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epa07237302 Pro EU protesters demonstrate outside parliament calling for People's Vote in London, Britain, 17 December 2018. British Prime Minister Theresa May is set to make a statement in the Commons on Brexit, ruling out a new referendum.  EPA/ANDY RAIN

Ein Pro-EU-Demonstrant stellt sich im Dezember 2018 vor das Parlament in London. bild:keystone/epa/andy rain

Der 890-Milliarden-Euro-Verlust – und 4 andere aktuelle Brexit-Entwicklungen



Über zwei Jahre her ist es, seit sich die Briten 2016 in einer Volksabstimmung mit knapper Mehrheit dafür ausgesprochen haben, die Europäische Union zu verlassen. Seit dem ist vieles passiert, aber nur wenig wurde klar.

Sicher ist jedoch eines: Am 29. März 2019 erlischt die Mitgliedschaft Grossbritanniens in der EUDie aktuellsten Entwicklungen:

890 Milliarden Euro werden abgezogen

epa07136921 (FILE) - A general view of the Frankfurt city skyline on the left and European Central Bank ECB at sunset in Frankfurt Main, Germany, 18 April 2018 (reissued 02 November 2018). The European Banking Supervision Authority (EBA) and the European Central Bank (ECB) are due to publish the results of a stress test of 48 banks later today.  EPA/ARMANDO BABANI

Frankfurts Banken werden vom Brexit profitieren. Bild: EPA/EPA

Wegen des Brexit werden einer Studie zufolge Vermögenswerte über 800 Milliarden Pfund (890 Milliarden Euro) von Grossbritannien an Finanzmarktplätze in der Europäischen Union verschoben. «Je näher wir an den 29. März ohne Abkommen heranrücken, desto mehr Mittel werden umgeschichtet», sagt der Chef der Finanzdienstleistungssparte der Beratungsgesellschaft EY in Grossbritannien, Omar Ali.

Nach dem EU-Austritt Grossbritanniens brauchen in London ansässige Banken eine eigene Gesellschaft mit Banklizenz in einem EU-Land, um ihre Produkte und Dienstleistungen in den verbleibenden 27 Mitgliedstaaten vertreiben zu dürfen. Laut EY haben sich 80 Institute entschieden, ihr Geschäft von London zu verlagern. Mit zu den gefragtesten Städten gehören Dublin, Luxemburg, Paris und Frankfurt. 

Kommt nächste Woche die Abstimmung?

epa07264534 British Prime Minister Theresa May arrives at the BBC in London, Britain, 06 January 2019. May is attending the Andrew Marr show.  British MP's will return to parliament on 07 January to start debating and later vote on May's Brexit deal for Britain's leaving of the European Union on 29 March.  EPA/ANDY RAIN

Stellt sich Theresa May am 15. Januar dem Parlament? Bild: EPA/EPA

Das britische Parlament soll einem Medienbericht zufolge am Dienstag kommender Woche über das Brexit-Abkommen mit der Europäischen Union abstimmen. Wie die BBC berichtete, ist die Abstimmung für den 15. Januar geplant; am Montag lag zunächst noch keine offizielle Bestätigung seitens der Regierung vor. 

Premierministerin Theresa May versucht, die Abgeordneten in London von einem mit Brüssel ausgehandelten Austrittsabkommen zu überzeugen, trifft dabei aber auf einen breiten Widerstand im Parlament. Die ursprünglich für den 11. Dezember geplante Abstimmung über das Brexit-Abkommen im Unterhaus hatte May nur einen Tag vorher in Erwartung einer sicheren Niederlage verschoben.

Die Angst der Industrie

Mehr als drei Viertel aller britischen Industriebetriebe fürchten Verzögerungen im Warenhandel durch verstärkte Grenzkontrollen nach dem Brexit. Rund 76 Prozent der befragten Firmen sähen darin ein Risiko für ihr Geschäft, teilte der Industrieverband EEF mit. Der Industrieverband verwies unter anderem auf stärkere Schwankungen an den Devisenmärkten sowie höhere Beschaffungskosten als konkrete Belastungen. 

Automarkt schrumpft massiv

Pedestrians are reflected in the chrome work under The Spirit of Ecstasy on the front of a Rolls- Royce car, in a show room in London, Tuesday, July 8, 2014. Sales of luxury Rolls-Royce cars, which cost hundreds of thousands of dollars, have soared worldwide.  The Britain-based manufacturer said Tuesday that global sales in the first half of the year were up 33 percent compared with the same period in 2013. (AP Photo/Kirsty Wigglesworth)

Das britische Auto: der Rolls Royce. Bild: AP/AP

Der britische Automarkt hat 2018 den schwersten Einbruch seit der Finanzkrise vor zehn Jahren erlitten. Grund für die Absatzflaute sind die Diesel-Krise, striktere Abgasvorschriften und die Verunsicherung der Kunden wegen der Unklarheiten um den nahenden Brexit. Der Neuwagenverkauf fiel um fast sieben Prozent auf 2,37 Millionen Fahrzeuge, wie aus Daten des Automobilverbands SMMT hervorgeht. Einen stärkeren Rückgang gab es zuletzt 2008 mit einem Minus von 11,3 Prozent. Zugleich warnte Verbandschef Mike Hawes vor existenziellen Gefahren für die Branche mit ihren rund 850'000 Beschäftigten für den Fall eines ungeordneten EU-Ausstiegs der Briten. Nach zwei Rekordjahren infolge war der britische Autoabsatz bereits 2017 geschrumpft. 

Wie würden die Briten heute abstimmen?

Pro-Brexit demonstrators wave flags and signs alongside anti-Brexit demonstrators, outside Parliament in London Monday Jan. 7, 2019. Parliament is expected to vote on Prime Minister Theresa May's Brexit withdrawal plan next week.  Monday January 7, 2019. (Yui Mok/PA via AP)

Er hat seine Meinung gemacht. Bild: AP/PA

Die Mehrheit der Britinnen und Briten wollen gemäss einer erneuten Umfrage weiterhin lieber in der EU bleiben. Wenn es eine zweite Volksabstimmung gäbe, sprächen sich 46 Prozent für einen Verbleib und 39 dagegen aus, wie am Sonntag aus einer Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervorging. Die übrigen Befragten würden entweder nicht an einem solchen Referendum teilnehmen, sind noch unentschieden oder wollten sich nicht äussern.

Die Umfrage zeigt erneut, wie gespalten das Land in der Frage ist. Seit Monaten präsentieren Meinungsforscher ähnliche Ergebnisse, wobei der Anteil der Brexit-Gegner zuletzt leicht gestiegen ist. In der aktuellen Erhebung befragte YouGov mehr als 25'000 Wähler. Premierministerin May lehnt ein zweites Referendum strikt ab. (mlu/sda/afp/dpa/reu)

Eine der absurderen Geschichten in der Brexit-Chose:

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    Alle Leser-Kommentare
  • HeroOfGallifrey 07.01.2019 21:58
    Highlight Highlight Die Schlinge zieht sich langsam zu...
  • Heinz Schmid 07.01.2019 18:56
    Highlight Highlight Tories:
    Benutzer Bildabspielen
  • Gravity 07.01.2019 17:48
    Highlight Highlight Was für Vorteile hat der Brexit eigentlich für die Briten? Bis jetzt habe ich immer nur Negatives darüber gelesen.
    • AjFaxLU 09.01.2019 08:48
      Highlight Highlight Sie müssen kein Reht mehr automatisch übernehmen. Und die Folgen der Bürokratie in Brüssel ertragen. Aber eben: das hat alles Folgen. Dinge, die wir bilateral geregelt haben, fehlt der UK jetzt.

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