International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa07218037 US President Donald J. Trump answers questions from the press while departing the White House in Washington, DC, USA, 08 December 2018. Trump said White House chief of staff John Kelly will resign by the end of the year, before departing for the 119th Army-Navy Football Game in Philadelphia, PA.  EPA/Olivier Douliery / POOL

Donald Trump sucht sein Personal mehr und mehr mit Blick auf die Wahlkampftauglichkeit 2020 aus. Bild: EPA/ISP POOL

Trump in der Defensive: Kelly geht, Russland-Affäre kommt neu auf



Im Umfeld von US-Präsident Donald Trump rumort es: Seinem Stabschef John Kelly gab Trump am Samstag nach monatelangen Spekulationen endgültig den Laufpass. Tags zuvor haben Ermittlungsdokumente in der Russland-Affäre um seine ehemaligen Weggefährten Michael Cohen und Paul Manafort den Präsidenten weiter in die Defensive gebracht.

Auch die Äusserungen des von ihm entlassenen früheren FBI-Chefs James Comey bei einer vertraulichen Anhörung im Kongress gefallen Trump nicht.

John Kelly werde zum Jahreswechsel gehen, sagte Trump am Samstag in Washington. Ein Nachfolger soll spätestens am Montag bekanntgegeben werden. Kelly ist in der weniger als zwei Jahre dauernden Amtszeit von Donald Trump bereits der zweite Stabschef, der seinen Hut nehmen muss. «Ich weiss nicht, ob ich es Rücktritt nennen kann», sagte Trump. «Aber er ist ein grossartiger Kerl.»

Der General und kurzzeitige Innenminister war auf den glücklosen Reince Priebus mit dem Ziel gefolgt, Ordnung in die Abläufe des Weissen Hauses zu bringen. Die Funktion des Stabschefs besetzen Präsidenten normalerweise mit engen Vertrauten, sozusagen als ihre rechte Hand. Zuletzt hatte sich der 68-Jährige jedoch mehr und mehr mit Trump überworfen. Auch mit dessen Tochter Ivanka und deren Ehemann Jared Kushner – beide in mächtigen Beraterfunktionen im Weissen Haus – soll es zu Differenzen gekommen sein.

Personal für Wahlkampf

Ferner haben sich die Vorzeichen geändert: Trump sucht sein Personal mehr und mehr mit Blick auf die Wahlkampftauglichkeit 2020 aus. Ausserdem geht es um das politische Jonglieren in der Russland-Affäre in neuer Konstellation: Das Repräsentantenhaus ist inzwischen von den Demokraten, Trumps politischem Gegner dominiert.

Nach Bekanntwerden der Gerichtsdokumente kamen aus dem Lager der Demokraten erste Forderungen nach einem Amtsenthebungsverfahren gegen Trump. Ein solches Verfahren könnten die Demokraten mit ihrer Mehrheit im Abgeordnetenhaus zwar einleiten, der republikanisch dominierte Senat würde aber darüber letztlich entscheiden.

Aus den Dokumenten geht hervor, dass die Staatsanwaltschaft in New York davon ausgeht, dass Trump an den Schweigegeldzahlungen an die frühere Porno-Schauspielerin Stormy Daniels direkt beteiligt war. Die Ermittler sehen die Zahlungen als illegale Wahlkampfhilfen. Würde ein Gericht dies bestätigen, hätte sich Trump einer Straftat schuldig gemacht.

«Cohen ist kein Held»

In den davon unabhängig geführten Russland-Ermittlungen gab Cohen zu, gegenüber Ermittlern gelogen und Kontakte nach Russland nicht eingeräumt zu haben. Sonderermittler Robert Mueller attestierte Trumps früherem Anwalt und «Mann für alle Fälle», mit dem Sonderermittler kooperiert zu haben und «wichtige Informationen» geliefert zu haben.

Der Präsident selbst sah die Veröffentlichung der Papiere günstig für sich selbst. «Das wäscht den Präsidenten vollkommen rein», schrieb er auf Twitter. Seine Sprecherin Sarah Sanders erklärte, die Dokumente im Fall Cohen würden nichts von Wert enthalten, das nicht schon bekannt sei. «Herr Cohen hat wiederholt gelogen», betonte sie. Die Anklage habe darauf verwiesen, dass Cohen «kein Held» sei.

Am Samstag legte Trump noch einmal nach: «Nach zwei Jahren und zwei Millionen Seiten Dokumente (und Kosten von über 30 Millionen Dollar) – keine Geheimabsprachen!», schrieb er in Grossbuchstaben auf Twitter.

Am Sonntag schlug Trump noch einmal verbal auf James Comey ein, den früheren FBI-Chef, den er spektakulär aus seinem Amt entlassen hatte. Comey hatte am Freitag im Kongress bei einer Anhörung Rede und Antwort gestanden. Comey müsse «einen Rekord für die häufigsten Lügen vor dem Kongress an einem Tag» aufgestellt haben, schrieb Trump auf Twitter, nachdem das Transkript der vertraulichen Anhörung bekannt geworden war.

(viw/sda/dpa)

Endlich kannst du ihn kaufen: Den Trumpy Bear

abspielen

Video: twitter.com/atrupar

Das könnte dich auch interessieren:

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

22
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
22Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Karl Marx 10.12.2018 08:42
    Highlight Highlight Naja, Comey hat vorallem nicht geantwortet.
  • Domino 09.12.2018 22:38
    Highlight Highlight Seit bald 2 Jahren geht dieses Kasperlitheater und richtig präsentiert wurde noch nichts.
    • Sauäschnörrli 09.12.2018 23:11
      Highlight Highlight Was wäre dann für dich ein angemessener Zeitraum um eine solche Ermittlung abzuschliessen?
    • Domino 09.12.2018 23:38
      Highlight Highlight Vielleicht sollte einfach Ermittelt werden und dann präsentiert. Momentan ist das nur ne Medienschlacht gegen Trump, die nicht wirklich was liefert und bringt.
    • roger.schmid 10.12.2018 09:16
      Highlight Highlight @Domino: Die Ermittlung liefert nichts!? Bist du wirklich so schlecht informiert?
      Benutzer Bild
  • Mischa Müller 09.12.2018 22:33
    Highlight Highlight Trumpybear: 19.95 Dollar... Das ist momentan zu wenig. Das reicht nicht für ein Impeachment.
  • malu 64 09.12.2018 22:30
    Highlight Highlight Das schönste Weihnachtsgeschenk wäre die Entmachtung Trumps!
    • roger.schmid 10.12.2018 00:13
      Highlight Highlight We wish you a Mueller Christmas
      We wish you a Mueller Christmas
      And an impeachment next year
  • Sauäschnörrli 09.12.2018 20:29
    Highlight Highlight
    Benutzer Bild
  • JonW 09.12.2018 19:25
    Highlight Highlight Das Weisse Haus scheint zum grössten Kindergarten der Welt mutiert zu sein .
  • Openyourmind 09.12.2018 18:01
    Highlight Highlight Gibt es wirklich noch so viel echt dumme Amis, ohne jegliche Ausbildung oder Vernunft, die Trump noch unterstützen? Schlimm so was! Traurig! Peinlich! Niveaulos! Unglaublich! Gefährlich!
    • banda69 09.12.2018 18:24
      Highlight Highlight Es gibt nicht nur Amis, die Trump anbeten.
      Benutzer Bild
    • banda69 11.12.2018 07:25
      Highlight Highlight @wright

      Und was wären denn die Gründe Trump zu wählen? Und was macht Trump denn besser?
  • tolgito 09.12.2018 17:31
    Highlight Highlight Könnt ihr den Kerl endlich mal stoppen oder Einhalt gebieten. Ich mag die News nicht mehr sehen und hören...
    • Steimolo 09.12.2018 19:30
      Highlight Highlight lol ja watson oder die kommentierer hier sollen den kerl stoppen.
  • Magnum44 09.12.2018 17:31
    Highlight Highlight Wieso glaubt Trump, bereits aus dem Schneider zu sein?
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 09.12.2018 17:59
      Highlight Highlight Weil Trump nun mal ein Narzisst ist und sich selbst für das Zentrum des Universums hält.
    • petrolleis 09.12.2018 19:47
      Highlight Highlight ... und weil nichts auf Teflon kleben bleibt...
    Weitere Antworten anzeigen

Lauschangriff auf Donald Trumps Handy – ausgerechnet Israel soll ihn bespitzelt haben

Rund ums Weisse Haus in Washington D.C. wurden IMSI-Catcher gefunden ...

Das US-Magazin Politico hat am Donnerstag mit einem Exklusivbericht für Aufregung gesorgt. Die US-Regierung sei zum Schluss gekommen, dass höchstwahrscheinlich Israel hinter einem Lauschangriff auf Donald Trump stecke.

Es seien Mobiltelefon-Überwachungsgeräte gefunden worden, in der Nähe des Weissen Hauses und anderer sensibler Orte um Washington, D.C. Dies hätten drei Quellen, frühere hochrangige US-Beamte mit Insider-Informationen bestätigt. Der Lauschangriff sei in den letzten zwei …

Artikel lesen
Link zum Artikel