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Israel

Netanjahu will in Korruptionsfällen Konfrontation mit Kronzeugen

04.06.2018, Berlin: Bundeskanzlerin Angela Merkel (r, CDU) und Benjamin Netanjahu, Ministerpraesident von Israel, aeussern sich in einer gemeinsamen Pressekonferenz nach ihrem Gespraech im Bundeskanzl ...
Steht wegen Korruptionsvorwürfen unter Druck: Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu.Bild: dpa

Netanjahu will in Korruptionsfällen Konfrontation mit Kronzeugen

07.01.2019, 22:0707.01.2019, 22:07

Der wegen Korruptionsvorwürfen unter Druck stehende israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat eine Konfrontation mit den Kronzeugen gefordert. Diese solle live im Fernsehen übertragen werden, sagte er am Montagabend im israelischen Fernsehen.

Er habe bereits zwei Mal eine Konfrontation mit den Kronzeugen gefordert, dies sei aber abgelehnt worden.

Die Polizei hat in drei Fällen empfohlen, Anklage gegen Netanjahu zu erheben. Er wird verdächtigt, von befreundeten Milliardären teure Geschenke angenommen zu haben. Einem kritischen Zeitungsverleger soll er angeboten haben, im Gegenzug für positive Berichterstattung dessen Konkurrenzblatt zu schwächen.

Auch dem Telekom-Riesen Bezeq soll Netanjahu in seiner Zeit als Kommunikationsminister im Gegenzug für positive Berichterstattung in einem zum Konzern gehörenden Medium Vorteile gewährt haben. Netanjahu streitet alle Vorwürfe ab und spricht von einer «Hexenjagd» auf ihn. Aktuell muss die Staatsanwaltschaft über eine Anklage entscheiden.

In Israel finden am 9. April vorgezogene Wahlen statt. Regulär sollte erst im November 2019 gewählt werden. Netanjahus Koalition war jedoch zuletzt immer stärker unter Druck geraten und regierte nur noch mit einer hauchdünnen Mehrheit. Ende Dezember hatte Netanjahu die Entscheidung seiner rechts-religiösen Koalition für eine vorzeitige Neuwahl bestätigt. (sda/dpa)

Die Lage ist so schlimm wie seit vier Jahren nicht mehr

Video: srf
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