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Russia's Air Force strategic bombers, Tu-160, right, and Tu-22M3, all others, fly over almost empty Red Square in Moscow, Russia, Monday, May 4, 2020. The Russian air force conducted a rehearsal of the flyover intended to mark the 75th anniversary of the victory over the Nazis on May 9, but the planned military parade is postponed due to the coronavirus outbreak, leaving only the flyby. (AP Photo/Alexander Zemlianichenko)

Leergefegt: der Rote Platz in Moskau. Bild: AP

10 Punkte, die zeigen, dass in Russland aktuell einiges falsch läuft

Lange blieb Russland gemäss eigenen Angaben vom Coronavirus weitgehend verschont. Doch in den letzten Tagen wurden die Tests hochgeschraubt und die Anzahl neuer Fälle explodiert förmlich. Das geht im Riesenreich aktuell ab.



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Die Anzahl Fälle

Russland vermeldete am 2. Februar seine ersten beiden Coronafälle. Doch dann blieb es lange ruhig. Erst am 3. März kam eine weitere Meldung dazu. Die Zahlen entwickelten sich auch in der Folge sehr langsam. Zumindest offiziell. Vermutlich lag dies an den wenigen Tests, die durchgeführt wurden. Tatsache ist: In den letzten Tagen zeigte die Kurve mit der totalen Anzahl Fälle steiler nach oben als in jedem anderen Land.

Am 4. Mai meldete Russland rund 145'000 Fälle. Italien steht bei rund 210'000.

Anzahl Fälle in Russland und Italien

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Können die Russen die Kurve nicht schnell brechen, wird die Zahl der Corona-Fälle jene Italiens bald überholen.

Neue Fälle pro Tag

Während sich Europa auf die Lockerung seiner Lockdown-Massnahmen vorbereitet oder schon damit begonnen hat, zeigt die Kurve Russlands steil nach oben. Das zeigt sich insbesondere bei den täglichen neu gemeldeten Fällen. Erst am 3. Mai verzeichnete Russland 10'633 neue Fälle innert 24 Stunden – ein neuer Rekord.

Täglich neu gemeldete Corona-Fälle

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Neuansteckungen pro Million Einwohner

Dass die Fallzahlen vergleichsweise hoch ausfallen, ist bei einem bevölkerungsreichen Land wie Russland allerdings naheliegend. Mit 143'989'754 Einwohnern zählt Russland rund zweieinhalb Mal so viele wie Italien (rund 60 Millionen Einwohner). Darum schauen wir hier auf die positiv getesteten pro 100'000 Einwohner:

Gemeldete Corona-Fälle pro 100'000 Einwohner

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Hier liegt Russland noch sehr deutlich hinter der Schweiz und Italien zurück. Für die gleiche Quote wie die Schweiz müsste Russland rund 500'000 positiv Getestete ausweisen.

Die Anzahl Tests

Einer der Hauptgründe, dass die russischen Zahlen seit einigen Tagen so in die Höhe schnellen, ist die Testkapazität. Wurde zu Beginn im Riesenreich kaum getestet, meldet Worldometers aktuell rund 4,5 Millionen Tests – nur in den USA gab es noch mehr.

In this photo taken on Saturday, May 2, 2020, doctors work inside the intensive care unit for people infected with the new coronavirus, at a hospital in Moscow, Russia. A Russian epidemiologist says the sharp increase in coronavirus infection cases recorded over the past week reflects increased testing. Russia on Sunday reported more then ten thousand new cases, nearly double the new cases reported a week ago and the first time the daily tally went into five digits.(AP Photo/Sophia Sandurskaya)

In Russland wird seit einigen Tagen massiv häufiger getestet. Bild: AP

Heruntergebrochen auf eine Million Einwohner (rund 30'000 pro eine Million Einwohner) liegt man in Russland damit auf der Höhe von Österreich (30'000) oder der Schweiz (32'000). Spanien (41'000) testete noch deutlich mehr.

Was macht Putin?

Präsident Wladimir Putin spielte die Gefahr noch im März lange herunter. Mit ein Grund dafür war wohl auch, dass er am 22. April über eine Verfassungsreform abstimmen wollte. Diese sollte ihm erlauben, auch 2024 und 2036 nochmals als Präsident gewählt zu werden. Ende März musste er zurückkrebsen.

Putin ist arg in die Defensive gedrängt worden. Eigentlich sollte am 7. Mai sein 20. Jahrestag seiner ersten Amtseinführung gefeiert werden. Doch der Kremlchef sitzt in seiner Moskauer Vorstadtresidenz Nowo-Ogarjowo wie in einem Bunker und agiert in der Krise nach Meinung vieler Russen auffällig defensiv.

epa08391884 Russian President Vladimir Putin holds a video conference meeting on the development of the Russian fuel and energy industry at Novo-Ogaryovo residence, outside Moscow, Russia, 29 April 2020.  EPA/ALEXEI DRUZHININ / KREMLIN POOL/SPUTNIK MANDATORY CREDIT

Er wollte die Verfassung ändern und hätte am Donnerstag sein Jubiläum feiern wollen. Doch jetzt ist Wladimir Putin in der Defensive. Bild: EPA

Unbeliebte Entscheidungen delegiert der 67-Jährige seit Wochen in langatmigen im Fernsehen übertragenen Videokonferenzen an Gouverneure, die kaum noch echte Machtbefugnisse hatten.

Politologe Andrej Perzew von der Moskauer Denkfabrik Carnegie Center attestiert ihm «Realitätsverlust» – nicht zuletzt, weil Putin unlängst meinte, dass 70 Prozent der Russen zur Mittelschicht gehörten. Wer 17'000 Rubel (rund 200 Euro) im Monat verdiene, erfülle das Kriterium. Perzew analysiert, dass Putin nicht mehr auf Berater höre und Fehler mache.

Die Massnahmen in Russland

Russland schloss sehr früh die Grenze zu China. Ab Mitte März wurde ein Grossteil der Veranstaltungen abgesagt, Universitäten, Theater und Museen blieben geschlossen.

In Moskau, der klar am schlimmsten betroffenen Region, gelten seit Anfang April strenge Ausgangsbeschränkungen. Wer Arbeiten geht, braucht beispielsweise eine Bewilligung.

epa08400006 Municipal vehicles spray disinfectant on the deserted streets in downtown of Moscow, Russia, 04 May 2020. Russian President Vladimir Putin extended a home quarantine to 11 May 2020 to prevent the spread of the SARS-CoV-2 coronavirus which causes the COVID-19 disease.  EPA/YURI KOCHETKOV

Strassen und Plätze werden in Moskau mit Desinfektionswagen besprüht. Bild: EPA

Präsident Putin rief Ende März eine arbeitsfreie Woche aus. Das Problem: Viele Russen verreisten daraufhin in ihre Datschas, die Ferienhäuschen. Nur drei Tage später, am 2. April, verlängerte Putin die arbeitsfreie Zeit bis am 30. April. Am 28. April wurde diese erneut verlängert. Aktuell gilt sie bis am 11. Mai. Lohn wird in dieser Zeit normal ausbezahlt, so die Anordnung. Aber ist das umsetzbar?

Wann öffnet Putin seine «Schatztruhe»?

Verbreitet sind nun Hilferufe verzweifelter Bürger und Unternehmer zu hören, Putin möge seine «Schatztruhe» öffnen. Russland gehört zu den Ländern mit den grössten Geld- und Goldreserven der Welt. Aber eine staatliche Unterstützung lässt in Russland weiter auf sich warten.

epa08258771 Russian opposition leader and anti-corruption activist Alexei Navalny (C) walks alongside his spouse Yulia Navalnaya (R) and lawyer, Lyubov Sobol (L), as they take part in a memorial march for Boris Nemtsov marking the fifth anniversary of his assassination in Moscow, Russia, 29 February 2020. Nemtsov was a liberal politician and prominent critic of Russian President Vladimir Putin who was assassinated on 27 February 2015 in Moscow.  EPA/YURI KOCHETKOV

Alexej Nawalny fordert eine Sofortzahlung an die Bevölkerung. Bild: EPA

Der Oppositionspolitiker Alexej Nawalny legte seinen Plan «Fünf Schritte für Russland – Zur Rettung der Bürger und Wirtschaft» vor. Er forderte etwa 20'000 Rubel (rund 242 Euro) Soforthilfe je Bürger. In sozialen Netzwerken wimmelt es von Posts verzweifelter Menschen, die nicht wissen, wie sie über die Runden kommen sollen. Vielerorts gibt es Hilfspakete, ein Gouverneur bot nun Ferkel und Kartoffeln an.

epa07822358 Russian Central Bank Head Elvira Nabiullina attends a news conference following the Bank of Russia Board of Directors meeting on monetary policy issues, in Moscow, Russia, 06 September 2019. The Russian Central Bank decided to cut the key rate by 25 bp to 7.00 percent per annum.  EPA/MAXIM SHIPENKOV

Zentralbank-Chefin Elwira Nabiullina muss schauen, dass der Rubel nicht ins Bodenlose fällt. Bild: EPA

Doch den Vorschlag Nawalnys wies der Kreml als populistisch zurück. Zentralbank-Chefin Elwira Nabiullina warnte, solche Zahlungen führten zur «Explosion der Inflation». Sie ist vor allem damit beschäftigt, nach dem Ölpreiscrash den Rubel vor dem Fall ins Bodenlose zu retten. Russlands Währung richtet sich am Ölpreis aus und verlor deshalb massiv an Wert gegenüber dem Dollar und Euro. Die Bank schüttete dann Milliarden Devisen auf den Markt, um den Rubel zu stützen.

Ärzte stürzen aus Fenstern

Zuletzt machten erschütternde Nachrichten die Runde: Innert zehn Tagen sind drei Ärzte aus Fenstern gestürzt. Die Fälle geben Rätsel auf. Von einigen Seiten wird aber vermutet, die Todesfälle könnten damit zusammenhängen, dass sich die Ärzte zu kritisch über die Corona-Bekämpfung in Russland äusserten.

Bau von Not-Spitälern

In Moskau wird aktuell an provisorischen Spitälern gebaut. Eine Not-Klinik mit 4000 Betten werde auf dem riesigen Ausstellungsgelände WDNCh entstehen, sagte Moskaus Vize-Bürgermeister Petr Birjukow am Montag der Staatsagentur Tass zufolge.

In this photo provided by Moscow's Major Press Service, Moscow Mayor Sergei Sobyanin, center right, speaks to medical staff as he visits the new infectious diseases hospital on the outskirts of Moscow, Russia, Friday, April 17, 2020. The new hospital will receive the first patients on Monday, April 20. All construction work has been completed in a month. Russian President Vladimir Putin is prodding top officials to move faster to prepare for a surge in coronavirus cases. (Denis Grishkin, Moscow Mayor Press Service via AP)

Moskaus Bürgermeister Sergei Sobyanin besucht ein Spital in seiner Stadt. Bild: AP

«Wir werden die Arbeiten in ungefähr 20 Tagen abschliessen.» Rund 2000 Arbeiter seien rund um die Uhr im Einsatz. Birjukow zufolge bereitet die Millionenstadt derzeit an 44 Stellen neue provisorische Kliniken mit insgesamt 10'000 Betten vor.

Wie gut ist Russland ausgerüstet?

Das Gesundheitswesen läuft seit Wochen am Anschlag. Dabei schickte Russland noch Mitte März Ärzte, Beatmungsmaschinen und Desinfektionsmaterial nach Italien. Es war ein gelungener Coup.

Doch schon damals – und jetzt noch viel mehr – fragt man sich: Wie gut ist Russland selbst gerüstet? Die Antwort dürfte Putin kaum erfreuen.

In this photo taken on Saturday, May 2, 2020, doctors attend to a patient inside the intensive care unit for people infected with the new coronavirus, at a hospital in Moscow, Russia.  A Russian epidemiologist says the sharp increase in coronavirus infection cases recorded over the past week reflects increased testing.  Russia on Sunday reported more then ten thousand new cases, nearly double the new cases reported a week ago and the first time the daily tally went into five digits.(AP Photo/Sophia Sandurskaya)

Im Gesundheitsbereich fehlt es in Russland aktuell an allen Ecken und Enden. Bild: AP

Zuletzt häuften sich Berichte über Ärzte und medizinisches Personal, die kaum Schutzausrüstung haben – und bisweilen an Covid-19 sterben.

Das alles passt nicht in das von den Staatsmedien gezeichnete Bild, dass Russland alles im Griff habe. In einer Videobotschaft zum Osterfest zeigte sich Putin vor einem Kamin bei Kuchen und Tee – mit dem Standardsatz: «Alles wird gut.» Doch viele Russen fragen sich, in welcher Welt ihr Präsident lebe.

(mit Material der sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Waswosch 07.05.2020 09:52
    Highlight Highlight Putin ist ein Diktator. Ja, was könnte da schief laufen?
  • Im Diskurs Versunken 06.05.2020 20:46
    Highlight Highlight Bliebe noch zu erwähnen, dass Russland mehr als doppelt so viele Einwohner hat wie Italien. Und dir meisten leben tatsächkich in Ballungsräumen.
  • Huckleberry 06.05.2020 01:22
    Highlight Highlight Zu allem Übel fängt jetzt auch noch die Waldbrand Saison an. Es zeichnet sich jetzt schon ab, dass es noch schlimmer wird als letztes Jahr!

    https://www.sciencealert.com/so-i-don-t-want-to-alarm-anyone-but-a-huge-amount-of-siberia-is-on-fire
  • Driver7 05.05.2020 22:52
    Highlight Highlight Irgendwie witzig, aber auch traurig finde ich die reinen Show-Massnahmen wenn mit Fahrzeugen Desinfektionsmittel verspritzt wird.. (aber ist vermutlich eh nur Wasser, was sogar weniger schlimm wäre). Andererseits.. Vodka haben sie ja genug..
  • x4253 05.05.2020 21:46
    Highlight Highlight Bei innerpolitischen Krisen hat Putin bisher selten eine gute Figur gemacht.
    Scheint sich also nichts geändert zu haben.
    • Juliet Bravo 05.05.2020 23:12
      Highlight Highlight Andere Gebiete an Russland „anschliessen“ ist auch schwierig zurzeit. Das hat ihm ja auch schon mal innenpolitisch geholfen. Die Zeiten sind vorbei Vladimir Vladimirowitsch.
  • Ichweissmeinennamennichtmehr 05.05.2020 21:26
    Highlight Highlight Tja, seine bewährte Methoden unliebsame Feinde und Kritiker loszuwerden funktioniert hat jetzt nicht mehr. Gut so!
    Es wird Zeit das die Russen hinter fragen.
  • Linus Luchs 05.05.2020 21:10
    Highlight Highlight "Perzew analysiert, dass Putin nicht mehr auf Berater höre und Fehler mache."

    Auch bekannt als das Hybris-Syndrom. Leute, die lange an der Macht sind, können sich irgendwann nicht mehr vorstellen, dass ihr Urteil falsch sein könnte. Sie halten sich für unfehlbar und werden beratungsresistent. Das gibt es nicht nur im Kreml und im Weissen Haus, sondern auch in der Wirtschaft. Diese Leute verursachen gigantische Schäden, materiell und menschlich.
  • rolf.iller 05.05.2020 19:18
    Highlight Highlight Das mit der angeordneten Lohnfortzahlung ist so eine Sache. Viele Russen arbeiten schwarz ohne Arbeitsvertrag. Bei jene, die einen Arbeitsvertrag, gibt es oft ein grosse Lücke zwischen dem Minimallohn, der auf dem Vertrag steht und ihrem eigentlichen Gehalt. So mogelt sich einjeder durchs leben. Lohnfortzahlungen kann man natürlich nur dafür einfordern, worüber man einen Vertrag hat.
    • B-Arche 06.05.2020 17:36
      Highlight Highlight Dann hat das tatsächlich eine positive Wirkung. Mehr Arbeitnehmer werden auf korrekte Verträge bestehen.
      Aber mir ist schon klar warum das so läuft. Auch wenn es - leider typisch für viele Menschen - heuchlerisch ist: Man will die Lohnsteuer sparen. Man applaudiert Putin und ist ihm hörig aber Steuern sparen dann lieber nicht.
      Sieht man auch in Deutschland bei manchen russischen Einwanderern: Andere Ausländer beschimpfen sie würden sich nicht integrieren, selber aber nur Putin TV schauen, AfD wählen, schwarz arbeiten und Homosexuelle verachten.
  • Mcapple 05.05.2020 19:00
    Highlight Highlight Ist der Titel nicht ein bisschen reisserisch?
    Grafik 3 zeigt, dass der Anstieg der Erkrankungen moderater verläuft als in IT und CH. Der Punkt 4 mit der Anzahl Tests zeigt, dass Grafik 3 tatsächlich mit IT und CH vergleichbar ist.
    Und die restlichen Meldungen sind praktisch identisch denen aus anderen Ländern. Natürlich mit Ausnahme der Fensterstürze.
  • suppenhuhn 05.05.2020 18:53
    Highlight Highlight Wir hatten sowas von Glück, dass es bisher vergleichsweise mild ablief.
    Und schon zeigen wir wieder mit dem erhobenen Zeugefinger auf andere.
    • Firefly 05.05.2020 21:52
      Highlight Highlight Ja, Glück, dass wir eine gute Regierung haben die angemessen und schnell reagiert hat. Aber nein, das ist ja kein Glück, das ist gewählt.
  • Wolk 05.05.2020 18:17
    Highlight Highlight Irina Beller ist jetzt sicher auch froh, hiergeblieben zu sein.
    • Blue Sun 06.05.2020 12:56
      Highlight Highlight Sicher, nur wir auch?
  • TWilli 05.05.2020 18:06
    Highlight Highlight Ich glaube einfach wenn von man zu lange an der Macht ist wird man immer realitätsfremder. Geld, Entscheidungsbefugnisse, Müdigkeit haben da einen riesen Einfluss. Je nach Person/System sind die Auswikungen dann halt stärker und für mehr Personen negativ
    • Walter Sahli 05.05.2020 18:36
      Highlight Highlight Macht korrumpiert! Immer! Deswegen sollte man Menschen, die an die Macht streben, mit einer gesunden Portion Misstrauen begegnen.
    • Blue Sun 06.05.2020 12:56
      Highlight Highlight Vorallem wenn man anfängtmit dem was Donald von anfang an gemacht hat. Jeder der Wiederspricht zu Entlassen oder zu Entsorgen. da hat es nur noch Ja Sager und dass führt zwangsläufig zu sehr schlechten Entscheidungen. Auch die mangelde Fähigkeit fehler eingestehen zu können hilft nicht weiter! Und die Agressionen im Ausland kosten immer mehr und bringen nichts!
  • Spörli 05.05.2020 17:54
    Highlight Highlight Meine Familie lebt in Moskau und sind Kleinunternehmer. Leider gibt es keine Hilfe vom Staat, hier im Artikel steht, dass es arbeitsfreie Wochen sind mit Lohnfortzahlung. Aber wovon sollen KMUs die Löhne zahlen, wenn sie nichts verdienen, weil alles geschlossen ist?? So kommt es 1. zu vielen Entlassungen und 2. nehmen die Personen Kredite auf, die zwar 0% sind, aber irgendwann dennoch zurückbezahlt werden müssen. Wirklich traurig, das der Staat da nicht wie in anderen Ländern den KMUs hilft...
    • baBIELon 05.05.2020 20:23
      Highlight Highlight Auch in anderen Staaten ist die Hilfe für KMU's mehrheitlich: Kredite zu 0% Zins....
    • murrayB 05.05.2020 22:31
      Highlight Highlight Nicht alle Länder können mit Geld um sich werfen wie die Schweiz...
    • B-Arche 06.05.2020 17:44
      Highlight Highlight Kredite helfen aber nicht in jeder Branche. Eine Autoreparatur beispielsweise wird dann eben dann durchgeführt wenn wieder gelockert wird. Dito die Couch wird dann eben später gekauft.

      Ein Restaurant kann aber nichts nachholen. Ebenso wie Hotelzimmer die auch nicht später nachgeholt werden.

      Diesen Branchen bricht jeder Kredit das Genick da dieser oft nicht zurückgezahlt werden kann.
      In Deutschland entscheiden sogar die Banken ob sie den KfW-Kredit des Bundes überhaupt auszahlen.
  • c_meier 05.05.2020 17:20
    Highlight Highlight genau wegen den Grafiken unter Punkt 1 und 2 finde ich die Grafik "Täglich neu gemeldete Corona-Fälle" viel aussagekräftiger als die Grafik "Total Fälle" wo alles addiert wird.

    Könntet ihr das mal austauschen auf der Seite "Zahlen aus der Schweiz"?
    • Juliet Bravo 05.05.2020 23:46
      Highlight Highlight Kennst du wahrscheinlich, aber für die Interessierten gibts hier gute Daten und Grafiken:
      https://www.worldometers.info/coronavirus/#countries
    • Lea Senn 06.05.2020 09:35
      Highlight Highlight @c_meier Die Grafik der täglich Neuinfizierten ist inzwischen tatsächlich aussagekräftiger. Wir haben die Grafiken heute Morgen angepasst. Danke für deinen Input!
  • Cpt. Jeppesen 05.05.2020 17:14
    Highlight Highlight Letzter Absatz, Zitat: "Doch viele Russen fragen sich, in welcher Welt ihr Präsident lebe." Mir dünkt Putin lebt in der gleichen Welt wie sein Freund Trump und noch viele andere Superreiche. Eine feudale, komplett abgeschirmte Welt, wo man meint mit Geld alles und jeden kaufen zu können. Und dort ist die Welt in Ordnung ;-)
    Putin könnte mit seinem Privatvermögen halb Russland ein ganzes Jahr ernähren und es wäre immer noch genug übrig. Aber er bezahlt lieber seine willigen Helfer um noch reicher zu werden und um sein Volk noch mehr zu unterdrücken.
    Russland, wach auf! Du wirst betrogen!
    • ChiliForever 05.05.2020 19:31
      Highlight Highlight Ich glaube ja, daß Putin sehr deutlich im Hier und Jetzt des Restes von uns lebt. Nur, welche Optionen hat er außer das Scheitern der russischen Halbdiktatur zuzugeben? Also sitzt er e§ einfach aus, das Konten russische Herrscher vor allem zu Sowjetzeiten schon sehr gut.
    • Hierundjetzt 05.05.2020 21:18
      Highlight Highlight *ganz Russland 5 Jahre.

      Bezos ist im Vergleich Sozialhilfeempfänger dazu. € 380 - 450 Mrd habe er, stand vor einiger Zeit in einer Holländischen Tageszeitung (Seine Tochter wohnt ja dort).

      Fidel Castro: 40 Mrd
      Maduro: 80 - 100 Mrd
    • Firefly 05.05.2020 21:50
      Highlight Highlight Ja, Trump und Putin und ihresgleichen führen Länder wie Firmen, Hauptsache iht eigener Bonus stimmt am Schluss.

    Weitere Antworten anzeigen
  • So oder so 05.05.2020 17:11
    Highlight Highlight Die Russen Spritzen das Desinfektionsmittel mit Schweizer Maschinen - Holder Kommunalfahrzeuge ! keine schlechte Wahl.
    • northvan 06.05.2020 07:58
      Highlight Highlight Seit wann ist Holder eine Schweizer Marke? Holder ist ein Deutscher Hersteller welcher mittlerweilen zu Kärcher gehört.
    • huiuiui 06.05.2020 09:27
      Highlight Highlight Ja die Maschinen sind wohl keine schlechte Wahl. Desinfektionsmittel spritzen wohl eher nicht.
    • So oder so 06.05.2020 11:16
      Highlight Highlight UPS: Stimmt, kaum einer hats gemerkt - Asche auf mein Haupt.
  • Chrigi-B 05.05.2020 17:03
    Highlight Highlight Herr Fehr lebt gefährlich. Passen sie auf, sonst fallen sie noch aus dem Fenster wie die russischen Ärzte....
  • Skeptischer Optimist 05.05.2020 16:55
    Highlight Highlight Könnten Sie bitte noch die Graphiken um die Zahlen aus UK und USA ergänzen, Herr Fehr?
  • re-spectre 05.05.2020 16:53
    Highlight Highlight ja das sieht nicht gerade gut aus, da muss an allen fronten nachgebessert werden, sonst kommt's in russland so schlimm wie in der schweiz. im moment gibts in russland einen covid19-toten auf 100'000 einwohner, in der schweiz 21. es bleibt noch zeit zum reagieren, aber viele fehler dürfen nicht mehr gemacht werden. ich wünsche allen russen, dass sie dieses problem in den griff bekommen, denn bekanntlich lieben die russen ihre kinder auch (sting 1985). und ich hoffe, dass dieses unsägliche bashing gegen russland und china aufhört. ich möchte nicht wieder 2 verfeindete blöcke sondern kooperation.
    • Chrigi-B 05.05.2020 17:43
      Highlight Highlight Lebst du hinter dem Mond? Mit Russland und China will ich nicht "befreundet" sein.

      Beide sperren jeden mit anderer Meinung weg und in Russland gibts die fliegenden Ärzte, gleich nach den Journalisten die um die Ecke gebracht werden.

      Kooperation am Arsch.
    • re-spectre 05.05.2020 20:30
      Highlight Highlight liebe chrigi-B, magst ein wohl bedingt recht haben mit der meinungsfreiheit. russland ist erst seit 30 jahren eine demokratie, und verglichen mit früher werden viel weiger menschen weggesperrt oder aus dem fenster geworfen. (ob buzzfeed da vielleicht etwas propaganda schürt? ich kenne die wahre sachlage nicht). fortschritte passieren nicht von heute auf morgen. in meinen augen schafft kooperation einfach bessere chancen auf frieden. konfrotation eher zu krieg. deine enkelkinder sollen ein schöne erde vorfinden, aber lieber nicht zu strahlend. peace :))
    • PaLve! 05.05.2020 21:04
      Highlight Highlight Chrigi-B

      Du lebst wennschon hinter dem Mond.
      Ohne eine Kooperation mit Russland wird in Russland nie langfristiger Frieden möglich sein.
      Die unaufhörliche Agression des Westen gegen ganz Russland (nicht gegen Putin) wird Putin garantiert nicht schwächen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • MartinZH 05.05.2020 16:53
    Highlight Highlight Es ist wirklich unfassbar, was gegenwärtig in Russland läuft. Ich wünsche allen nur das Beste und ich hoffe, dass es keine US-amerikanische Verhältnisse geben wird.

    Und: Man kann von Putin halten, was man will. Die russische Gesellschaft und das russische System mit China gleichzusetzen, ist nicht sehr zielführend: Es gibt zahlreiche Unterschiede und es herrschen völlig andere Verhältnisse.

    Seit Tschernobyl sind die Russen, Ukrainer, etc. viel kritischer gegenüber dem Staat und dem System. In China ist das bis dato leider überhaupt nicht so. Im Gegenteil, die Chinesen sind keine Revoluzzer.
    • Varanasi 05.05.2020 17:40
      Highlight Highlight Da bin ich mir nicht sicher.
      Ich habe eher das Gefühl, dass es in Russland wie China systemkritische Menschen gibt. Nur in China trauen sie sich noch weniger etwas zu sagen, als in Russland.
      Weil, in Russland stecken sie dich, wenn man "Glück" hat nur ins Gefängnis, in China ist man allerdings gleich weg.
    • MartinZH 05.05.2020 18:21
      Highlight Highlight @Varanasi: Klar, es gibt in diesen (ehem.) kommunistischen Ländern schon Parallelen. Das meiste ist heute allerdings völlig obsolet. Ähnliche "soziale Fakten" sieht man evtl. noch an den bestehenden Mafia-Strukturen, die schon seit Jahrzehnten bestehen (Kommunismus hin oder her, oder vielleicht erst recht darum).

      Ich bin völlig mit Dir einig, was das Thema "System-Kritik/-er" betrifft. Leider ist es in Russland sowie in China (und noch in weiteren ca. 100 Ländern) so, dass Menschenrechte nicht viel gelten und es keinen richtigen Rechtsstaat gibt.

      Ich bin sicher, vieles wird sich noch ändern.
    • BöserOnkel 05.05.2020 19:24
      Highlight Highlight Kritisch gegenüber dem Staat waren die Russen schon immer. Nur sind sie seit ewigen Zeiten desillusioniert und erwarten null und nichts vom Staat. Zumindest nichts positives. Die meisten Russen sind schon zufrieden, wenn der Staat sie einfach in Ruhe lässt. Putin hat dies sofort verstanden und seine Politik war von Anbeginn macht was ihr wollt, solange ihr für mich seid. Aber wehe ihr seid gegen mich. Nur gerade in Krisensituationen wird offensichtlich, dass der Staat nichts für die Bevölkerung tut, was für Putin durchaus zur Bedrohung werden könnte. Nur wird es nach Putin besser...?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Triumvir 05.05.2020 16:50
    Highlight Highlight Das einzig positive an dieser Virus-Krise. Sie zeigt schonungslos das komplette Versagen aller Rechten und Diktatoren dieser Welt auf und das ist gut so!
    • Och 05.05.2020 17:54
      Highlight Highlight Leider werden das hauptsächlich diejenigen Wähler bemerken, die sich sowieso für bessere Alternativen entschieden hätten... Wer einmal die ganze Palette an linken und rechten Informations- und Desinformationskanälen durchsieht, wird schnell bemerken, wie wenig ausserhalb demokratischer Hochburgen und intellektueller Kreise an Trump hängen bleibt. Dies gilt wohl erst Recht für die 'gelenkte' Demokratie Putins... und in einer Demokratie dürfen auch die Dummen wählen - wobei die Meinungen auseinandergehen, wer dieser Gruppe angehören soll...
    • sheimers 05.05.2020 17:54
      Highlight Highlight Fast, nicht ganz. Ungarn ist in Sachen Corona zur Zeit recht unauffällig. Das ist vielleicht die Ausnahme, die die Regel bestätigt.
    • Illuminati 05.05.2020 18:28
      Highlight Highlight Stimmt, allerdings als Ausnahme ist Sebastian Kurz zu nennen.
      Der ist auch ziemlich rechts und macht bis jetzt aber wohl einen sehr guten Job in der Krise.
      Sonst stimme ich Ihnen aber zu.
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