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Starke Worte und Manöver: So reagiert der Iran auf US-Sanktionen



FILE -- In this Dec. 29, 2016 file photo, released by the semi-official Iranian Students News Agency (ISNA), a long-range S-200 missile is fired in a military drill in the port city of Bushehr, on the northern coast of Persian Gulf, Iran. By putting Iran

Test einer iranischen S-200-Rakete im Dezember 2016. Bild: AP/ISNA

Als Reaktion auf die neuen US-Sanktionen gegen den Iran hat die Islamische Republik am Samstag ein Manöver mit weiteren Raketentests begonnen. Die Übung sei eine Antwort auf die jüngsten Strafmassnahmen, hiess es auf der Internet-Seite der iranischen Revolutionsgarden.

Das Manöver in der zentraliranischen Provinz Semnan solle die «Stärke der iranischen Revolution demonstrieren», erklärten die Revolutionsgarden. Staatliche Nachrichtenagenturen berichteten, bei der Übung sollten unter anderem Raketen, Radarsysteme und Cyberwaffen getestet werden.

Deren Luftwaffenkommandant Amir Ali Hadschisadeh drohte zugleich mit dem Einsatz von Raketen, sollte sich der Iran angegriffen fühlen. «Wenn unsere Feinde auch nur den kleinsten falschen Schritt machen, werden unsere Raketen mit grossem Getöse auf sie niedergehen.», sagte der Brigadegeneral.

Der Iran verfügt über eines der grössten Raketenarsenale im Nahen Osten und hat seine Militärmacht mit einem ähnlichen Manöver zuletzt im Dezember zur Schau gestellt.

Zunehmende Spannungen

Die Spannungen zwischen den mit Israel verbündeten USA und der Islamischen Republik haben zugenommen, nachdem der Iran erstmals seit dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump am vergangenen Wochenende eine Rakete getestet hatte.

Seit dem 2015 unter Trumps Vorgänger Barack Obama geschlossenen Atomabkommen hat der Iran wiederholt Raketen getestet. Die Regierung in Teheran vertritt die Auffassung, dass diese Tests nicht gegen das mit der Staatengemeinschaft vereinbarte Nuklearabkommen verstossen.

Darin hatte sich der Iran zur Beschränkung seines Atomprogramms bereiterklärt und im Gegenzug die Lockerung von Sanktionen zugesichert bekommen. Die USA und andere Staaten werfen dem Iran aber vor, mit den Tests gegen eine UNO-Resolution zu verstossen.

Sanktionen verhängt

Der erste Raketentest seit dem Regierungswechsel in Washington hatte den Ton zwischen den USA und dem Iran weiter verschärft. Trump erklärte, die Teheraner Regierung spiele «mit dem Feuer», und liess den Iran von seinem Team «verwarnen».

Am Freitag verhängte das US-Finanzministerium als Reaktion auf den Raketentest vom vergangenen Wochenende neue Sanktionen gegen 25 Firmen und Einzelpersonen im Iran und in China, die nach Einschätzung der USA das iranische Raketenprogramm und die Revolutionsgarden unterstützen.

Der Iran ist zudem eines der sieben muslimischen Länder, die vom vorübergehenden US-Einreiseverbot betroffen sind, das Präsident Trump in der vergangenen Woche verhängt hatte. Trump hatte weiter auch erklärt, er schliesse als Reaktion auf den Raketentest nichts aus.

Der Iran reagierte erbost und kündigte seinerseits Vergeltungsmassnahmen gegen «US-Personen und -Firmen» an, die eine «Rolle bei der Gründung und Unterstützung von Terrorgruppen in der Region» gespielt hätten. Eine Liste mit Namen werde später veröffentlicht, hiess es.

Keine Truppenaufstockung vorgesehen

Trotz der jüngsten Differenzen mit dem Iran planen die USA nach den Worten von Verteidigungsminister Jim Mattis keine Aufstockung ihrer Truppen in Nahost. «Ich sehe zum jetzigen Zeitpunkt keinen Anlass, die Zahl der Soldaten, die wir im Nahen Osten haben, zu erhöhen», sagte Mattis. Allerdings bestehe immer die Möglichkeit, es doch zu tun. «Im Moment ist es meiner Meinung nach aber nicht nötig.»

Die USA hätten den Iran jedoch genau im Blick. Er bezeichnete das Land als «grössten einzelnen staatlichen Unterstützer von Terrorismus in der Welt». Die USA würden den Kurs Irans nicht mehr wie unter Obama ignorieren. (sda/reu/afp)

Iran testet zwei weitere Langstreckenraketen

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