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epa07097479 An undated handout photo made available by Daniela Tejada showing Durham University PhD student Matthew Hedges and his wife Daniela Tejada at an unknown location. Media reports on 16 October 2018 state that the United Arab Emirates government has  charged Matthew Hedges with spying for the British government in the UAE. Matthew was detained on 05 May 2018 at Dubai Airport as he was leaving the country. Reports state that he would go on trial for spying and would appear in court in the week begining 22 October. Matthew Hedges denies all charges against him.  EPA/DANIELA TEJADA / HANDOUT MANDATORY HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Ein undatiertes Foto von Matthew Hedges.  Bild: EPA/DANIELA TEJADA

Britischer Doktorand erhält lebenslänglich in Abu Dhabi – nach 5-minütiger Anhörung



Trotz Kritik von Menschenrechtlern hat ein Gericht im arabischen Emirat Abu Dhabi einen britischen Doktoranden wegen angeblicher Spionage zu lebenslanger Haft verurteilt. Grossbritannien reagierte «schockiert und enttäuscht».

Der 31 Jahre alte Matthew Hedges habe «ausländische Seiten mit sensiblen Sicherheits- und Geheimdienstinformationen versorgt», hiess es am Mittwoch in der Urteilsbegründung des Gerichts. Die Ermittler hatten bereits zuvor erklärt, der Brite habe seine akademische Forschung nur als Tarnung genutzt.

Gemäss einem Sprecher von Matthew Hedges' Familie fand die Anhörung ohne Hedges' Anwalt statt und dauerte weniger als fünf Minuten. Der Brite hat 30 Tage Zeit, um gegen das Urteil Berufung einzulegen. Lebenslange Haft dauert in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) bis zu 25 Jahre.

Der Doktorand der Universität Durham in England war Anfang Mai am Flughafen in Dubai festgenommen worden, als er nach einem zweiwöchigen Aufenthalt wieder in die Heimat fliegen wollte. Hedges arbeitete in den VAE an einer Doktorarbeit über die Sicherheits- und Aussenpolitik des Landes. Wie es in englischen Medienberichten hiess, werfen ihm die Ermittler Spionage für die britische Regierung vor.

Menschenrechtler kritisierten das Vorgehen gegen Hedges scharf. Die VAE hätten ihn seit seiner Festnahme die meiste Zeit in Einzelhaft festgehalten und ihm lange juristischen Beistand verweigert. Der Fall zeige «das Gesicht einer autokratischen Regierung mit einem grundlegenden Mangel an Respekt vor dem Rechtsstaat», erklärte die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW).

Grossbritanniens Aussenminister Jeremy Huntz zeigte sich «zutiefst schockiert und enttäuscht» über die Strafe und warnte Abu Dhabi vor einem «Nachspiel» für die Beziehungen beider Länder. Von einem «Freund und zuverlässigen Partner des Vereinigten Königreichs» habe London ein anderes Urteil erwartet.

Der Aussenminister versicherte zudem, er habe den Fall persönlich auf höchster Regierungsebene zur Sprache gebracht. Er forderte die Vereinigten Arabischen Emirate dazu auf, die Entscheidung zu überdenken.

Die VAE sind ein wichtiger Verbündeter des benachbarten Saudi-Arabien. Die beiden Staaten führen eine Koalition an, die im Bürgerkriegsland Jemen die schiitischen Huthi-Rebellen bekämpft. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gummibär 22.11.2018 12:43
    Highlight Highlight Kronprinz Mohammed bin Zayed al Nahyan (MbZ) von Abu Dhabi, General, Berater des VAE Präsidenten (sein älterer Bruder) und guter Freund von Saudi Kronprinz Mohammed bin Salman (MbS) .
    Das lässt nichts Gutes ahnen.

    Bild : MbZ mit D.Trump 2017


    Benutzer Bild
  • TanookiStormtrooper 22.11.2018 10:44
    Highlight Highlight Darum gehe ich gar nicht erst in solche Schurkenstaaten, egal wie billig Strandurlaub in Dubai ist. Leider wird es dafür keine Konsequenzen geben, denn heute ordnet man alles dem Geld unter. Die VAE dürfen mit unfairen Methoden ihre Fluglinien subventionieren und Ruag-Granaten an den IS liefern. Saudi Arabien bringt einen Journalisten um und "unsere" Politiker zucken nur kurz mit den Schultern. Die einzigen Werte, die noch interessieren, sind die Zahlen auf dem Konto. Ich kann gar nicht soviel essen wie ich kotzen möchte.
  • glüngi 22.11.2018 10:22
    Highlight Highlight es ist ganz klar unfair und schrecklich was da passiert aber ich meine... «sicherheit und aussepolitik des landes» sorry aber da muss das würde ich in einer diktatur definitiv nicht machen.
  • leu84 22.11.2018 10:19
    Highlight Highlight Ein weiterer Grund, unabhängiger von Rohstoffen wie Öl und Gas zu werden. In der Politik kann es zwischen zwei Länder nie Freundschaften geben. Nur Abhängigkeiten.
    • Chili5000 22.11.2018 14:40
      Highlight Highlight Zum Glück! Denn durch diese Abhängigkeiten werden Kriege verhindert...
  • x4253 22.11.2018 09:30
    Highlight Highlight @Watson
    Im Artikel fehlt etwas Kontext. Er hat im Rahmen seiner Doktorarbeit Interviews zu diesem Thema geführt, wurde von einem seiner Interviewpartner bei den Behörden gemeldet da er "verdächtige Fragen" gestellt hat", die ihn dann verhaftet haben.
    Ebenfalls hat er ein Geständnis unterschrieben (auf Arabisch.. er spricht kein Arabisch).
  • Frausowieso 22.11.2018 08:56
    Highlight Highlight Dank jahrelangem Marketing konnten sich die VAE und Saudi Arabien als moderne Touristendestinationen etablieren. Ich staune immer wieder, dass so viele Leute dort in die Ferien gehen. Vergessen diese Leute alle, dass es sich bei diesen Ländern nicht um Rechtsstaaten handelt? Dass dort die Menschenrechte mit Füssen getreten werden? Es werden Sklaven gehalten, Frauen verkauft, Menschen gefoltert, Homosexuelle getötet.... aber alle lassen sich vom Reichtum blenden und wollen in Dubai und co ein paar Tage darin schwelgen.
    • x4253 22.11.2018 09:19
      Highlight Highlight "... Saudi Arabien als moderne Touristendestinationen"
      Fake news Mr. Song. Saudi Arabien als Tourist zu bereisen war bis vor kurzem praktisch unmöglich, da das Land keine Touristenvisa ausgegeben hat (und wer nach Saudi Arabien will braucht ein Visum, aus jedem Land).

      Was die VAE anbelangt ist es aber spot on. Man sollte sich halt bewusst sein wo man hinreist.


    • Frausowieso 22.11.2018 14:21
      Highlight Highlight @x4253
      Ok, stimmt bez. Saudi Arabien. Was ist mit den Touristen, die nach Mekka reisen? Braucht es hierfür einen Nachweis der Religion?
    • x4253 22.11.2018 22:19
      Highlight Highlight @Ms. Song
      Wer für den Hajj oder die Umrah nach Saudi Arabien will braucht ebenfalls ein Visum. Zu diesem Zweck gibt es die Hajj und die Umrah Visa, welche den Aufenthalt jedoch auf Jeddah und Mekka begrenzt. Ebenfalls müssen Personen mit einem Nicht-Muslimischen Namen ein Zertifikat einer Mosche beilegen, welches bestätigt dass diese Muslim ist.
      Bescheissen ist nicht zu empfehlen, ausser man möchte seinen Kopf vorzeitig verlieren (im wörtlichen Sinne, denn öffentliche Hinrichtungen werden in Saudi Arabien durchgeführt. Auch an Ausländern, und erst recht an Infidel).
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. 22.11.2018 08:35
    Highlight Highlight Hedges arbeitete in ! den VAE an einer Doktorarbeit über die Sicherheits- und Aussenpolitik des Landes.

    Naiver geht es nicht. Da kommt natürlich unweigerlich der Verdacht der Spionage auf.

    Man kann ebensogut für eine Doktorarbeit in Saudi Arabien der Frage nachgehen : Wie gross ist der Enfluss des Hauses Saud und wie werden Regimekritiker behandelt.
  • koks 22.11.2018 08:25
    Highlight Highlight Den Rechtsstaat und das Anrecht auf ein faires Verfahren vor Gericht schätzt man meist erst, wenn man es nicht mehr hat.
  • neutrino 22.11.2018 08:04
    Highlight Highlight VAE ist kein Rechtsstaat. Hatte mal in der Bahn in Dubai einen Kaugummi im Mund - Busse und eine Nacht Haft. Frei kam ich indem ich Geld abgedrückt habe, ob das Busse, Gebühr, Schmiergeld oder sonstwas war, ist mir bis heute unklar.

    Ein Russe in meiner Zelle war schon 10 Tage dort, sein Vergehen: mit einem Bein im '"Women only"-Wagen gestanden.

    Will nur sagen: in so Staaten kanns relativ schnell und relativ willkürlich zu und her gehen. Seither ist meine Wertschätzung für strafprozessuale Garantien bei uns massiv höher.
    • do u know Xonco The Muffin Man -The Muffin Man 22.11.2018 08:42
      Highlight Highlight Schon Schlimm solche Schurkenstaaten, Patriot Act sei dank 28 Tage in haft ohne Anklage oder sonst was :)

      Oooops, sorry, falsches Thema.
    • jimknopf 22.11.2018 11:29
      Highlight Highlight @Xonco
      Jep, falsches Thema, Whataboutism.
    • Chili5000 22.11.2018 14:37
      Highlight Highlight Hast du das vorher nicht gewusst oder eifnach verdrängt? Weshalb reisen Hundertausende von Touristen jedes Jahr dorthin? Weills den Leuten egal ist solange es nicht sie selbst betrifft...
  • Pipo Pipo (1) 22.11.2018 06:53
    Highlight Highlight Das tut mir echt Leid für ihn. Ich würde genau aus solchen Gründen auch gar nicht in Ländern Leben wollen, die keinen Rechtsstaat haben!
    • ChiliForever 22.11.2018 09:49
      Highlight Highlight Ich würde aus genau solchen Gründen gar nicht erst in solche Länder fahren.
    • do u know Xonco The Muffin Man -The Muffin Man 22.11.2018 14:11
      Highlight Highlight ThomasHiller, gut gesprochen.

      Mein Mitleid, hält sich stark in grenzen, bei solchen Leuten. Khashoggi wird von Saudi Regierung verfolgt, geht in Saudi Konsulat... Amis gehen in Russland auf nicht genehmigten Demos protestieren, der Typ der dahin geht, für seine Doktorarbeit, ich wette die hätte er auch in Washington DC schreiben können.

      Ich provoziere nicht den aggressiven Türsteher, und wundere mich danach weshalb ich nicht in den Club komme.
  • Imfall 22.11.2018 06:32
    Highlight Highlight "Doktorarbeit über die Sicherheits- und Aussenpolitik des Landes. "

    falls du in solchen ländern nur ein paar wenige sensible daten bekommst, wirds bereits heikel...! solche wollte er ja wahrscheinlich auch, ansonsten hätte er seine arbeit auch in GB schreiben können.

  • Ökonometriker 22.11.2018 06:30
    Highlight Highlight Selbst wenn er wirklivh ein Spion ist - ein faires Verfahren wäre angebracht. Oder wollen die einfach einen Gefangenenaustausch erwirken?
    • x4253 22.11.2018 07:21
      Highlight Highlight Viele vergessen, dass die VAE eben nicht ein Rechtsstaat nach westlichem Vorbild ist, sondern im wesentlichen eine Mischngg aus dem alten englischen Rechtssystem sowie der Sharia ist. Je nach Emirat wird das ganze mal strenger oder lascher ausgelegt. Stockschläge, Amputationen und Auspeitschungen gehören ebenfalls zum Strafrepetoire.
      Er war wohl zur falschen Zeit am falschen Ort oder hat sich mit den falschen Leuten abgegeben.
    • Steriouser 22.11.2018 10:06
      Highlight Highlight Gefangenen Austausch gegen wem? Vielleicht IS Terroristen? Jeder weiss doch was alles passieren kann, wenn man in diesen Ländern einreist. Er kann froh sein, nicht in einem Säurefass entsorgt worden sein.
  • walsi 22.11.2018 05:54
    Highlight Highlight Dieses Urteil zeigt einmal mehr weshalb ich nicht in solche Länder reise. Egal ob Saudi Arabien, die vereinigten Emirate, Iran, Irak usw. Alles Staaten die weit entfernt sind von einem gerechten Rechtssystem.
    • TheRealSnakePlissken 22.11.2018 10:07
      Highlight Highlight Oman ist o.k. und für Menschen, die den Orient erleben wollen, zu empfehlen. Zwar auch eine absolutistische Monarchie, aber viel mehr einheimische Beschäftigte, liberalerer Islam (Ibaditen statt Wahabiten wie in Saudi-Arabien und Sunniten wie in VAE) und politisch in Opposition zu Saudi-Arabien. Machen auch nicht mit im unseligen Jemen-Krieg. Oman hatte bis 1975 in der an den Jemen angrenzenden Südprovinz selber einen Bürgerkrieg. Da ist die Erinnerung noch frisch und man hat keine Lust auf Kriegsabenteuer.
  • abishot 22.11.2018 02:00
    Highlight Highlight Bei solchen Urteilen frage ich mich immer, was genau der Beschuldigte getan hat. Entweder ist alles eine Farce und sie benutzen ihn als Druckmittel. Oder er hat Codes von Kernkraft o.ä. an Terroristen weitergegeben, was ich mir beim einem Doktoranden auch nicht vorstellen kann. Schlussendlich immer traurig solche Urteile und Schlimm für die Betroffnen.
    • Fabian_84 22.11.2018 03:17
      Highlight Highlight Und warum soll er nicht tatsächlich ein Spion sein?
    • Jagr 22.11.2018 09:23
      Highlight Highlight Immerhin hat er eine Anhörung erhalten, im Gegensatz zu den tausenden Dronentoten produziert von unserer Wertegemeinschaft. Ach ja, und da ist ja auch noch Guantanamo...
    • oliversum 22.11.2018 11:11
      Highlight Highlight @Fabian: Weil UAE und UK eng zusammenarbeiten, und UK Protektionsmacht war?
  • Pümpernüssler 22.11.2018 01:29
    Highlight Highlight So schrecklich diese Nachricht ist, verstehe ich Menschen nicht, welche freiwillig in solchen Länder eine Doktorarbeit über ein solch brisantes Thema in den VAE schreiben. Und von Europa gibts nur den Mahnfinger...
    Haben doch alle Angst vor der Macht der Ölgiganten.
  • TheRealSnakePlissken 22.11.2018 01:04
    Highlight Highlight "Hedges arbeitete in den VAE an einer Doktorarbeit über die Sicherheits- und Aussenpolitik des Landes." - Da scheint jemand den Scheichs irgendwie gewaltig auf die Füsse getreten zu haben. Man wusste ja vom Einfluss des aktuellen Staatschefs auf den Blutprinzen in Riad. Jetzt schwimmen auch noch die Felle im Jemen-Krieg davon, Panik greift um sich, da kommt es dann auch mal zu einer Überreaktion wie jetzt beim britischen Doktoranden. - Auf jeden Fall weht den Ölscheichs ein kräftiger Wind entgegen. Dann merken dann auch mal unsere exportgeilen Unternehmen, dass da nicht mehr alles geht ...

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