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Bild: AP/AP

159 Überstunden in einem Monat – Japanerin stirbt an Überarbeitung

06.10.2017, 08:0506.10.2017, 10:17

Vier Jahre nach dem tödlichen Herzanfall einer jungen Reporterin hat der japanische Sender NHK eingeräumt, dass ihr Tod auf Überarbeitung zurückzuführen sei. Der öffentliche Sender kündigte am Donnerstag (Ortszeit) an, seine Arbeitskultur zu ändern.

Die 31-jährige Politik-Reporterin hatte 159 Überstunden in einem Monat gemacht und war im Juli 2013 tot in ihrem Bett gefunden worden. Ein Jahr danach stellten die japanischen Behörden fest, dass ihr Tod mit Überarbeitung zusammenhänge. Sie hatte in dem Monat vor ihrem Tod nur zwei Tage frei gehabt.

Der Sender NHK machte den Fall aber erst vier Jahre später öffentlich. Der Tod der jungen Frau schockierte die japanische Öffentlichkeit besonders, denn NHK hatte immer wieder das hohe Arbeitspensum in Japan angeprangert und über Fälle von Überarbeitung in anderen Unternehmen berichtet. (sda/afp)

Burnout macht auch keinen Halt vor Schulzimmern

Video: srf/SDA SRF
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27 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Scrat
06.10.2017 10:46registriert Januar 2016
Und unsere schöne Denkfabrik Avenir Suisse faselte diese Woche etwas von Aufhebung der wöchentlichen Maximalarbeitszeit (45 Stunden) und der Möglichkeit, auch 17-Stunden-Tage zu ermöglichen.
Vielleicht sollte man den Denkern in der geschützten Werkstatt einmal ein bisschen die reale Welt näherbringen...
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DeadSoul
06.10.2017 09:38registriert Oktober 2017
Die Japaner haben sowieso eine zemlich krasse Arbeitsmoral.
Sie setzen auf Quantität und Tempo und wollen andere übertrumpfen, soweit ich das richtig in Erinnerung habe. Die Arbeit und Überstunden stehen über allem anderen, weshalb es oft zu solchen Todesfälllen durch Überarbeitung kommt.
Sie haben sogar ein Wort dafür, welches im englischen Duden aufgenommen wurde.
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