International
Fotografie

Wildlife-Foto des Jahres zeigt «eines der unnötigsten Verbrechen an der Natur»

epa05790527 A handout photo made available by the World Press Photo (WPP) organization on 13 February 2017 shows a picture by Getty Images for National Geographic Magazine photographer Brent Stirton t ...
Das Foto sei «symbolhaft für eines der verschwenderischsten, grausamsten und unnötigsten Verbrechen an der Natur», begründete die Jury ihren Entscheid.Bild: Brent Stirton/EPA/WORLD PRESS PHOTO

Wildlife-Foto des Jahres zeigt «eines der unnötigsten Verbrechen an der Natur»

18.10.2017, 12:2918.10.2017, 15:36

Das Bild eines gewilderten Spitzmaulnashorns mit abgehackten Hörnern ist zur Wildlife-Fotografie des Jahres 2017 gekürt worden. Fotograf Brent Stirton erhielt dafür am Dienstagabend im Londoner Natural History Museum den Wildlife Photographer of the Year Award.

Der Preis gilt als eine der renommiertesten Auszeichnungen für Naturfotografie. Die ausgezeichnete Aufnahme stammt aus einem Wildreservat in Südafrika.

In der Begründung der Jury hiess es, Stirton habe die tragische Szene «beinahe majestätisch» dargestellt. Das Foto sei «symbolhaft für eines der verschwenderischsten, grausamsten und unnötigsten Verbrechen an der Natur». Die Aufnahme stammt aus einem Wildreservat in Südafrika. Spitzmaulnashörner sind wegen Wilderei und illegalen Handels mit den Hörnern vom Aussterben bedroht.

Das beste Bild eines jungen Natur-Fotografen stammt von Daniel Nelson aus den Niederlanden. Die Jury ehrte ihn für sein «charismatisches Porträt» eines jungen westlichen Flachlandgorillas aus der Republik Kongo, der sich auf dem Waldboden liegend eine afrikanische Brotfrucht schmecken lässt. Das Bild verdeutliche die Ähnlichkeit zwischen Affen und Menschen und die Bedeutung des Waldes, auf den sie angewiesen sind, hiess es in der Begründung.

Nashörner noch immer bedroht und gejagt

Video: srf/SDA SRF

50'000 Beiträge aus 92 Ländern

Der Wildlife Photographer of the Year Award wird vom Londoner Natural History Museum vergeben. Eingereicht wurden beinahe 50'000 Beiträge aus 92 Ländern von Profis und Amateuren.

Das Bild des Nashorns wird von Freitag an zusammen mit 99 weiteren Fotografien in einer Ausstellung in dem Museum in London zu sehen sein. Ab 1. Dezember stellt auch das Naturhistorische Museum Basel die Fotografien aus. (sda/dpa)

World Press Foto 16

1 / 28
World Press Foto 16
Ein Sturm in Front des Bondi Beach in Sydney. Das Bild des Fotografen Rohan Kelly gewann den 1. Preis in der Kategorie «Natur».
quelle: ap/world press photo / rohan kelly
Auf Facebook teilenAuf X teilen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
7 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
ch.maverick
18.10.2017 13:42registriert März 2016
Da kommen mir die Tränen, trauriges Wele :(
00
Melden
Zum Kommentar
7
US-Truppenabzug aus Europa: Hegseth kündigt «wichtige Entscheidungen» an
Der US-Verteidigungsminister wirft Verbündeten erneut vor, nicht genug für die Nato auszugeben. Die USA könnten wohl schon bald Konsequenzen ziehen.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat den europäischen Verbündeten abermals mit Konsequenzen bei zu niedrigen Verteidigungsausgaben gedroht. «Verbündete, die sich weigern, mehr Verantwortung zu übernehmen und ihren Beitrag zu unserer gemeinsamen Verteidigung zu leisten, werden mit einer deutlichen Änderung unserer Vorgehensweise umgehen müssen», sagte Hegseth am Samstag beim Shangri-La-Dialog in Singapur. Einem Medienbericht zufolge möchte das Pentagon bereits im Juni Pläne für eine Verringerung der US-Fähigkeiten zur Verteidigung Europas vorlegen.
Zur Story