DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

IS-Mord an Priester: Frankreichs Justiz untersucht mögliche Panne bei Terrorfahndung

06.01.2018, 10:2406.01.2018, 14:02

Eineinhalb Jahre nach dem blutigen Terroranschlag in einer nordfranzösischen Kirche untersucht die Justiz eine mögliche Fahndungspanne. Es laufen dazu Vorermittlungen, wie Justizkreise in der Nacht zum Samstag bestätigten.

Zwei 19-jährige Angreifer hatten im Juli 2016 in einer katholischen Kirche in Saint-Etienne-du-Rouvray bei Rouen während der Morgenmesse Geiseln genommen und anschliessend den Priester Jacques Hamel ermordet. Die beiden Angreifer wurden von der Polizei erschossen, die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Tat für sich.

Die Justiz reagierte mit den Vorermittlungen auf einen Bericht der Informationsplattform «Mediapart», wonach ein Pariser Polizist Tage vor dem Attentat einen Bericht verfasste, in dem von einem Anschlag in einer Kirche in dem Ort die Rede war.

Demnach wertete der Ordnungshüter Mitteilungen von einem der späteren Täter aus. Der Bericht sei nach dem Anschlag neu datiert worden. Die Pariser Polizeipräfektur wies laut Medienberichten die Vorwürfe zurück.

Die Untersuchung wurde laut Justizkreisen an die Inspection Générale de la Police Nationale (IGPN) übergeben, die in Frankreich als die «Polizei der Polizei» bekannt ist. Es gehe dabei unter anderem um den Vorwurf der Fälschung und der Veränderung von Dokumenten. (kün/sda/dpa)

Über 20 Anschläge im 2017

Video: srf
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Überlebender des tödlichen Seilbahnunglücks: Eitan zurück in Italien

Nach der Entscheidung eines israelischen Gerichts ist Eitan, der einzige Überlebende des tödlichen Seilbahnunglücks vom Lago Maggiore, wieder nach Italien zurückgekehrt. Die Maschine aus Tel Aviv mit dem Jungen und seiner Tante väterlicherseits, Aya Biran-Nirko, an Bord landete am Freitag kurz nach 22.00 Uhr in Bergamo, wie mehrere italienische Medien berichteten. Der Sechsjährige hatte am 23. Mai bei dem Absturz einer Gondel am Monte Mottarone mit 14 Toten seine Eltern, Urgrosseltern und einen kleinen Bruder verloren. Später kam er bei seiner Tante in der italienischen Stadt Pavia unter.

Zur Story