International
Frankreich

Frankreich streicht Wort «Rasse» aus der Verfassung

Frankreich streicht Wort «Rasse» aus der Verfassung

12.07.2018, 20:5312.07.2018, 20:53

Die französische Nationalversammlung hat am Donnerstag einstimmig beschlossen, das Wort «Rasse» aus der Verfassung zu streichen. Im ersten Artikel der Verfassung hiess es bisher, Frankreich garantiere «allen Bürgern die Gleichheit vor dem Gesetz, unabhängig von ihrer Herkunft, Rasse oder Religion».

Künftig heisst es: «unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Herkunft oder Religion». Damit wird auch der Unterscheidung nach Geschlechtern eine Absage erteilt. An der Abstimmung nahmen 119 Abgeordnete teil.

Die Abgeordneten schlossen sich der Meinung von Staatschef Emmanuel Macron und seiner Partei La République en Marche (LREM) an, wonach der Begriff «Rasse» veraltet sei. Er steht seit 1946 in der Verfassung und sollte den Rassentheorien der Nazis entgegenstehen. (sda/afp)

Hier wird gefeiert, als hätten sie schon gewonnen

Video: srf
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Dänemark: Keine Einigung mit USA bei Grönland-Krisengespräch
Am Mittwoch hat sich eine dänische Delegation mit US-Vizepräsident JD Vance getroffen, um über die Zukunft der grössten Insel der Welt zu diskutieren. Ein Überblick.
Auch nach dem Krisengespräch zwischen den USA, Dänemark und Grönland gibt es keine Lösung im Konflikt um die Arktisinsel. Zwischen den Parteien bestehe weiterhin eine «fundamentale Meinungsverschiedenheit», sagte der dänische Aussenminister Lars Løkke Rasmussen nach dem Treffen mit US-Aussenminister Marco Rubio und US-Vizepräsident JD Vance, an dem auch die für die grönländische Aussenpolitik zuständige Ministerin Vivian Motzfeldt teilnahm.
Zur Story