DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Wollte Banksy britische Wähler mit Kunst bestechen? Die Polizei ermittelt

06.06.2017, 14:4306.06.2017, 17:59

Der britische Streetartist Banksy hat für die Parlamentswahlen am Donnerstag eines seiner populärsten Motive – ein kleines Mädchen mit Luftballon – neu gestaltet: Der Luftballon ist jetzt nicht mehr nur ein rotes Herz, sondern ein Herz mit britischer Flagge.

Damit wollte Banksy britische Wählerinnen und Wähler belohnen. Genauer: Alle aus Banksys Heimatstadt Bristol, die ihm beweisen können, dass sie nicht Tory wählen. Gegen ein Foto des ausgefüllten Stimmzettels im Wahlbüro hätte es Banksys Ballonmädchen als kostenlosen Kunstdruck beziehungsweise als «UK-Wahl-Spezialsouvenir» gegeben.  

Banksys Wahl-Souvenir

bild: facebook/banksy via guardian

Das Original

Bild: EPA/BONHAMS

Fünf der sechs von Banksy angeschriebenen Wahlkreise wählten letztes Mal die konservativen Tories.

Nach mehreren Beschwerden von Seiten der Tories ermittelt jetzt die Polizei gegen Banksy, denn seine Aktion würde den Straftatbestand der Bestechung von Wählern erfüllen.

Zudem verstösst es gegen das Wahlgeheimnis, seinen ausgefüllten Stimmzettel zu fotografieren, wie der Wahlausschuss letztes Jahr bekannt gab. 

«The Walled Off» – Banksys Hotel im Westjordanland

1 / 17
«The Walled Off» – Banksys Hotel im Westjordanland
quelle: x90085 / ammar awad
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Banksy hat seine Aktion nun mit folgenden Worten zurückgezogen:

«Rückrufaktion

Ich bin vom Wahlausschuss gewarnt worden, dass der kostenlos angebotene Druck das Wahlresultat entwerten wird.

Mit Bedauern gebe ich daher bekannt, dass diese unausgereifte und gesetzlich zweifelhafte Aktion jetzt abgebrochen worden ist.»
Banksy
bild: facebook/banksy

(sme)

Banksys Dismaland - der deprimierendste Freizeitpark der Welt

1 / 8
Dismaland - der deprimierendste Freizeitpark der Welt
quelle: picasa
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Microsoft: Zerstörerische Schadsoftware auf Regierungs-PCs in Ukraine

Sicherheitsforscher von Microsoft haben auf Dutzenden Computern in der Ukraine neue Schadsoftware entdeckt, die sie unbrauchbar machen könnte. Das Programm tarne sich zwar als ein Erpressungstrojaner, sei aber in Wirklichkeit dafür gedacht, auf Befehl des Angreifers Daten zu zerstören, teilte Microsoft in der Nacht zum Sonntag mit.

Zur Story