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Palästinenserin getötet: Jüdische Minderjährige unter Mordverdacht



Nach dem gewaltsamen Tod einer Palästinenserin hat Israels Inlandsgeheimdienst mehrere jüdische Minderjährige unter Terror- und Mordverdacht festgenommen. Nach teilweiser Aufhebung einer Nachrichtensperre teilte Schin Bet am Sonntag mit, die Schüler einer jüdischen Religionsschule im nördlichen Westjordanland seien bereits am 30. Dezember festgenommen worden.

Schin Bet

Schin Bet ist die Kurzbezeichnung des israelischen Inlandsgeheimdienstes in Tel Aviv. Zu seinen Aufgaben gehört unter anderem auch die Terrorismusbekämpfung.

https://de.wikipedia.org/wiki/Schin_Bet

Sie werden verdächtigt, an dem tödlichen Angriff auf eine Palästinenserin beteiligt gewesen zu sein. Die Frau aus dem Dorf Bidia nahe der israelischen Siedlerstadt Ariel war am 12. Oktober von einem Stein tödlich am Kopf getroffen worden. Dem Verdacht nach warfen die Jugendlichen Steine auf das Auto, in dem die Mutter von acht Kindern abends gemeinsam mit ihrem Mann unterwegs war.

Der Anwalt der Tatverdächtigen, Itamar Ben Gvir, sagte am Sonntag, es gebe keine Beweise «gegen die Kinder». Er wirft dem Inlandsgeheimdienst schwerwiegende Manipulationen während des Verhörs der Verdächtigen vor.

Schin Bet wies dies klar zurück und betonte, bei der Befragung sei alles rechtmässig abgelaufen. Die Organisation werde «weiterhin gegen jede Form des Terrors kämpfen - sei er jüdisch oder palästinensisch». (sda/dpa)

Hinrichtung auf offener Strasse

Die Geschichte des Staates Israel in 3 Minuten

Video: srf

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