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May: «Wir verlassen die EU, aber nicht Europa»

20.01.2018, 06:10

Die britische Premierministerin Theresa May hat einen Ausstieg aus dem Brexit abgelehnt. Sie wies damit ein entsprechendes Angebot von EU-Spitzenpolitikern zurück.

«Es kommt kein zweites Referendum über den EU-Austritt», sagte sie in einem Interview der «Bild»-Zeitung vom Samstag. Das Parlament habe der britischen Öffentlichkeit die Wahl gegeben und diese habe ihre Entscheidung getroffen. «Ich finde es wichtig, dass Politiker dann auch liefern», sagte May und fügte auf Deutsch hinzu: «Wir verlassen die EU, aber nicht Europa.»

Ihr Land sei «auch künftig der europäischen Verteidigung und Sicherheit verpflichtet - ohne Wenn und Aber», sagte May. Diese Botschaft werde sie im Februar bei der Münchner Sicherheitskonferenz bekräftigen. Ihre Teilnahme an der Konferenz war bislang nicht bekannt.

Am Dienstag hatten EU-Ratspräsident Donald Tusk, EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Kommissions-Vizepräsident Frans Timmermans Grossbritannien angeboten, in der Union zu bleiben, das Herz der EU sei weit offen. Auch im Vereinigten Königreich war über ein zweites Referendum diskutiert worden. Grossbritannien will die Staatengemeinschaft am 29. März 2019 verlassen.

May sagte der «Bild»-Zeitung, Grossbritannien wolle weiter eine gute Partnerschaft mit der EU haben. Es sei keineswegs so, «dass das Vereinigte Königreich alle Brücken abbricht». Ihr sei sehr wichtig, dass «hier ansässige Deutsche und Briten, die aktuell in Deutschland leben, wissen, dass ihr Status gesichert ist und dass sie bleiben können».

Darüber hinaus sei es im Interesse beider Länder, zugunsten des Wohlstands und der Arbeitsplätze, wirtschaftlich eng verbunden zu bleiben - mit ehrgeizigen Zielen. «Wir wollen ein umfassendes Freihandelsabkommen sowie eine Sicherheitspartnerschaft verhandeln», sagte May. Sie glaube, dass Grossbritannien mit der EU ein Endergebnis erzielen könne, das gut für alle sei. «Es geht nicht ums Rosinen picken.» (sda/dpa)

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3 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Holiduli
20.01.2018 08:43registriert Oktober 2015
Endlich sagt das Mal jemand, das schienen nicht mehr viele Leute zu wissen, dass die EU nicht Europa ist 🙈
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3
Hunger, Krieg, Massaker – die bittere Geschichte Charkiws

Die Offensive kam überraschend – vor allem für die russischen Truppen, die innert weniger Tage dutzende von Kilometern zurückgeworfen wurden und ihre Stellungen zum Teil fluchtartig verlassen mussten. Mit ihrem meisterhaft geplanten und durchgeführten Vorstoss gelang es der ukrainischen Armee, die Invasoren bis zum 12. September aus der gesamten Oblast Charkiw westlich des Flusses Oskil zu werfen und damit die Bedrohung dieser Grossstadt durch russische Truppen vorerst aus dem Weg zu räumen.

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