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Prof. Dr. Stefan Schlatt, Medizinische Fakultaet, fuettert eine Makake in einem Gehege am 24.11.2017 in einem Labor der Zentralen Tierexperimentellen Einrichtung (ZTE) der Medizinischen Fakultaet der Uni Muenster (Nordrhein-Westfalen). An der Fakultaet werden zu Forschungszwecken Tierversuche durchgefuehrt. (KEYSTONE/dpa/ Friso Gentsch)

Neben Mäusen und Ratten, werden auch häufig Primaten im Labor untersucht und getestet.   Bild: dpa

Diese Technik könnte Tierversuche bald überflüssig machen



Nicht alle Tierversuche wären wirklich nötig. Viele davon könnten durch intelligente Softwares ersetzt werden, die in der Lage sind die Giftigkeit von vielen Chemikalien sehr genau zu berechnen. Zu dieser Erkenntnis kommen Toxikologen der John Hopkins University in Balitmore. 

Eine Maus sitzt am 24. Januar 2006 auf der Hand eines Angestellten in einem Labor fuer Tierversuche in Bar Harbor, USA. Am Freitag, 24. April 2009, ist

Zur Sicherheitsprüfung von Medikamenten oder Chemikalien sind Tierversuche heute oft verpflichtend. Bild: AP

Nachdem die Forscher ihre Software mit Unmengen an Sicherheits- und Versuchsdaten fütterten, war diese in der Lage, für Zehntausend Chemikalien die Giftigkeit vorauszusagen. 

Die Computerprogramme brauchen dafür nicht nur die Daten über die Molekülstruktur einer Chemikalien, sondern auch Angaben über deren Wirkung im menschlichen Körper. Hinzu kommen die Ergebnisse von vergangenen Tierversuchen und Laborexperimenten. Alles zusammen lässt den Computer ziemlich genau berechnen, wie giftig ein Stoff tatsächlich ist. 

Bislang konnte diese Methode die Regulierungsbehörde jedoch nicht überzeugen. Das könnte sich nun ändern. Das Forscherteam an der Universität John Hopkins nutze in ihren Berechnungen eine riesige Menge an Daten. Deren Computersimulationen führte zu eindeutigeren Ergebnissen als Tierversuche. Denn Letztere liefern bei Testdurchgängen oft unterschiedliche Ergebnisse. So konnten die Forscher eine gesundheitsschädigende Wirkung zu 85 bis 95 Prozent richtig vorhersagen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Tierversuch im zweiten Durchgang zu dem gleichen Ergebnis kommt wie im ersten liegt bei 78 bis 96 Prozent. (ohe)

Luzerner Psychiatrie testete Medikamente an Patienten

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Video: srf

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