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Horror-Mord in Dänemark: Madsen wird nun auch der Leichen-Schändung verdächtigt



epa06140357 (FILE) Swedish journalist Kim Wall poses for a picture in Sweden on 28 December 2015 (issued 12 August 2017). Swedish journalist Kim Wall  was onboard a private submarine 'UC3 Nautilus' owned by Peter Madsen. The submarine sank on 11 August in the day after being reported missing in the night of 10 August 2017. Media reports on 12 August 21017 state that Peter Madsen has been charged over the death of a Swedish female journalist who had been on board his vessel before it sank.  EPA/TOM WALL MANDATORY BYLINE:  TOM WALL


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15delete SWEDEN OUT  EDITORIAL USE ONLY

Kim Wall. Bild: EPA/TT NEWS AGENCY

Im Fall der mutmasslich ermordeten schwedischen Journalistin Kim Wall gibt es neue grausame Details. Der unter Mordverdacht stehende dänische U-Boot-Bauer Peter Madsen wird verdächtigt, sexuelle Handlungen an ihrer Leiche vorgenommen haben.

Das teilte die Kopenhagener Polizei am Montag mit. Demnach gestand Madsen inzwischen, die Leiche zerstückelt zu haben. Für den Tod der 30-Jährigen will er aber nach wie vor nicht verantwortlich sein.

«Madsen hat gestanden, ihre Leiche zerstückelt und die Teile in der Köge-Bucht verteilt zu haben», erklärte die Polizei. Gleichzeitig habe der 46-Jährige erneut seine Version zum Tod der Journalistin geändert: Er behaupte nun, Wall sei im Inneren seines U-Bootes an einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben, als er selbst sich an Deck aufhielt.

FILE -  This April 30, 2008 file photo, shows a submarine and its owner Peter Madsen. Danish police confirmed Wednesday Aug. 23, 2017, a headless torso found on a beach off Copenhagen has been identified as that of missing Swedish journalist Kim Wall. She is believed to have died on an amateur-built submarine earlier this month. Madsen has been arrested on suspicion of killing her. (Niels Hougaard /Ritzau via AP, File)

Unter Verdacht: Peter Madsen. Bild: AP/Ritzau Foto

Wie die Polizei weiter mitteilte, soll Madsen an Wall sexuelle Handlungen «unter besonders schwerwiegenden Umständen» vorgenommen haben. Der Verdacht basiere auf «14 Wunden in und um die Genitalien von Kim Wall». Der Sexualkontakt, bei dem es sich nicht um Beischlaf gehandelt habe, habe kurz nach Walls Tod stattgefunden.

Die Staatsanwaltschaft hatte Madsen zuvor beschuldigt, Wall unter Auslebung sexueller Gewaltfantasien ermordet zu haben. Ihre Leiche habe er anschliessend zerstückelt und die Teile im Meer versenkt. Madsen behauptet bisher, seine Begegnung mit Wall sei rein beruflicher Art gewesen und er habe keinerlei Sexualkontakt zu der Journalistin gehabt.

Wall hatte Madsen für ein Interview an Bord seines U-Bootes «UC3 Nautilus» aufgesucht. Am 10. August verschwand sie spurlos, elf Tage später wurde vor der Küste von Kopenhagen ihr Torso entdeckt.

Weitere Leichenteile im Oktober

Madsen hat seine Angaben zu dem Fall bereits mehrmals geändert. Zunächst behauptete er, die Journalistin wohlbehalten an Land gebracht zu haben. Nach dem Fund ihres Torsos sprach er dann von einem Unfall: Der Schwedin sei die 70 Kilogramm schwere Ladeluke des U-Boots auf den Kopf gefallen. Sie sei sofort tot gewesen. Er habe die Leiche in Panik über Bord geworfen.

Anfang Oktober entdeckten Taucher dann ausser Walls Beinen und Kleidung auch ihren Kopf, der keinerlei Verletzungen aufwies. Die Suche nach den abgetrennten Armen der Verstorbenen dauert nach Angaben der Polizei an.

Eine für Dienstag geplante Anhörung über die Verlängerung von Madsens Untersuchungshaft sagten die Behörden ab. Die Anhörung sei überflüssig geworden, weil Madsen seine Haft nicht mehr anfechte, erklärte die Polizei. Der Prozess gegen Madsen soll nach Angaben der Polizei im März und April 2018 stattfinden. (sda/afp)

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