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epa06833223 Tens of thousands of people march through London during a People's March Anti Brexit demonstration in London, Britain, 23 June 2018. Protesters are calling for a referendum on the final deal. The protest is taking place on the second anniversary of the Brexit referendum.  EPA/ANDY RAIN

EU-Befürworter demonstrierten im Juni für eine zweite Brexit-Abstimmung. Bild: EPA/EPA

Der Brexit als Vorbild für die Schweiz? Forget about it!

Die Fronten zwischen der EU und Grossbritannien sind verhärtet. Die Wahrscheinlichkeit eines ungeregelten Austritts im März 2019 nimmt zu. Immer mehr Briten wollen in diesem Fall eine zweite Abstimmung.



Im Juni 2016 stimmten die Briten mit knapp 52 Prozent Ja für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union. EU-Gegner auf dem Kontinent jubilierten. In der Schweiz schürte der Brexit Hoffnungen auf einen Deal, der zum Vorbild für die eigenen Beziehungen mit der EU werden könnte – vielleicht ohne die ungeliebte Personenfreizügigkeit.

Am 29. März 2019 läuft die zweijährige Austrittsfrist ab. An jenem Tag endet die EU-Mitgliedschaft Grossbritanniens. Die Euphorie aber ist längst verflogen. Etwas mehr als ein halbes Jahr vor dieser Deadline rückt ein geregelter Brexit in immer weitere Ferne. «Wir steuern auf einen Austritt ohne Abkommen zu», sagte der britische Aussenminister Jeremy Hunt letzte Woche.

Die Briten schulden der EU Milliarden

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Video: srf

Eigentlich haben sich die EU und die Briten grundsätzlich auf eine Übergangsfrist bis Ende 2020 geeinigt. Doch damit diese in Kraft treten kann, müssen die Modalitäten der «Scheidung» geregelt sein. Und danach sieht es nicht aus. Die Fronten zwischen der EU und Grossbritannien sind verhärtet. Ein Worst-Case-Szenario in Form eines No-Deal-Brexit wird wahrscheinlicher.

Mays «Weissbuch»

Dabei hatte die konservative Premierministerin Theresa May Mitte Juli endlich ihren Austrittsplan vorgelegt. Zuvor hatte die Regierung zwei Jahre mit dem Streit zwischen den Befürwortern eines «harten» und eines «weichen» Brexit vergeudet. Die von May unmotiviert angesetzte Unterhauswahl im Juni 2017 half ebenfalls nicht. Die Konservativen verloren dabei ihre Parlamentsmehrheit.

Mays «Weissbuch» sieht eine Freihandelszone mit der EU für Güter vor, inklusive ein spezielles Zollabkommen, um Kontrollen an der Grenze zur Republik Irland zu vermeiden. Sie sind einer der grössten Streitpunkte in den Verhandlungen mit der EU. Die (Finanz-)Dienstleistungen sollen ausgenommen werden, damit die Briten Spielraum für eigene Freihandelsverhandlungen haben.

Die Begeisterung über das Weissbuch hielt sich in Grenzen. Den Hardlinern gehen Mays Ideen zu weit. Mit Aussenminister Boris Johnson und Brexit-Minister David Davis traten zwei ihrer Wortführer aus der Regierung zurück. Die City of London hingegen bezeichnete es als «Schlag für den Finanzsektor». Und für die EU-Kommission sind Mays Zollpläne schlicht untauglich.

epa06898485 New British Government Brexit secretary Dominic Raab (L) is welcomed by EU's chief Brexit negotiator Michel Barnier (R), hold a joint press conference at the European Commission in Brussels, Belgium, 19 July 2018. New British Government Brexit secretary Dominic Raab  has his first meeting in Brussels with EU's chief Brexit negociator Michel Barnier since taking office after the resignation of the former Brexit Secretary David Davis.  EPA/STEPHANIE LECOCQ

Der neue Brexit-Minister Dominic Raab und EZ-Chefunterhändler Michel Barnier haben noch viel Arbeit vor sich. Bild: EPA/EPA

Deshalb wächst die Wahrscheinlichkeit eines Hauruck-Austritts. Die möglichen Konsequenzen beschreibt Spiegel Online. Sie reichen von kilometerlangen Staus an der Grenze über Versorgungsengpässe bei Lebensmitteln bis zur Möglichkeit, dass britische Jets nicht mehr auf europäischen Flughäfen landen können. Und die Industrie wäre von den Lieferketten auf dem Kontinent abgeschnitten.

Airbus droht mit Rückzug

Der Flugzeugbauer Airbus droht deshalb mit dem Rückzug aus Grossbritannien, wenn der reibungslose Austausch mit den Standorten auf dem Kontinent nicht mehr möglich ist, den die Mitgliedschaft im Binnenmarkt ermöglicht. Die Autoindustrie warnt ebenfalls vor solchen Szenarien. Die Banken in London planen, ihre Aktivitäten zumindest teilweise in die EU zu verlagern.

Der Bevölkerung scheinen die Konsequenzen eines No-Deal-Brexit langsam zu dämmern. Laut einer Umfrage des Instituts YouGov wollen 50 Prozent der Befragten in diesem Fall eine zweite Abstimmung. Nur 25 Prozent finden, das Parlament solle entscheiden. Und selbst bei einem geregelten Austritt wollen 45 Prozent über das Ergebnis abstimmen, 34 Prozent sind dagegen.

Der Toilettenpapier-Brexit

Laut der von der proeuropäischen Kampagne Open Britain bestellten Umfrage wären 53 Prozent für einen Verbleib in der EU und 47 Prozent für den Austritt (die Unentschlossenen wurden nicht mitgezählt). Eine andere Befragung des Senders Sky News ergab, dass 48 Prozent in der EU bleiben und 27 Prozent einen «harten» Brexit wollen. Nur 13 Prozent unterstützen Mays Plan.

Brexit-Referendum

Die Umfragen zeigen, dass das britische Volk in der EU-Frage nach wie vor tief gespalten ist, die Brexit-Gegner aber leicht an Boden gewonnen haben. Das muss nicht viel bedeuten. So richtig bewusst scheinen die Folgen eines No-Deal-Brexit vielen immer noch nicht zu sein. Laut einer weiteren Umfrage haben weniger als ein Drittel der Manager Notfallpläne in der Schublade.

Ob es zum ganz grossen Knall kommt, scheint fraglich. Dafür haben beide Seiten zu viel zu verlieren. Grossbritannien ist ein anderes Kaliber als die Schweiz Aber die Zeit ist knapp. Vielleicht kommt es am Ende zu jenem Szenario, das Ex-Aussenminister Boris Johnson verächtlich als «Toilettenpapier-Brexit» bezeichnet hat: Einen weichen und unendlich langen Austritt.

Ein solcher «Pseudo-Brexit» aber wäre kein Vorbild für die Schweiz, und ein No-Deal-Austritt erst recht nicht. Die beiden Länder lassen sich ohnehin kaum vergleichen: Die Briten wollen die Scheidung, die Schweiz hingegen sucht eine Anbindung an die EU. Da lassen sich Gemeinsamkeiten schwer finden.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Halimasch 11.08.2018 12:49
    Highlight Highlight Danke Peter Blunschi für die klaren Worte!
  • Yakari 11.08.2018 11:24
    Highlight Highlight Und was hat dieser Artikel, abgesehen von den letzten zwei Sätzen, mit der Schweiz zu tun? 🙄
  • Schneider Alex 11.08.2018 06:23
    Highlight Highlight Die EU soll die Schweiz mindestens so gut behandeln wie andere Drittstaaten oder wie in Zukunft Grossbritannien.
    • Zahlenheini 11.08.2018 10:51
      Highlight Highlight Die EU behandelt die Schweiz seit Jahren besser als Drittstaaten und Mitgliedstaaten. Welcher Mitgliedstaat hat eine Ventilklausel und Flankierende Massnahmen bei der Personenfreizügigkeit? Wir haben jede Menge Extrawürste bekommen.
    • Fabio74 11.08.2018 21:12
      Highlight Highlight Macht sie ja. Die Schweiz hat Privilegien, die andere nicht haben
    • FrancoL 12.08.2018 00:39
      Highlight Highlight Erzähl uns einmal WO die Schweiz von der EU schlecht behandelt wird, bzw wo die EU ihre Mitgliedstaaten besser behandelt.
      Hast Du noch nicht bemerkt dass gerade diese Bevorzugung in der EU nicht gut ankommt und dafür habe ich sogar Verständnis.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mizzi 11.08.2018 05:34
    Highlight Highlight Beide Seiten haben viel zu verlieren. Auch die EU täte sich gut daran, von ihrem hohen Ross herabzusteigen.

    Früher wurden Machtspiele auf dem Schlachtfeld ausgetragen, heute mit Verträgen und passiver Aggressivität.

    Dass es in England überhaupt zum Brexit kam, ist das jahrelange Ergebnis einer Politik, die am Volk vorbeiführt. Und zwar auf beiden Seiten.
    Hier wäre ein Vergleich mit der Schweiz sinnvoll, wobei auch unsere, mit zunehmender Tendenz vorwiegend Berufspolitiker, in die gleiche Rochtumg steuern.

    Wir sollten das Milizsystem wieder vermehrt stärken.
    • Quecksalber 11.08.2018 14:11
      Highlight Highlight Warum sollen 26 unabhängige Staaten die sich zur EU zusammengeschlossen haben vom Ross absteigen?
    • Mizzi 11.08.2018 18:22
      Highlight Highlight Lieber Quacksalber
      Die Grundidee der EU ist bzw. war eine sehr gute Sache.

      Jedoch ging das Ganze zu weit, ist mittlerweile zu zentralistisch, zu stark verwaltet und zu allem Elend in fester Hand von elitären Kreisen und starkem Lobbyismus, die nicht den Gründungszweck verfolgen.

      Unabhängig sind diese schon lange nicht mehr, sonst wären schon einige nicht mehr mit dabei und England bräuchte nicht Milliarden zu zahlen um sich überhaupt lösen zu können.

    • Quecksalber 11.08.2018 21:04
      Highlight Highlight Die EU hat weniger Angestellte als die Stadt Zürich. so bürokratisch kanns nicht sein. Die meisten Regierungen sind inzwischen halt rechts und das merkt man auch in der Europapolitik.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zahlenheini 10.08.2018 23:19
    Highlight Highlight Der Brexit hat wenig bis gar nichts mit der Schweiz zu tun.
  • Juliet Bravo 10.08.2018 22:18
    Highlight Highlight Die Schweiz ist ein relativ gewöhnliches Land in Mitten Europas. Wir können wählen: Einfluss wie Schweden oder Belgien oder nix zu sagen haben. Europa bietet uns Chancen - nutzen wir sie!🇨🇭🇪🇺
    • Zahlenheini 11.08.2018 10:48
      Highlight Highlight Die wichtigsten Entscheide in der EU werden mit Einstimmigkeit gefällt. Dort hätte ein Schweizer Minister also genauso viel Macht wie ein Deutscher. Statistiken der EU zeigen überdies, dass bei Mehrheitsentscheiden meistens die Grossen überstimmt werden und nicht etwa die Kleinen. Leider wissen die lautesten EU-Kritiker am wenigsten über die EU.
    • Roterriese #DefendEurope 11.08.2018 11:34
      Highlight Highlight Nö lieber nicht.
  • Armend Shala 10.08.2018 21:58
    Highlight Highlight In der EU gibt es die halbdirekte/direkte Demokratie nicht mehr in der Schweiz. Die EU pocht ja schon bei nicht Mitgliedern, dass jeder Hafenkäse umgesetzt werden muss.
    • Zahlenheini 11.08.2018 10:55
      Highlight Highlight Kein EU-Land hatte jemals eine halbdirektr Demokratie. Dafür waren die Osteuropäer vor dem EU Beitritt Diktaturen, genauso wie Spanien und Griechenland. Deutschland hatte vor dem Beitritt zur EG eine Nazi-Diktatur. Ich würde daher eher behaupten, dass die EU ganz Europa demokratischer und friedlicher gemacht hat. Ein derart langer Frieden zw De-Fr ist historisch gesehen einmalig. Von dieser Stabilität profitiert übrigens auch die Schweiz.
    • DerewigeSchweizer 11.08.2018 14:17
      Highlight Highlight Was Du da über die EU schreibst, ist völlig falsch, hat nichts mit der Realität zu tun. ... Hafenkäse.

      Die EU-Mitgliedsstaaten sind SOUVERÄNE Nationen.
      Ja, gewisse Themenbereiche regeln sie gemeinsam im EU-Regelwerk; freiwillig und gewünscht.
      Das nennt sich: Kompetenzbereich der EU.

      Aber der ganze Rest wird in jedem Land selber autonom und demokratisch (direkt, indirekt) entschieden.
      Das nennt sich: Kompetenzbereich des Mitgliedsstaates.

      Möchte mal wissen, welche CH Abstimmung der letzten 20 Jahre nicht durchführbar gewesen wäre, wg. EU-Migliedschaft. Wohl nicht eine einzige.
    • Zahlenheini 11.08.2018 16:34
      Highlight Highlight Ganz viele wären durchführbar gewesen. Der Kompetenzbereich der EU ist kleiner als angenommen. Und die EU will nun ausdrücklich das Subsidiaritätsprinzip stärken.
      Deine Argumente hören sich an wie von Kantönli vor 1848 und die Angst, dass Bundesbern Überhand nehmen wird...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Eric Lang 10.08.2018 21:37
    Highlight Highlight Der Blunschi scheint ein sehr frustrierter EU Befürworter zu sein.
    Mein Tipp, nutze die Freiheit dich in deiner Traum Destination für immer niederzulassen.
    Ergibt eine Win Win Situation für Alle.
    • Fabio74 11.08.2018 21:14
      Highlight Highlight Wer anderer Meinung ist soll gehen? Antidemokraten nenn ich Typen wie dich.
    • Fly Baby 12.08.2018 09:02
      Highlight Highlight Du weisst ja gar nicht wie es sich in der EU lebt. Ich schon, denn seit 2 Jahren lebe ich in Frankreich. Wunderbar, muss ich dazu sagen.
      Eine Win Win Situation für alle, wäre es, wenn du nur Ferien ausserhalb der von dir so gehassten EU machst. Nutze die Freiheit bitte.
  • dding (@ sahra) 10.08.2018 20:42
    Highlight Highlight Peter. Waren Sie eigentlich ein Freund der EU, schon zur ersten Stunde? Oder kam ihre Faszination für das Konstrukt erst später?
    • Juliet Bravo 11.08.2018 20:58
      Highlight Highlight Die Union. Ein Zusammenschluss und die Zusammenarbeit von Ländern in gewissen Politikbereichen. Kein irgendwie undemokratisches, abwegiges oder abstruses „Konstrukt“. Die Europäer wollten es. Sie stimmten dafür oder wählten proeuropäische Abgeordnete, Parteien und Regierungen. Hoch lebe Europa!
  • FrancoL 10.08.2018 20:38
    Highlight Highlight Alles richtig, doch eine Gemeinsamkeit ist gegeben und täglich bestens zu spüren.
    Beide Länder sind tief gespalten, in beiden Ländern sind die „EU-Gegner“ lautstark und versuchen alles um die Nachteile zu vertuschen, in beiden Ländern spielen die Gegner mit dem Feuer und riskieren einen Flächenbrand.

    Es sollte in beiden Ländern eine besonnerene Haltung bei einer grosse Mehrheit des Volkes Einzug halten und dann käme es für die Briten und für die Schweiz gut.

    Besonnen heisst nicht nur auf seine vermeintlichen Vorteile achten und die Nachhaltigkeit der Lösung im Auge behalten.
    • rodolofo 10.08.2018 22:37
      Highlight Highlight Schön, dass Du noch so zuversichtlich sein kannst!
      Ich weiss nicht mehr, was ich von diesen Verhandlungen halten soll.
      Die EU-Verhandler sind mir nicht sympathisch.
      Die Britischen Verhandler sind mir nicht sympathisch.
      Die Schweizer Verhandler sind mir nicht sympathisch.
      Darum erhoffe ich mir nichts mehr von dem, was die hinter verschlossenen Türen aushandeln.
      Letztlich werden sie vor allem dafür sorgen, dass ihre vielen Endlos-Sitzungen fürstlich bezahlt werden...
    • FrancoL 11.08.2018 10:36
      Highlight Highlight @rodolfo; Ich bin zuversichtlich. Ich arbeite auch im nahen Ausland, also in der EU. Und ich muss feststellen, dass Vieles nicht so im Argen ist wie es in der Schweiz (und in UK) dargestellt wird.
      Klar ist es keine vorbildliche Demokratie, aber sind es denn die Gründerstaaten? Klar NEIN.

      Die EU kann nicht besser sein als die Mitgliedstaaten und da steht es eben bei etlichen nicht zum Besten mit der Demokratie, was sich auch auch die EU abfärbt.

      Ich denke und hoffe, dass man den Weg der Bilateralen nicht aufgibt und dass mit der Zeit auch etwas mehr Ruhe in der EU einkehrt.
    • rodolofo 11.08.2018 14:53
      Highlight Highlight @ FrancoL
      Ja, diese "Nivellierung nach unten" findet auch weltweit statt.
      Es scheint ein Wettbewerb um den Preis "Altmodischstes Imperium der Moderne" stattzufinden.
      Dennoch, auch hier habe ich das Gefühl, dass uns Putin-Russland doch etwas vertrauter vorkommt, als die frühere, Sowjetische, KP-Gerontokratie, mit den Echsen ähnlichen Apparatschiks, die sich wie scheintot kaum bewegten.
      Die sexy Sprecherin der Russischen Regierung könnte vom Amerikanischen Fernsehsender FOX-News ausgeliehen worden sein.
      So gibt es doch eine Art "Neustart der Weltgemeinschaft" auf ganz tiefem Level...
  • ChiliForever 10.08.2018 20:21
    Highlight Highlight Die Briten wollten schon immer ihr eigenes Ding machen, Brittenrabatt, kein Schengen, kein Euro etc. eingeschlossen. Als EU-Bütger sollte man eigentlich froh sein, saß sie gehen.
    Allerdings verbindet uns so viel, daß der Weggang auf beiden Seiten ein schwerer Verlust ist, nicht nur wirtschaftlich.
    Allerdings erkennen das wohl viele nicht.
    Der Schweiz kann der Brexit nur als abschreckendes Beispiel dienen, der EU mit Blick auf die Schweiz eigentlich auch.
  • DerewigeSchweizer 10.08.2018 19:43
    Highlight Highlight Gut zu wissen ...
    bez. Brexit oder CHeckOut:

    Die EU ist, anders als CH. Blocher der schweizer Bevölkerung vorgelogen hat, keine Diktatur, wo man einen Deal "aushandeln" könnte.

    Stattdessen ist die EU eine REGELBASIERTE Union. Das sind Regeln, die keine Unterhändler aus Brüssel ignorieren oder umdeuten könnte.

    Das einzige Gremium das Regeln ändern kann, ist der Rat der Ministerpräsidenten aller MItgliedsstaaten. Und dort werden die Beschlüsse EINSTIMMIG gefällt.

    Pikant: Einige Regeln die heute GB beim Brexit Mühe machen, hatten die Briten zu seiner Zeit selber eingebracht. Ha, ha ...

    • swisskiss 11.08.2018 05:21
      Highlight Highlight SchweizAbschaffen: Faktisch Falsch!
      Gesetzgebungsverfahren EU: http://www.europarl.europa.eu/germany/de/die-eu-und-ihre-stimme/gesetzgebungsverfahren

      Genauso falsch, dass Beschlüsse des Ministerrats einstimmig sein müssen. Nur bei wichtigen Abstimmungen ist ein Vetorecht wirksam. Sonst sind im Gesetzgebungsverfahren, die Aederungen oder Streichungen zuhanden Parlament mit eifacher Mehrheit massgebend.

      Zu den Regeln: Die EU hatte noch nie Mühe, sich über Regeln hinwegzusetzen.
      Das letzte Beispiel dieses Regelbrechen: Verknüpfung der Anerkennung Schweizer Börsenregel mit Rahmenabkommen
    • Zahlenheini 11.08.2018 11:03
      Highlight Highlight @swisskiss
      Nein, da liegst du falsch. Auch wenn formal die meisten Beschlüsse nicht einstimmig sein müssen, werden sie de facto trotzdem einstimmig beschlossen.
      Mit einem Schiedsgericht hätte die Schweiz kein Problem mit der Börsenanerkennung gehabt. Die EU betreibt Machtpolitik so wie die USA bei Steuergeschichten.
  • Sch**ssSexismus 10.08.2018 19:16
    Highlight Highlight Ziemlich sinnfrei einen Austritt mit einem Nicht-Eintritt zu vergleichen.
    Aber wenn man Stimmung machen möchte sind solche Details ja eher zweitrangig. Da nehmen sich linke wie rechte nichts ;)
    • phreko 10.08.2018 23:33
      Highlight Highlight 'neuverhandlung von bilateralen'
    • Zauggovia 11.08.2018 11:05
      Highlight Highlight @rhabarber: ja die arme, selbstaufopfernde EU, die von den parasitischen Rosinenpicker ausgeblutet wird... Schlussendlich ist die EU genauso auf die eigenen Vorteile (sprich dir von Deutschland und Frankreich) bedacht, wie jedes andere Land auch.
    • Zahlenheini 11.08.2018 11:09
      Highlight Highlight Nun. Der Brexit ist eine Scheidung, welche aufgrund eines von oben (Cameron) herab delegierten Referendums geschieht. Das Referendum hatte konsultativen Charakter.

      Die Schweiz befindet sich eher in einem Konkubinat mit der EU, was durch diverse rechtlich bindende Volksabstimmungen bestätigt wurde.

      Der Brexit ist nichtmal Resultat eines basisdemokratischen Prozesses, sondern einer zerstrittenen Elite der Konservativen. Cameron wollte Ruhe innerhalb der Partei und unterschätzte die Urteilsfähigkekt seines Volks. Bezeichnend dafür, dass nach dem Referendum gegoogelt wurde, was die EU ist.
  • DerewigeSchweizer 10.08.2018 19:11
    Highlight Highlight Der Unterschied zwischen Grossbritannien und der Schweiz bei Verhandlungen mit der EU ist, dass die Schweiz mit Retorsionsmassnahmen drohen kann.

    Das behaupten jedenfalls unsere anit-EU Habasche.

    Der Plan der Brexit-Hintermänner ist vermutlich, GB an die USA anzuschliessen; Hormonfleisch, nur 2 Wochen Ferien/Jahr etc.
    Eine Option für die Schweiz?
  • Oberon 10.08.2018 18:46
    Highlight Highlight Also wenn dieses stümperhafte vorgehen das Vorbild sein soll dann gute Nacht für uns.

    In der Schweiz wird gerne vergessen das wir aktuell sehr gut mit den ausgehandelten Verträgen "fahren". Wir sollten uns gut überlegen welchen Positionen uns wirklich wichtig sind und die Polemik einfach weg lassen.

    UK wird noch merken das sie unnötig ihre wirtschaftliche Zukunft auf das Spiel setzen. Das sie erst jetzt merken auf welche Vorteile sie in Zukunft verzichten werden spricht auch nicht unbedingt für ihre Politik.

    Das Brexit-Weissbuch ist auch nur für längere WC Besuche brauchbar.
  • 7immi 10.08.2018 18:22
    Highlight Highlight welch kurzsichtige politiker damals die verträge - ohne austrittsklausel - unterschrieben haben. das ganze spiel um den austritt zeigt, welch erbärmlicher verein die eu doch ist. wäre sie so gut, müsste man die länder nicht durch schikanen vom austritt hindern, sie blieben freiwillig. ein sehr kurzsichtiges spiel mit dem feuer. die eu befürchtet wohl, dass es england besser gehen könnte...
    auch die airbusdrohung ist ein witz, so werden in england diverse schlüsselbauteile der flugzeuge gefertigt. ein drastischer abbau würde die flugzeugproduktion vernichtend treffen.
    • Fabio74 10.08.2018 22:02
      Highlight Highlight Peinlich ist eigentlich nur dieses nachquatschen der rechten Lügen
      Es gibt Austrittsmöglichkeiten, Nennt man Artikel50. Diesen hat May angerufen.
      Aber: wenn man miteinander verbandelt ist, muss man das Lösen der Abkommen aushandeln und man muss das danach aushandeln. Und da die Briten gehen wollen, ist es prinzipiell SAche der Briten, dafür eine Strategie zu haben
      Airbus kann sehr wohl seine Fabriken woanders hinverschieben. Arbeiter gibts anderswo.
      Das rechtsnationale EU-Bashing zeugt eher von fehlendem Denken
    • FrancoL 10.08.2018 22:21
      Highlight Highlight Verträge können immer gekündet werden und genau so eine Kündigung ist für die Briten möglich. Was heute abläuft ist der Versuch beim Austritt noch einige Bruchstücke der Verbindung aufrecht zu erhalten und beide Seiten sehen natürlich ihre Vorteile auf ihren Seiten.
      Hat also null und nichts mit einer fehlenden Austrittsklausel zu tun.
      Also bitte nicht schon wieder Fake News verbreiten.
      Erbärmlich ist es nicht einmal den Grundsatz eines Vertragwerks zu kennen.
      Welche Schickanen meinen Sie eigentlich? Meines Wissens sind es die Briten die eine mögliche Anbindung aushandeln wollen.
    • phreko 10.08.2018 23:34
      Highlight Highlight Warum soll die EU Hilfe an nicht-Mitglieder leisten?
    Weitere Antworten anzeigen
  • infomann 10.08.2018 18:14
    Highlight Highlight Vielleicht sollte England mal die SVP fragen...grins
    Die wissen doch alles und es ist doch alles ganz einfach.
  • Scaros_2 10.08.2018 17:58
    Highlight Highlight Ein ganzer artikel über brexit und in den letzten 2 sätzen noch fix was zur schweiz? Oo
  • Zauggovia 10.08.2018 17:57
    Highlight Highlight Was hätte eigentlich die EU zu verlieren, wenn die Personenfreizügigkeit eingeschränkt wird und wieder mehr auf eine Wirtschaftsunion (Handels- und Warenhemmnisse beseitigen) fokussiert wird?
    • Juliet Bravo 10.08.2018 22:58
      Highlight Highlight Wenn die Mehrheiten gegen die Persinenfreizügigkeit wären, gäbe es sie ja nicht.
    • DemonCore 10.08.2018 23:15
      Highlight Highlight Warum sollte sie das tun? Wegen den Schweizern, die nicht mal Mitglied sind? Im Rest der EU sind die vier Grundfreiheiten unbestritten. Einfach mal die Eurobarometer-Umfragen studieren. Es würde mich auch mal interessieren, wieso die Gegner der Personenfreizügigkeit ihre eigene Freiheit aufgeben wollen. Menschen sollen doch mindestens so frei sein wie ein Geldbetrag, oder eine Maschine?
    • Zahlenheini 10.08.2018 23:22
      Highlight Highlight Eine Art Ventilklausel wäre sicher nicht verkehrt, klar.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ass 10.08.2018 17:54
    Highlight Highlight Es scheint langsam so zu kommen wie erwartet. Die Englander werden/müssen einknicken und stehen am Schluss schlechter da als zuvor.
    • Jason84 11.08.2018 09:09
      Highlight Highlight Sie konnten doch nicht im Ernst erwarten das sie nach einem Austritt die Rosinen ohne Gegenleistungen behalten.
    • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 11.08.2018 10:49
      Highlight Highlight @Jason84: Hat die UKIP aber behauptet und es wurde geglaubt.
    • R. Peter 12.08.2018 10:51
      Highlight Highlight Jason84, das liegt alleine am Dogma der EU, dass gute (Handels)-Beziehungen nur innerhalb des Bundesstaates möglich sein dürfen.
    Weitere Antworten anzeigen

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Die Jacht «Malizia» soll sie nun innerhalb von knapp zwei Wochen bis nach New York bringen. Nach einem Jahr der Klimaproteste in Stockholm und anderen Städten Europas will Thunberg ihren Einsatz gegen die Klimakrise in Übersee auf eine …

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