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Universität in Rio klagt über Welle von «Express-Entführungen»



Soldiers on patrol are silhouetted against the skyline of the Lins Complex of slums in Rio de Janeiro, Brazil, Tuesday, March 27, 2018. Thousands of troops and police are entering a complex of favelas in Rio de Janeiro in one of the largest operations since the military took control of security in the Brazilian city last month. (AP Photo/Leo Correa)

Bild: AP/AP

Eine der wichtigsten brasilianischen Universitäten klagt über eine Welle von «Express-Entführungen» auf ihrem Campus. Zuletzt wurde an der Universität UFRJ in Rio de Janeiro am Montag eine Studentin am helllichten Tag in ein Auto gedrängt und ausgeraubt.

Rio ist quasi pleite. Drogengangs machen sich dies zunutze

Video: srf

Drei Tage zuvor waren zwei Professoren der nahe zwei berüchtigten Favelas gelegenen Hochschule von bewaffneten Angreifern mit verbundenen Augen in eine Favela verschleppt und elf Stunden lang festgehalten worden.

Die Gangster nahmen den Akademikern ihre Handys, ihr Auto und ihre Computer ab. Ausserdem zwangen sie die beiden, die Geheimnummern ihrer Kreditkarten zu nennen, und kauften damit für umgerechnet 9000 Euro ein.

epa06292922 Members of the Brazilian Armed Forces, the National Force and the Policestand on a hill overlooking a part of the Morro da Mineira favela in the Catumbi district of Rio de Janeiro, Brazil, 27 October 2017. The Brazilian Armed Forces, the National Force and the Police launched a major operation in four favelas in downtown Rio de Janeiro to arrest prominent local drug trafficking leaders, official sources reported. Nearly 1,700 men, including military personnel, members of the National Force and members of the Civil, Military and Federal police surrounded the favelas of Sao Carlos, Zinco, Kerosene and Mineira in the early morning hours, with the support of 10 armored vehicles, according to a note issued by the regional security secretariat.  EPA/Marcelo Sayao

Militär in Rio de Janeiro. Bild: EPA/EFE

Die Uni brauche dringend weitere Sicherheitskräfte des Staates, erklärte die Hochschulleitung. Der Physiologie-Professor Celso Caruso Neves sagte der Nachrichten-Website G1, allein an seinem Institut seien im vergangenen Jahr sechs Menschen verschleppt worden: «Man wartet nur noch darauf, wann man selbst an der Reihe ist. Es ist wie russisches Roulette.»

Nach den Olympischen Spielen in Rio vor zwei Jahren nimmt die Kriminalität in der Stadt wieder zu. Wegen der zunehmenden Gewalt unterzeichnete Präsident Michel Temer im Februar ein Dekret, das der Armee das Kommando über die Einsätze in der Stadt übertrug – eine umstrittene Premiere seit der Rückkehr Brasiliens zur Demokratie 1985. (sda/afp)

Das Erbe der Olympischen Spiele. Brasilien in der Krise

Video: srf

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