschland wurden die Provider bei 4G gezwungen 800MHz zuerst zu installieren. Tiefere Frequenzen bringt am meisten für den Kunden das bedeutet gute Geschwindigkeiten in abgelegenen Gebieten. Und gute Geschwindigkeiten heisst normaler DSL Speed und nicht der Movie lädt in 3s! Niemand braucht letzteres aber alle bräuchten ein flächendeckend gutes 5G

Wohnst du neben einer 5G-Antenne? Hier findest du es auf einen Blick heraus

Sunrise und Swisscom haben das 5G-Netz gestartet. Der Bund zeigt auf seinem Online-Kartendienst, wo die neuen (und die bisherigen) Antennen stehen.

In der Schweiz sind bereits über 300 5G-Antennen installiert. Sie sind jedoch noch nicht alle in Betrieb. Auf der Website des Bundesamtes für Kommunikation sind alle Telefonantennen auf einer interaktiven Karte markiert, jene, die 5G übertragen, aber auch 3G- und 4G-Antennen.

Die 5G-Antennen von Swisscom, die seit Mittwoch in Betrieb sind, senden aber vorerst noch auf 4G+-Frequenzen. An 102 Standorten in 54 Ortschaften wie Zürich, Bern, Basel, Genf und Lausanne, soll 5G in Betrieb genommen …

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