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FILE - In this April 30, 2015 file photo, Apple CEO Tim Cook responds to a question during a news conference at IBM Watson headquarters, in New York. Apple CEO Tim Cook laid out his company’s plans for the vast Indian market in a meeting Saturday, May 21, 2016,  with Prime Minister Narendra Modi, who in turn sought Apple's support for his

Tim Cook könnte den neuen Abo-Service schon am 25. März bekannt geben.  Bild: AP/AP

Apple soll «Netflix für News» lancieren – Medienhäuser leisten Widerstand

Der kostenpflichtige Dienst ist laut US-Medienberichten umstritten, weil Apple einen hohen Anteil kassieren wolle.



Apple verhandelt mit US-Medienhäusern laut einem Zeitungsbericht über ein neues Abo-Angebot, bei dem Inhalte verschiedener Anbieter für eine monatliche Gebühr zugänglich wären. Der Technologiekonzern wolle dabei die Hälfte der Einnahmen für sich, heisst es.

Der iPhone-Konzern wolle bei diesem «Netflix für News» einen aussergewöhnlich hohen Erlösanteil von etwa 50 Prozent behalten, schrieb das «Wall Street Journal» am späten Dienstagabend unter Berufung auf informierte Personen.

Das stosse auf Widerstand bei den Verlagshäusern. Sie seien zudem unzufrieden damit, dass sie nach Apples Plänen weder E-Mail-Adressen, noch Kreditkartennummern der Abonnenten bekommen würden, hiess es weiter.

Der neue Service soll angeblich über die «Apple News»-App angeboten werden. Diese Anwendung steht derzeit nur Usern in drei Ländern offiziell zur Verfügung und zeigt journalistische Inhalte von diversen Quellen an (siehe unten).

Was wirds kosten?

Das Online-Medium Buzzfeed berichtete wenig später, der Abo-Service für Nachrichteninhalte könne bei einem Apple-Event am 25. März vorgestellt werden.

Neue Hardware (ein neues iPad Mini, AirPods 2?) soll an der Keynote bestenfalls eine Nebenrolle spielen.

Bild

screenshot: apple.com

Weiter berichtete das «Wall Street Journal», Apple habe in Gesprächen mit Verlegern einen monatlichen Preis von rund zehn Dollar genannt – auch wenn er sich noch ändern könne.

Und wie soll der Erlös aus den Abo-Einnahmen zwischen den Verlagen aufgeteilt werden? Angeblich gemäss der Zeit, die die Nutzer mit ihren Inhalten verbringen.

Mit mehreren grossen Medienhäusern wie der «New York Times» und der «Washington Post» gebe es noch keine Einigung. Beim «Wall Street Journal» selbst seien die jüngsten Verhandlungen mit Apple trotz Bedenken «produktiv» gewesen.

Von Apple gab es zunächst keinen Kommentar zu dem Bericht.

Tieferer Anteil bei Apps, Musik und Spielen

Über ein solches Angebot wird bereits seit einiger Zeit spekuliert. Apple hatte vor knapp einem Jahr die App «Texture» übernommen, die auf Abo-Basis Zugang zu diversen Magazinen gewährte.

Beim Verkauf digitaler Inhalte wie Apps, Musik oder virtueller Güter in Spielen hat sich eine Umsatzaufteilung etabliert, bei der 70 Prozent an die Autoren und 30 Prozent an den Plattform-Betreiber gehen. Apple senkte vor einiger Zeit allerdings den Anteil bei Abo-Gebühren auf 15 Prozent nach dem ersten Jahr. Die Abgaben sorgten zum Beispiel dafür, dass Netflix im vergangenen Jahr damit aufhörte, seine Abos auch über die Apple-Plattform zu verkaufen.

Wo ist die «News»-App?

Lanciert wurde «Apple News» 2015 mit dem mobilen Betriebssystem iOS 9 – der Dienst steht offiziell bislang nur für die USA, Grossbritannien und Australien zur Verfügung und zeigt in der App ausgewählte Medieninhalte an.

Schweizer Apple-User können die News-App mit einem Trick auf dem Homescreen einblenden, indem sie die Geräte-Einstellungen ändern. Dazu muss «Region» auf eines der genannten englischsprachigen Länder umgestellt werden (> Einstellungen > Allgemein > Sprache & Region > Region).

(dsc/vom/sda/dpa)

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Video: srf

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Skeptischer Optimist 13.02.2019 08:40
    Highlight Highlight Für Apple bleibt viel Platz nach unten.
  • Madison Pierce 13.02.2019 08:33
    Highlight Highlight Dass die Verleger überhaupt auf das Angebot eingehen zeigt, wie schlecht es ihnen geht. Noch vor ein paar Jahren hätten sie Apple bei diesen Bedingungen die Tür gezeigt.

    Die Verleger müssten sich dringend selbst zusammentun und ein digitales Abo anbieten. Der Leser will sich heute nicht mehr auf eine Zeitung beschränken, sondern Artikel diverser Medien lesen. Dafür sind die aktuellen Abos viel zu teuer. Das Online-Abo des Tagi kostet 18 Fr./Monat, die NZZ 20 Fr. und dann hat man noch keine Regionalzeitung gelesen...

    Für 20 Fr./Monat Artikel aller Schweizer Zeitungen lesen, da wäre ich dabei.
    • 45rpm 13.02.2019 14:56
      Highlight Highlight Das tragische ist, dass die Contentindustrie, sei es Film, Musik oder nun Medien, eher reagieren als agieren.
      Immerhin finde ich die 12app ein guter Ansatz, der ja eine Auswahl an verschiedenen Artikel beinhaltet.
      Ein Netflix der Schweizer Medien wäre schon interessant, allerdings weiss ich nicht, ob man da sich auf 20 CHF einigen könnte.
  • DerTaran 13.02.2019 07:54
    Highlight Highlight Nichts gegen Watson, Aber ich würde gerne für Inhalte zahlen, leider kann und will ich mich nicht auf eine Zeitung festlegen. So ein News-Netflix würde mir entgegenkommen.
  • Out of Order 13.02.2019 06:50
    Highlight Highlight Erinnert mich an die Musikindustrie. Auch eine Branche, die die Zeichen der Zeit verschlafen hat. Am Ende werden sie einlenken, weil ihre eigenen Konzepte die Benutzer mit Werbung und Tracking (Datenverkauf) zu penetrieren ausgedient haben. Paywalls funktionieren nur für ganz wenige Grosse – aber sie träumen weiter.
    • Caturix 13.02.2019 07:36
      Highlight Highlight Verschlafen OK, aber bei 50% Abgaben da gehen einige Konkurs. Kleinere Medienhäuser werden es am schwierigsten haben, so wie auch Lokalzeitungen, die dann weniger gelesen werden.
    • Mathis 13.02.2019 10:53
      Highlight Highlight Wenn die Verlage keine Kundeninformationen bekommen, wissen sie auch nicht, wer ihre Leser sind. Das ist auf jeden Fall ein Problem.
    • Out of Order 13.02.2019 12:25
      Highlight Highlight Das denke ich nicht. Damit eröffnet sich auf einen Schlag ein Markt, der sich niemals geöffnet hätte. Ohne wären diese Reichweiten für die Kleinen überhaupt nicht möglich.

      Natürlich werden sich einige überlegen müssen, was sie produzieren. Für andere ist es eine Chance.
  • walsi 13.02.2019 06:10
    Highlight Highlight Für was wollen diese Sender die E-Mailadresse und Kreditkartennummer? Der Kunde geht mit ihnen kein Geschäft ein. Er macht es mit Apple und sie, die Sender, haben eine Vertrag mit Apple. Es gibt keine direkte Geschäftsverbindung zwischen den Sendern und den Zuschauern.
    • Flötist 13.02.2019 06:21
      Highlight Highlight @walsi Das ist Marketing 101. Wenn ich als Unternehmer E-Mail meiner Konsumenten habe, kann ich Ihnen ähnliches via E-Mail weiter schmackhaft machen. Und wenn ich die Kreditkarte habe, dann kann ich den Verkaufsprozess vereinfachen. Dieser Wunsch ist sehr legitim.
    • DerTaran 13.02.2019 07:50
      Highlight Highlight Der Wunsch ist legitim, genauso wie es für Apple legitim ist, ihn zu verweigern.
    • 45rpm 13.02.2019 14:53
      Highlight Highlight Da gebe ich walsi recht. Apple ist in diesem Fall Wiederverkäufer und der Wunsch der Medienhäuser wäre vergleichbar, wie wenn Zweifel die Email und Kreditkartendaten der Pommes Chips Kunden von Coop, Migros und anderen Zweifel Wiederverkäufer will.
      Abgesehen davon wären die Kunden von Migros, Coop usw. sowie Apple wohl kaum erfreut, wenn man ihre Daten weitergeben würde.

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