Gesundheit
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FILE - In this Sept. 19, 2015 file photo, people celebrate the opening of the 182nd Oktoberfest beer festival in Munich, sGermany. Munich’s city council has voted down an attempt to cap foaming beer prices at the annual Oktoberfest. Deputy mayor Josef Schmid,who oversees the Bavarian capital’s annual beer extravaganza, had sought a legal cap for the next three years on the price of the traditional Mass, a one-liter (two-pint) glass of beer. Schmid failed to secure a majority for his plan at a council meeting Wednesday, May 17, 2017 news agency dpa 
reported. (AP Photo/Matthias Schrader, file)

Auswirkungen von Alkohol seien schon bei Mengen zu spüren, die bisher als «risikoarm» eingestuft werden, warnte eine am Mittwoch im Medizin-Fachjournal BMJ veröffentlichte Studie. Bild: Matthias Schrader/AP/KEYSTONE

Jetzt musst du stark sein: Selbst «mässiger» Alkoholkonsum könnte das Gehirn schädigen



Alkohol ruft möglicherweise schon in moderaten Mengen Gehirnschäden hervor. Auswirkungen seien schon bei Mengen zu spüren, die bisher als «risikoarm» eingestuft werden, warnte eine am Mittwoch im Medizin-Fachjournal BMJ veröffentlichte Studie. Deren Autoren fordern einer Überprüfung der – schon bisher unterschiedlichen – nationalen Richtlinien zum Alkoholgenuss.

Die negativen Effekte von starkem Alkoholkonsum sind hinlänglich untersucht. Doch zu den potenziellen Schäden durch «moderaten» Konsum nach bisheriger Definition etwa zwei bis drei Gläser Wein am Tag – gibt es kaum und nur wenig aussagefähige Untersuchungen.

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«Sucht Schweiz» definiert risikoreichen Alkoholkonsum ab 14 Drinks pro Woche bei Frauen, ab 24 Drinks bei Männern.

Die nun veröffentlichte Studie zeigt, dass das Risiko moderaten Trinkens unterschätzt worden sein könnte: Bei Männern und Frauen, die über Jahrzehnte hinweg 14 bis 21 Gläser Alkohol pro Woche konsumieren, ist das Risiko einer Schrumpfung des Hippocampus doppelt bis drei Mal so hoch wie bei Nichttrinkern. Dieser Hirnbereich ist für das Gedächtnis und die räumliche Orientierung zuständig. Darüber hinaus schnitten die moderaten Alkoholtrinker bei einigen Sprachtests schlechter ab als Abstinenzler.

Für ihre Studie werteten die Forscher der Universität von Oxford und des University College London die Daten von 550 Männern und Frauen aus, die über 30 Jahre hinweg im Rahmen der sogenannten Whitehall-II-Gesundheitsstudie regelmässig untersucht worden waren. Keiner der Probanden war zu Beginn der Studie Alkoholiker, doch wurden auch immer ihr Alkoholkonsum abgefragt und Gehirntests vorgenommen.

FILE - In this March 4, 2011, file photo, a bartender begins to pour a drink from a bottle of Jack Daniels at a bar in San Francisco. Spirits maker Brown-Forman Corp. (BF.A) on Wednesday, June 7, 2017, reported fiscal fourth-quarter earnings of $144 million. (AP Photo/Paul Sakuma, File)

Moderates Trinken wird laut einer Studie unterschätzt.  Bild: Paul Sakuma/AP/KEYSTONE

Die Studienautoren betonen, dass es sich um eine Beobachtungsstudie und keine Experimente handelte und somit keine eindeutigen Rückschlüsse auf Ursachen und Wirkung möglich seien. Auch wiesen sie auf die geringe Zahl der Probanden hin.

Dennoch raten sie, die nationalen Richtlinien zum Alkoholgenuss zu überarbeiten. In Grossbritannien geschah das bereits im vergangenen Jahr: Die Regierung empfiehlt seitdem, nicht mehr als 14 «Drinks» pro Woche zu konsumieren. Spaniens Regierung setzt die Schwelle bei 35, die USA bei 24,5 Drinks. «Sucht Schweiz» definiert risikoreichen Alkoholkonsum ab 14 Drinks pro Woche bei Frauen, ab 24 Drinks bei Männern. Frauen wird in fast allen Ländern geraten, deutlich weniger zu konsumieren als Männer. (sda/afp)

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