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Nach Trump folgt Xi: Kim Jong Un trifft in Peking mit Chinas Präsident zusammen

19.06.2018, 13:36
Bild: AP/AP

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ist am Dienstag mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping zusammengekommen. Chinas Staatsfernsehen zeigte Bilder der beiden Staatsführer bei einer offiziellen Begrüssungszeremonie in der Grossen Halle des Volkes in Peking.

Für Kim ist es bereits der dritte Besuch in China seit März. Beobachter gingen davon aus, dass der nordkoreanische Führer die Chinesen über die Ergebnisse des Gipfeltreffens mit US-Präsident Donald Trump in Singapur unterrichtete und das weitere Vorgehen besprach.

Kim werde am Dienstag und Mittwoch Gespräche in der chinesischen Hauptstadt führen, meldete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Viele Beobachter sehen China als einen heimlichen Gewinner des Treffens zwischen den USA und Nordkorea.

Peking will weder nordkoreanische Atomwaffen noch US-Truppen vor der eigenen Haustür. Insofern hätte der Gipfel in Singapur aus chinesischer Sicht kaum besser laufen können. Kim Jong Un bekräftigte, die Denuklearisierung voranzutreiben. Trump kündigte derweil an, gemeinsame Militärmanöver mit Südkorea in der Region einzustellen.

Air-China-Flug als Symbol

China hatte bereits einen symbolischen Sieg errungen, bevor Trump und Kim Jong Un am vergangenen Dienstag zu ihrem historischen Handschlag ansetzten. Der nordkoreanische Führer und seine Delegation waren mit Sondermaschinen der chinesischen Fluggesellschaft Air China nach Singapur gereist. Mit den chinesischen Flugzeugen ging es für Kim dann auch zurück Richtung Heimat, was als Zeichen gewertet werden kann, wie sehr er Peking vertraut.

Kims Eskorte in Peking.
Kims Eskorte in Peking.
Bild: AP/AP

Im Zuge seiner Charmeoffensive seit Jahresanfang hatte Kim Jong Un Ende März zum ersten Mal seit seinem Amtsantritt 2011 überraschend China besucht und die alte Freundschaft wiederbelebt. Wenige Wochen später folgte ein weiteres Treffen mit Xi Jinping in der chinesischen Hafenstadt Dalian.

Nach Jahren der frostigen Beziehungen wegen seiner Atom- und Raketentests und der von China als grösstem Handelspartner umgesetzten internationalen Sanktionen hatten sich beide Seiten dabei wieder angenähert und eine enge Abstimmung verabredet. (sda/dpa/afp)

Der Handschlag, der in die Geschichte eingeht

Video: srf
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