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Liveticker

Erste US-Bundesstaaten kündigen Lockerungen an +++ Schweden glaubt an Abwärtstrend

Die Pandemie trifft die Welt mit voller Wucht. Die internationalen News zum Coronavirus im Ticker.



Sars-CoV-2 in der Schweiz
Infogram

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Team watson
Ralph Steiner
Cécile Kienzi
22:33
Nasa will im Mai wieder Astronauten aus zur ISS schicken
Ende Mai will die US-Raumfahrtbehörde Nasa erstmals seit fast zehn Jahren wieder Astronauten von den USA aus zur Internationalen Raumstation ISS schicken. Die Nasa-Astronauten Robert Behnken und Douglas Hurley sollen am 27. Mai an Bord eines «CrewDragon» des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX mit einer «Falcon 9»-Rakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral aus starten, teilte Nasa-Chef Jim Bridenstine am Freitag per Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Damit würden erstmals seit 2011 wieder Astronauten von den USA aus zur ISS starten – erstmals befördert von SpaceX. Das Unternehmen hat bislang nur Fracht zur ISS transportiert. Wegen der Corona-Krise wird es allerdings beim Start Beschränkungen für die Zahl der Zuschauer auf dem Weltraumbahnhof im US-Bundesstaat Florida geben. (pre/sda)
22:25
Auch Rolling Stones bei grossem Benefizkonzert
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wollen nun auch die Rolling Stones andere Weltstars wie Elton John, Paul McCartney, Stevie Wonder und Taylor Swift bei einem virtuellen Benefiz-Konzert unterstützen. Die britische Rockband um Mick Jagger werde mit mehr als 100 Grössen aus Musik, Fernsehen und Sport bei dem Event «One World together at home» mitmachen, gaben die Veranstalter am Freitag bekannt.

US-Sängerin Lady Gaga ist als Mit-Organisatorin gemeinsam mit der Hilfsbewegung Global Citizen an Bord. Mit dem Konzert soll Geld zugunsten eines Fonds der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gesammelt werden. Das Konzert besteht aus zwei Teilen: Am Samstag (18. April, 20.00 bis 02.00 Uhr) ist es als mehrstündiger digitaler Livestream in sozialen Medien und bei zahlreichen Streaming-Anbietern zu sehen, in der Nacht zum Sonntag dann als globale TV-Show ebenfalls im Netz und bei Fernsehsendern wie NBC und CBS. (pre/sda)
FILE - This Aug. 22, 2019 file photo shows, from left, Ron Wood, Mick Jagger, Charlie Watts and Keith Richards of the Rolling Stones performing in Pasadena, Calif. The band announced Thursday, Feb. 6, 2020, that they will kick off a 15-city leg of their No Filter tour beginning in May 2020 in San Diego. (Photo by Chris Pizzello/Invision/AP, File)
Ron Wood,Mick Jagger,Charlie Watts,Keith Richards
22:06
Erste US-Bundesstaaten kündigen Lockerungen an
Nach den neuen Richtlinien von US-Präsident Donald Trump in der Corona-Krise haben erste Bundesstaaten vorsichtige Lockerungen der Schutzmassnahmen angekündigt. Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, sagte am Freitag in Austin, derzeit geschlossene Läden könnten von Freitag nächster Woche an wieder öffnen, wenn sie Waren lieferten, schickten oder zur Abholung bereitstellten. Mit der Wiedereröffnung von Parks unter Verwaltung des Bundesstaats werde bereits am Montag begonnen. Besucher müssten aber Schutzmassnahmen befolgen. Schulen blieben in diesem Schuljahr geschlossen.

Minnesotas Gouverneur Tim Walz kündigte am Freitag an, dass unter anderem Parks, Wanderwege, Golfplätze, Freiluft-Schiessstände und Läden zum Verkauf von Angelködern wieder öffnen könnten, wenn Besucher Schutzmassnahmen befolgten. «Es ist wichtig für uns, aktiv zu bleiben und die Natur zu geniessen und gleichzeitig die Verbreitung von Covid-19 zu verhindern», sagte Walz nach einer Mitteilung. In Vermont können unter bestimmten Bedingungen Händler wieder öffnen und Bauarbeiten wieder aufgenommen werden.

Trump will die USA mit den am Donnerstag vorgestellten Richtlinien in drei Phasen auf den Weg zur Normalität zurückführen und die Wirtschaft graduell wieder öffnen. Eine landesweite Schliessung könne keine langfristige Lösung sein, betonte Trump. Er heizte am Freitag Proteste von Konservativen gegen strenge Schutzmassnahmen an. Auf Twitter schrieb der Republikaner in Grossbuchstaben unter anderem «Befreit Michigan!» und «Befreit Minnesota!» – beide Bundesstaaten werden von demokratischen Gouverneuren regiert, die strenge Schutzmassnahmen erlassen haben. In den jeweiligen Hauptstädten Lansing und Saint Paul war es in den vergangenen Tagen zu Demonstrationen gekommen. (pre/sda)
epa08342078 An aerial photo made with a drone shows people walking on a path along Lake Michigan in Evanston, Illinois, USA, 03 April 2020.  Illinois remains under a stay at home order issued by Illinois Governor to limit the spread of COVID-19 coronavirus.  EPA/TANNEN MAURY
20:52
Zahl der neuen Corona-Patienten in Frankreich sinkt
In Frankreich sinkt die Zahl der in Krankenhäusern aufgenommenen Coronavirus-Patienten nach Angaben der Gesundheitsbehörden weiterhin leicht. Den dritten Tag in Folge seien weniger Menschen in Kliniken gebracht worden, sagte Gesundheitsdirektor Jerôme Salomon am Freitag. Innerhalb von 24 Stunden seien es 115 weniger gewesen als im Vergleich zum Vortag. «Es ist ein langsamer, aber stetiger Rückgang», sagte Salomon. Die Zahl der registrierten Todesfälle stieg auf rund 18'680.

Insgesamt seien seit Beginn der Pandemie mehr als 34'000 Patientinnen und Patienten, die in einem Krankenhaus behandelt werden mussten, wieder nach Hause zurückgekehrt, so Salomon. Die erste Infektionswelle sei abgeschwächt worden, weil sich die Bürger an die Ausgangsbeschränkungen halten würden, betonte Salomon. In Frankreich gilt seit Mitte März eine strikte Ausgangssperre. Sie soll noch bis zum 11. Mai fortgesetzt werden.

Der französische Staatsrat schränkte indes die Machtbefugnisse von Bürgermeistern im Rahmen der Coronavirus-Beschränkungen ein. Diese müssten sich an die vom Staat vorgegebenen Massnahmen halten und dürften diese nur verschärfen, wenn es Umstände in ihren Gemeinden erforderten, teilte der Staatsrat mit. Hintergrund der Verfügung war eine Gerichtsentscheidung gegen die Massnahme des Bürgermeisters des Pariser Vororts Sceaux, der das Tragen von Schutzmasken verpflichtend machen wollte. Landesweit ist eine entsprechende Vorgabe in Frankreich nicht in Kraft. (pre/sda)
epa08336634 Medical staff takes care of a French patient at the intensive care unit of the University Hospital in Essen, Germany, 01 April 2020. The University Hospital Essen is treating eight patients from France who are seriously ill with the corona virus. Countries around the world are taking increased measures to stem the widespread of the SARS-CoV-2 coronavirus which causes the COVID-19 disease.  EPA/FRIEDEMANN VOGEL Photo was taken through a window
19:52
Millionen US-Bürger verlieren ihre Krankenversicherung
Infolge des dramatischen Anstiegs der Arbeitslosigkeit in den USA haben einer Studie zufolge innerhalb eines Monats Millionen Menschen ihre Krankenversicherung verloren. Weil fast die Hälfte der Arbeitnehmer in den USA über den Arbeitgeber krankenversichert seien, hätten bis zu 9,2 Millionen Menschen ihren Schutz verloren oder könnten sich die neuen Beiträge wohl nicht mehr leisten, hiess es in der Studie des Instituts für Wirtschaftspolitik (EPI). Wegen der Corona-Krise haben in den USA seit Mitte März rund 22 Millionen Menschen Arbeitslosenhilfe beantragt.

Der führende demokratische Senator Bernie Sanders schrieb angesichts der Schätzung am Freitag auf Twitter, es sei «skandalös und nicht nachhaltig», dass die Krankenversicherung in den USA immer noch vom Arbeitgeber abhänge. Sanders setzt sich seit langem für eine umfassende staatliche Krankenversicherung ein. Die USA sind praktisch das einzige entwickelte Industrieland ohne eine solche Option.

Eine exakte Zahl, wie viele Menschen in den vergangenen Wochen ihre Krankenversicherung verloren haben, gab es zunächst nicht, weil die Daten nicht sofort zentral erfasst werden. Das Institut für Wirtschaftspolitik forderte in seiner am Donnerstag veröffentlichten Analyse, die Regierung müsse allen helfen, die ihren Job wegen der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Epidemie verloren hätten. (pre/sda)
FILE - In this April 13, 2020, file photo, a patient arrives in an ambulance cared for by medical workers wearing personal protective equipment due to COVID-19 concerns outside NYU Langone Medical Center, in New York. The coronavirus has breathed fresh life into old conspiracy theories and inspired a mishmash of new ones, with a cast of villains that includes Bill Gates, 5G wireless technology, the United Nations and President Donald Trump’s political foes. The baseless claims spreading on social media also feature videos taken outside hospitals treating COVID-19 patients. (AP Photo/John Minchillo, File)
19:37
Taylor Swift sagt alle Konzerte für 2020 ab
Wegen der Corona-Pandemie hat die US-Sängerin Taylor Swift (30) alle Konzerte und öffentlichen Live-Auftritte für 2020 abgesagt. «Die Sicherheit und Gesundheit der Fans sollten immer unsere allererste Priorität sein», hiess es in einer Mitteilung, die die Musikerin am Freitag veröffentlichte. Für dieses Jahr geplante Konzerte in den USA und Brasilien sollten auf 2021 verschoben werden.

«Ich bin so traurig, dass ich euch alle nicht bei Konzerten sehen werde dieses Jahr, aber ich weiss, dass es die richtige Entscheidung ist», schrieb Swift dazu beim Kurznachrichtendienst Twitter. «Ich werde euch so bald wie möglich wieder auf der Bühne sehen, aber jetzt ist für uns alle wichtig, dass wir uns an diese Quarantäne halten.» (pre/sda)
19:17
Trump: Zahl der Corona-Toten in China ist in Wahrheit «viel höher»
US-Präsident Donald Trump zufolge sind in China wesentlich mehr Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben, als das Land einräumt. In Bezug auf die von chinesischen Behörden am Freitag nach oben korrigierte Opferzahl in der Metropole Wuhan schrieb Trump auf Twitter, deren wahre Zahl sei noch «wesentlich höher» als jetzt angegeben. Die Zahl der Corona-Toten in China insgesamt sei auch höher als jene in den USA, schrieb Trump. Das stand allerdings im Widerspruch mit den offiziellen Zahlen, wonach es in China mehr als 4600 Todesfälle gab und in den USA bislang rund 34'000. Trump hatte Chinas offizielle Zahlen bereits zuvor in Frage gestellt.

Die zentralchinesische Stadt Wuhan hatte am Freitag überraschend die Zahl ihrer Corona-Toten um rund 50 Prozent nach oben korrigiert. Demnach sind in der Metropole, in der die Pandemie ihren Ausgang genommen hatte, weitere 1290 Menschen in Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Damit erhöhte sich die Gesamtzahl der Toten in Wuhan auf 3896. Die landesweite Gesamtzahl von bisher 3342 Toten in China wurde am Freitag zunächst noch nicht offiziell korrigiert, dürfte sich damit aber auf mehr als 4600 erhöht haben. Die neuen Angaben bestätigen Vermutungen, dass in den offiziellen chinesischen Statistiken viele Fälle nicht mitgerechnet worden waren. (sda/dpa)
18:58
Serbien spendet dem Kosovo 1000 Corona-Tests
Serbien hat seiner ehemaligen, abtrünnig gewordenen Provinz Kosovo 1000 Test-Kits für die Corona-Diagnose gespendet. Die Lieferung traf am Freitag in der Republik Kosovo ein, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in der kosovarischen Hauptstadt Pristina bestätigte. Die Schenkung sei Teil der regionalen Zusammenarbeit, die zur Zurückdrängung des Sars-CoV-2-Virus vereinbart wurde, fügte er hinzu.

Die humanitäre Geste aus Belgrad fiel Beobachtern dennoch auf. Serbien ist nicht bereit, die staatliche Unabhängigkeit des heute fast ausschliesslich von Albanern bewohnten Kosovos anzuerkennen. Nach einem bewaffneten Aufstand kosovo-albanischer Milizen und einer Nato-Intervention hatte sich das Kosovo 1999 von Serbien abgespalten. Zunächst war es von der UN-Verwaltung Unmik regiert worden. 2008 erklärte es sich für unabhängig. Die EU bemüht sich seit Jahren, den beiden Balkanstaaten dabei zu helfen, ihr Verhältnis zu normalisieren. Seit fast anderthalb Jahren liegen aber Verhandlungen und Gespräche auf Eis. (pre/sda)
epa08369302 Staff of the Pasteur Institute in protective suits collect blood samples for serological tests at a drive-thru coronavirus testing laboratory in Tunis, Tunisia, 17 April 2020. Countries around the world take measures to stem the widespread of the SARS-CoV-2 coronavirus which causes the COVID-19 disease.  EPA/MOHAMED MESSARA
18:13
Mehr als 1000 Fälle nach Ausbruch auf Flugzeugträger
Mehr als tausend Soldaten haben sich bei einem Coronavirus-Ausbruch auf dem französischen Flugzeugträger «Charles de Gaulle» infiziert. Mehr als 2000 Militärs, die auf dem Flugzeugträger oder ihren Begleitschiffen unterwegs waren, seien getestet worden, sagte Frankreichs Verteidigungsministerin Florence Parly am Freitag.

Einige warten immer noch auf ihre Testergebnisse, die Zahl könnte also noch steigen. Bisher gebe es 1041 positive Tests; mehr als 500 Militärs hätten Symptome, 24 seien im Krankenhaus, einer von ihnen werde auf der Intensivstation behandelt, sagte die Ministerin. Das riesige Kriegsschiff war Ostersonntag im südfranzösischen Hafen Toulon eingelaufen, nachdem an Bord Dutzende Infektionen bestätigt worden waren. Die Soldaten wurden in Toulon und Umgebung für zwei Wochen isoliert. Der Ursprung der Kontamination ist weiter offen.

Die Besatzung hatte nach einem Zwischenstopp in Brest Mitte März keinen externen Kontakt mehr. Bei der Entscheidung, diesen Zwischenstopp beizubehalten, sei das Wissen über das Virus begrenzter als heute gewesen, sagte Parly. «Die während dieses Zwischenstopps geplanten Aktivitäten und insbesondere die Ankunft der Familien an Bord wurden abgesagt.» Auf der anderen Seite hätten die Soldaten ihre Familien an Land sehen können. «Es wurden Vorkehrungen getroffen, um die Risiken während dieser Ausflüge zu begrenzen.» (pre/sda)
epa08367136 A handout photo made available by the French Defense Ministry on 16 April 2020 shows officers getting prepared to work on cleaning and disinfecting the French nuclear aircraft carrier Charles De Gaulle in Toulon, France, 15 April 2020. The French Defense Minister announced on 15 April 2020 that 668 people tested positive for the coronavirus in the aircraft carrier Charles de Gaulle.  EPA/BENOIT EMILE  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES
18:10
Schweden sieht Anzeichen für Abwärtstrend
Die schwedische Gesundheitsbehörde sieht einen Trend, wonach die Zahl der Menschen, die im Land mit Covid-19 sterben, zurückgeht. Am Freitag wurden 67 neue Todesfälle bekannt – merklich weniger als in den Tagen zuvor. «Wir sehen einen Abwärtstrend. Es gibt immer noch eine grosse Anzahl von Verstorbenen pro Tag, aber wir sehen keinen Anstieg, sondern eine Verlangsamung», sagte Karin Tegmark Wisell von der Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten am Freitag.

In Schweden waren bis Freitag 1400 Menschen an der Virusinfektion gestorben, sehr viel mehr als in den anderen nordischen Ländern. Nach Einschätzung des Staatsepidemiologen Anders Tegnell liegt das vermutlich daran, dass in Schweden viele ältere Menschen in Altersheimen erkrankten und starben. Tegnell sagte am Donnerstag in einer Debatte im norwegischen Fernsehen, mathematischen Modellen zufolge sei es möglich, dass in Stockholm bereits im Mai Anzeichen für eine Herdenimmunität zu sehen sein könnten.

Die schwedische Regierung schreibt der Bevölkerung nicht vor, wie sie sich verhalten soll, um eine Verbreitung des Virus zu bremsen. Die Aufforderungen sind aber dieselben wie in anderen Ländern: Bleibt zuhause, haltet Abstand und wascht die Hände. Versammlungen mit bis zu 50 Menschen sind weiter erlaubt. Auch die Restaurants sind geöffnet, müssen aber sicherstellen, dass die Gäste zwei Meter Abstand voneinander halten können.

Schwedens Aussenministerin Ann Linde sagte am Freitag, es sei ein Mythos, dass in Schweden alles normal weitergehe. «Es gibt keinen vollständigen Lockdown in Schweden. Aber viele Teile der schwedischen Gesellschaft sind eingestellt», so Linde. «Viele Menschen bleiben zuhause und haben aufgehört zu reisen. Viele Unternehmen brechen zusammen. Die Arbeitslosigkeit wird voraussichtlich dramatisch steigen.» (pre/sda)
People sit outside in the sun in central Stockholm Saturday April 11, 2020. Swedish authorities have advised the public to practice social distancing because of the coronavirus pandemic, but still allow a large amount of personal freedom, unlike most other European countries. The new coronavirus causes mild or moderate symptoms for most people, but for some, especially older adults and people with existing health problems, it can cause more severe illness or death. (Anders Wiklund/TT via AP)
17:15
Besucher weg – Thailands Strände erholen sich
An den wegen des Coronavirus für Besucher gesperrten Stränden im Süden von Thailand gibt es Zeichen für eine Erholung der Natur. «In Krisen liegt immer eine Chance», erklärte Umweltminister Warawut Silpa-archa am Freitag. Nach Angaben der für die Meere und Küsten zuständigen Behörde ist das Wasser sichtbar klarer geworden, die Korallen erholten sich.

In der Touristenhochburg Phuket und in Phang Nga wurden elf Nester der gefährdeten Lederschildkröten gezählt - so viele wie seit 20 Jahren nicht mehr. Thailändische Medien berichteten zudem, dass viele der sonst selten gesichteten Tiere zu sehen waren - darunter Dugongs (Gabelschwanzseekühe) und Walhaie.
Dugong
In dem südostasiatischen Land mit 67 Millionen Einwohnern gibt es wegen der Viruskrise Ausgangsbeschränkungen; Parks und Strände wurden geschlossen. Bislang wurden 2700 Infektionen mit Sars-CoV-2 verzeichnet, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. (sda/dpa)
epa08352753 The beach chairs were tidy on an empty beach in Pattaya city, Chonburi province, Thailand, 09 April 2020. Pattaya city will closed for full lockdown to outsiders from 2pm. on 09 April 2020 for prevent the spread of contain the pandemic of COVID-19 disease caused by the SARS CoV-2 coronavirus for 21 days after the number of infections rose in Pattaya.  EPA/NARONG SANGNAK
17:03
US-Währungshüter für vorsichtiges Hochfahren der US-Wirtschaft
Der Neustart der amerikanischen Wirtschaft sollte aus Sicht eines führenden US-Währungshüters sehr vorsichtig und in Stufen erfolgen. Eine Politik der sozialen Distanz sowie Schutzbekleidung wie Masken und Handschuhe seien dazu wahrscheinlich erforderlich, sagte die Präsidentin der Federal-Reserve-Filiale von Cleveland, Loretta Mester, am Freitag dem Sender Bloomberg TV.

«Alle möchten irgendwie zurück zur Arbeit gehen, aber jedem ist klar, dass das wirklich sehr vorsichtig gemacht werden muss,» betonte sie. US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag einen Drei-Stufen-Plan vorgestellt für die Wiedereröffnung der Wirtschaft und die Lockerung der Coronavirus-Beschränkungen.

Nach Einschätzung des Präsidenten des Fed-Ablegers von New York, John Williams, werden die Einschränkungen die US-Konjunktur noch für einige Zeit dämpfen. «Ich glaube, wir haben noch einige harte Tage vor uns und deshalb arbeiten wir so hart daran, die Wirtschaft in dieser Zeit zu unterstützen», sagte Williams dem Sender CNBC. Er bekräftigte seine frühere Einschätzung, dass es einige Jahre dauern könnte, bis sich die US-Wirtschaft von dem Abschwung erholt haben wird, den die Pandemie verursacht hat.

Die Auswirkungen der Seuche und haben dazu geführt, dass Millionen Amerikaner ihren Job verloren haben. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet aktuell damit, dass die US-Wirtschaft wegen der Virus-Krise in diesem Jahr um 5,9 Prozent schrumpfen wird. (awp/sda/reu)
16:56
EU-Parlament stimmt Milliarden-Finanzhilfen zu
Das EU-Parlament hat drei Milliarden Euro aus dem EU-Haushalt für den Kampf gegen die Coronavirus-Krise freigegeben. Mit dem Geld sollen auf EU-Ebene medizinische Hilfsgüter wie Masken und Beatmungsgeräte gekauft und verteilt werden.

Zudem soll der grenzübergreifende Transport von Patienten bezahlt werden. Die Massnahme gehört zu einem Hilfspaket, das die Abgeordneten am Freitag billigten.

Das EU-Parlament stimmte ausserdem für eine Änderung der Richtlinien für den bereits bestehenden Hilfsfonds für besonders arme und benachteiligte Menschen, darunter Obdachlose. Der Hilfsfonds kann damit während der Coronavirus-Pandemie schneller auf Finanzmittel zugreifen.
A homeless man sleeps in the doorway of a building, in Barcelona, Spain, March 15, 2020. (AP Photo/Emilio Morenatti)
Neben direkten Hilfen an die Menschen wird damit Schutzausrüstung für Helfer finanziert. Ausserdem bekommen Hilfsstellen die Möglichkeit, zur Verringerung des Ansteckungsrisikos elektronische Gutscheine beispielsweise für Nahrungsmittel auszustellen. (sda/dpa)
16:54
Mehr als 136'900 Corona-Nachweise in Deutschland - 4020 Tote
In Deutschland sind bis Freitagnachmittag mehr als 136 900 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 16.15 Uhr: Mehr als 133 200 Infektionen). Das entspricht einem Plus von 2,77 Prozent zum Vortag.

Mindestens 4020 (Vortag Stand 16.15 Uhr: 3740) mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang in Deutschland gestorben. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert von Bundesland zu Bundesland. Zudem melden einige der Bundesländer ihre Zahlen jeweils nicht immer zur gleichen Uhrzeit. Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 81 800 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 36 500 nachgewiesenen Fällen und mindestens 1164 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 28 600 Fällen und mindestens 808 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 26 600 bestätigten Fällen und mindestens 874 Toten.

Gerechnet auf 100 000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 279,3 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 164,7. Allerdings ist die Anzahl der erfolgten Tests pro 100 000 Einwohner in den Bundesländern unterschiedlich hoch. (sda/dpa)
16:45
EU-Parlament rügt Ungarn und Polen für Vorgehen in Corona-Pandemie
Das EU-Parlament hat das Vorgehen Ungarns und Polens in der Corona-Pandemie kritisiert. Die Abgeordneten bedauerten, dass die ungarische Regierung den Notstand unbefristet ausgerufen habe, hiess es in einer am Freitag verabschiedeten Resolution.

Zudem rügten die EU-Parlamentarier die polnische Regierung für die geplante Abhaltung der Präsidentenwahl während der Pandemie. Dies könne das Leben polnischer Bürger in Gefahr bringen und das Konzept einer freien, gleichen, direkten und geheimen Wahl untergraben.

Das Vorgehen der beiden Länder in der Gesundheitskrise sorgt schon seit Wochen für Kritik. In Polen hält die Regierungspartei PiS an der Präsidentenwahl im Mai fest. Kritiker erklären, ein freier und fairer Wahlkampf sei wegen der Pandemie aber unmöglich. In Ungarn liess sich Ministerpräsident Viktor Orban Ende März vom Parlament mit umfassenden Sondervollmachten ausstatten. Mit ihnen kann er bis auf weiteres ohne Befristung und ohne parlamentarische Kontrolle auf dem Verordnungswege regieren.

Das Europaparlament forderte die EU-Kommission auf zu prüfen, ob die Sofortmassnahmen den EU-Verträgen entsprächen - andernfalls müssten Verstösse bestraft werden, heisst es in dem Papier. Die Abgeordneten äusserten sich in der Resolution zudem besorgt über die Lage der Flüchtlinge auf den griechischen Inseln in der Ägäis. Sie forderten eine Einhaltung des EU-Asylrechts. (sda/dpa)
16:25 Uhr: Macron teilt gegen China aus – der Konter folgt sogleich
von Ralph Steiner
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat in einem Interview mit der Financial Times Chinas Krisenmanagement kritisiert. Auf die Frage, ob autoritäre Regimes besser in der Lage seien, Krisen wie die aktuelle rund um das Coronavirus zu bewältigen, antwortete Macron, dass es «naiv» sei, zu sagen, Chinas Krisenmanagement funktioniere besser als das anderer Länder. Es gebe «offensichtliche Dinge, die geschehen sind, von denen wir nichts wissen».

Der Konter von Chinas Aussenministerium folgte sogleich, es sei «nutzlos» über Vor- und Nachteile der verschiedenen politischen Systeme zu streiten. Zudem bestritt die chinesische Regierung auch jegliche Verschleierung, was die registrierten Todesfälle betrifft, diese Zahl wurde diese Woche massiv nach oben korrigiert. «Es hat nie eine Verschleierung gegeben und wir werden nie eine Verschleierung zulassen.» Es wurden lediglich «Verzögerungen, Auslassungen und Ungenauigkeiten» bei der Erfassung der Todesfälle zu Beginn der Epidemie eingeräumt. Diese seien jedoch auf die Überfüllung der Krankenhäuser zurückzuführen.
epa08366731 French President Emmanuel Macron attends a video conference call with French virologist and President of the Research and Expertise Analysis Committee (Comite Analyse Recherche et Expertise, CARE) Francoise Barre-Sinoussi (unseen) on ongoing efforts to accelerate the development and access to vaccine and treatment against the coronavirus at the Elysee Palace in Paris, France, 16 April 2020.  EPA/YOAN VALAT / POOL
15:50
Ivanka Trump reiste privat nach New Jersey
Ivanka Trump wurde öffentlich kritisiert, weil sie selbst entgegen den Empfehlungen des Bundes, Zuhause zu bleiben, nach New Jersey reiste. Sie flog mit ihrem Ehemann und ihren drei Kindern von Washington DC nach Bedminster, um das Pessachfest zu feiern. Das Weisse Haus hat sie verteidigt und fügte hinzu, «dass das Reisen nicht anders war als das Reisen zur / von der Arbeit» und «der Ort weniger bevölkert war als die Umgebung in der Nähe ihres Hauses» in Washington. Sie habe sich an die Social Distancing regeln gehalten. Ivanka Trump ist die älteste Tochter des Präsidenten und eine hochrangige Beraterin des Weissen Hauses.
epa08349272 Ivanka Trump listens to US President Donald J. Trump as he makes remarks during  a Small Business Relief Update in the Roosevelt Room of the White House in Washington, DC, USA, 07 April 2020. President Donald Trump announced in March that companies affected by the coronavirus will be given $50 billion more in low-interest loans federally guaranteed by the Small Business Administration.  EPA/Doug Mills / POOL
Londoner applaudieren für Pflegepersonal – aber ohne Social Distancing
von Cécile Kienzi
Welch Ironie: In London auf der Westminster Bridge applaudieren eine Gruppe Menschen für die Arbeit des Pflegepersonals, aber ohne dabei den Mindestabstand einzuhalten. Die Polizei klatscht fröhlich mit, anstatt die Menschen auf ihren Fauxpass aufmerksam zu machen.

15:10
Maskenpflicht in Sachsen
Sachsen hat als erstes Bundesland Deutschlands für den öffentlichen Nahverkehr sowie für den Einzelhandel eine Maskenpflicht beschlossen.

Die Regelung gelte von Montag an, sagte Ministerpräsident Kretschmer nach einer Kabinettssitzung in Dresden. Zur Abdeckung von Nase und Mund müsse es keine teure FFP2-Maske sein. Es reiche auch ein einfaches Tuch oder ein Schal, betonte der CDU-Politiker.
epa07793242 Saxony State Premier Michael Kretschmer of the Christian Democratic Union (CDU) during a panel discussion with coal miners at the IG BCE trade union headquarters in Dresden, Germany, 25 August 2019. The IG Bergbau, Chemie, Energie is one of Germany's big trade unions, representing workers from the mining, chemical and energy industry. On 01 September 2019 regional state elections will be held in Saxony and Brandenburg. The coal industry and its impact on the climate change is one of the big campaigning issues in the brown coal mining area of Saxony.  EPA/CLEMENS BILAN
14:05
Indonesien Corona-Brennpunkt in Südostasien
Indonesien hat bei der Zahl der registrierten Corona-Fälle die Philippinen überholt und liegt jetzt an der Spitze in Südostasien. Bis zum Freitag wurden nach Angaben der Regierungs-Taskforce 5923 Infektionen mit Sars-CoV-2 gemeldet, was die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. 520 Menschen starben.

Die Hälfte der Fälle und der Toten gab es in der Hauptstadt Jakarta. Für die Region mit 30 Millionen Menschen gelten einige Corona-Auflagen, darunter das Verbot von Versammlungen mit mehr als fünf Menschen. Indonesien hat rund 260 Millionen Einwohner. (sda/dpa)
13:51
Ankara ermittelt wegen Spenden gegen Istanbuls Bürgermeister
Das türkische Innenministerium hat wegen einer Spendenaktion der Millionenmetropole Istanbul für bedürftige Bürger in der Corona-Krise Ermittlungen gegen den von der Opposition gestellten prominenten Bürgermeister Ekrem Imamoglu eingeleitet.

Das bestätigte eine Sprecherin Imamoglus am Freitag. Imamoglu hatte die Hintergründe in einem am Freitag erschienenen Interview der Zeitung «Sözcü» erklärt. Die Menschen hätten bereits umgerechnet rund 120'000 Euro gespendet, als das Konto eingefroren worden sei.

«Der Spende der Gesellschaft an die Gemeinde auf diese Weise einen Riegel vorzuschieben, ist eine Schande. Wer auch immer das unterschrieben hat, sollte sich schämen», sagte Imamoglu. «Noch dazu wurden Ermittlungen gegen mich eingeleitet.» Auch gegen den von der Opposition gestellten Bürgermeister der Hauptstadt Ankara werde vorgegangen.

Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte diese und ähnliche Aktionen in anderen oppositionsgeführten Städten vor rund zwei Wochen verbieten lassen, aber gleichzeitig eine eigene Spendeninitiative gestartet. Er warf der Oppositionspartei CHP vor, als «Staat im Staate» vorzugehen. Die Sprecherin aus Imamoglus Team, Ilayda Kocoglu, sagte, das Verbot der Regierung sei erst nach Beginn der städtischen Spendenaktion erfolgt. Die Geldsammlung sei nicht rechtswidrig gewesen.

Hintergrund der Affäre ist unter anderem die scharfe Rivalität Erdogans mit dem CHP-Politiker Imamoglu. Imamoglu hatte im vergangenen Jahr die Bürgermeisterwahl in der grössten Stadt der Türkei gegen den Kandidaten von Erdogans Regierungspartei AKP gewonnen - und zwar sowohl im regulären Wahlgang als auch in einer Wiederholung. Viele sehen in Imamoglu bereits einen zukünftigen Präsidentschaftskandidaten. (sda/dpa)
Japaner erscheinen an Abschlusszeremonie als Roboter
von Cécile Kienzi
Um dennoch an ihrer Abschlussfeier teilnehmen zu können, erscheinen Japanische Studenten als Avatar-Roboter, welche sie selbst aus ihren Häusern fernsteuern können. Die Roboter trugen für die Zeremonie sogar Abschlusskappen und -kleider sowie Tablets, auf denen die Gesichter der Absolventen via Videochat projiziert wurden. Werden so die Abschlussfeiern der Zukunft aussehen?
13:19
Transfer von Migranten von "Alan Kurdi" auf Quarantäneschiff begonnen
Der Transfer von rund 145 Migranten vom Rettungsschiff «Alan Kurdi» auf eine italienische Fähre zur Quarantäne hat begonnen.

Die Menschen sollten vor Palermo auf der «Raffaele Rubattino» des privaten Betreibers Tirrenia vom Roten Kreuz versorgt werden, erklärte der Sprecher der deutschen Hilfsorganisation Sea-Eye, Gorden Isler, am Freitag. Die Aktion werde vermutlich etwas länger dauern.

Auf der Fähre sollten die Menschen einen Test auf das Coronavirus machen, erklärte Palermos Bürgermeister Leoluca Orlando. Sie werden zwei Wochen auf dem Schiff sein. Auch die Besatzung muss in Quarantäne.

Italien hatte erklärt, dass man wegen der Corona-Pandemie keine Migranten an Land lassen könne, weil diese nicht gesundheitlich versorgt werden könnten. Wohin die Geflüchteten nach der Quarantäne kommen, ist unklar. Möglich ist eine Verteilung auf andere EU-Länder. (sda/dpa)
Die Flüchtlinge, die seit 10 Tagen auf dem blockierten Rettungsschiff "Alan Kurdi" vor Sizilien ausharren müssen, verzweifeln zunehmend. (Archivbild)
13:17
Deutsche Regierung hat mehr als 240 000 Bürger heimgeholt
Einen Monat nach Beginn der Rückholaktion der deutschen Regierung sind mehr als 240 000 wegen der Corona-Krise im Ausland gestrandete Deutsche wieder zu Hause.

Aussenminister Heiko Maas sagte am Freitag in Berlin, bei dieser grössten Rückholaktion in der Geschichte der Bundesrepublik sei «grossartiges vollbracht» worden. Bis in die nächste Woche sind weiter Sonderflüge mit den vom Auswärtigen Amt gecharterten Maschinen geplant, um Deutsche vor allem aus Südafrika und Südamerika, aber auch von Pazifikinseln zurückzuholen. Danach werden sich die Botschaften zusammen mit den europäischen Partnern um die noch verbleibenden Einzelfälle kümmern.

Am Freitag und Samstag waren die letzten Flüge aus Argentinien und Peru sowie von den Inseln im Südpazifik geplant. Selbst aus Vanuatu, Tonga und von den Cook Inseln werden Deutsche abgeholt. Aus Südafrika sind noch sieben Flüge geplant. Dann sind die Rücktransporte in grossem Stil vorbei. (sda/dpa)
12:27
Starker Anstieg in Singapur
In Singapur ist die Zahl der Corona-Fälle in den vergangenen Tagen stark angestiegen. Am Donnerstag wurden 728 neue Infektions-Fälle registriert. Das Virus hat sich gemäss der «New York Times» in Unterkünften von Gastarbeitern stark verbreitet, wo bis zu 20 Personen in einem Zimmer auf engstem Raum zusammenleben.

Singapur galt lange als sehr erfolgreich im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Mittels Überwachung wurden potentielle Corona-Fälle schnell isoliert. Nun spitzt sich die Lage aber deutlich zu, wie folgende Grafik zeigt:

11:27
Vorerst keine Gesichtsmasken-Pflicht in Deutschland
Die deutsche Regierung setzt beim Tragen von Gesichtsmasken im Alltag weiter auf Freiwilligkeit und lehnt eine Pflicht vorerst ab. «Mein Eindruck ist, dass die meisten Bürgerinnen und Bürger sehr verantwortlich mit der momentanen Lage umgehen», sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Freitag in Berlin.

Immer mehr Menschen würden einen Mund-Nasen-Schutz tragen. «Abschliessend und grundsätzlich setze ich eher auf Freiheit, Einsicht, Mitmachen, Akzeptanz durch Überzeugen mit Argumenten, weil aller Erfahrung nach Gebote eher Unterstützung bringen als Verpflichtungen», sagte Spahn. Zunächst solle die Entwicklung in den kommenden Tagen abgewartet werden. (sda/dpa)
Supermarket employees and customers wear protective masks in a shop in Vienna, Austria, Wednesday, April 1, 2020. In Austria protective masks should be worn in shops from Wednesday on. The Austrian government has moved to restrict freedom of movement for people, in an effort to slow the onset of the COVID-19 coronavirus. The new coronavirus causes mild or moderate symptoms for most people, but for some, especially older adults and people with existing health problems, it can cause more severe illness or death. (AP Photo/Ronald Zak)
11:19
Kliniken in Österreich sollen schrittweise in Normalbetrieb übergehen
Nach dem Ausnahmezustand wegen der Corona-Krise können die Kliniken in Österreich schrittweise wieder in einen Normalbetrieb übergehen.

So sollen zum Beispiel verschobene Operationen nun wieder möglich werden, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober am Freitag in Wien. Wichtig sei, dass zugleich Reserven für einen etwaigen Anstieg der Corona-Fälle blieben. Das werde «ein von Vorsicht geprägter Prozess», der sich über Wochen erstrecken werde, so der Minister. Die stringenten Besuchsregeln sollen sich nicht ändern.

Österreich rechnet bis Ende April mit einer weiteren deutlichen Abnahme der Corona-Patienten in den Krankenhäusern. Aktuell lägen rund 900 Menschen mit Covid-19 in den Kliniken, Ende April dürften es noch 500 sein, hiess es. Auffallend sei, dass in Österreich wesentlich weniger positiv auf Sars-CoV-2 getestete Menschen ins Krankenhaus müssten als in vielen anderen Ländern.

Der Zuwachs von nur noch rund 100 Fällen pro Tag bedeute ein Plus von 0,8 Prozent. Dies sei einmalig in Europa, sagte Anschober. Derzeit sind den Angaben zufolge in der Alpenrepublik 4400 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Insgesamt waren in den vergangenen Wochen rund 15 000 Menschen positiv getestet worden. Davon sind 431 gestorben. (sda/dpa)
10:50
Spanier fordern Lockerung der Ausgehsperre
In Spanien werden Rufe nach eine Lockerung der strikten Ausgehsperre immer lauter - speziell mit Blick auf Kinder.

Diese dürfen im Rahmen der seit mehr als einem Monat geltenden strengen Massnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie überhaupt nicht mehr die Häuser oder Wohnungen verlassen. Nur in Italien herrschen ähnlich rigorose Regeln.

Spanischen Medienberichten zufolge denkt die Regierung in Madrid nun darüber nach, ab dem 26. April die Beschränkungen leicht abzuschwächen. So lange dauert der Alarmzustand samt der Beschränkungen noch mindestens.

Zuletzt reihte sich auch Barcelonas Bürgermeisterin Ada Colau in die Reihe derjenigen ein, die eine Lockerung fordern. «Befreit unsere Kinder!», schrieb die Mutter von zwei neun und drei Jahre alten Kindern auf Facebook. Die derzeitige Situation sei untragbar. «Wenn man mit dem Hund raus darf (...), warum müssen unsere Jungen und Mädchen weiter warten?», fragte Colau und forderte, in Absprache mit Gesundheitsexperten eine Lösung zu finden.

Auch Madrids Bürgermeister José Luis Martínez-Almeida warnte, dass die Isolierung im Haus für Kinder eine «enorme psychologische Zermürbung» darstelle.

Ein denkbares Szenario wäre es Berichten zufolge, dass Kinder ab Ende April jeden Tag eine Stunde mit einem Elternteil vor die Tür dürfen, jedoch nur im Umkreis von maximal einem Kilometer. Manche Experten halten dies aber für verfrüht. Es sei besser noch zwei Wochen länger zu warten, bis sich das Gesundheitssystem weiter stabilisiert habe, zitierte die Zeitung «El Independiente» José Ángel Morales, Professor am Institut für Zellbiologie der Complutense Universität Madrid. (sda/dpa)
10:45
Minister: Corona-Ausbruch in Deutschland beherrschbar geworden
Die bisherigen Massnahmen gegen die Corona-Pandemie in Deutschland sind nach Darstellung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erfolgreich gewesen. «Der Ausbruch ist - Stand heute - wieder beherrschbar und beherrschbarer geworden», sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin.
epa08306729 German Health Minister Jens Spahn leaves after a press conference in Berlin, Germany, 19 March 2020. German Health Minister Jens Spahn gave a press conference with the nursing care representative of the German government, Andreas Westerfellhaus, on the coronavirus crisis. Countries around the world are taking increased measures to prevent the wide spread of the SARS-CoV-2 Coronavirus causing the Covid-19 disease.  EPA/CLEMENS BILAN
Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) ist die Ansteckungsrate mit dem neuartigen Coronavirus in Deutschland deutlich gesunken. Die sogenannte Reproduktionsrate (R) liegt bei 0,7. Zehn Infizierte stecken damit nur sieben weitere Menschen an - was bedeutet, dass die Zahl der täglichen Neuansteckungen zurückgeht.

Aussenminister Heiko Maas sagte, er könne noch nicht abschätzen, ob die weltweite Reisewarnung vor dem Sommer aufgehoben werden könne. «Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann man keine Prognose darüber treffen, wie lange die Reisewarnung aufrechterhalten wird», sagte der SPD-Politiker am Freitag in Berlin. Maas hatte Mitte März eine Reisewarnung für alle touristischen Reisen ins Ausland ausgesprochen - ein bisher einmaliger Schritt.

In Deutschland sind bis Freitagvormittag mehr als 134 400 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 10.15 Uhr: Mehr als 131 400 Infektionen). Mindestens 3827 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. (sda/dpa)
10:17
Faktencheck: Wie viele Länder vom Coronavirus betroffen sind
Das Coronavirus breitet sich weltweit aus. Doch bei der Anzahl der von Sars-CoV-2 betroffenen Länder wird im Netz einmal mehr Betrug gewittert und von «Hype» gesprochen.

BEHAUPTUNG: Es gibt auf der Welt weniger als 200 Staaten. Doch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt Corona-Fälle in mehr als 200. Die Behörde übertreibe also.

BEWERTUNG: Die WHO zählt neben souveränen Ländern auch Gebiete und Territorien, die nicht unabhängig sind.

FAKTEN: Die Weltgesundheitsorganisation weist die Corona-Fälle nach eigenen Angaben für Länder, Gebiete und Territorien aus. In 213 davon lagen demnach am Donnerstagmorgen Nachweise des Coronavirus vor. In der Liste einzeln geführt sind etwa das zu Grossbritannien gehörende Gibraltar und die dänischen Färöer, zudem US-Aussengebiete wie Puerto Rico, französische Überseegebiete wie Martinique sowie britische Überseegebiete wie Bermuda.

Als Mitglieder der Vereinten Nationen (UN) sind derzeit 193 unabhängige Staaten aufgeführt. Daneben haben die Palästinensischen Autonomiegebiete und der Heilige Stuhl den Status von ständigen Beobachtern. (sda/dpa)
NASA steuert Mars Rover aus dem Homeoffice
von Cécile Kienzi
Den Mars-Rover vom Küchentisch steuern: Normalerweise sitzen die NASA Mitarbeiter im Jet Propulsion Laboratory der NASA in Südkalifornien, aber seit dem Lockdown sitzen auch sie Zuhause im Homeoffice.
9:53
Friseure in Dänemark dürfen bald wieder arbeiten
In Dänemark gibt es nach der Öffnung von Schulen und Kindergärten weitere Lockerungen in der Corona-Krise. Von Montag an dürfen unter anderem Friseure und Fahrschulen wieder Kunden empfangen. Darauf haben sich die Parteien im dänischen Parlament am Donnerstagabend geeinigt.

Auch die Gerichte und Forschungszentren sollen wieder ihre Arbeit aufnehmen können, hiess es in einer Mitteilung auf der Webseite der Regierung. Restaurants und Unis müssten aber weiter geschlossen bleiben.

Am Mittwoch hatte Dänemark begonnen, die Kindergärten und Schulen wieder zu öffnen. Nach Behördenangaben steckt jede mit dem Virus infizierte Person derzeit im Durchschnitt noch 0,6 andere Menschen an. Bis Freitagmorgen waren in dem skandinavischen Land 321 Todesfälle registriert worden. 353 Dänen waren wegen einer Coronavirus-Infektionen im Krankenhaus, 92 davon auf der Intensivstation. (sda/dpa)
9:45
Amnesty: Millionen in Afrika hungern wegen Corona-Lockdowns
Angesichts drastischer Corona-Ausgangsbeschränkungen im südlichen Afrika hat Amnesty International die Regierungen in der Region aufgefordert, ihren Bürgern Nahrungsmitteln zu Verfügung zu stellen.

Millionen Menschen in der Region müssten wegen der Restriktionen hungern, warnte die Menschenrechtsorganisation am Freitag. «Die Mehrheit der Menschen lebt von der Hand in den Mund; das bedeutet, dass sie es sich nicht leisten können, eine Woche lang - geschweige denn einen Monat - im Lockdown zu verbringen, weil sie keine finanziellen Mittel für das Anlegen von Vorräten haben», sagte der Amnesty-Direktor für das östliche und südliche Afrika, Deprose Muchena. Viele stünden vor der Wahl: Entweder die Massnahmen einhalten und hungern oder für Besorgungen ausgehen und Strafen riskieren.

In Südafrika etwa wurden bereits Lebensmittelgeschäfte geplündert. Das Land hat Ende März eine der weltweit strengsten Ausgangssperren verhängt, zugleich die Landgrenzen geschlossen und den Personen-Flugbetrieb eingestellt.

Nach Ansicht von Amnesty sollten die Länder in der Region erwägen, Lebensmittelsubventionen zu gewähren oder Lebensmittel direkt an «diejenigen zu liefern, die nicht in der Lage sind, sich selbst zu versorgen».

Amnesty kritisierte zudem, dass die mit der Durchsetzung der Ausgangssperren beauftragten Polizisten und Soldaten in Sambia, Simbabwe, Mosambik und Angola «unverhältnismässige Gewalt» anwendeten.

Bis Donnerstag gab es mehr als 17 700 bestätigte Infektionen mit Sars-CoV-2 und 916 gemeldete Todesfälle auf dem Kontinent. Viele afrikanische Länder haben unterschiedlich strenge Einschränkungen der Bewegungsfreiheit und von sozialen Kontakten eingeführt. (sda/dpa)
South African National Defence Forces, patrol the street of a densely populated Alexandra township in Johannesburg, South Africa, Thursday, April 16, 2020. South African President Cyril Ramaphosa extended the lockdown by an extra two weeks in a continuing effort to contain the spread of COVID-19. (AP Photo/Themba Hadebe)
9:42
Corona-Ansteckungsrate in Deutschland deutlich gesunken
Die Ansteckungsrate mit dem neuartigen Coronavirus ist in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) deutlich gesunken. Laut der am Donnerstagabend veröffentlichten Statistik steckt derzeit jeder Infizierte weit weniger als einen weiteren Menschen an. Die sogenannte Reproduktionsrate liegt bei 0,7. Zehn Infizierte stecken damit nur sieben weitere Menschen an - was bedeutet, dass die Zahl der täglichen Neuansteckungen zurückgeht.

«Die R-Schätzung ergibt für Anfang März Werte im Bereich von R gleich 3, die danach absinken, und sich etwa seit dem 22. März um R gleich 1 stabilisieren», hiess es vom RKI. Zum Hintergrund: Steckt ein Mensch mehr als einen weiteren an, liegt der Wert also über 1, nimmt die Zahl der Infektionen zu. Bei einem Wert unter 1 flaut eine Epidemie nach und nach ab.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte im Zuge der Ankündigung erster Lockerungen bei Corona-Massnahmen am Mittwoch deutlich gemacht, dass schon vermeintlich kleine Änderungen der Reproduktionszahl erhebliche Folgen haben können. Zudem rechnen Experten wie für andere Länder auch für Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle. (sda/dpa)
epa08364968 German Chancellor Angela Merkel addresses a press conference about the latest plans of the German government to slowly ease lockdown restrictions imposed during the coronavirus disease (COVID-19) pandemic, at the chancellery in Berlin, Germany, 15 April 2020.  EPA/CHRISTIAN MARQUARDT / POOL
9:36
USA geben 4,6 Millionen Euro für palästinensische Kliniken
Nach massiven Kürzungen finanzieller Hilfen vor zwei Jahren wollen die USA nun die Palästinenser im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus unterstützen.
«Ich freue mich sehr, dass die USA fünf Millionen Dollar (umgerechnet rund 4,6 Millionen Euro) für palästinensische Krankenhäuser und Haushalte zur Verfügung stellen, um dringende, lebensrettende Bedürfnisse im Kampf gegen Covid-19 zu decken», schrieb der US-Botschafter in Israel, David Friedman, am Donnerstagabend auf Twitter.

Im Jahr 2018 hatte die US-Regierung die Finanzhilfen für die Palästinenser fast komplett gestrichen. Unter anderem hatten sie die Zahlungen für das Palästinenserhilfswerk der Vereinten Nationen (UNRWA) eingestellt. 2017 waren dies noch rund 365 Millionen US-Dollar (damals rund 321 Millionen Euro) gewesen. Im August 2018 kürzten die USA allein Finanzhilfen in Höhe von 25 Millionen Dollar (damals rund 22 Millionen Euro) für sechs Krankenhäuser in Ost-Jerusalem.
Hintergrund der Kürzungen war ein politischer Streit. Seit der US-Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels im Dezember 2017 akzeptieren die Palästinenser die USA nicht mehr als neutralen Vermittler in dem Konflikt mit Israel. Sie haben jegliche diplomatische Kontakte zu den USA abgebrochen. (adi/sda/dpa)
epa08332022 Palestinians manufacture protective coverall suits in a small sewing factory in Gaza City, 30 March 2020.  Some of clothing factories in the Gaza Strip has changed its production lines to produce protective equipment, such as protective suits and medical face masks for Israel and West Bank markets amid concerns about the spread of the pandemic COVID-19 disease caused by the SARS-CoV-2 coronavirus.  EPA/MOHAMMED SABER
Im umkämpften Gaza-Streifen nähen Palästinenser Schutzkleidung. (keystone-sda)
9:19
Von der ISS in die Corona-Krise: Raumfahrer sicher gelandet
Nach Monaten auf der Internationalen Raumstation ISS sind drei Raumfahrer mitten in der Corona-Krise wieder sicher auf der Erde gelandet. Die Sojus-Kapsel mit den beiden US-Astronauten Jessica Meir und Andrew Morgan sowie dem Russen Oleg Skripotschka setzte pünktlich und ohne Probleme am Freitag in der kasachischen Steppe auf, wie in einer Live-Übertragung der US-Raumfahrtbehörde Nasa zu sehen war. «Touchdown!», twitterte die Nasa nach der Landung. Alle seien «gesund und munter».

Meir und Skripotschka waren seit September vergangenen Jahres auf dem Aussenposten der Menschheit rund 400 Kilometer über der Erde im Einsatz, Morgan seit Juli 2019. Eine Verschiebung der Rückreise wegen der Pandemie auf einen anderen Zeitpunkt hatte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos ausgeschlossen. Für die Landung galten strenge Regeln: Nur ausgewählte Mitarbeiter durften den Astronauten nach der Landung aus der Kapsel helfen, der Rest musste einen Sicherheitsabstand einhalten. Alle seien vorab auf das Coronavirus getestet worden und die Mitarbeitenden am Landeplatz trugen Mundschutz und Handschuhe. (adi/sda/dpa)
Drei Raumfahrer haben sich von der Raumstation ISS auf den Weg zur Erde gemacht. (Archivbild)
Drei Raumfahrende auf ihrem Weg zurück zur Erde. (keystone-sda)
6:46
Zahlen in Wuhan korrigiert: 1290 Tote mehr als bisher berichtet
epa08356870 Security wearing full protective gears stand in front of the entrance to Leishenshan Hospital, in Wuhan, China, 11 April 2020. An emergency field hospital Leishenshan was build in ten days during the Covid-19 outbreak in Wuhan. Wuhan, the epicenter of the coronavirus outbreak, lifted the lockdown on 08 April 2020, allowing people to leave the city after more than two months.  EPA/ROMAN PILIPEY
Die chinesische Stadt Wuhan hat die Zahl der Corona-Toten überraschend um rund 50 Prozent nach oben korrigiert. Wie die Behörden am Freitag berichteten, sind in der zentralchinesischen Metropole, in der die Pandemie ihren Ausgang genommen hatte, doch noch weitere 1290 Menschen in Folge der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Toten in Wuhan auf 3896 Tote. Bislang waren nur 2579 Tote berichtet worden.

Die landesweite Gesamtzahl von bisher 3342 Toten in China wurde am Freitag zunächst noch nicht offiziell korrigiert, dürfte sich damit aber auf mehr als 4600 erhöhen. Die neuen Angaben bestätigen schon länger bestehende Vermutungen, dass in den offiziellen chinesischen Statistiken viele Fälle nicht mitgerechnet worden waren.

Es wurden mehrere Gründe für die erhebliche Korrektur genannt. So seien Patienten anfangs zuhause gestorben. Auch seien Krankenhäuser überfordert und Ärzte und medizinisches Personal mit dem Ansturm der Infizierten zu beschäftigt gewesen, «was zu verspäteten, fehlenden und falschen Berichten führte», wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. (sda/dpa)
5:15
EU-Finanzminister fordern gemeinsame Schulden für Wiederaufbaufonds
Mehrere europäische Finanzminister setzen sich weiterhin dafür ein, zur Finanzierung des geplanten Wiederaufbaufonds für die europäische Wirtschaft gemeinsame Anleihen auszugeben. Die Stimmen kommen etwa aus Frankreich und Griechenland.

«Der Fonds für den Wiederaufbau sollte uns erlauben, gemeinsam Schulden aufzunehmen. Für die Zukunft, lediglich zeitlich befristet und nur für einen einzigen Zweck, nämlich Investitionen», sagte der französische Finanz- und Wirtschaftsminister Bruno Le Maire der «Welt» vom Freitag. «Der entscheidende Unterschied zu Euro-Bonds wäre, dass wir einen zeitlich befristeten, zielgerichteten Fonds schaffen und nicht darum bitten, auf Dauer vergangene und zukünftige Schulden zu vergemeinschaften.»

Der kroatische Finanzminister Zdravko Maric sagte dem Blatt: «Was den Wiederaufbaufonds und dessen Finanzierung angeht, unterstützen wir sehr die Idee von Corona- oder Euro-Bonds.» Sein Land hat gerade die Präsidentschaft des Europäischen Rates inne und koordiniert die Verhandlungen. Der griechische Finanzminister Christos Staikouras meinte, die Schaffung des Wiederaufbau-Fonds sei zentral, um die europäischen Volkswirtschaften nach der Krise wieder in Gang zu bringen. «Er sollte jede mögliche Art von Finanzierung nutzen, ganz besonders innovative Finanzinstrumente, wie gemeinsam begebene Schuldtitel.» (sda/dpa)
4:37
Chinas Wirtschaft schrumpft im ersten Quartal um 6,8 Prozent
Wegen der Coronavirus-Pandemie ist Chinas Wirtschaft erstmals seit Jahrzehnten geschrumpft. Wie das Statistikamt am Freitag mitteilte, verkleinerte sich das Bruttoinlandprodukt im ersten Quartal im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Vorjahres um 6,8 Prozent.

Es ist der erste negative Wert seit mindestens 1992, als die Volksrepublik damit begann, Wachstumszahlen quartalsweise zu veröffentlichen.

Ein ganzes Jahr mit einer schrumpfenden Wirtschaft verzeichnete China zuletzt 1976. Vergangenes Jahr war die zweitgrösste Volkswirtschaft noch um 6,1 Prozent gewachsen.

Der starke Rückgang verdeutlicht, wie schwer chinesische Unternehmen vom Ausbruch des Coronavirus getroffen wurden. Die strengen Massnahmen gegen die Ausbreitung des Virus hatten die chinesische Wirtschaft seit Ende Januar praktisch zum Stillstand gebracht. Die Auswirkungen wurden daher besonders im Februar spürbar. Seit Wochen nehmen Fabriken und Unternehmen die Arbeit langsam wieder auf. (sda/dpa/reu)
3:17
Uber schreibt bis zu 2,2 Milliarden Dollar ab
Der Fahrdienstvermittler Uber kündigt wegen der Coronavirus-Krise milliardenschwere Abschreibungen an. Gleichzeitig zieht der Konzern seine Jahresprognose zurück.

Das Unternehmen teilte am Donnerstag (Ortszeit) nach US-Börsenschluss mit, dass der Verlust im ersten Quartal aufgrund von Abwertungen in der Bilanz um 1,9 Milliarden bis 2,2 Milliarden Dollar höher als bisher angenommen ausfallen dürfte. Uber steckt ohnehin schon tief in den roten Zahlen; im Schlussquartal 2019 hatte der Konzern ein Minus von 1,1 Milliarden Dollar verbucht.

Die am 6. Februar ausgegebenen Geschäftsprognosen für das laufende Jahr zog Uber zudem zurück - angesichts der Coronavirus-Pandemie sei es derzeit unmöglich, Vorhersagen zu Finanzergebnissen zu machen, hiess es.
2:23
Boeing-Produktion soll kommende Woche wieder anlaufen
Der angeschlagene US-Luftfahrtriese Boeing will die aufgrund der Coronavirus-Krise gestoppte Flugzeugproduktion schon in der kommenden Woche wieder anlaufen lassen. Dies teilte der Airbus-Rivale am Donnerstag (Ortszeit) in Seattle mit.

Der Betrieb in den Fabriken in der Region Puget Sound im Bundesstaat Washington solle ab 20. April schrittweise wieder hochgefahren werden, hiess es. Boeings Aktien reagierten nachbörslich mit einem über achtprozentigen Kurssprung.

Rund 27'000 Beschäftigte sollen laut Boeing die Arbeit wieder aufnehmen. Zunächst würde die Montage von den Modellen 747, 767 und 777 wieder aufgenommen, hiess es weiter. Ab dem 23. oder 24. April auch diejenige der 787. Die Luftfahrtbranche bräuchte aber finanzielle Hilfen vom Staat, sagte Boeing-Chef Dave Calhoun.
2:03
Bulgarien riegelt die Haupstadt ab
Die bulgarische Hauptstadt Sofia ist im Kampf gegen die Ausbreitung des neuen Coronavirus vor den orthodoxen Osterfeiertagen für den Strassenverkehr unbefristet abgeriegelt worden. Fahrzeuge dürfen seit Freitag die Stadt weder verlassen noch in sie hineinfahren.

Nach der Anordnung von Gesundheitsminister Kiril Ananiew sind nur wenige Ausnahmen erlaubt, unter anderem für Polizeiautos und Krankentransporte. Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen in dem ärmsten EU-Land war am Donnerstag sprunghaft auf 800 angestiegen, 38 infizierte Menschen starben.

Die vornehmlich orthodoxen Bulgaren feiern das Osterfest in diesem Jahr am 19. April - eine Woche später als die Westkirchen. Die rund 4000 Gotteshäuser sollen geöffnet bleiben, die Gläubigen wurden aber aufgerufen, wegen der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus zuhause zu beten. Märkte und Blumenbörsen müssen vom orthodoxen Karfreitag bis Ostersonntag geschlossen bleiben. Geöffnet haben nur Supermärkte, Apotheken sowie Tankstellen. In dem Balkanland gilt seit 13. März ein Ausnahmezustand, der bis 13. Mai verlängert wurde. (sda/dpa)
1:26
Trump will USA in drei Phasen wieder öffnen
President Donald Trump speaks about the coronavirus in the James Brady Press Briefing Room of the White House, Thursday, April 16, 2020, in Washington. (AP Photo/Alex Brandon)
Donald Trump
US-Präsident Donald Trump will die USA mit neuen Richtlinien in der Corona-Krise in drei Phasen auf den Weg zur Normalität zurückführen. Dabei will er die Wirtschaft graduell wieder öffnen.

Eine landesweite Schliessung könne keine langfristige Lösung sein, sagte Trump am Donnerstagabend (Ortszeit) im Weissen Haus. Rund 30 Prozent des Landes hätten in den vergangenen sieben Tagen keine neuen Coronavirus-Fälle gemeldet. Trumps Plan sieht eine weitgehende Rückkehr zur Normalität in drei Phasen vor, wenn in Bundesstaaten oder Regionen in den USA bestimmte Kriterien erfüllt sind. Einen genauen Zeitplan beinhalten die Richtlinien aber nicht.

Die ganze Meldung findest du hier.
0:30
Beschränkungen in New York bis Mitte Mai verlängert
Im besonders heftig von der Corona-Pandemie betroffenen US-Bundesstaat New York sind die relativ strengen Ausgangsbeschränkungen bis Mitte Mai verlängert worden. In Absprache mit anderen Bundesstaaten der Region seien die Beschränkungen zunächst bis zum 15. Mai verlängert worden, sagte Gouverneur Andrew Cuomo bei seiner täglichen Pressekonferenz am Donnerstag (Ortszeit). Wie es danach weitergehe, müsse man sehen. «Was passiert danach? Ich weiss es nicht. Das werden wir sehen, je nachdem was die Daten sagen.»

Die Beschränkungen sehen unter anderem vor, dass die Menschen so viel wie möglich zu Hause bleiben sollen und in der Öffentlichkeit Abstand voneinander halten. Ab Freitag müssen in der Öffentlichkeit an belebten Orten zudem Masken oder eine andere Art von Mundschutz getragen werden. «Nicht lebensnotwendige» Geschäfte müssen geschlossen bleiben, Parks sind allerdings nach wie vor auf. Dass die Schulen bis zum Sommer nicht mehr aufmachen sollen, war schon zuvor angekündigt worden.
22:54
Bolsonaro feuert seinen Gesundheitsminister
Aufgrund von Meinungsverschiedenheiten über Massnahmen im Kampf gegen das Coronavirus hat der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro Gesundheitsminister Luiz Henrique Mandetta entlassen. Dies gab Mandetta selbst auf Twitter am Donnerstag bekannt. «Ich habe von Präsident Jair Bolsonaro gerade die Mitteilung über meine Entlassung gehört», schrieb er nach einem Treffen mit Bolsonaro am Regierungssitz in Brasília.

Wie oft in Lateinamerika ist die Solidarität unter den Menschen gross, wer kann, folgt den internationalen Empfehlungen und bleibt zu Hause. Just davon hatten Bolsonaro und Mandetta unterschiedliche Auffassungen. Der Präsident verharmloste das Coronavirus als «gripezinha», löste Massenansammlungen aus und rief zur Rückkehr zur Normalität auf.

Der Gesundheitsminister, seit Beginn der Regierung im Januar 2019 im Amt, vertrat Einschränkungen des öffentlichen Lebens und soziale Distanzierung. Ihre Positionen machten beide öffentlich in Pressekonferenzen und Fernsehinterviews deutlich, woraufhin sich ihr Verhältnis in den vergangenen Wochen verschlechterte.
21:14
Macron: «Ein Moment der Wahrheit»
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sieht in der Corona-Krise eine Gefahr für die Europäische Union, wenn reichere Länder sich nicht solidarisch zeigen. Für Europa sei die Krise ein «Moment der Wahrheit», sagte Macron der «Financial Times». Die reicheren Länder hätten eine besondere Verantwortung. «Wir brauchen Finanztransfers und Solidarität, und sei es nur, damit Europa durchhält.»

Er warnte davor, dass fehlende Solidarität den Populisten in Italien, Spanien und vielleicht Frankreich zum Sieg verhelfen könnten. Es gehe nun darum, «zu entscheiden, ob die Europäische Union ein politisches Projekt oder nur ein Marktprojekt ist. Ich denke, es ist ein politisches Projekt», sagte er.

Macron ist ausserdem der Ansicht, dass die Corona-Krise auch den Kampf gegen den Klimawandel nachhaltig verändern wird. «Wenn wir aus dieser Krise herauskommen, werden die Menschen nicht länger akzeptieren, schmutzige Luft einzuatmen», sagte er. Die Menschen hätten verstanden, «dass niemand zögert, sehr tiefgreifende, brutale Entscheidungen zu treffen, wenn es darum geht, Leben zu retten. Dasselbe gilt für das Klimarisiko». (ram/sda/dpa)
epa08366733 French President Emmanuel Macron (C) attends a video conference call with French virologist and President of the Research and Expertise Analysis Committee (Comite Analyse Recherche et Expertise, CARE) Francoise Barre-Sinoussi (unseen) on ongoing efforts to accelerate the development and access to vaccine and treatment against the coronavirus at the Elysee Palace in Paris, France, 16 April 2020.  EPA/YOAN VALAT / POOL
19:54
Polen lockert Massnahmen
Polen will die Schutzmassnahmen gegen eine weitere Ausbreitung der Corona-Epidemie vorsichtig lockern. Ab kommendem Montag werde der Aufenthalt in Wäldern, Parks und Grünanlagen wieder erlaubt, sagte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki. «Das bringt grösseren psychischen Komfort.»

Zudem dürfen sich Minderjährige ab 13 Jahren künftig wieder ohne Begleitung von Erwachsenen in der Öffentlichkeit bewegen. Auch solle in Geschäften wieder eine grössere Zahl von Kunden zugelassen werden. Bislang sind nur Lebensmittelgeschäfte, Drogerien und Apotheken geöffnet. (ram/sda/dpa)
epa08366401 A monument of Polish soccer player Gerard Cieslik is adorned with a facial mask in Chorzow, southern Poland, 16 April 2020, during the coronavirus disease (COVID-19) pandemic. As a preventive measure to tackle the spread of COVID-19, from 16 April Poles will be required to wear masks in public.  EPA/ANDRZEJ GRYGIEL POLAND OUT
18:59
Opec erwartet drastischen Einbruch der Nachfrage
Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) erwartet einen drastischen Einbruch des Ölverbrauchs. Wie aus dem heute veröffentlichten Monatsbericht hervorgeht, rechnet das Ölkartells im zweiten Quartal mit der schwächsten Nachfrage seit etwa 30 Jahren. (ram/sda)
18:57
Staatliche Hilfe für Qantas und Virgin
Die Fluggesellschaften Qantas und Virgin bekommen in der Corona-Krise Hilfe von der australischen Regierung. Eine Finanzspritze von 165 Millionen Australischen Dollar (101 Millionen Franken) soll Flugverbindungen auf Inlandsrouten auf dem Kontinent möglich machen.

Wie Vize-Premier Michael McCormack erklärte, geht es darum, dass Menschen mit wichtigen Aufgaben etwa in der medizischen Versorgung reisen können. Auch Medizin und Schutzausrüstung soll weiter transportiert werden können. (ram/awp/sda/dpa)
epa08305423 A Qantas aircraft takes off from Sydney Airport in Sydney, Australia, 19 March 2020. According to media reports on 19 March 2020, Qantas has suspended all international flights and will stand down two-thirds of its 30,000-strong workforce until the end of May, due to the coronavirus pandemic.  EPA/JOEL CARRETT AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT
18:54
Litauen riegelt Kleinstadt ab
Nach ersten Lockerungen der Schutzvorschriften haben in Litauen einige Geschäfte wieder geöffnet. In der Hauptstadt Vilnius und weiteren grösseren Städten begannen Hobby- und Baumärkte nach vierwöchiger Schliessung unter strengen Auflagen mit dem Verkauf ihrer Produkte. Es gilt eine Mundschutzpflicht in der Öffentlichkeit.

Auf Beschluss der Regierung hat die Polizei zudem eine Kleinstadt mit gut 4500 Einwohnern abgeriegelt. Um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, dürfen für eine Woche nur noch Menschen die 20 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Vilnius gelegenen Stadt Nemencine betreten, die dort leben oder arbeiten. Die seit Donnerstag geltende Massnahme wurde ergriffen, nachdem in einer Fabrik und einem Pflegeheim eine grössere Anzahl Corona-Fälle aufgetreten war. (ram/sda/dpa)
A policeman wearing a face mask to protect from coronavirus stops a car at a roadblock near Vilnius, Lithuania, Friday, April 10, 2020. The Lithuania government issued a movement order to the public restrict, public movement and impose lockdown on major cities during Easter weekend to prevent the spread of coronavirus in the predominantly Catholic nation. The new coronavirus causes mild or moderate symptoms for most people, but for some, especially older adults and people with existing health problems, it can cause more severe illness or death. (AP Photo/Mindaugas Kulbis)
18:49
BVB erstattet Fans Tickets
Der Bundesliga-Spitzenklub Borussia Dortmund hat allen Fans eine unkomplizierte Ticket-Rückerstattung zugesichert. «Der BVB hat mit der gegenwärtigen Situation wirtschaftlich schwer zu kämpfen. Die meisten BVB-Fans sind ebenfalls von der Krise betroffen, viele spüren Kurzarbeit, Umsatzrückgänge oder gar Arbeitslosigkeit», teilte der Bundesligist mit.

Man werde deshalb von «möglichen künftigen Gesetzesregelungen, die vorsehen, Rückerstattungen durch das Ausgeben von Gutscheinen leisten zu dürfen, keinen Gebrauch machen». Gleichwohl sprach der Klub mit dem grössten Stadion der Liga, das mit über 81'000 Zuschauern praktisch jedes Spiel ausverkauft ist, all jenen Fans einen Dank aus, die auf ihren Rückerstattungsanspruch freiwillig verzichteten. «Um ehrlich zu sein: Es hilft! Die finale Entscheidung liegt aber bei jedem einzelnen Fan alleine», hiess es in der Mitteilung. (ram/sda/dpa)
epa08218331 Dortmund's fans cheer prior to the German Bundesliga soccer match between Borussia Dortmund and Eintracht Frankfurt in Dortmund, Germany, 14 February 2020.  EPA/FRIEDEMANN VOGEL CONDITIONS - ATTENTION: The DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video.
18:44
New York verlängert Massnahmen
Im besonders heftig betroffenen US-Bundesstaat New York sind die relativ strengen Ausgangsbeschränkungen bis Mitte Mai verlängert worden. In Absprache mit anderen Bundesstaaten der Region seien die Beschränkungen zunächst bis zum 15. Mai verlängert worden, sagte Gouverneur Andrew Cuomo vor den Medien. Wie es danach weitergehe, müsse man sehen. Die Beschränkungen sehen unter anderem vor, dass die Menschen so viel wie möglich zu Hause bleiben sollen, «nicht lebensnotwendige» Geschäfte müssen geschlossen bleiben.

Unterdessen verdichten sich auch die Anzeichen für eine Trendwende in der Krise. Die Zahl der Patienten in den Krankenhäusern war am Donnerstag erneut rückläufig, ebenso die Zahl der Patienten auf Intensivstationen und an Beatmungsgeräten. Allerdings wurden auch fast 2000 neue Infektionen festgestellt, 606 Menschen starben zwischen Mittwoch und Donnerstag. Insgesamt sind in dem Bundesstaat mit rund 19 Millionen Einwohnern bereits mehr als 200'000 Menschen infiziert und mehr als 11'000 gestorben. (ram/sda/dpa)
epa08364892 A man sits on the sidewalk in front of closed stores on 42nd street at Grand Central Terminal in New York, New York, USA, 15 April 2020. The United States? Commerce Department reported that retail sales in March 2020 dropped 8.7 percent, one of the largest drops in many decades. Restrictions requiring the shut down of all non-essential businesses are still in place around the United States to stop the spread of the highly-contagious coronavirus which are having massive economic implications. Politicians and public health officials are begining to suggest plans for lifting some rules in an effort to get parts of the economy going again; many health officials are worried this will lead to another spike in COVID-19 cases.  EPA/JUSTIN LANE
18:29
Nächste UEFA-Konferenz
Die UEFA hat für den Dienstag eine Videokonferenz aller 55 Generalsekretäre der Landesverbände einberufen. In dieser sollen die jüngsten Entwicklungen diskutiert werden. Zwei Tage später wird sich auch das UEFA-Exekutivkomitee beraten und über die Auswirkungen für nationale und internationale Fussball-Wettbewerbe sprechen.

Vorrang hat für die UEFA der Abschluss der nationalen Liga- und Pokalwettbewerbe. Ein Notfallplan sieht vor, dass die Spiele, die über die Teilnahme an der Champions und Europa League in der nächsten Saison entscheiden, bis Juli oder August gehen könnten. Die Spiele in der Königsklasse und der Europa League könnten in dieser Saison wieder aufgenommen werden, sobald die nationalen Titel entschieden sind. Laut dem britischen «Telegraph» erwägt die UEFA, den Final der Champions League am Samstag, 29. August, anzusetzen. (ram/sda/dpa)
epa08301242 (FILE) - The Champions League trophy on display during the draw of the first two qualifying rounds of the UEFA Champions League 2015/16 at the UEFA Headquarters in Nyon, Switzerland, 22 June 2015 (re-issued 17 March 2020). The UEFA released on 17 March 2020 saying 'All UEFA competitions and matches (including friendlies) for clubs and national teams for both men and women have been put on hold until further notice'. The UEFA EURO 2020 has been postponed to 2021 amid the coronavirus COVID-19 pandemic.  EPA/VALENTIN FLAURAUD *** Local Caption *** 52020600
16:27
Begeisterung um Mount-Kenya-Foto: Luft wegen Corona sauberer?
Ein Foto von Afrikas zweithöchstem Berg hat in sozialen Netzwerken Begeisterung über eine geringere Luftverschmutzung wegen Corona-Sperren ausgelöst - doch Experten warnen vor vorschnellen Schlüssen.

Auf einem Foto des Instagram-Nutzers Osman Siddiqi ist Mount Kenya klar aus dem rund 140 Kilometer entfernten Nairobi zu sehen. «Die reduzierte (Luft-)Verschmutzung wegen Ausgangssperren und Social Distancing hat die Sicht höchstwahrscheinlich stark verbessert», schrieb er.

Etliche Instagram-Nutzer teilten das Foto und schrieben begeistert, «die Erde atmet». Sie machten die wegen Covid-19 verhängten Restriktionen für eine bessere Luft in Nairobi verantwortlich. Dass dies die Luft verbessert habe, ist aus Expertensicht aber noch nicht bewiesen: Die Daten müssen noch weiter ausgewertet werden, um richtige Schlüsse ziehen zu können.

Mount Kenya ist 5'199 Meter hoch, überragt wird er in Afrika nur vom Kilimandscharo (5'895 Meter). (adi/sda/dpa)
Ein Bild des Mount Kenya. (keystone-sda)
16:08
Über 5.2 Millionen Amerikaner binnen einer Woche arbeitslos
Die Corona-Krise hat binnen vier Wochen 22 Millionen Amerikaner den Job gekostet. Allein in der vergangenen Woche stellten 5,24 Millionen Menschen einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte.

Die Zahl fiel damit etwas höher aus als von Ökonomen erwartet, lag aber deutlich unter dem Wert der Vorwoche von 6,6 Millionen. Die Erstanträge gelten als «Echtzeitindikator» der wirtschaftlichen Lage, da sie mit einer Verzögerung von nur einer Woche veröffentlicht werden.

«Der Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität ist atemberaubend», sagte Chefökonom Joel Naroff vom Beratungshaus Naroff Economics. Ökonomen schätzen, dass die weltgrösste Wirtschaftsmacht im ersten Quartal um bis zu 10,8 Prozent geschrumpft sein könnte. Das wäre der stärksten Rückgang seit 1947.

Angesichts dieser Misere drängt Präsident Donald Trump auf eine rasche Aufhebung des «Shutdowns». Eine rasche Besserung erwarten Ökonomen allerdings nicht. «Der Arbeitsmarkt in den USA wird von der Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens besonders hart getroffen», sagte Helaba-Ökonom Patrick Boldt.

«Einschliesslich dieser Woche gehen wir derzeit davon aus, dass bis Ende Mai weitere 20 Millionen zusätzliche Anträge auf Arbeitslosenunterstützung gestellt werden», sagte Ökonom Joseph Briggs von Goldman Sachs in New York. «Erst danach erwarten wir, dass die neuen Anträge auf ein Niveau fallen werden, das früheren Rezessionen entspricht.» (adi/awp/sda/reu)
Sars-Cov-2, Covid-19, Coronavirus – die wichtigsten Begriffe
Coronaviren sind eine Virusfamilie, die bei verschiedenen Wirbeltieren wie Säugetieren, Vögeln und Fischen sehr unterschiedliche Erkrankungen verursachen.

Sars-Cov-2 ist ein neues Coronavirus, das im Januar 2020 in der chinesischen Stadt Wuhan identifiziert wurde. Zu Beginn trug es auch die Namen 2019-nCoV, neuartiges Coronavirus 2019 sowie Wuhan-Coronavirus.

Covid-19 ist die Atemwegserkrankung, die durch eine Infektion mit Sars-Cov-2 verursacht werden kann. Die Zahl 19 bezieht sich auf den Dezember 2019, in dem die Krankheit erstmals diagnostiziert wurde.

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