International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Teure Delikatesse und vom Aussterben bedroht: Deutsche Polizei findet 210'000 Glas-Aale



Die deutschen Behörden haben in einem ehemaligen China-Restaurant in Hessen einen Stützpunkt eines internationalen Glasaal-Schmugglerrings entdeckt. In dem Gebäude in Liederbach am Taunus stiessen sie auf vier Becken mit 210'000 Tieren, wie Zoll und Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main am Dienstag mitteilten.

Glasaal. Teure Delikatesse und vom Aussterben bedroht. (Bild: wikimedia)

Laut Experten können Aale aufgrund ihres komplizierten Lebenszyklus nicht in Aquakulturen gezüchtet werden. Bild: Wikimedia

Zudem nahmen sie dabei drei Verdächtige fest. Glasaale sind junge, fast durchsichtige europäische Aale. Die Tiere sind vom Aussterben bedroht, der Handel ist nur mit behördlicher Genehmigung erlaubt, ein Export in Drittstaaten ausserhalb der EU verboten.

Bis zu 5000 Euro pro Kilo

In Asien gelten sie als Delikatesse und teilweise als Aphrodisiakum. Sie werden dort Angaben von Zoll und Tierschützern zufolge für Preise von 3000 bis 5000 Euro pro Kilogramm verkauft.

Glasaal. Teure Delikatesse und vom Aussterben bedroht. (Bild: wikimedia)

In Asien gelten sie als Delikatesse und teilweise als Aphrodisiakum (im Bild: ein Glasaal-Ersatzprodukt aus Surimi). Bild: Wikimedia

Auf die Spur der Schmugglerbande waren die Ermittler nach eigenen Angaben durch Beschlagnahmen von Glasaalen bei Reisenden an den Flughäfen Frankfurt am Main und Stuttgart im Dezember und Januar gekommen. Nachforschungen führten dann zu dem früheren Restaurant. Ein dort beobachtetes Mietauto belegte eine Verbindung zu einer Gruppierung, gegen die bereits wegen Aalschmuggels ermittelt wird.

Tiere im Rhein ausgesetzt

Am Samstag vollstreckten Fahnder daraufhin in dem Gebäude einen Durchsuchungsbeschluss und nahmen drei Verdächtige im Alter von 27 bis 38 Jahren fest. Bei ihnen handelt es sich um zwei Malaysier und einen Chinesen. Zudem beschlagnahmten sie auch 50'000 Euro Bargeld.

In dem seit 2015 nicht mehr genutzten Lokal in der Gemeinde bei Frankfurt am Main stiessen sie ferner auf vier grosse Wasserbecken samt Filter- und Pumpenanlagen sowie Verpackungsmaterial für den Versand. In einer Styroporkiste fanden sie tausende verendete Glasaale. Die lebenden Tiere setzten die Beamten in Absprache mit dem Bundesamt für Naturschutz nach der Razzia im Rhein aus.

Keine Zucht möglich

Im Jugendstadium leben Aale im Meer oder in den Mündungen grosser Flüsse, erst die erwachsenen Tiere bevölkern als Süsswasserfische Binnengewässer. Ermittler gehen davon aus, dass die geschmuggelten Tiere ursprünglich aus Flussmündungen in Frankreich, Spanien oder Portugal stammen und dann über Deutschland weiterverschickt werden.

Laut Experten können Aale aufgrund ihres komplizierten Lebenszyklus nicht in Aquakulturen gezüchtet werden. Die Jungtiere werden daher in Fischfarmen vor allem in China weiter gemästet. Nach Angaben der SEG ist es auf diese Weise möglich, aus einem Kilogramm mit etwa 3000 Tieren am Ende einen Marktwert von bis zu 30'000 Euro zu erzeugen. (whr/sda/afp)

Das sind einige der am meisten gefährdeten Tierarten

Dieser Frosch braucht 15'000 Dollar, um ein Date zu finden

abspielen

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Beto gegen Donald: Showdown an der «Grenzmauer» in Texas

Link zum Artikel

«Eine Hure zu sein, war oft top», sagt Virginie Despentes aus Erfahrung

Link zum Artikel

Mirco Müller – ein vergessener Titan auf dem Weg zum Millionär

Link zum Artikel

Hacker verkauft 617 Millionen Nutzerdaten im Darknet – diese 16 Seiten sind betroffen

Link zum Artikel

Ohne Solarium und Haarpracht – wie Donald Trump wirklich aussieht 😱

Link zum Artikel

Zersiedelungs-Initiative abgeschmettert: So lief der Abstimmungssonntag

Link zum Artikel

«Ich war überrascht, dass es reicht» – Corinne Suter holt in der WM-Abfahrt Silber

Link zum Artikel

Kantonale Vorlagen: Basel versenkt Spitalfusion, Berner Energiegesetz scheitert hauchdünn

Link zum Artikel

Frauen schreiben ihren Freunden: «Ich will ein Baby» – die Antworten sind 😱😱😱

Link zum Artikel

WLAN auf dem Mars? Bibis Beauty Palace liefert TV-Blamage für die Ewigkeit

Link zum Artikel

Diese 7 Fälle zeigen, was bei der Rüstungsbeschaffung in der Schweiz alles schief läuft

Link zum Artikel

Hey Emma, Suff-SMS-Sandro hat auch ein paar Sex-Fragen an euch Frauen!

Link zum Artikel

Stimmen diese 9 Koch-Mythen wirklich?

Link zum Artikel

Dieser NBA-Star erfuhr gerade mitten im Spiel, dass er getradet wurde

Link zum Artikel

Wenn du in der (Fake-)Sexfalle sitzt – so kommst du wieder raus

Link zum Artikel

So klicken, blocken und spulen wir die Werbung weg – die Fakten in 15 Punkten

Link zum Artikel

Auf einer Party aufs Klo, das gar keins war...Diese Jodel-Geschichte hat kein Happy-End 😱

Link zum Artikel

Leute, PICDUMP! 🙏

Link zum Artikel

Google reserviert jetzt für dich in Schweizer Restaurants (aber nicht per Telefon)

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

9
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Coffeetime 05.02.2019 14:16
    Highlight Highlight Warum wundert mich das nicht mehr? Aphrodisiakum, Geld, China. Das werden wir in den nächsten Jahren immer mehr zu lesen bekommen, weil es im Reich der Mitte immer mehr Geld gibt, dafür aber das Wissen hinter her hinkt. Leider.
    • niklausb 05.02.2019 17:20
      Highlight Highlight Oder immer mehr Geld und immer mehr impotenz.
    • Echo der Zeit 05.02.2019 18:05
      Highlight Highlight Hab gehört das die Chinesen die Edlen Weine Aufkaufen, in Frankreich gleich denn ganzen Jahrgang - Egal was es Kostet.
  • niklausb 05.02.2019 13:48
    Highlight Highlight Was gilt in Asien eigentlich nicht als Aphrodisiakum?
    • DocShi 05.02.2019 16:36
      Highlight Highlight Reis und Glasnudeln. Das war es glaube ich. 😁
  • azoui 05.02.2019 13:12
    Highlight Highlight Vor mehr als 45 Jahren, an der Mündung der kleinen Rhone, ich bin mit einem Kanu dort rumgepaddelt, zogen aber tausende solcher Glasaale den Fluss hoch. Man hat die von blosem Auge gesehen. Ich fragte mich, wo zur Hölle gehen die alle hin.
    • Crissie 05.02.2019 13:34
      Highlight Highlight Steht im Artikel und Google weiss das notfalls auch...
    • azoui 05.02.2019 17:51
      Highlight Highlight Tja Crissie, ich lebte bereits zu einer Zeit, da es noch kein Google gab, auch der Artikel wurde erst ~45 Jahre nach meinem obigem Erlebnis geschrieben.
      Dennoch Danke für den gute gemeinten Tipp.
    • Crissie 05.02.2019 19:47
      Highlight Highlight Sorry azoui, ich gehöre auch zu dieser Generation und habe wohl tatsächlich vergessen, dass uns damals die heutigen Errungenschaften noch nicht zur Verfügung standen....
      Heute greife ich oft und gerne auf Google zurück, weil man dort so fast alles findet, was man sucht.

Frau von Journalist Can Dündar fordert Gerechtigkeit – sie sitzt in der Türkei fest

Die Ehefrau des im deutschen Exil lebenden Journalisten Can Dündar wirft der türkischen Regierung Menschenrechtsverletzungen vor. Vor mehr als zwei Jahren wurde ihr Reisepass annulliert.

Dass ihr die Ausreise verweigert werde, sei eine «vollkommen rechtswidrige, willkürliche und politische Entscheidung», sagte Dilek Dündar am Montag in einem via Twitter verbreiteten Video. Es verstosse zudem gegen Grundrechte wie die Reisefreiheit. Sie werde im wahrsten Sinne des Wortes gegen ihren Mann als …

Artikel lesen
Link zum Artikel