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Bald sind Restaurantbesuche wieder erlaubt – aber nur unter strengen Auflagen.
Bald sind Restaurantbesuche wieder erlaubt – aber nur unter strengen Auflagen.Bild: KEYSTONE/Ti-Press

Abstand halten, aber keine Maskenpflicht: Das ist das Schutzkonzept für Restaurants

05.05.2020, 09:3805.05.2020, 16:22

Ab nächstem Montag, dem 11. Mai, sind Gastro-Betriebe wieder geöffnet. Allerdings muss das Schutzkonzept des Bundes durchgesetzt werden. Das bedeutet: Höchstens vier Personen an einem Tisch (Ausnahme sind Familien mit Kindern) und ein Abstand von zwei Metern zwischen den Tischen.

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Wie nun heute Dienstag bekannt wurde, ist das aber noch nicht alles. Gemäss Schutzkonzept des Verbands Gastrosuisse müssen Wirte die persönlichen Daten ihrer Gäste sammeln, sprich: Name, Vorname und Telefonnummer sind obligatorisch. Damit soll ein unkontrolliertes Verbreiten des Virus unterbunden werden.

Die Eckpunkte des Schutzkonzepts:

  • An einem Tisch darf maximal eine Gästegruppe von 4 Personen sitzen. Davon ausgenommen sind Eltern mit Kindern sowie die nicht öffentliche Betriebs- und Schulgastronomie.
  • Die Gäste sollen sich bei Betreten des Betriebs die Hände mit Wasser und Seife waschen oder mit einem Händedesinfektionsmittel desinfizieren können.
  • Von jedem Gast werden die Kontaktdaten (Vorname, Nachname, Telefonnummer, Datum, Zeit) und die Tischnummer erfasst, sofern vor Ort konsumiert wird. Die nicht öffentliche Schul-und Betriebsgastronomie muss keine Personendaten erfassen. Das Unternehmen bewahrt die Daten 14 Tage auf und vernichtet sie danach vollständig.
  • Alle Gäste nutzen Sitzplätze, Stehplätze sind nicht zugelassen.
  • Die Betriebe stellen sicher, dass sich die verschiedenen Gästegruppen nicht vermischen.
  • Zwischen den Gästegruppen muss nach vorne und seitlich «Schulter-zu-Schulter» ein Abstand von 2 Metern und nach hinten «Rücken-zu-Rücken» einen 2-Meter-Abstand von Tischkante zu Tischkante eingehalten werden. Befindet sich eine Trennwand zwischen den Gästegruppen, entfällt der Mindestabstand.
  • Im Service wird ein Mindestabstand von 2 Metern dringend empfohlen. Der Betrieb sollte organisatorische Massnahmen prüfen, damit dieser Abstand eingehalten werden kann. Kann dieser Mindestabstand nicht gewährleistet werden, schützt der Betrieb das Personal, indem es während der Arbeit durch Verkürzung der Kontaktdauer und/oder Durchführung angemessener Schutzmassnahmen möglichst minimal exponiert wird.
  • Sollte der Abstand von 2 Metern im Service auch nur während kurzer Dauer unterschritten werden, wird das Tragen einer Hygienemaske (z. B. chirurgische Masken, OP Masken) oder eines Gesichtsvisiers dringend empfohlen, aber es besteht keine Tragepflicht.

Gastrosuisse-Präsident Casimir Platzer bestätigt dies gegenüber dem «Blick». Man habe zusammen mit dem BAG, dem Seco und dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit an dem Konzept gearbeitet. Es gilt für alle Gastro-Betriebe verbindlich – unabhängig, ob sie dem Verband angehören oder nicht.

Platzer sieht dabei keine Probleme, er meint: «Die Leute, die sich auf einen Restaurantbesuch freuen, sind bereit, die Daten abzugeben.»

Wie er weiter erzählt, habe man lange um das Schutzkonzept gerungen, bis es endlich stand. So wird es nun auch relativ spät bekanntgegeben. Die Verzögerung begründet Platzer mit «verschiedenen Missverständnissen», die er aber gegenüber dem «Blick» nicht weiter ausführte.

Bist du bereit, für ein Bier deine persönlichen Daten abzugeben?

«Die allergrösste Mehrheit freut sich, wieder Gäste zu begrüssen», sagte Platzer weiter. Dennoch: Längst nicht alle Wirte wollen bereits öffnen. Einige haben beispielsweise Mühe, das Schutzkonzept umzusetzen. Wir berichteten bereits:

(jaw)

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260 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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insomnium
05.05.2020 09:58registriert November 2016
Na dann trink ich mein Bier halt weiterhin auf dem Balkon...
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Tanuki
05.05.2020 09:58registriert März 2014
Ja ich bin bereit meine Daten zu geben aber nur, wenn gesetzlich und einklagbar sichergestellt wird, dass diese Daten auch wirklich nur für den Zweck der Nachverfolgung von Corona Fällen benutzt wird und nichts anderes (nicht mal Zechprellerei). Jeder Wirt, der meine Daten für Werbung oder anderes benutzen sollte, müsste verpflichtet werden, mir Fr. 10 000 bezahlen.
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d10
05.05.2020 10:00registriert März 2018
Das ist unnötig, stossend und gibt denjenigen Verschwörungstheoretikern Auftrieb, die behaupten, dass Corona nur ein Vorwand für mehr Big Brother sei.

Wer hat danach Zugriff auf all diese Daten, Gastrosuisse?! BAG? Wer sonst?
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