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epa06736987 Palestinians medical carry a wounded protester during clashes after protests near the border with Israel in the east of Jabaliya in the northern Gaza Strip, 14 May 2018. 51 Palestinians protesters were killed and more than 2000 others were injured during the clashes along the border between Israel and Gaza Strip.  EPA/HAITHAM IMAD

Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministerium in Gaza wurden 58 Menschen von israelischen Soldaten erschossen.  Bild: EPA/EPA

So viele Tote wie seit Jahren nicht mehr in Gaza ++ USA blockieren Untersuchung

Die USA haben ihre Botschaft nach Jerusalem verlegt. Bei Protesten von Palästinensern wurden Dutzende Menschen von israelischen Soldaten erschossen. Die USA lehnen eine unabhängige Untersuchung der Konfrontationen ab.



Nach der Gewalt an der Gaza-Grenze mit Dutzenden getöteten Palästinensern lehnen die USA eine unabhängige Untersuchung der Konfrontationen ab. Palästinenser und Israelis schieben sich derweil gegenseitig die Schuld an der Eskalation zu.

Unter den Mitgliedern des UNO-Sicherheitsrats kursierte am Montag der Entwurf für eine gemeinsame Stellungnahme zu der Gewalt, in der auch eine solche Untersuchung gefordert wurde. Diesen Entwurf blockierten die USA jedoch, wie ein Diplomat der Nachrichtenagentur DPA bestätigte. 

Zuvor erklärte Präsident Donald Trump am Montag in einer Videobotschaft: «Israel ist eine souveräne Nation mit dem Recht, seine Hauptstadt selbst zu bestimmen.»

Trump hatte im Dezember in einem international hoch umstrittenen Schritt Jerusalem einseitig als Israels Hauptstadt anerkannt. Dabei kündigte er auch die Verlegung der Botschaft an. Der Umzug der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem ist ein klarer Bruch mit der jahrelangen US-Politik.

Der Status Jerusalems ist eine der heikelsten Fragen im Nahostkonflikt und soll in Friedensverhandlungen geklärt werden. Israel hatte den Ostteil samt der historischen Altstadt im Sechs-Tage-Krieg 1967 besetzt und 1980 annektiert, die UNO erkennt die Annexion aber nicht an. Die Palästinenser erheben Anspruch auf den Ostteil Jerusalems als Hauptstadt eines zukünftigen Palästinenserstaates.

Der Liveticker zur Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem

So unterschiedlich sind die Reaktionen auf die Eröffnung der US-Botschaft:

Video: srf

Gewalt erreicht neuen Höhepunkt

Die Eröffnungszeremonie am Montag fand am gleichen Tag statt, an dem Israel sein 70-jähriges Bestehen feierte und war überschattet von massiven Protesten von Palästinensern. Im Gazastreifen an der Grenze zu Israel wurden mindestens 58 Palästinenser von israelischen Soldaten erschossen.

Rund 2800 wurden nach den Angaben des palästinensischen Gesundheitsministerium in Gaza verletzt, knapp die Hälfte davon durch Schüsse. Es ist damit der Tag mit den meisten Todesopfern seit dem Gaza-Krieg 2014.

Einsatz von Tränengas-Drohnen

Das UNO-Hochkommissariat für Menschenrechte zeigte sich schockiert darüber, dass Dutzende von Menschen getötet und Hunderte verletzt worden seien. Die UNO-Organisation forderte in Genf, dass der Einsatz von scharfer Munition durch israelische Soldaten gestoppt werde.

Verurteilung der Gewalt

UNO-Generalsekretär Antonio Guterres sagte in Wien, die Ausschreitungen verdeutlichten, dass eine politische Lösung des Konflikts unabdingbar sei. «Es gibt keinen Plan B zur Zwei-Staaten-Lösung.»

Die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini rief alle Seiten «zu äusserster Zurückhaltung» auf. «Israel muss das Recht auf friedlichen Protest und den Grundsatz der Verhältnismässigkeit beim Einsatz von Gewalt respektieren», erklärte Mogherini. Die radikale Palästinenserorganisation Hamas und andere müssten ihrerseits für gewaltfreie Demonstrationen sorgen.

Auch Vertreter Deutschlands und Grossbritanniens sowie Bundesrat Ignazio Cassis erklärten sich besorgt über die Eskalation der Gewalt und die hohe Zahl der Toten. Cassis rief die Konfliktparteien auf Twitter zur Zurückhaltung auf.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die Gewalt an der Grenze zum Gazastreifen verurteilt. Er habe sich am Montag mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und dem jordanischen König Abdullah ausgetauscht, teilte das französische Präsidialamt am Montagabend mit.

Am Dienstag wolle Macron auch mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu sprechen. Macron sei gegen die Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem. «Er verurteilt die Gewalt der israelischen Streitkräfte gegen Demonstranten», hiess es in der Mitteilung.

Die israelischen Nachbarstaaten Libanon, Jordanien und Ägypten verurteilten die Gewalt im Gazastreifen ebenfalls. Es handle sich um «exzessive Gewalt gegen wehrlose palästinensische Menschen», sagte der jordanische Regierungssprecher Mohammed al-Momani am Montag.

Palästinenserpräsident spricht von «Massaker»

An den Massenprotesten im Grenzbereich seien rund 40'000 Menschen beteiligt gewesen, sagte der israelische Militärsprecher Ronen Manelis Journalisten. Drei Terrorzellen mit Schusswaffen hätten versucht, israelische Soldaten anzugreifen. Es seien Brandflaschen, Sprengsätze und Lenkdrachen mit Brandsätzen gegen die israelische Seite eingesetzt worden.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas warf Israel ein «Massaker» vor. Abbas ordnete am Montag eine dreitägige Staatstrauer an und erklärte in Ramallah im Westjordanland, die USA seien «nicht länger ein Vermittler im Nahen Osten». Die von Tel Aviv nach Jerusalem verlegte US-Botschaft sei gleichbedeutend mit «einem neuen amerikanischen Siedler-Aussenposten».

epa06710554 (FILE) - Palestinian President Mahmoud Abbas addresses the 9th annual Islamic Beit al-Maqdes International Conference, at his presidency compound in the West Bank town of Ramallah, 11 April 2018  (reissued 04 May 2018). According to reports, Abbas in a statement issued by his office on 04 May apologized for remarks he made 30 April on Holocaust victims in which he said that the persecution of Jews in Europe was the result of social and financial issues and was not perpetrated for religious reasons.  EPA/ALAA BADARNEH *** Local Caption *** 54257644

Mahmud Abbas. Bild: EPA/EPA

Auch die Hamas sprach von einem «schrecklichen Massaker». Die israelische Luftwaffe flog als Reaktion «auf die gewaltsamen Aktionen der Hamas in den vergangenen Stunden» einen Angriff auf ein militärisches Ausbildungslager der Hamas im Norden des Gazastreifens, wie die Armee mitteilte.

«Israel ist ein Terrorstaat.»

Recep Tayyip Erdogan

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan beschuldigte Israel des «staatlichen Terrors» und «Völkermords». «Israel ist ein Terrorstaat», sagte Erdogan am Montag in einer Rede vor türkischen Studenten in London. «Ich verurteile dieses humanitäre Drama, den Völkermord, von welcher Seite es auch kommt, Israel oder Amerika.»

Zudem beorderte die Türkei ihre Botschafter in Israel und den USA zurück, wie Vize-Regierungschef Bekir Bozdag in Ankara sagte. Die Botschafter werden demnach «zu Beratungen» zurückgerufen. Kurz zuvor hatte bereits Südafrika als Reaktion auf das Vorgehen der israelischen Armee im Gazastreifen seinen Botschafter in Israel zurückbeordert.

Der arabische Golfstaat Kuwait beantragte eine Sitzung des UNO-Sicherheitsrates. Die für Dienstag anberaumte Sitzung sei als offene Debatte gedacht, bestätigte ein Sprecher der kuwaitischen UNO-Vertretung am Montag.

Russland kritisierte die Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem als Gefahr für den Frieden in der Region, wie Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow am Montag in Moskau sagte.

Aussenminister Sergej Lawrow sagte zudem bei einem Treffen mit seinem ägyptischen Amtskollegen Samih Schukri, der Status von Jerusalem sei ein zentraler Punkt des Konflikts zwischen Israel und den Palästinensern. Dieser Streit könne nur im Dialog gelöst werden und nicht einseitig durch ein Land. Russland sei bereit, einen solchen Dialog zu unterstützen, sagte der Aussenminister.

 (sar/sda/dpa/afp/reu)

Was sagen die Bewohner zur US-Botschaft in Jerusalem?

Video: srf

Botschafts-Eröffnung in Jerusalem

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    Alle Leser-Kommentare
  • malu 64 16.05.2018 07:51
    Highlight Highlight Mörder decken sich gegenseitig! Die Schützen und ihre Offiziere gehören vor ein internationales Kriegsgericht! Niemand muss auf Menschen schiessen!
  • Snowy 15.05.2018 11:09
    Highlight Highlight Die USA verlegt die Botschaft ohne zwingenden Grund nach Jerusalem - in einen Stadtteil der gemäs Völkerrecht als besetzt gilt

    P demonstrieren (z.T. steinewerfend) gegen dieses einseitige politische Signal der USA.
    Israelische Soldaten erschiessen 60 Menschen und verletzen tausende. Viele haben Wunden im Kopf oder Oberkörper

    Die Frage der Verhältnismässigkeit stellt sich einmal mehr. Derweil geben die USA/Israel alleine der Hamas die Schuld an den 60 Toten

    Die USA ist definitiv kein unabhängiger Partner mehr im Friedensprozess, sondern Akteur auf Seiten der rechtsnationalen Siedler Israels
    • Skip Bo 15.05.2018 13:25
      Highlight Highlight Westjerusalem gilt nicht als besetzt. Du meinst Ostjerusalem, aus dem 1948 alle jüdischen Bewohner durch die Jordanier vertrieben wurden, beim Angriffskrieg durch die Araber an Israel verloren ging und seither als Gebietsgewinn von Israel besetzt wird.
      Die Hamas haben ja nicht im Ernst daran geglaubt es gäbe keine Toten. Die haben das billigend in Kauf genommen.
    • Snowy 15.05.2018 13:42
      Highlight Highlight Du gibts ernstens der Hamas die Schuld für die 60 Toten?
      Man hätte schliesslich auch einfach nicht protestieren können??

      Du hast also kein Problem damit, dass eine der hochgerüsteten Armeen der Welt - eingegraben hinter dicken Mauern und hinter hohen Zäunen, Demonstranten, welche auf offenem Feld Steine werfen mit Kopfschüssen erschiessen?

      Nochmals:
      Israel: Verletzte/Tote = 0
      Palästinenser: 60 Tote (darunter viele mit Kopfschüssen) / tausende (!) Verletzte

      Bei diesen Zahlen kann es sich schlicht nicht um einen verhältnismässigen Eingriff der IDF gehandelt haben.
    • Skip Bo 15.05.2018 14:08
      Highlight Highlight Ja ich gebe der Hamas eine grosse Mitschuld. Die Erfahrungen der letzten Monate haben gezeigt, dass die israelischen
      Armee die Grenze mit scharfer Munition verteidigt. Tote waren mit absoluter Sicherheit zu erwarten. Eine friedliche Kundgebung in sicherer Distanz zur Grenze hätte keine Toten zur Folge gehabt.
      Es wurden nicht nur Steine sondern auch Molotowcocktails geworfen. Diese abzuwehren kann als Selbstverteidigung angesehen werden. Die Absicht der Molotow Werfer war, zu töten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nik G. 15.05.2018 10:38
    Highlight Highlight Erdogan spricht von Völkermord und staatlichem Terror. Das ist ja pure Ironie. Was macht er mit den Kurden? Darf man über die Armenier sprechen in der Türkei? Ah nein warte gab es nicht.....
    • Domino 15.05.2018 11:06
      Highlight Highlight Genau. Selbst Istanbul hatte vor 120 Jahren noch eine nichtmuslimische Mehrheit. Und heute gibts in der Türkei immer noch über 185‘000 Sklaven.
    • Snowy 15.05.2018 11:25
      Highlight Highlight Whataboutism.

      Trotzdem hat er recht.
    • PaLve! 15.05.2018 19:04
      Highlight Highlight Das Argument mit der Schuld der Demonstranten stimmt so nicht. Nach der Logik müssten Bürgerrechtler die im Kampf gegen die Freiheit sterben auch alle selber Schuld sein oder auch Dissidenten in totalitären Staaten.
      Die Hamas hat das höchstens in Kauf genommen, aber die Schuld liegt letztendlich bei den israelischen Soldaten die geschossen haben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fulehung1950 15.05.2018 10:33
    Highlight Highlight Klar blockieren die USA eine solche Untersuchung. Sie würde nämlich zutage fördern, welch übles Spiel die USA und ihr Protégé Israel mit den Palästinensern spielen und welche Vetbrechen an diesem Volk begangen werden.
  • Vanessa_2107 15.05.2018 10:04
    Highlight Highlight Wie kann man bei 58 Toten und mehr als 2000 verletzten Palästinensern und keinem toten oder verletzten Israeli noch für Israel sein, hallo? Da wurden mit Kanonen auf Spatzen geschossen, da stimmt wieder einmal etwas nicht. Bis jetzt habe ich nur von Amnesty Int.gehört, dass sie die Israeli verurteilen. Wie diese Toten weniger wert wären als Tote in Frankreich, England oder Deutschland. (ich wiederhole, ich habe nichts gegen Juden) aber Israel verhält sich jedesmal total unverhältnismässig!
    • Skip Bo 15.05.2018 12:37
      Highlight Highlight Wenn es 59 tote Israeli ( 1 mehr als Palästinenser ) gegeben hätte wärst du dann pro Israel?
      Es war vorauszusehen, dass der Angriff auf die Grenze Tote fordert. Die Rechnung der Hamas ist aufgegangen.
    • Skip Bo 15.05.2018 16:53
      Highlight Highlight Man wusste das scharf geschossen wurde. Warum greift man unter diesen Umständen die Grenze an?
      Die Toten wurden von der Hamas eingerechnet. Die Soldaten haben genau das gemacht, was die Hamas wollte.
    • Skip Bo 15.05.2018 17:05
      Highlight Highlight Astro, was wäre passiert, wenn die Soldaten die Grenzen nicht geschützt hätten? Es wären ca. 40'000 Demonstranten mit Molotowcocktalis ausgerüstet durch israelische Grenzstädte marschiert. Spätestens jetzt hätte es tote Israelis gegeben. Ob die Angreifer mit anderen Mitteln ferngehaltet worden wären, kann ich nicht beurteilen. Tränengas hat nichts genützt, die Angreifer trugen z.T. Schutzmasken.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Paul_Partisan 15.05.2018 09:51
    Highlight Highlight Schon lustig wie ein Diktator wie Erdogan die einzig wahre Demokratie im nahen Osten als "Terror Staat" bezeichnet.
    Unabhängig davon sollte die IDF natürlich die Protestierenden ohne den Einsatz von scharfer Munition in Schach halten können. Schliesslich ist jeder tote Demonstrant Wind in den Segeln der faschistischen Hamas und ihrer Verbündeten.
    • Sebastian Wendelspiess 15.05.2018 11:31
      Highlight Highlight Schiessen Demokratien auf unbewaffnete Demonstranten?
    • PaLve! 15.05.2018 19:05
      Highlight Highlight Sperrt eine ''wahre'' Demokratie (Macht des ->Volkes<-) in Siedlungsgebiete und unterdrückt sie?
  • stadtzuercher 15.05.2018 09:47
    Highlight Highlight Und nächstes Jahr feiern wir den ESC in der neuen Hauptstadt. Dieser politisch motivierte erste Preis des ESC entwickelt sich langsam zum Bumerang.
    • Paddiesli 15.05.2018 10:58
      Highlight Highlight Es waren die Zuschauer, die Israel auf Platz 1 hievten, nicht die Länderjuries. Es sei denn, du willst damit sagen, die Zuschauer-Votings waren manipuliert.
    • Madmessie 15.05.2018 12:55
      Highlight Highlight Von wegen politisch motiviert. Die Zuschauer aus ganz Europa haben die israelische Künstlerin auf Platz eins gevotet.
  • nine 15.05.2018 09:47
    Highlight Highlight Wann reagiert die internationale Gemeinschaft endlich gegen dieses Morden, Annektieren und Unterdrücken?
    • Paddiesli 15.05.2018 11:01
      Highlight Highlight Ich sags dir: An dem Tag, an dem die Veto-Rechte abgeschafft werden. Du kannst dir also ausrechnen, wann das sein wird.
  • Sauäschnörrli 15.05.2018 09:01
    Highlight Highlight Verständlich, eine unabhängige Untersuchung könnte den so eben eingeleiteten, noch sehr labilen, Friedensprozess stören.



    Entschuldigt, aber anders als mit Zynismus, kann ich einer Nachricht wie dieser nicht mehr begegnen.
  • DomKi 15.05.2018 09:01
    Highlight Highlight Interessant wäre ja einmal das Thema anzugehen warum die Palästinenser ein Problem haben, dass Jerusalem die US-Botschaft beherbergt. Und dass die Palästinenser deswegen gleich den Grenzzaun zu Israel durchbrechen möchten. Und klar wer kann es Israel verbieten sich zu wehren.
    • Sauäschnörrli 15.05.2018 09:20
      Highlight Highlight Weil Ost-Jerusalem laut UN unrechtmässig annektiert wurde und der Status Jerusalems Gegenstand der Verhandlungen über die Zwei-Staaten-Lösung ist.
    • René Obi (1) 15.05.2018 10:14
      Highlight Highlight Wäre ja interessant zu sehen, wenn Iran eine Botschaft in Palästina in Ost-Jerusalem einrichten würde.
    • Fulehung1950 15.05.2018 12:31
      Highlight Highlight @DomKi: vielleicht weil bei der Staatsgründung Israels „von UNO-Gnaden“ Ost-Jerusalem von eben dieser UNO ausgeklammert wurde und Israel Ost-Jerusalem völkerrechtswidrig anektierte?

      Vielleicht, weil heute rund 4,5 Mio. Palästinenser von der UNO als Flüchtlinge registriert sind?

      Vielleicht, weil sich Israel als Landräuber entpuppt?

      Kurz: vielleicht, weil sich Israel nicht an die UNO-Beschlüsse hält, die seinerzeit Grundlage zur Staatsgründung waren und das keine Sau interessiert?

      Irgendwann fliegt Israel (und den USA!) da unten alles um die Ohren. Und ich gebe zu, ich hätte kein Bedauern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • René Obi (1) 15.05.2018 08:40
    Highlight Highlight Gaza ist ein Gefängnis mit 2 Millionen Insassen. 1'999'900 davon unschuldig. Kein Wunder stinkts denen.
    • Paul_Partisan 15.05.2018 09:56
      Highlight Highlight Kein Ort auf der Welt hat mehr Hilfsgelder erhalten. Doch die Menschen in Gaza hassen lieber die bösen Juden statt sich zu fragen wo all das Geld hinfliesst und woher das Geld für die zahlreichen Villen am Strand von Gaza kommt. Und es steht allen frei, Gaza zu verlassen - ein Gefängnis ist definitiv das falsche Wort.
    • Skip Bo 15.05.2018 14:26
      Highlight Highlight @Peter Da gibt es allerdings ein grosses Problem. Die PLO und die Hamas hätten keine Daseinsberechtigung mehr. Es gäbe keinen Grund mehr Israel zu hassen. Frieden ist gut für Menschen aber schlecht für ideologisierte Hasser und Krieger. Nebenbei: Hamas Führer schicken kranke und verunfallte Familienangehörige in israelischen Spitäler und geniessen das israelische Gesundheitswesen.
    • Saraina 15.05.2018 20:24
      Highlight Highlight Skip Bo: unterstellst du, dass die Hamas israelische Interessen vertritt, und deswegen von Israel gefördert wird?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Capslock 15.05.2018 08:20
    Highlight Highlight Dass die USA eine unabhängige Untersuchung ablehnen ist wohl allen klar, denn mit der Arroganz und Missachtung der div. UN-Resolutionen durch Israel und die USA, war wohl nichts anderes zu erwarten. Kein direkter oder indirekter Verursacher einer Eskalation, wird gegen sich eine Untersuchung zu lassen.
  • Wilhelm Dingo 15.05.2018 08:09
    Highlight Highlight Die einzigen, welche vernünftiges von sich geben sind die Russen.
  • N. Y. P. D. 15.05.2018 07:55
    Highlight Highlight Steine gegen Patronen.

    Diese Gegensätze. Da sehe ich den Giro d'Italia vor einer Woche in Israel mit fähnchenschwingenden Menschen

    und

    heute sehe ich Menschen, die erschossen wurden, weil sie sich einer Mauer genähert und Steine geworfen haben.

    • MARC AUREL 15.05.2018 10:07
      Highlight Highlight Ich will niemand in Schutz nehmen aber Steinschleuder sind auch tödlich.. demonstrieren kann man auch friedlich!
  • Com Truise 15.05.2018 07:47
    Highlight Highlight Ich sehe wohl vor lauter Bäumen den Wald nicht, aber welchen Vorteil erkennt die USA im Ortswechsel der Botschaft überhaupt? Oder war das alles nur symbolisch? Auf jeden Fall scheint mir das nicht über 60 Menschenleben wert zu sein.

    Mr. President, you‘re f*cked up. 👎🏻
  • Bruno S.1988 15.05.2018 07:41
    Highlight Highlight Konsequenterweise müssten nun Sanktionen gegen die USA+Israel folgen...
    Aber Protest ist nicht gleich Protest und einige Tode sind wohl tragischer als andere.
    Die sogenannten westlichen Werte verkommen zur Farce.
    Insbesondere dann wieder wenn ein weiterer Regimechange durch die USA initiiert aufgrund "Straftaten gegen das eigene Volk"...
  • N. Y. P. D. 15.05.2018 07:36
    Highlight Highlight Der Status Jerusalems ist eine der heikelsten Fragen im Nahostkonflikt und soll in Friedensverhandlungen geklärt werden.

    Donald Trump ist doch tatsächlich der Meinung, er hätte noch irgendeine Legitimation Friedens ! verhandlungen zu führen. Notabene, nachdem er mit der Anerkennung Jerusalems den grösstmöglichen Fehler gemacht. Desweitern sind Verträge mit den USA nicht mal mehr das Papier wert.

    Und nach den vielen Toten, sollte man Mr President, falls er sich wieder mal im Nahen Osten blicken lässt, sämtliche Schuhe nachwerfen, die sich finden lassen.
  • Smeyers 15.05.2018 07:35
    Highlight Highlight Am besten gefällt mir die Kritik von Erdogan und Putin - die sich seit Jahren auf einer Friedensmission befinden.
    • Sauäschnörrli 15.05.2018 09:17
      Highlight Highlight Dann sollte Israel und die USA fortan auch keine Kritik mehr an der Türkei und an Russland üben, auch wenn ich diese durchaus für angebracht halte.
  • Royeti 15.05.2018 06:28
    Highlight Highlight Wieso keine Untersuchung?
    Der Fall ist eigentlich klar.

    Wäre keiner zur Grenze hingegangen, wäre auch niemandem zu Schaden gekommen...

    Hamas trägt die Verantwortung.
    • Tomjumper 15.05.2018 09:41
      Highlight Highlight War der Bloody Sunday auch völlig klar oder die Toten von Soweto auch selber schuld? Ist Verhältnismässigkeit nicht mehr wichtig? Kann eine unabhängige Untersuchung denn ein Problem sein für Israel?
    • Royeti 15.05.2018 12:17
      Highlight Highlight Es wird rauf Personen geschossen, welche sich dem Grenzzaun näherten oder versuchten diesen zu überwinden resp. versuchten diesen zu beschädigen.

      Hätten die Menschen in Gaca City, in Dschanalyia oder in Rafah demonstriert, wäre kein einziger gestorben.

      Das ist Fakt.

      (auf Kinder Schiessen, ernsthaft jetzt?! Wohl wieder etwas Palywood...)
    • Tomjumper 15.05.2018 13:25
      Highlight Highlight Sie haben keine meiner Fragen beantwortet, dies ist leider Fakt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ujay 15.05.2018 06:23
    Highlight Highlight Was nützen diplomatische Protestnoten; gar nichts. Bei Israel hilft nur der Abbruch der diplomatischer Beziehungen.

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