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epa07257313 Brazilian President-elect Jair Bolsonaro (L) and wife Michele (R) head to the Planalto Palace on a Rolls Royce, for a ceremony in which Bolsonaro will receive the presidential band from his predecessor, Michel Temer, in Brasilia, Brazil, 01 January 2019 A far-right president leads the biggest Latin America democracy for first time since the end of military rule (1964-1985). Bolsonaro defeated candidate Fernando Haddad in the runoff, held last October, receiving 55 percent of the vote.  EPA/ANTONIO LACERDA

Brasiliens neuer Präsident Jair Bolsonaro und seine Frau auf dem Weg zur Vereidigung. Bild: EPA/EFE

Rechtspopulist Bolsonaro als brasilianischer Präsident vereidigt



Der ultrarechte Ex-Militär Jair Bolsonaro ist als neuer Präsident Brasiliens vereidigt worden. Der 63-Jährige legte am Dienstag im Kongress seinen Amtseid ab.

Zuvor war er gemeinsam mit seiner Ehefrau Michelle in einem offenen Rolls Royce durch die Hauptstadt Brasilia gefahren. Seine Anhänger skandierten Bolsonaros Wahlkampfslogan: «Brasilien über alles, Gott über alles.»

Bolsonaro kündigte in seiner Antrittsrede vor den Abgeordneten an, Brasilien «vom Joch der Korruption, der Kriminalität, der wirtschaftlichen Verantwortungslosigkeit und der ideologischen Unterwerfung» zu befreien.

epa07257324 Brazilian President-elect Jair Bolsonaro (C-L) and wife Michele (C-R) head to the Planalto Palace for a ceremony in which Bolsonaro will receive the presidential band from his predecessor, Michel Temer, in Brasilia, Brazil, 01 January 2019. A far-right president leads the biggest Latin America democracy for first time since the end of military rule (1964-1985). Bolsonaro defeated candidate Fernando Haddad in the runoff, held last October, receiving 55 percent of the vote.  EPA/ANTONIO LACERDA

Bolsonaro formt mit seinen Fingern ein Herz.   Bild: EPA/EFE

Versprechen der Korruptionsbekämpfung

Der Rechtspopulist will als Staatschef in den kommenden vier Jahren die weit verbreitete Korruption in dem grössten Land Lateinamerikas bekämpfen, die Kriminalität eindämmen und die Wirtschaft ankurbeln. Zu seinem Kabinett zählen der prominente Anti-Korruptionsermittler Sergio Moro und der ultraliberale Wirtschaftswissenschaftler Paulo Guedes.

Kritiker sehen in Bolsonaro allerdings eine Gefahr für die noch junge Demokratie Brasiliens. Der Hauptmann der Reserve hatte sich immer wieder abfällig über Schwarze, Indigene und Homosexuelle geäussert und die Militärdiktatur in Brasilien gelobt. Er hat angekündigt, keine weiteren Schutzgebiete für indigene Gemeinschaften auszuweisen und den Zugang zu Waffen zu erleichtern.

Kritiker befürchten, dass ein einfacherer Zugang zu Waffen die Gewalt nicht eindämmen, sondern verschärfen dürfte. Die Mordrate in Brasilien ist gewaltig: Im vergangenen Jahr wurden über 63'000 Menschen getötet. (sda/dpa/afp)

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Sophia 02.01.2019 09:55
    Highlight Highlight Entgegen der Meinung unseres Blocherangestellten Somm von der BZ, der da meint, ein Relotius hätte bei konservativen Journalisten wohl kaum reüssiert, /Ha,ha, siehe Weltwoche!) wird auch diese rechtsnationale Regierung an Korruption und Männerfreundschaften scheitern und sich nur durch Gewalt und Rechtsbrüche an der Macht halten können. So wie es immer läuft in dieser politischen Ecke.
    • Pasionaria 03.01.2019 06:59
      Highlight Highlight Sehr treffend vermerkt….!
      Wobei die populistisch-oede Sippschaft Koeppel, Blocher, Somm u.v.m. mit dem Ausspruch "ein Relotius hätte bei konservativen Journalisten wohl kaum reüssiert…" nicht ganz unrecht hat. Denn bei deren oftmals unwahren Geschichten, kommt kaum soviel Spannung und Rethorik wie bei Relotius auf.
      Da wird meist nur blanker Hass und Hetze propagiert…., nicht lesenswert, dafuer Bogenhusten provozierend!
    • Sophia 03.01.2019 11:10
      Highlight Highlight Nur zur Information: Bei der NZZ ist man sofort auf den Schwindler aufmerksam geworden und hat ihn nicht mehr für diese Zeitung beschäftigt. Bei der Weltwoche hat man nichts gemerkt und der Köppel ist abgetaucht, als der Relotius aufflog! Der Somm hat sich mit seiner Aesserung im Tagi hiermit lächerlich gemacht, als er, zwar in Frageform, aber doch mit Insinuation bemerkt, dass so etwas in konservativen Kreisen wohl nicht möglich gewesen, oder zumindest früher bekannt geworden wäre. Ha, ha ha! Die besseren Journalisten sind halt doch nicht bei beim konservativen Freund Köppel zu finden.
    • Pasionaria 03.01.2019 19:50
      Highlight Highlight Fazit: Hat ein (Schweizer-) Journalist erst einmal den Idealismus, Empathie und die Wahrheitsliebe verloren, bietet sich ihm eine tolle Karrieren in der Weltwoche an!
  • #Technium# 01.01.2019 22:55
    Highlight Highlight Denn sie wussten nicht was sie taten...
  • koks 01.01.2019 22:55
    Highlight Highlight In Brasilien nach den Links-Populist ein Rechts-Populist als Präsident. So gehts halt, wenn einer ein Land dermassen in den Korruptionsumpf wirtschaftet.
    • rodolofo 02.01.2019 14:11
      Highlight Highlight Aber die rechten Rassisten, Chauvinisten und Nationalisten waren auch während der Lula-Regierung schon da und haben sich bereits damals tatkräftig "nützlich" gemacht...
      Da wirst Du mir doch wohl sicher zustimmen können, oder?
    • Sophia 03.01.2019 11:16
      Highlight Highlight Nein! In Brasilien ist die Korruption unter Da Silva doch eher zurückgegangen. Jetzt so zu tun, als ob es nicht schon immer, also auch vor Da Silva, Korruption in diesem Lande gegeben hätte, ist schon wieder so ein Versuch von rechtsnationaler Seite, sich mit billigen Rechtfertigungen reinzuwaschen. An der Korruption in Brasilien waren schon immer alle, restlos alle, beteiligt und sie wird und Bolsonaro wieder zunehmen, das ist sicher!
    • Pasionaria 03.01.2019 19:53
      Highlight Highlight Sophia
      absolut richtig. Es duerfen durchaus namhafte Journalisten, Historiker, Soziologen, Uniprofessoren, Humanisten, Pazifisten und andere wahrheitssuchende, menschenfreundliche Brasilianer dazu befragt werden. Die werden Sophia's Aussage bestaetigen!
  • Diego Gil 01.01.2019 22:41
    Highlight Highlight Brasil acima de tudo e Deus acima de todos = Brasilien über alles und Gott über alle!
    • Sophia 02.01.2019 09:58
      Highlight Highlight Aber der Mensch über Gott, den er sich geschaffen hat, um den Menschen zu knechten...
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 02.01.2019 11:28
      Highlight Highlight Nur über denen, die Bolsanaro genehm sind.
      Davon ausgenommen sind homosexuelle, Frauen, Andersdenkende, Menschen mit anderer politischer Meinung, Arme und alle die nicht auf sein demagogisches Geschwafel herein fallen.
      Aber ok, die Natur zu zerstören um sich und seine "Freunde" noch reicher zu machen, natürlich unter dem Deckmantel "alles fürs volk".
  • Juliet Bravo 01.01.2019 22:35
    Highlight Highlight Es werden harte Jahre. Aber: Wie der Liedermacher Chico Buarque gesagt hat: „Ananhã vai ser outro dia.“ - Morgen wird ein neuer Tag sein. Und „Ele“ und seine Sippe werden Geschichte sein.
    • rodolofo 02.01.2019 14:14
      Highlight Highlight Finde ich auch.
      Die wollen das jetzt mal probieren und werden dann schon sehen, was sie davon haben!
      In den wie immer voran gehenden Führungsmacht USA ist ja bereits ein erfreulicher Heilung- und Gesundungsprozess im Gang.
      Da wird dann Brasilien auch noch nachfolgen, mit einigen Jahrzehnten Verspätung halt, aber immerhin.

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