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USA feiern El-Chapo-Urteil, doch sein Anwalt sagt: «Der Kampf ist noch nicht vorbei»



Die US-Regierung hat den Schuldspruch für den mexikanischen Drogenboss Joaquín «El Chapo» Guzmán als grossen Erfolg gefeiert. Sie kündigte ein weiter hartes Vorgehen gegen Schmugglerkartelle an.

Das Urteil, nach dem Guzmán lebenslang ins Gefängnis muss, sei eine «unwiderlegbare Botschaft an die in Mexiko verbleibenden Hauptakteure, dass sie letztlich festgenommen und verurteilt werden», sagte der amtierende US-Justizminister Matthew Whitaker. Die USA und Mexiko würden weiter mit allen verfügbaren Mitteln gegen Drogenschmuggler und deren «gewalttätige Organisationen» kämpfen.

epa07365149 (FILE) - Mexican drug lord Joaquin 'El Chapo' Guzman, after being recaptured in 2014 and presented by the authorities in Mexico City, Mexico, 21 Janaury 2017. Media reports that Joaquin 'El Chapo' Guzman has been found guilty on all 10 counts at his drug trafficking trial at a federal court in New York, New Yory USA on 12 Februray 2019.  EPA/MARIO GUZMAN *** Local Caption *** 53259195

El Chapo nach seiner Verhaftung 2014. Bild: EPA/EFE

Die Jury hatte Guzmán am Dienstag nach Beratungen über sechs Tage in allen zehn Anklagepunkten für schuldig befunden. Der 61-Jährige kann keinen Antrag auf vorzeitige Entlassung stellen und dürfte damit bis zu seinem Tod im Gefängnis bleiben. Guzmán zeigte bei Verlesung des Urteils keine Regung, wechselte aber Blicke mit seiner Frau Emma Coronel, die im New Yorker Gericht mit im Publikum sass. Cogan muss das Strafmass noch offiziell verkünden.

Guzmáns Verteidiger kündigten umgehend an, die Möglichkeiten einer Berufung zu prüfen. «Der Kampf ist noch nicht vorbei», sagte Anwalt Jeffrey Lichtman. Die Aussichten dafür scheinen angesichts der teils erdrückenden Beweislast und der Verurteilung Guzmáns in allen Anklagepunkten sehr gering.

Verteidiger kritisiert Prozess als «Show»

Verteidiger Eduardo Balarezo kritisierte den Prozess als «Show», um amerikanisches Können und Macht zu demonstrieren. Staatsanwälte hatten über drei Monate mehr als 50 Zeugen aufgerufen und der Jury massenhaft Beweismaterial präsentiert. «Die US-Regierung weiss sehr wohl, dass sich mit El Chapos Verurteilung nichts geändert hat und nichts ändern wird», schrieb Balarezo auf Twitter.

Das Statement von Guzmáns Verteidiger:

Guzmán, der wegen seiner Körpergrösse von 1.64 Meter den Spitznamen «El Chapo» («der Kurze») trägt, war 25 Jahre lang Chef des mächtigen Sinaloa-Kartells. Experten zufolge ist dessen Einfluss aber auch ohne Guzmán ungebrochen, auch ein Nachfolger ist schon aufgerückt. Der Kampf gegen illegale Drogen kostet die USA laut einer Studie von 2010 jährlich fast 51 Milliarden Dollar.

Guzmán nahm den Schuldspruch seinen Anwälten zufolge «positiv» hin. «Wir waren ganz ehrlich gesagt verärgerter als er», sagte Anwalt Lichtman. «Er ist ein sehr optimistischer Typ, er hat uns wieder bessere Laune gemacht.»

Guzmán ist derzeit in einem Hochsicherheitsgefängnis in New Yorks Stadtteil Manhattan eingesperrt. Offen ist, ob er seine Strafe dort absitzen soll oder in eine andere Haftanstalt verlegt wird. In Mexiko gelang es Guzmán bereits zwei Mal, aus dem Gefängnis auszubrechen: 2001 entkam er in einem Wäschekorb und 2015 durch einen Tunnel, den Komplizen bis unter seine Zelle gegraben hatten. (sda/dpa)

Durch diesen Tunnel brach Drogenboss «El Chapo» aus dem Gefängnis aus

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • no-Name 13.02.2019 08:42
    Highlight Highlight Sein anwalt sagt der kampf ist noch nicht vorbei.... 🤨

    Ist das eine Drohung ein paar weiter zu exekutieren? Oder auszupacken wer alles mit in der scheisse steckt?

    Ich meine, hier wird eine Latine verklagt weil die amis einen (in zahlen 1) Versand von jugendlichen Schnäbispielen entdeckt haben aber U-Boote, Milliardenbeträge haufenweise Waffen und Tonnen an Drogen können locker ohne stichhaltige Beweise rumgeschoben werden.

    Ich will mirnicht ausmalen wer alles drinsteckt...
    • Fabio74 13.02.2019 19:02
      Highlight Highlight fertig heisst wohl eher es geht weiter auf dem Weg des Rechtsstaates durch die Instanzen
  • dä seppetoni 13.02.2019 08:34
    Highlight Highlight Die grössten Verbrecher können sich die besten Verteidiger leisten mit auf höchstwahrscheinlich illegale Weise erwirtschaftetem Geld. Ein Fehler im System

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