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epa06637425 Palestinian protesters run for cover from Israeli tear-gas during clashes after protests along the border between Israel and Gaza Strip, in the eastern Beit Hanun town, in the northern Gaza Strip, 30 March 2018. Seven Palestinians were kiled and more 500 others injured during the clashes along the border with Israel. Clashes erupted in various locations in the West Bank and alongside the Israeli borders with Gaza as Palestinians hold protests on the occasion of Land Day, the annual day commemorating the events of 30 March 1976 when marches and a general strike was organized in the Arab towns in the occupied lands. The 1976 marches were against the Israeli government announcement to expropriate thousands of acres of land for settlement. Its considered a day for the right of Palestinians to return to their land.  EPA/MOHAMMED SABER

Bild: EPA/EPA

7 Reaktionen nach dem blutigen «Marsch der Rückkehr» in Gaza



Bei den Protesten waren am Freitag mindestens 15 Menschen von israelischen Soldaten getötet und mehr als 1400 weitere verletzt worden. Israelische Sicherheitskräfte hatten nach Darstellung der Rettungssanitäter in Gaza neben Tränengas und Gummigeschossen auch scharfe Munition eingesetzt.

Am Tag danach folgten Reaktionen aus aller Welt:

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas

epa04702966 Palestinian President Mahmud Abbas and Russian President Vladimir Putin (not pictured) sit for their meeting in the Novo-Ogaryovo residence outside Moscow, Russia, 13 April 2015. Mahmud Abbas is on a working visit in Russia.  EPA/SERGEI ILNITSKY

Bild: EPA/EPA

Der Präsident der Palästinenser erklärte den Samstag zum nationalen Tag der Trauer. Er machte Israel für die Toten verantwortlich. «Die grosse Zahl von Märtyrern und Verwundeten bei friedlichen Protesten zeigt, dass die internationale Gemeinschaft einschreiten muss, um unser palästinensisches Volk zu schützen», sagte Abbas.

Israelische Regierung

«Der Sperrzaun zwischen Israel und dem Gazastreifen trennt zwischen einem souveränen Staat und einer Terrororganisation», erklärte das israelische Aussenministerium am Samstag. «Er trennt zwischen einem Staat, der seine Bürger schützt, und Mördern, die Angehörige ihres eigenen Volkes in die Gefahr schicken.»

«Der Zaun trennt zwischen einer Armee, die aus Selbstverteidigung und auf gezielte und proportionale Weise Gewalt anwendet, und der Hamas, die seit Jahren - einschliesslich gestern - versucht, Millionen von Israelis Schaden zuzufügen und die Mord und Tod verherrlicht», hiess es in der Mitteilung des Ministeriums.«Wer den Fehler macht, in dieser mörderischen Demonstration auch nur ein bisschen Meinungsfreiheit zu sehen, ist blind gegenüber den Bedrohungen, mit denen der Staat Israel konfrontiert ist.»

Uno-Generalsekretär Antonio Guterres

UN Secretary General Antonio Guterres delivers his speech during an United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East, UNRWA, conference, in Rome, Thursday, March 15, 2018. Guterres addressed an emergency funding conference in Rome after the U.S. administration this year slashed tens of millions to the U.N. Relief and Works Agency, prompting the greatest funding crisis in its 68-year history. (AP Photo/Andrew Medichini)

Bild: AP/AP

Uno-Generalsekretär Antonio Guterres forderte laut einem Sprecher, auf Handlungen zu verzichten, die zu weiteren Opfern führen könnten. Es müsse aufgeklärt werden, wie Menschen getötet beziehungsweise verletzt worden seien.

Die Schweiz

Die Schweiz unterstützt die Forderung des Uno-Generalsekretärs nach einer unabhängigen und transparenten Untersuchung, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Samstag mitteilte.

«Die Schweiz ist sehr besorgt über die Auseinandersetzungen.» Sie fordere beide Seiten auf, zu einer De-Eskalation beizutragen.«Die Schweiz fordert die Einhaltung der Menschenrechte und den Verzicht auf unverhältnismässigen Einsatz tödlicher Gewalt», schrieb das EDA weiter. Die neuerliche Gewalt zeige die Notwendigkeit einer Erneuerung von Friedensverhandlungen. Die Friedensverhandlungen in der Region liegen seit 2014 auf Eis.

EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini

epa06632628 Federica Mogherini, the High Representative of the European Union for Foreign Affairs and Security Policy during the meeting with Serbian President Aleksandar Vucic (not pictured) in Belgrade, Serbia, 27 March 2018. Mogherini visited Belgrade to lower the tensions between Belgrade and Pristina after a Kosovo Police special unit detained and later expelled Serbian top official for Kosovo and Metohija Marko Djuric, in northern city of Mitrovica on 26 March 2018, for entering Kosovo despite a ban on his presence.  EPA/ANDREJ CUKIC

Bild: EPA/EPA

die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini drängte auf neue Friedensverhandlungen und rief beide Seiten zu einer Deeskalation auf. 

Türkische Präsident Tayyip Erdogan

epa06638395 Turkish President Recep Tayyip Erdogan speaks during the opening ceremony of Yeditepe Biennial at The Hagia Sophia museum in Istanbul, Turkey, 31 March 2018. Yeditepe Biennial is the first biennial of the Classical Turkish Arts field in the world. More than 600 artists are participating with some three thousand artworks.  EPA/ERDEM SAHIN

Bild: EPA/EPA

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan verurteilte die israelische Reaktion auf die Proteste als «Massaker». Seine Regierung werde «israelischen Terror» immer und überall anprangern, sagte Erdogan am Samstag vor Anhängern in Istanbul und sprach von einem «unmenschlichen Angriff».Er fügte hinzu: «Wir werden unsere palästinensischen Brüder in ihren rechtmässigen Anliegen bis zum Ende unterstützen.» Israel kritisiert seit langem, dass die Türkei die im Gazastreifen herrschende radikalislamische Hamas unterstütze.

Nahost-Experte Marc Frings

Der Nahost-Experte und Leiter der Konrad-Adenauer-Stiftung in Ramallah, Marc Frings, sagte der Nachrichtenagentur DPA, dass die Proteste ursprünglich aus der palästinensischen Gesellschaft heraus organisiert worden seien. «Die Hamas hat sich spät auf den Zug gesetzt», sagte er - und habe die Aktion für ihre Ziele missbraucht.

Die Kürzungen der US-Mittel für das Uno-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge UNRWA setze die Menschen zusätzlich unter Druck. «Das sind harte Sicherheitsfaktoren, die heute schon dazu führen, dass das ein Pulverfass ist», sagte Frings. «Da braucht es keine Hetze oder ein Aufwiegeln durch die Hamas mehr.» (fvo/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Royeti 01.04.2018 09:06
    Highlight Highlight Wahnsinn. Gleichzeitig sterben täglich 50 kurdische Syrer durch Türkische Angriffe und es interessiert niemanden....es gibt kein Flüchtlingshilfswerk, kein EDA Statement, keine UNO Untersuchung, die EU Außenbeauftragte schweigt....!

    Von mir aus gesehen, alles Heuchler!
    • Smeyers 01.04.2018 10:53
      Highlight Highlight Das stimmt und es hat etwas ironisches wegen der türkische Präsident Recep Tayyip von «Massaker» spricht und gleichzeitig Kurden im eigen Land und in Syrien abschlachtet. Aber die sind halt weniger wichtig.
    • rodolofo 01.04.2018 10:58
      Highlight Highlight Und ob das jemanden interessiert!
      Und darüber wird auch berichtet!
      Nur ist es mit der Türkei ganz ähnlich, wie mit Israel: Theoretisch gehören sie zum "Westen", in der Praxis aber gehören sie zum "Osten"...
    • Sebastian Wendelspiess 01.04.2018 14:21
      Highlight Highlight Doppelmoral wos nur geht. Bei gewissenStaaten ist es ok, wenn sie auf Demonstranten schiessen, ihre Souveränität verteidigen oder infremde Staaten einmarschieren, andere Staaten werden dafür sanktioniert. Ich kann die internationale Politik nicht wirklich ernst nehmen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Die_Wahrheit 01.04.2018 08:25
    Highlight Highlight Die Lage verschärft sich zusehnds im Nahen Osten und es scheint mir, dass im Moment niemand in der Lage ist die Kriegstreiberei in Schach zu halten. Die Fronten sind wunderschön durch die Medien (die grössten Kriegstreiber) abgesteckt worden. Bald klatscht es aber keinen Beifall!
  • rodolofo 01.04.2018 07:47
    Highlight Highlight Erdogan ist gerade der Richtige...
    Der verhält sich doch gegenüber den Kurden wie Israel gegenüber den Palästinensern!
    Ist doch mittlerweile alles "Hans was Heiri" in dieser vermaledeiten Halbwüsten- und Wüstengegend, die wegen dem "Rohstoff-Fluch" die Aufmerksamkeit von Regionalmächten und Grossmächten auf sich zieht!
    Schauen wir, dass wir die Energie-Wende hin zu den Erneuerbaren endlich entschlossen und beherzt vorantreiben!
    Dann brauchen wir weniger Erdöl, und diese Macho-Kriegsgurgeln können weniger Waffen kaufen, mit denen sie eh nur alles in Schutt und Asche bomben und schiessen.
  • Lisaleh 01.04.2018 07:39
    Highlight Highlight Wenn man sich genau erkundigt, sind 10 der Opfer teil des Terrorsektors Hamas. Ich denke, diese jungen Männer wussten genau auf was sie sich einlassen. Das Ganze wurde perfekt von der Hamas instrumentalisiert. Israel kann nur verlieren. Schiessen sie, schreit der Rest der Welt. Machen sid nichts, haben sie radikale Terroristen im Land, die die Zivilbevölkerung abschlachten.
    • Zaytoun 01.04.2018 11:14
      Highlight Highlight Israel kann nur verlieren? Im Gegenteil - Israel gewinnt bei solchen Ereignissen eigentlich immer und wird wahrscheinlich von der israelischen Regierung begrüsst. Das ganze Land schreit dann wieder nach Sicherheit und Terrorbekämpfung und so hat die Regierung freie Hand für die Ausdehnung der Besatzung in der Westbank. Ghetto Gaza können die Israelis offensichtlich gut unter Kontrolle halten.
    • midval 01.04.2018 13:18
      Highlight Highlight @Lisaleh das schreit für mich nach fake news oder nach AfD news. Genau erkundigt?
      Haben sie das getan?
      Was soll der misst wie kann man sich so rechtfertigen!
      Zeigt Israel ihrer meinung nach so ihr wahres gesicht?
      Indem es einfach tötet, so wie die hamas oder was ergaben ihre genauen untersuchungen.
    • Saraina 01.04.2018 14:48
      Highlight Highlight Man hätte ja auch auf Leute schiessen können, die die Grenze effektiv überquert hätten. Es wurden aber alle unbewaffneten Getöteten auf der palästinensischen Seite des Zauns erschossen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • SocialCapitalist 01.04.2018 07:20
    Highlight Highlight Nachdem Israel 5 mal eine 2 Staaten Lösung angeboten hat wird es Zeit das die Palästienser sich gegen die Hamas erheben und auch für eine Friedliche Lösung bereit sind
    • swisskiss 01.04.2018 12:33
      Highlight Highlight Lol. Geschichtskittung vom Feinsten! Weder bei Camp David, Oslo I und II ist die 2 Staatenlösung von israelischer Seite gekommen. Im Gegenteil machten die Israelis Vorbehalte geltend, gegen die in der UNO Resolution definierten Gebiete.

      Mit dem hardliner Netanjahu und der forcierten Siedlungspolitik hat die israelische Seite seit 1996 die Zweistaatenlösung torpediert und macht das auch 20 Jahre später unvermindert weiter.
    • midval 01.04.2018 13:14
      Highlight Highlight Mit der Vertreibung aus dem eigenem Land und illegalem Siedlungsbau?
      Das ist doch kein Angebot!
    • SocialCapitalist 01.04.2018 14:11
      Highlight Highlight Israel zeigt seinen Kindern keine Videos in dennen man Muslimische Kinder ersticht
      In Israel sind 17% der Bewohner Muslime
      Die 3stärkste Partei ist sogar gegen den eigenen Staat
      Das ist Demokratie
      Die Palästinenser haben alle Juden aus dem Gaza vertriben
      Benutzer Bild
  • thompson 01.04.2018 01:21
    Highlight Highlight wird mal sehr spannend zu sehen... wie unsere pro kurden linken in der stadt zürich auf erdogans meinung reagieren..... Hi hi
    • rodolofo 01.04.2018 10:56
      Highlight Highlight Siehe zum Beispiel meinen Kommentar weiter oben!
      Na, ist Dir das Links genug?

Gewalt zwischen Israel und Palästinensern eskaliert – mindestens 7 Tote

Die Gewalt zwischen Israel und militanten Palästinensern im Gazastreifen eskaliert erneut: Bei neuen Zwischenfällen sind Medienberichten zufolge mindestens sechs Palästinenser und ein Israeli getötet worden.

Zuvor habe es seit dem Gazakrieg 2014 kein israelisches Todesopfer mehr infolge des Konflikts mit den Palästinensern in dem Küstengebiet gegeben, berichtete die «Times of Israel» in der Nacht zu Sonntag. Der Mann sei ums Leben gekommen, als eine Rakete ein Wohnhaus in der Stadt Aschkelon …

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