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«Brüssel hat europäischen Traum verraten»: Tausende Lega-Aktivisten demonstrieren in Rom



epa07217006 Italian Deputy Premier and Interior Minister Matteo Salvini attends a rally staged by the League party in piazza del Popolo, in central Rome, Italy, 08 December 2018.  EPA/GIUSEPPE LAMI

Tausende jubeln Salvini zu. Bild: EPA/ANSA

Zehntausende Anhänger der italienischen Lega haben sich am Samstag in Rom versammelt, um für die populistische Regierung zu demonstrieren. An der Veranstaltung beteiligten sich Lega-Chef und Innenminister Matteo Salvini sowie mehrere Regierungsmitglieder.

«Man wird versuchen, diese Regierung zu stürzen, doch wenn wir zusammenbleiben, kann uns niemand aufhalten», sagte Salvini. Zum Streit mit Brüssel in Sachen Haushaltsplan sagte er: «Wenn die starken Machtgruppen gegen uns sind, bedeutet das, dass wir das Richtige für die 60 Millionen Italiener tun. Wir geben nicht auf.»

Salvini erklärte, die Regierung rechne mit schwierigen Monaten: «Nur geschlossen können wir siegen.» Er kritisierte die Ausschreitungen der Gelbwesten in Frankreich, zeigte jedoch Verständnis für den Protest. «Ich bin gegen jegliche Form von Gewalt. Man muss aber sagen, dass wer Armut sät, Protest erntet», sagte Salvini.

Brüssel hat «Traum verraten»

Brüssel habe den europäischen Traum «verraten». «Wir werden hart für eine neue Europäische Gemeinschaft arbeiten, die auf Beschäftigung, Wachstum und sozialer Gerechtigkeit basiert», sagte Salvini.

Als Erfolge seiner Regierung nannte Salvini den starken Rückgang der Migrantenankünfte infolge der von Italien beschlossenen Hafensperre. «Man hat uns erzählt, dass die Einwanderung ein epochales Phänomen ist. Mit ein wenig Vernunft haben wir hunderttausend Menschenleben gerettet, in dem wir die Ankünfte in Italien verhindert haben», sagte er. (aeg/sda/apa)

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Video: srf

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19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gähn 09.12.2018 10:11
    Highlight Highlight Jahrzehntelang Korruption, Nepotismus und andere wunderbare Sachen um sich selbst zu bereichern.
    Und wer soll daran Schuld sein?
    Ganz klar! Die böse EU.
    Echt jetzt, Italien wird mit solchen Aktionen noch zum größten Comedyclub Europas.
  • Juliet Bravo 08.12.2018 17:09
    Highlight Highlight Den Traum hat Italien selber zerstört. Billig alles auf Brüssel zu schieben.
  • FrancoL 08.12.2018 16:48
    Highlight Highlight Meine Güte erzähl der einen unhaltbaren "Chram". Italien hat sich selbst verraten und nicht die EU den Traum. Italien hat in den letzten 30 Jahren immer mehr verschuldet, Keine Steuerreform angegangen, Steuerbetrug im Grossformat zugelassen, die Mafia ungenügend bekämpft, den Staat ausgehöhlt, kein vernünftiges Arbeitsprogramm auf die Beine gestellt.
    Und die neue Regierung tut was? Sie beschuldigt die EU. Zuerst sollte sie vor der eigenen Tür wischen und das ganz gehörig.
    Italien wäre mit und ohne EU, mit und ohne Euro genau dort wo es heute ist, am Rand eines Bankrotts aus Eigenverschulden.
    • sowhat 08.12.2018 17:10
      Highlight Highlight Aber mit einem vorgeschobenen Sündenbock akzeptiert das Volk schwierige Zeiten etwas länger.
    • rodolofo 08.12.2018 17:22
      Highlight Highlight Das mit dem "Selber schuld!" kann ich so nicht stehen lassen.
      Italiens Wirtschaft wird wie die Wirtschaft von allen südlichen EU-Ländern vom Exportweltmeister Deutschland an die Wand gefahren, da Deutschland vom tiefen Euro-Kurs und seiner hohen Produktivität masslos profitiert, ohne durch einen besseren Lohnschutz seine Konkurrenzfähigkeit zugunsten der südlichen EU-Länder zu verstärken!
      Der harte Schweizer Franken zeigt dabei sehr gut, wo die Deutsche Mark heute wäre.
      Ausserdem wird Italien mit den vielen Flüchtlingen aus Afrika und aus dem Nahen Osten von der EU im Stich gelassen.
      ...
    • rodolofo 08.12.2018 17:28
      Highlight Highlight ...
      Dass Italien sich jetzt querstellt ist für die Brüsseler Zentrale und insbesondere die Deutsche Regierung natürlich äusserst unangenehm und bedrohlich.
      Aber was bisher mehr Schlacht als recht funktioniert hat, nämlich die Risiko-Garantie für Europäische Banken, die reichen Geldsäcken in Griechenland, Spanien, Italien, usw. das Geld nachgeworfen haben und jetzt Rentner und Arbeitslose dafür bezahlen lassen, funktioniert ab sofort nicht mehr!
      Genug ist genug!!!
      Basta!
      Ggnueg Hoi dune!
      (Die Einen haben Geld wie Heu, die Andern haben richtiges Heu ... und Mistgabeln...)
    Weitere Antworten anzeigen
  • koks 08.12.2018 16:32
    Highlight Highlight Italien, Frankreich, Belgien, Holland... Die Bürger haben langsam genug von der Gängelung durch globale und neoliberale Eliten.
    • FrancoL 08.12.2018 18:45
      Highlight Highlight Dann sollten Sie sich aber auch entsprechend benehmen und Italien zB sich nicht im besten neoliberlen Sinn sich a Gogo verschulden.
      Oder denkst Du dass die Lega und der M5S nicht zu dieser neoliberalen Elite gehören? Sie tun so als ob sie nicht dazu gehören, aber sie handeln genau gleich neoliberal; nur weg mit der Verantwortung, die anderen sollen die Schuld tragen.
    • sowhat 08.12.2018 19:49
      Highlight Highlight @Koks, ich habe in Italien nix von der Gängelung Auswärtiger erlebt. Ich habe aber elebt, dass die Behörden sich an Geschäften bereichern, so viel Zeit für eine Bewilligung brauchen, bis der Termin wo man sie hätte brauchen können vorbei ist und ich habe erlebt, dass Mitarbeitende tun und lassen was sie wollen, weil sie fast unkündbar sind. Es gibt noch andere Dinge, die in Italien nicht funktionieren, das sind nur die, die ich erlebt habe.
      Die, von denen ich gelesen habe, erlasse ich dir.

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