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Betrieb am Hamburger Flughafen nach Kurzschluss komplett eingestellt – Ursache gefunden



Travellers queue during a blackout at the airport in Hamburg, Germany, Sunday, June 3, 2018. (Daniel Reinhardt/dpa via AP)

Die gestrandeten Passagiere am Hamburger Flughafen. Bild: AP/dpa

Die Betreiber des Hamburger Flughafens haben die Ursache für den Kurzschluss gefunden. Ob am Montag wieder Starts und Landungen möglich sind, war am Sonntagabend noch unsicher.

«Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass alles schnellstmöglich wieder reibungslos läuft», twitterte der Airport am Sonntagabend. Wegen eines durch einen Kurzschluss in der Hauptstromversorgung verursachten stundenlangen Stromausfalls hatte der Flughafen den Betrieb am Sonntag eingestellt. 

Tausende Passagiere hatten stundenlang teils vor dem Gebäude ausgeharrt, in der Hoffnung, doch noch abfliegen zu können. Von den Flugausfällen dürften nach Angaben des Flughafens mehr als 30'000 Passagiere betroffen gewesen sein.

Von der Störung betroffen waren auch Flüge in die Schweiz. Acht Flüge nach Zürich und sechs Abflüge nach Hamburg wurden gestrichen, wie eine Sprecherin des Flughafens Zürich auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte.

Feldbetten für Fluggäste

Nach der Ankündigung, dass keine Flüge mehr starten würden, machten sich am Nachmittag viele auf den Heimweg oder auf ins Hotel. Der Flughafen stellte auch Feldbetten auf. Eine 30-köpfige italienische Reisegruppe war noch unentschlossen, ob sie die Schlafgelegenheit nutzen sollte.

03.06.2018, Hamburg: Ein Feuerwehrmann stellt waehrend eines Stromausfalls im Flughafen Hamburg Feldbetten für gestrandete Passagiere auf. Der Flughafen hat den Betrieb nach einem Stromausfall komplett eingestellt. (zu dpa-Korr

Bild: DPA

Für einen sicheren Flugbetrieb benötige der Flughafen eine redundante Stromversorgung, also eine Hauptversorgung nebst Notstromaggregaten, erläuterte Flughafen-Sprecherin Katja Bromm. Da es am Vormittag einen Kurzschluss in der Hauptstromversorgung gegeben habe, habe ein sicherer Betrieb nicht mehr aufrecht erhalten werden können, ergänzte sie.

Notstrom könne nur zur Überbrückung, aber nicht dauerhaft eingesetzt werden. Zur Ursache des Kurzschlusses machte sie keine Angaben.

Fehlersuche im Gange

Der Flughafen arbeite mit Hochdruck daran, «die Ursache des Kurzschlusses zu beheben und diese Ausnahmesituation für unsere Gäste so schnell wie möglich zu beenden», berichtete Flughafen-Chef Michael Eggenschwiler. Zunächst gab es keine Erklärungen dafür, warum der Flughafen so massiv getroffen wurde.

Nach dem Stromausfall konnten seit etwa 10.00 Uhr keine Flugzeuge mehr starten oder landen, teilte der Flughafen mit. Zuvor waren am Morgen noch 37 Starts und 24 Landungen abgewickelt worden. Am Hamburger Flughafen gibt es sonntags üblicherweise rund 200 Starts sowie 200 Landungen.

03.06.2018, Hamburg: Die Anzeigetafel im Flughafen Hamburg zeigt nur gestrichene Verbindungen an. Der Flughafen hat den Betrieb nach einem Stromausfall komplett eingestellt. (zu dpa-Korr

Bild: DPA

Die Sprecherin wollte noch keine Prognose abgeben, ob der Flughafen am Montag seinen regulären Flugbetrieb wieder aufnehmen wird. Er ist mit mehr als 17 Millionen Passagieren jährlich nach Angaben des Flughafenbetreibers der fünftgrösste in Deutschland.

Nach dem Stromausfall war der Flughafen geräumt worden, hunderte Passagiere mussten sich zunächst vor dem Gebäude aufhalten. Der Ausfall traf zunächst das Terminal 2, es lag danach im Dunkeln. Dort hatten sich lange Schlangen vor den Schaltern gebildet. Die Passagiere wurden aufgefordert, ins Terminal 1 zu wechseln, wo zunächst noch die Klimaanlage funktionierte. Dann fiel auch dort der Strom aus.

Flugzeuge, die am Vormittag noch im Anflug auf Hamburg waren, wurden umgeleitet. Eine Sprecherin des Flughafens Hannover bestätigte, dass mehrere Maschinen statt in der Hansestadt in der niedersächsischen Landeshauptstadt gelandet seien.

Spärliche Information

Die Informationslage für die Passagiere war anfangs offenkundig spärlich: Über die Lautsprecher habe es lediglich die Durchsage zum Verlassen des Terminals gegeben, aber keine Begründungen oder Auskünfte über die voraussichtliche Dauer der Wartezeit, schilderte ein Augenzeuge.

Auch die Flughafenschliessung sei den Passagieren am Flughafen erst etwa eine halbe Stunde nach der Twitter-Mitteilung über Durchsagen kundgetan worden. (sda/afp)

(sda/bal)

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