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Monster-Razzien in Bangladesh: Mehr als 8000 Festnahmen nach Mord-Serie an Minderheiten



Bangladeshi policemen stand guard outside the Dhaka Central Jail in Dhaka, Bangladesh, Sunday, June 12, 2016. Police in Bangladesh said Sunday that they have arrested more than 5,000 criminal suspects in the past few days as they continue a nationwide crackdown to try and stop a growing wave of brutal attacks on minorities and activists. Signage in Bangla reads, “Dhaka Central Jail’’. (AP Photo)

Polizisten vor dem Hauptgefängnis von Dhaka – nach landesweiten Razzien wurden mehr 8000 Personen verhaftet.
Bild: /AP/KEYSTONE

Nach einer Serie von Morden an Angehörigen religiöser Minderheiten sowie säkularen Aktivisten und Künstlern in Bangladesch hat die Polizei seit Freitag mehr als 8000 Menschen festgenommen.

Bei landesweiten Razzien wurden nach Polizeiangaben allein innert 24 Stunden mehr als 3200 Verdächtige gefasst. Am Wochenende waren es insgesamt rund 5300 Menschen, wie die Polizei mitteilte.

Die Opposition wirft der Regierung vor, mit den Razzien auch politische Gegner mundtot machen zu wollen. Nach Angaben des stellvertretenden Polizeichefs, Shahidur Rahman, handelt es sich bei der Mehrheit der Festgenommenen jedoch um gewöhnliche Kriminelle, gegen die ein Haftbefehl vorliege.

Nur ein kleiner Teil seien militante Islamisten. Seit Freitag seien lediglich 119 Islamisten gefasst worden, darunter zahlreiche Mitglieder der verbotenen Islamistengruppe Jamayetul Mujahideen Bangladesh (JMB).

Die Regierung macht die JMB für die meisten der rund 50 Morde an Aktivisten, Künstlern und Angehörigen der christlichen und hinduistischen Minderheiten verantwortlich. Zu den meisten Angriffen bekannten sich die Terrormiliz «Islamischer Staat» (IS) und der südasiatische Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida. (wst/sda/afp)

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