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Aderlass wegen Brexit: Abgeordnete von Tories und Labour verlassen ihre Parteien



Im Streit um den Brexit haben drei Abgeordnete der britischen Tories die Regierungspartei verlassen. Die Parlamentarierinnen, die sich für ein zweites Brexit-Referendum ausgesprochen hatten, verkündeten die Entscheidung in einem Brief an Premierministerin Theresa May.

CAPTION CORRECTS NAME SPELLING - British politicians Heidi Allen, left, Anna Soubry, centre, and Sarah Wollaston, right, arrive for a press conference in Westminster in London, Wednesday, Feb. 20, 2019. Cracks in Britain's political party system yawned wider Wednesday, as three pro-European lawmakers - Soubry, Allen and Wollaston - quit the governing Conservatives to join a newly formed centrist group of independents who are opposed to the government's plan for Britain's departure from the European Union. (AP Photo/Kirsty Wigglesworth)

Die Abgeordnete Heidi Allen, Anna Soubry und Sarah Wollaston (vlnr) verlassen die Regierungspartei. Bild: AP/AP

Sie wollen sich einer Gruppe abtrünniger Labour-Abgeordneter anschliessen, die am Montag aus der Oppositionspartei ausgetreten waren.

Die Brexit-Frage spaltet Grossbritannien

Acht Labour-Abgeordnete verlassen Partei

Ebenfalls am Mittwoch verliess ein achtes Mitglied die Labour-Partei und schloss sich der Gruppe an. Die Unterhausabgeordnete Joan Ryan protestierte damit gegen den Parteivorsitzenden Jeremy Corbyn.

Dieser habe «diese Plage des Antisemitismus in unserer Partei eingeführt oder zugelassen», sagte Ryan am Mittwoch der BBC. Der Antisemitismus habe «die Partei vollständig infiziert». Zudem habe sie den Eindruck, dass Corbyn «einem harten Brexit Vorschub leistet», kritisierte Ryan.

Neue Partei angekündigt

Am Montag waren sieben Labour-Mitglieder aus der Oppositionspartei ausgetreten. Sie begründeten ihren Schritt ebenfalls mit dem Umgang Corbyns mit dem EU-Austritt und mit den Antisemitismus-Vorwürfen.

Die Abgeordneten Chuka Umunna, Luciana Berger, Ann Coffey, Angela Smith, Chris Leslie, Mike Gapes und Gavin Shuker bilden im Unterhaus nun eine unabhängige Fraktion. Umunna hat angekündigt, eine neue Partei der politischen Mitte gründen zu wollen. (whr/sda/afp)

Diese 20 Cartoons fassen das Brexit-Chaos perfekt zusammen

Was hält die Jugend vom Brexit?

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Posersalami 20.02.2019 15:14
    Highlight Highlight Viel zu wenig, viel zu spät
  • Mr Magoo 20.02.2019 14:56
    Highlight Highlight Grössere politische Auswahl hat noch nie einer Demokratie geschadet. Für Parlamente mit mehrheitlich 2 grossen Parteien kann man das etablieren von neuen Parteien nur begrüssen.
    • Sapere Aude 20.02.2019 15:29
      Highlight Highlight Problem in GB ist, dass dort immer noch nach dem Majorz gewählt wird. Das begünstigt die grossen Parteien.
    • Mr Magoo 20.02.2019 16:08
      Highlight Highlight Leider ja, in den USA wird ja auch nach dem Majorzsystem gewählt. Beide Länder sind ja nicht gerade politisch "stabil" zur Zeit. Ein Hoch auf das Proporzsystem

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