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WM-Affäre 2006: FIFA eröffnet Verfahren gegen Beckenbauer wegen Bestechung

WM-Affäre 2006: FIFA eröffnet Verfahren gegen Beckenbauer wegen Bestechung

22.03.2016, 15:5222.03.2016, 16:01

Die FIFA-Ethikkommission hat ein Verfahren wegen der Vergabe der WM-Endrunde 2006 an Deutschland eröffnet. Die Untersuchungen richten sich unter anderem gegen den früheren DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach und den damaligen OK-Chef Franz Beckenbauer.

Ihm droht Ungemach von der FIFA: Franz Beckenbauer.
Ihm droht Ungemach von der FIFA: Franz Beckenbauer.
Bild: Bongarts

Neben Niersbach und Beckenbauer wird auch gegen den damaligen DFB-Chef Theo Zwanziger, die früheren Generalsekretäre Helmut Sandrock und Horst R. Schmidt sowie den ehemaligen Direktor Stefan Hans ermittelt. Alle sechs waren Mitglieder des Organisationskomitees für die WM. Sie werden jeweils verdächtigt, den FIFA-Ethikcode verletzt zu haben.

6.7 Millionen für eine Gala, die nie stattfand

Die FIFA-Ethikhüter erklärten, dass sie vor Einleitung des Verfahrens den Untersuchungsbericht der vom DFB beauftragten Kanzlei Freshfields geprüft hätten.

Im Zentrum der Affäre stehen zwei Zahlungen von 6.7 Millionen Euro. Mit Hilfe von Robert Louis-Dreyfus überwiesen Beckenbauer und sein Manager Robert Schwan diese Summe 2002 zunächst über ein Konto in der Schweiz an eine Firma des damaligen FIFA-Funktionärs Mohamed bin Hammam in Katar. 2005 zahlte das WM-OK die 6.7 Millionen an den früheren Adidas-Chef Louis-Dreyfus zurück - allerdings bewusst falsch deklariert als Beitrag zu einer WM-Gala, die am Ende nie stattfand. (whr/sda/dpa)

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Joseph Blatter, aufgenommen im Jahre 1966: Der Walliser mit Jahrgang 1936 studierte an der Universität in Lausanne Volkswirtschaft und schloss 1958 mit Diplom ab.
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