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eggs and bacon bay, tasmanien australien https://smiffyspics.smugmug.com/Travel/Tasmania-Dec-2011/i-dqztwSc/A

Schaut mal, wie hübsch sie ist, die Eggs and Bacon Bay! Bild: smiffyspics.smugmug.com

PETA will «Eggs and Bacon»-Bucht umtaufen lassen. Sagt mal, haben die nichts Besseres zu tun?



Ein neuer Tag, eine neue Meldung darüber, dass die People for the Ethical Treatment of Animals sich publikumswirksam für das Wohl der Tierwelt einsetzen: gegen Tierfabriken, gegen das Pelztragen – allesamt noble Ziele. Doch nun soll es der Eggs and Bacon Bay im australischen Tasmanien an den Kragen gehen.

Wie bitte? Eggs and Bacon Bay? Eier-und-Speck-Bucht, also? Jap. Dort ist sie, im Süden der Insel, etwa eine Stunde von der Stadt Hobart entfernt:

Und das ist nicht der einzige, sagen wir mal, etwas exzentrische Ortsname in Tasmanien. Ausserdem wären da noch Cape Grim (ja, es ist ordentlich düster dort), Penguin (ja, es gibt dort Pinguine), Adventure Bay, Flowerpot, Cramps Bay und natürlich Nowhere Else.

Aber wir schweifen ab. Zurück zur malerischen Bucht, die offenbar nicht, wie allgemein angenommen, nach dem Frühstück von der Gouverneursgattin aus dem 18. Jahrhundert, Lady Jane Franklin, benannt wurde, sondern nach den gelben und roten Blumen, die entlang dem Sandstrand wachsen! Dort nämlich hat nun Claire Fryer, Kampagnen-Verantwortliche bei PETA Australia, bei der örtlichen Behörde einen Antrag eingereicht, wonach die Bucht in Apple and Cherry Bay umgetauft werden soll. Dies, weil die Tierrechts-Gesellschaft «es als besserer, netterer, mitfühlenderer und gesünderer Name für den Ort betrachtet.»

claire fryer peta mma xfc http://xfcmma.com/australian-strawweight-claire-fryer-signs-with-the-xfc-for-season-iii-xfc-signing/

Claire ist übrigens nebenberuflich Cagefighterin beim MMA-Verband XFC. Aber das tut hier nichts zur Sache. Bild: xfcmma.com

«Wenn man die hohen Cholesterin-Werte und die von gesättigten Fetten sowohl in Eiern als auch in Speck bedenkt, könnte der Ort doch gleich Herzinfarkt-Bucht heissen!», so Fryer. Nein, dies ist keine Satire-Meldung, imfall.

«Es würde Leute dazu bringen, fett- und cholesterinhaltige Nahrungsmittel zu meiden und sich dafür auf die frischen, pflanzlichen Produkte zu fokussieren, welche die Gegend zu bieten hat.»

claire fryer, peta

«Natürlich wäre eine solche Namensänderung nur eine kleine Geste, doch es würde eine starke Botschaft aussenden», so Fryer weiter, «eine Botschaft des Mitgefühls und ein Reminder dafür, was Leute essen sollten, um gesund zu bleiben».

Derweil zeigten sich die Bewohner von Eggs and Bacon Bay wenig beeindruckt vom Vorhaben:

«Es hat genug Platz auf der Erde, dass sie irgendwo sonst den Leuten auf den Sack gehen und uns in Frieden lassen kann», so Anwohner «Doug» im Interview mit ABC News.

«Lobby-Organisationen wie sie sollten besser nach Übersee und den Leuten des «IS» auf die Nerven gehen.»

«Doug», wohnhaft in Eggs and bacon bay

Andere Bewohner sagten, man wäre «äusserst betrübt», sollte der Ort umbenannt werden. «Jedermann hier liebt die Ortsbezeichnung und Besucher finden sie originell», so Terry Dyer, «meine Nichte ist Veganerin und sie hat es noch gar nie erwähnenswert empfunden. Und sie ist sehr, sehr vegan».

Claire Fryer von der PETA will sich darob nicht abbringen lassen. Im Gegenteil: «Gewiss, wir überlegen uns, andere Ortschaften in Australien anzuschreiben, die unangebrachte Ortsnamen haben.»

Aber wetten, dass sie an Coffin Bay nichts auszusetzen haben wird? Und, bitte, erlaubt mir diesen Kommentar: Sagt mal, PETA, habt ihr nichts Besseres zu tun? So schwierig ist die Unterscheidung nicht: Einsatz gegen Käfighaltung, Pelztragen usw. = gut. Aussichtsloser Namensänderungsantrag an ein verschlafenes tasmanisches Dörfchen = mediengeiles Propagandageschwafel.

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