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Bild: EPA/SOUTH KOREA COAST GUARD

Nach Kollision vor Chinas Küste – Öltanker droht zu explodieren und zu sinken

08.01.2018, 10:19

Der brennende Öltanker vor der Küste Ostchinas droht zu explodieren und unterzugehen. Zwei Tage nach der Kollision mit einem Frachtschiff stand das iranische Schiff am Montag weiter in Flammen, ohne dass die Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle bekommen konnten.

Eine Leiche wurde inzwischen gefunden, wie das Aussenministerium in Peking mitteilte. Die Identität müsse noch geklärt werden. 32 Seeleute, darunter 30 aus dem Iran und zwei aus Bangladesch, galten seit dem Unglück als vermisst.

Das heftige Feuer und giftige Gase brächten die Rettungsteams in Gefahr, berichteten Staatsmedien. Auch die Wetterbedingungen und der hohe Seegang beeinträchtigten die Bergungs- und Rettungsbemühungen.

Unter den Einsatzkräften wachse die Sorge, dass das Schiff explodieren und mit seiner Ölladung untergehen könnte, berichtete das Staatsfernsehen. Die 274 Meter lange «Sanchi» hatte 163'000 Tonnen Kondensat, ein sehr hochwertiges Leichtöl, an Bord.

Suche nach Vermissten

Neben der südkoreanischen Küstenwacht beteiligte sich auch die amerikanische Marine mit einem Aufklärungsflugzeug an der Suche nach den Vermissten. Das Flugzeug vom Typ P-8A Poseidon habe am Sonntag ein Gebiet von 12'000 Quadratkilometern abgesucht, bevor es zum Stützpunkt in der japanischen Hafenstadt Okinawa zurückgekehrt sei, berichtete die US-Marine am Montag.

Der unter der Flagge Panamas fahrende Tanker war am Samstagabend auf dem Weg nach Südkorea rund 300 Kilometer östlich von Shanghai mit dem chinesischen Frachter «CF Crystal» kollidiert und in Brand geraten. Die 21 Menschen von der Besatzung des Getreidefrachters, der unter Hongkongs Flagge gefahren war, wurde unversehrt gerettet.

Nach der Kollision trieb der Tanker in Schieflage auf hoher See. Wie viel Öl aufgelaufen ist, war unklar. Die Einsatzkräfte haben einen Schutzring von 18 Kilometern um das Schiff gezogen, um zu vermeiden, dass andere Schiffe zu nahe kommen. Eine Untersuchungskommission wurde eingerichtet, um die Ursache des Unglücks zu ermitteln. (sda/dpa)

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