International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Boris Johnson auf Pornhub: «Dumme britische Blondine f...t 15 Millionen Leute aufs Mal»



Er war der grosse Sieger der Brexit-Abstimmung. Doch Boris Johnson scheint nicht richtig glücklich über seinen Erfolg zu sein. Seit letztem Freitag trat er öffentlich kaum noch in Erscheinung. Geäussert hat sich der frühere Londoner Bürgermeister nur in seiner Kolumne im «Daily Telegraph», in der er das Blaue vom Himmel herunter versprach: Voller Zugang zum EU-Binnenmarkt, aber ohne Personenfreizügigkeit und ohne Zahlungen nach Brüssel.

Für einen offensichtlich wütenden EU-Befürworter war das zu viel des Schlechten. Er stellte Johnsons «Siegesrede» vom letzten Freitag, die eher einer Grabrede glich, auf das Videoportal Pornhub. Der Titel des Clips spricht für sich: «Dumme britische Blondine fickt 15 Millionen Leute aufs Mal.» Eine Anspielung auf die Verlierer des Referendums, wobei es genau genommen sogar 16 Millionen waren.

Wütend auf Johnson ist auch Fernsehkoch Jamie Oliver. Er veröffentlichte auf Instagam ein Video einer EU-Flagge, verbunden mit einem leidenschaftlichen Aufruf an Grossbritannien: «Gebt ihr uns Boris Johnson als Premierminister, war's das für mich. Ich bin raus. Mein Glaube an uns ist für immer zerstört.»

«Anyone but Boris»

Ob Johnson tatsächlich Regierungschef wird, ist keineswegs sicher. Dem vermeintlichen Kronfavoriten für die Nachfolge von David Cameron weht im Londoner Regierungsviertel Westminster ein immer rauerer Wind entgegen. In der Konservativen Partei kursiert bereits die Parole «Anyone but Boris» – jeder ausser Boris. «Ganz London hat sich gegen Boris gewandt, er ist über Nacht von Top zu Flop geworden», zitierte die Financial Times einen Parlamentarier.

Die Betreiber von Pornhub haben derweil auf Twitter einen Rat an die Bewohner des Vereinigten Königreichs gepostet: «Hey Britannien, wenn ihr euch selbst ficken wollt, dann nutzt nächstes Mal Pornhub.» (pbl)

Brexit

Was Boris Johnsons «Einknicken» beim Brexit für die Schweiz bedeutet

Link zum Artikel

Schottische Regierungs-Chefin will Unabhängigkeit – 2020 soll Referendum kommen

Link zum Artikel

«Kein Brexit ohne Parlament!» John Bercow sagt Johnson in Zürich den Kampf an

Link zum Artikel

Warum britische Banker ihre Liebe zu einem Sozialisten entdecken

Link zum Artikel

Brexit, Sex und Korruption: Diese Affären verfolgen Boris Johnson

Link zum Artikel

Diese 5 Politiker bestimmen jetzt über Grossbritanniens Zukunft

Link zum Artikel

Boris Johnson verliert wegen eines Überläufers die Mehrheit und ist jetzt in argen Nöten

Link zum Artikel

Brexit: Noch gibt es Auswege aus dem No-Deal-Albtraum

Link zum Artikel

Johnson will britisches Parlament beurlauben, Queen gibt Okay

Link zum Artikel

Brexit: Boris Johnsons grosser No-Deal-Bluff

Link zum Artikel

Chaos in London – so könnte es jetzt mit dem Brexit weitergehen

Link zum Artikel

Juncker zum Brexit: «Es reicht jetzt mit dem langen Schweigen»

Link zum Artikel

Politiker schmeisst genervt den Bettel hin: Was nach dem Brexit-Votum sonst noch passierte

Link zum Artikel

Diese Grafik verschafft dir im Brexit-Chaos den Überblick 

Link zum Artikel

So könnte ein Ausweg aus dem Brexit-Chaos aussehen

Link zum Artikel

Warum die Briten nochmals über den Brexit abstimmen müssen

Link zum Artikel

«The Uncivil War»: Ein Dokudrama erzählt die wahre Geschichte des Brexit

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

2 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2

Ein «höllisches Jahr»: Boris Johnsons Traum von Global Britain verpufft

Seit einem Jahr ist Boris Johnson britischer Premierminister. Er führte seine Partei zu einem fulminanten Wahlsieg, doch seither läuft fast alles schief: Die Corona-Pandemie wütet, der Brexit ist blockiert, Freihandelsverträge sind nicht in Sicht.

Als Kind wollte Alexander Boris de Pfeffel Johnson «König der Welt» werden. So zumindest erzählt es seine Schwester Rachel. Vor einem Jahr hatte er es (fast) geschafft: Am 24. Juli 2019 löste er die glücklose Theresa May als Vorsitzender der Konservativen Partei und damit als britischer Premierminister ab. Das ist nicht (mehr) die Welt, aber immerhin.

Der Start verlief holprig. Dann aber gelang es Johnson, mit der Europäischen Union einen neuen Austrittsvertrag auszuhandeln. Im Dezember führte …

Artikel lesen
Link zum Artikel