DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Liveticker

Corona International: Die Entwicklungen von anfangs Woche

Die Pandemie trifft die Welt mit voller Wucht. Die internationalen News zum Coronavirus im Ticker.
25.03.2020, 08:0525.03.2020, 09:33
  • Italien verzeichnete in den letzten 24 Stunden 743 neue Todesopfer. Damit steigt die Opferzahl auf insgesamt 6820, Italien ist das Land mit den meisten Todesopfern weltweit.
  • Indien hat eine «vollständige Ausgangssperre» für alle 1,3 Milliarden Bürger des Landes verhängt. Das landesweite Ausgangsverbot, das am Dienstagabend in Kraft trat, soll nach Angaben von Premierminister Narendra Modi für mindestens drei Wochen gelten.
  • Das internationale Olympische Komitee hat die Olympischen Spiele in Tokio um ein Jahr verschoben.
  • In China wurde die verhängte Abriegelung der Provinz Hubei weitgehend aufgehoben. Die Stadt Wuhan bleibt jedoch bis zum 8. April isoliert.
  • Wegen der Coronavirus-Pandemie können weltweit rund 860 Millionen Kinder und Jugendliche nach UNO-Angaben nicht mehr zur Schule gehen.
  • Die neuesten Informationen zur Lage in der Schweiz erhältst du hier.
Schicke uns deinen Input
avatar
Der Liveticker ist beendet - Ende - undefined
6:44
Bis zu fünf Jahre Haft für Quarantäne-Brecher in Italien
Die Regierung in Italien hat die Strafen für Verstösse gegen die Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie drastisch erhöht. Wer sich vorsätzlich nicht an eine Quarantäne hält, riskiert bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe. Dies gilt für Menschen, die positiv auf das Coronavirus getestet sind, sich vorsätzlich nicht an die Quarantäneauflage halten und die Wohnung verlassen. Sie können mit Gefängnisstrafen von einem bis zu fünf Jahren bestraft werden, wie es in einem am Dienstagabend veröffentlichten Dekret der Regierung in Rom heisst.

Schon zuvor hatte Ministerpräsident Giuseppe Conte zudem höhere Geldstrafen von 400 bis 3000 Euro angedroht. Bisher drohte bei Vergehen eine Strafe von 206 Euro, auch eine Haft von bis zu drei Monaten war möglich. Das von Conte vorgestellte Dekret sieht vor, dass regionale Autoritäten im Kampf gegen das Virus zeitweise eigene Massnahmen erlassen dürfen, wie der Premier ankündigte.

Italiens Polizei hat seit Einführung der Ausgangsverbote am 10. März mehr als zwei Millionen Menschen kontrolliert. Dabei habe es mehr als 100'000 Anzeigen wegen Verstössen gegeben, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Kontrolliert wurden zum Beispiel Menschen, die versuchen, aus dem stark von der Covid-19-Krankheit betroffenen Norden in Ferienhäuser und zu Familien in den Süden zu fahren. Das ist nicht erlaubt. Ausserdem gehen Sportler joggen, oder Menschen besuchen Freunde. Man darf jedoch die Wohnung nur verlassen, wenn man zum Beispiel unbedingt zur Arbeit muss, zum Arzt oder zum Einkaufen.

Die Zahl der Menschen, die in Italien positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet wurden, stieg bis Dienstag auf mehr als 69'000. Die Massnahmen gegen die Ausbreitung des Virus gelten bis 3. April. Conte sagte, Gerüchte über eine Verlängerung bis Ende Juli seien komplett falsch. (sda/dpa)
6:16
Kongo ruft den Notstand aus
In der Demokratischen Republik Kongo ist wegen der Coronavirus-Pandemie der Notstand ausgerufen worden. Die Hauptstadt Kinshasa liess Präsident Félix Tshisekedi abriegeln, wie er am Dienstag in einer Fernsehansprache sagte.

Reisen aus Kinshasa in die Provinzen des Landes sowie in umgekehrter Richtung sind untersagt. Die Grenzen des zentralafrikanischen Staates werden laut Tshisekedi weitgehend geschlossen. Nur noch Frachttransporte über Land, per Schiff und Flugzeug sind über die Landesgrenzen erlaubt.

In der Demokratischen Republik Kongo zählten die Behörden bis Dienstag 45 Infektions- sowie drei Todesfälle durch die Pandemie. Alle diese Fälle traten in Kinshasa auf. In mehreren anderen afrikanischen Staaten waren bereits zuvor Reisebeschränkungen verhängt worden, darunter im Senegal, in der Elfenbeinküste und in Südafrika.

Insgesamt wurde Afrika aber - zumindest nach den vorliegenden offiziellen Zahlen - von der Pandemie bislang nicht so hart getroffen wie andere Kontinente. Laut einer auf den amtlichen Statistiken beruhenden Zählung der Nachrichtenagentur AFP wurden auf dem afrikanischen Kontinent bis Dienstag insgesamt 2137 Corona-Infektionen nachgewiesen, von diesen Infizierten starben 62.

Wegen der in vielen afrikanischen Ländern nur sehr schwach entwickelten Gesundheitssysteme gibt es allerdings Sorgen, dass es eine hohe Dunkelziffer an Fällen geben könnte und der Kontinent schlecht gegen die Pandemie gewappnet ist.
00:25
Zahl der Corona-Toten in Frankreich auf 1100 gestiegen
Frankreich sind inzwischen mehr als 1000 mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Innerhalb von 24 Stunden sind 240 weitere Todesopfer verzeichnet worden.

Dies teilte der Generaldirektor im französischen Gesundheitsministerium, Jérôme Salomon, am Dienstagabend mit. Insgesamt seien somit 1100 Menschen an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

2516 Patienten und Patientinnen liegen laut Salomon auf Intensivstationen - 434 mehr als am Vortag. Insgesamt wurden mehr als 10'100 Patienten wegen Covid-19 im Spital behandelt.

Angesichts steigender Infektions- und Todesfälle durch das neuartige Coronavirus hatte Frankreich am Montag seine Massnahmen im Kampf gegen die Pandemie verschärft. Die vor einer Woche verhängte Ausgangssperre wurde ausgeweitet, körperliche Betätigung im Freien ist nur noch unter strengen Auflagen gestattet.
23:51
Iran meldet 122 weitere Coronavirus-Tote
Im Iran ist die Zahl der Corona-Toten erneut stark angestiegen. Das Gesundheitsministerium in Teheran meldete am Dienstag 122 neue Todesfälle. Damit stieg die Gesamtzahl der Toten durch das neuartige Coronavirus auf 1934. Der Iran ist eines der am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Länder weltweit. Die Gesamtzahl der Infektionen gab das Gesundheitsministerium am Dienstag mit 24'811 an. Das war ein Anstieg um 1762 Fälle innerhalb von 24 Stunden.

Hilfe aus dem Ausland bei der Bewältigung der Corona-Krise lehnt der Iran ab. Das Land sei nicht auf die Unterstützung «ausländischer Kräfte» angewiesen, schrieb Aliresa Wahabsadeh, ein Berater des iranischen Gesundheitsministers, auf Twitter und verwies auf den nationalen Krisenplan und den militärischen Sanitätsdienst. Hilfe ausländischer Organisationen beim Aufbau zusätzlicher Behandlungskapazitäten sei daher nicht erforderlich. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hatte zuvor angekündigt, ein Behelfsspital in Isfahan aufzubauen.

In ultrakonservativen Kreisen stiess das Vorhaben auf Ablehnung. Den Mitarbeitern der Nichtregierungsorganisation wurde vorgeworfen, als «Spione» in den Iran einreisen zu wollen. Ärzte ohne Grenzen nannte die kurzfristige Ablehnung des Hilfsangebots «unverständlich». (sda/afp)
23:08
New York lässt 300 Gefangene frei
In der Corona-Krise lässt die Stadt New York etwa 300 Gefangene frei. Dabei handle es sich um Insassen, die für kleinere und nicht-gewalttätige Vergehen einsitzen und deren Haftstrafe in weniger als einem Jahr ablaufen würde.

Dies sei eine Massnahme, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus auch in den Gefängnissen zu hemmen, sagte Bürgermeister Bill de Blasio am Dienstag. De Blasio zufolge hat die US-Ostküstenmetropole mit nun etwa 15'000 Infizierten ein Drittel aller Corona-Fälle in den USA.

New York ist mit Abstand am schwersten von der Krise betroffen. Mehr als 100 Menschen sind dort bereits gestorben. Alle nicht-überlebenswichtigen Unternehmen dürfen ihre Mitarbeiter nur noch von zu Hause aus arbeiten lassen - und die Bewohner des Bundesstaates sollen soweit wie möglich zu Hause bleiben. Restaurants, Bars, Schulen, Museen und Broadwayshows sind geschlossen. (sda/dpa)
22:34
1,3 Milliarden in Indien unter Ausgangssperre
Wegen der Corona-Pandemie hat Indien eine «vollständige Ausgangssperre» für alle 1,3 Milliarden Bürger des Landes verhängt. Das landesweite Ausgangsverbot, das am Dienstagabend um Mitternacht (19.30 Uhr MEZ) in Kraft trat, soll nach Angaben von Premierminister Narendra Modi für mindestens drei Wochen gelten. Indien ist das zweitbevölkerungsreichste Land der Erde.

«Ab heute um Mitternacht wird das ganze Land vollständig abgeriegelt sein», sagte Modi in einer Fernsehansprache. «Um Indien zu retten, um jeden Einwohner zu retten, um Sie zu retten, um Ihre Familie zu retten... wird jede Strasse, jedes Viertel unter Ausgangssperre gestellt.» Die Massnahme gelte für 21 Tage, sagte der Regierungschef. Wenn dieser Zeitraum nicht respektiert werde, werde das Land um 21 Jahre zurückgeworfen.

Modi rief die Inder auf, die soziale Distanz zu respektieren und zu Hause zu bleiben. «Denken Sie daran, dass schon ein Schritt vors Haus die schwere Coronavirus-Krankheit in Ihr Haus bringen kann.» (sda/dpa)
An Indian police and a paramilitary personnel stop a scooter during a complete lockdown amid growing concerns of coronavirus in Gauhati, India, Tuesday, March 24, 2020. Indian Prime Minister Narendra Modi has decreed a 21-day lockdown across the nation of 1.3 billion people "to save India" from the coronavirus pandemic. The highly contagious COVID-19 coronavirus can cause mild symptoms, but for some it can cause severe illness including pneumonia. (AP Photo/Anupam Nath)
Bild: AP
22:08
Webcam-Bilder die nahe gehen
21:57
Eurogruppe prüft Einsatz von Rettungsfonds ESM in Corona-Krise
Im Kampf gegen die massiven wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise prüft die EU, den Euro-Rettungsfonds ESM einzusetzen. Es gebe «breite Unterstützung» für die Nutzung des bestehenden Instruments vorbeugender Kreditlinien des Rettungsfonds.

Dies sagte Eurogruppen-Chef Mario Centeno nach einer Video-Konferenz der europäischen Finanzminister am Dienstag. Diskutiert wird demnach auch weiter über die von Deutschland abgelehnten Corona-Bonds. Entscheidungen sollen bei den Beratungen der EU-Staats- und Regierungschefs am Donnerstag fallen.

Wegen eines massiven Konjunktureinbruchs durch die Corona-Krise haben viele EU-Länder bereits milliardenschwere Hilfsprogramme für ihre Wirtschaft angekündigt. Die EU-Kommission hat dafür die europäischen Vorgaben für Defizit- und Schuldenziele vorläufig ausser Kraft gesetzt und die Regeln für Staatsbeihilfen gelockert. Ohnehin bereits hoch verschuldete Länder könnten aber Probleme bekommen, wenn sie in der Krise weiter massiv ihre Schulden erhöhen müssen. (sda/afp)
21:56
Los Angeles: Waffenläden müssen in Corona-Krise schliessen
Der Sheriff von Los Angeles will sicherstellen, dass Waffenläden während der Coronavirus-Krise geschlossen werden. Mit der Ausbreitung des Coronavirus in den USA war in den letzten Wochen auch der Ansturm auf Waffen und Munition gestiegen.

Vor Waffenläden bildeten sich teils lange Schlangen. Sheriff Alex Villanueva kündigte am Dienstag an, dass seine Behörde die in Kalifornien geltenden Auflagen für die Schliessung «nicht lebensnotwendiger» Geschäfte durchsetzen werde. Waffenläden und Striplokale müssten demnach dicht machen. Lebensmittelgeschäfte, Banken oder Apotheken sind in dem Westküstenstaat weiterhin geöffnet.

Dem US-Sender FoxNews sagte Villanueva zuvor in einem Interview, dass er das Recht auf Waffenbesitz voll unterstütze. Er befürchte aber, dass nun Personen Waffen kaufen, die sich nicht damit auskennen. Dies könne in der derzeitigen Situation mit Ausgangsbeschränkungen und mehr Menschen in ihren Häusern zu ungewollten Schiessunfällen führen. (sda/dpa)
People wait in a line to enter a gun store in Culver City, Calif., March 15, 2020. (AP Photo/Ringo H.W. Chiu)
Bild: AP
21:33
Dow Jones legt stärksten Anstieg seit fast 90 Jahren hin
An der Wall Street hat der US-Leitindex Dow Jones Industrial die heftigen Verluste einer ganzen Handelswoche an einem Tag wieder wett gemacht und den kräftigsten Tagesgewinn seit 1933 gemacht.

Das weltweit bekannteste Börsenbarometer eroberte am Dienstag mehr als 2000 Punkte zurück und stieg um 11,37 Prozent auf 20'704,91 Punkte.

Auftrieb gaben zuversichtliche Aussagen von US-Senatoren, dass ein gewaltiges Konjunkturpaket gegen die Folgen der Coronavirus-Krise kurz vor der Verabschiedung stehe. Medienberichten zufolge sollen mindestens 1,5 Billionen Dollar in die Wirtschaft gepumpt werden. Am Montag hatte bereits die US-Notenbank (Fed) weitere Stützungsmassnahmen für die Wirtschaft angekündigt. (sda/dpa)
21:23
Polizei warnt: Corona-Kranke fliehen aus Spitälern
Zahlreiche Corona-Patienten fliehen in Spanien aus den Spitälern. Es habe bereits mehrere Fälle in verschiedenen Krankenhäusern gegeben, sagte der Direktor der Nationalpolizei, Jose Ángel González, am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Madrid.

Das bereite den Sicherheitsbehörden unnötigerweise eine «Riesenarbeit», um diese Patienten ausfindig zu machen und wieder in die Krankenhäuser zu bringen.

Allein in den vergangenen Stunden habe es in Leganés bei Madrid sowie im Küstenort Benidorm im Osten Spaniens zwei solcher Fälle gegeben. González klagte, neben solchen Patienten gebe es auch sonst «ziemlich viele verantwortungslose» Bürger, die etwa die vor eineinhalb Wochen verhängte Ausgangssperre verletzten. In den vergangenen 24 Stunden habe man im Rahmen des sogenannten Alarmzustandes 80 «verantwortungslose und unsolidarische» Personen festnehmen müssen.

Die knapp 47 Millionen Einwohner Spaniens dürfen seit dem 15. März nur noch in wenigen Ausnahmefällen das Haus verlassen, etwa zum Einkaufen. Am Mittwoch soll das Parlament auf Antrag der linken Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez über eine Verlängerung des Alarmzustands, der dritthöchsten Notstandsstufe, um weitere zwei Wochen bis zum 11. April abstimmen. (sda/dpa)
A patient, second left, is transferred to a medicalised hotel during the COVID-19 outbreak in Madrid, Spain, Tuesday, March 24, 2020. For most people, the new coronavirus causes only mild or moderate symptoms. For some it can cause a more serious illness. (AP Photo/Bernat Armangue)
Bild: AP
20:56
US-Dramatiker McNally nach Coronavirus-Infektion gestorben
Der US-Dramatiker Terrence McNally ist nach einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. McNally habe zuvor erfolgreich gegen Lungenkrebs gekämpft und an einer chronischen Lungenkrankheit gelitten, berichteten US-Medien am Dienstag unter Berufung auf seinen Sprecher.

Nachdem er sich mit dem Erreger angesteckt habe, sei er am Dienstag im Alter von 81 Jahren in einem Spital im US-Bundesstaat Florida gestorben.

Der 1939 in Florida geborene McNally hat Stücke wie «Corpus Christi», «The Lisbon Traviata» und «Master Class» geschrieben, die weltweit erfolgreich aufgeführt wurden. Er wurde mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, darunter mehreren Tony-Theaterpreisen. (abu/sda/dpa)
FILE - In this April 1, 1010, file photo, playwright Terrence McNally poses at the Kennedy Center in Washington. McNally, one of America’s great playwrights whose prolific career included winning Tony Awards for the plays "Love! Valour! Compassion!" and "Master Class" and the musicals "Ragtime" and "Kiss of the Spider Woman," died Tuesday, March 24, 2020, of complications from the coronavirus. He was 81. (AP Photo/Jacquelyn Martin, File)
Bild: AP
20:40
Finnland will alle Restaurants bis Ende Mai schliessen
Die finnische Regierung will im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus alle Restaurants, Kneipen, Nachtclubs und Cafés für Kunden schliessen. Ein entsprechender Regierungsvorschlag werde nun vom finnischen Parlament geprüft, sagte Ministerpräsidentin Sanna Marin am Dienstagabend vor Reportern in Helsinki.

Im besten Fall könne die Massnahme noch in dieser Woche in Kraft treten, sie solle dann bis zum 31. Mai gelten. Ausser-Haus-Verkauf sei jedoch weiter erlaubt. Mittagskantinen etwa an Arbeitsplätzen dürfen geöffnet bleiben.

Finnland war nach Frankreich und Deutschland das dritte EU-Land, in dem das Virus Sars-CoV-2 Ende Januar nachgewiesen worden war. Mittlerweile sind 792 Infektionsfälle in dem skandinavischen Land registriert. Ein Mensch starb dort bisher an der Covid-19-Erkrankung. (sda/dpa)
20:25
Spaniens Militär bittet Nato um Unterstützung
Wegen der Corona-Krise hat Spaniens Militär die Nato um Hilfe gebeten. Die spanischen Streitkräfte hätten «internationale Hilfe» angefordert, um Unterstützung bei der medizinischen Versorgung zu erhalten, erklärte das Militärbündnis am Dienstag. Demnach bat Madrid um 500'000 Test-Kits, 500 Beatmungsgeräte sowie 1,5 Millionen OP-Masken und 450'000 Atemschutzmasken.

Trotz einer vor zehn Tagen verhängten strikten Ausgangssperre steigen in Spanien sowohl die Zahl der Neuansteckungen als Todesopfer weiter an. Am Dienstag meldete das Land insgesamt fast 2700 Todesfälle.

In den vergangenen 24 Stunden seien 514 weitere Menschen an der durch den Erreger ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid mit. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen erhöhte sich den Angaben zufolge um fast 20 Prozent auf knapp 40'000. (sda/afp)
A member of UME, left, talks with a police officer at a ice-skating rink in Madrid, Spain, Tuesday, March 24, 2020. Madrid's ice-skating rink is now being used as a makeshift morgue given the rapid increase in deaths in the Spanish capital owing to the Covid-19 outbreak. For most people, the new coronavirus causes only mild or moderate symptoms. For some, it can cause more severe illness, especially in older adults and people with existing health problems. (AP Photo/Manu Fernandez)
Bild: AP
20:23
Gefangene in São Paulo produzieren Atemmasken
Häftlinge in São Paulo werden wegen der Corona-Pandemie von Mittwoch an 320'000 Atemmasken herstellen. Dies sagte der Gouverneur des brasilianischen Bundesstaates, João Doria, in einer Pressekonferenz am Dienstagnachmittag (Ortszeit).

Die Masken werden demnach in den Eigenbetrieben der Gefängnisse produziert, die Kosten für die Regierung von São Paulo liegen bei 0,80 Reais (rund 0,15 Franken) pro Stück.

Die Justiz São Paulos verbot Besuche in den mehr als 175 Haftanstalten des Bundesstaates. Weil den Gefangenen im halboffenen Vollzug wegen des Coronavirus der vorübergehende Freigang untersagt worden war, rebellierten mehr als 1300 Gefangene in der vergangenen Woche und flohen aus verschiedenen Gefängnissen. (sda/dpa)
20:06
Youtube drosselt Bildqualität auch weltweit
Youtube wird die Bildqualität nun nicht nur in Europa, sondern auch im Rest der Welt runterschrauben, um in der Coronavirus-Krise die Netze zu entlasten. Bei Videos wird als Grundeinstellung die Standard-Auflösung statt HD voreingestellt, wie die zu Google gehörende Videoplattform am Dienstag mitteilte. Die Nutzer können die Videoqualität manuell ändern. Die Drosselung in Europa war vergangene Woche zunächst für 30 Tage angekündigt worden.

Die EU-Kommission hatte die Reduzierung beim Datendurchsatz von den Streamingdiensten eingefordert, aus Sorge, dass die verstärkte Heimarbeit und Nutzung von Unterhaltungsangeboten die Netze verstopfen. (sda/dpa)
Youtube drosselt weltweit die Bildqualität. (Archivbild)
Bild: DPA
20:04
Rumänien verschärft Ausgangssperre
Rumänien verschärft seine Ausgangssperre, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Von diesem Mittwoch an darf man das Haus auch tagsüber nur noch für dringend notwendige Einkäufe oder den Weg zur Arbeit verlassen. Bislang galt die Ausgangssperre nur für die Nachtstunden.

Menschen über 65 Jahre dürfen zu ihrem eigenen Schutz täglich nur zu bestimmten Zeiten ihre Wohnungen verlassen, da sie besonders gefährdet seien, teilte Ministerpräsident Ludovic Orban am Dienstagabend mit.

Zuvor hatte Staatspräsident Klaus Iohannis angeordnet, dass die älteren Menschen ständig zu Hause bleiben müssten. Dies hatte die Frage aufgeworfen, wie diese Menschen versorgt werden sollten - unter anderem mit Lebensmitteln. (sda/dpa)
Traffic policemen check the documents of drivers in Bucharest, Romania, Monday, March 23, 2020. Romanian police started enforcing a partial lockdown, meant to limit the spread of the new coronavirus, in effect between 2200 and 0600 hours, an interval during which people can only leave their homes for very limited purposes like medical reasons, travel to work that cannot be done from home or assisting the elderly. (AP Photo/Vadim Ghirda)
Bild: AP
20:01
Baltenstaaten mit weiteren Schutzmassnahmen
Die baltischen Staaten haben weitere Schutzmassnahmen angeordnet, mit denen eine Ausbreitung des Coronavirus möglichst verlangsamt werden soll. In Estland ordnete die Regierung in Tallinn am Dienstagabend die Schliessung aller Einkaufszentren an.

Ausgenommen von der ab Freitag geltenden Massnahme sind Lebensmittelgeschäfte und Drogerien. Im öffentlichen Raum dürfen sich Menschen künftig nur noch alleine, zu zweit oder im Kreise von Familienangehörigen aufhalten. Dabei ist zu anderen ein Abstand von zwei Meter einzuhalten. Cafés, Clubs und andere Vergnügungsstätten müssen um 22.00 Uhr zu machen.

Im benachbarten Lettland müssen Sportzentren und Turnhallen auf Beschluss der Regierung komplett schliessen. Auch Einkaufszentren bleiben am Wochenende dicht - mit Ausnahme von Geschäften mit Waren, die als wesentlich für das tägliche Leben angesehen werden. (sda/dpa)
19:23
Wikileaks-Gründer Assange hofft wegen Coronavirus auf Freilassung
Der Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks, Julian Assange, hofft auf eine Freilassung unter Kautionsauflagen wegen der Coronavirus-Pandemie. Ein entsprechender Antrag solle noch in dieser Woche von seinen Anwälten bei einem Gericht in London gestellt werden, teilte Wikileaks mit. Assange sei wegen seiner angeschlagenen Gesundheit im Gefängnis besonders anfällig für die Lungenkrankheit Covid-19, die von dem neuartigen Coronavirus hervorgerufen wird, so die Begründung.

Der 48 Jahre alte gebürtige Australier sitzt derzeit im Hochsicherheitsgefängnis HMP Belmarsh im Südosten Londons. Ein Prozess über einen Auslieferungsantrag der USA soll am 18. Mai fortgesetzt werden. Assange soll aber an diesem Mittwoch zu einer Routineanhörung per Videoschalte vor Gericht erscheinen. (sda/dpa)
Wikileaks-Gründer Julian Assange soll wegen seiner angeschlagenen Gesundheit im Gefängnis besonders anfällig für die Lungenkrankheit Covid-19 sein.
Bild: EPA
19:22
Singapur schliesst Bars, Kinos und Theater
Singapur hat seine Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verschärft. Bars, Kinos, Theater und Nachtclubs werden bis zum 30. April geschlossen, wie das Gesundheitsministerium des Stadtstaates am Dienstag mitteilte.

Bei 49 weiteren Menschen in dem flächenmässig kleinsten Land Südostasiens sei die Lungenkrankheit Covid-19 diagnostiziert worden, die durch das Coronavirus verursacht wird, hiess es zur Begründung. Zwei Menschen seien bereits an der Krankheit gestorben. Singapur hat knapp sechs Millionen Einwohner. (sda/dpa)
epaselect epa08302572 Traffic jam on the Causeway from Malaysia towards Woodlands Checkpoint in Singapore as seen from Singapore, 17 March 2020 (issued 18 March 2020). Thousands of Malaysian endured hours-long queues to enter Singapore in the last hours before the enforcement of a travel ban imposed by the Malaysian government to curb the spread of coronavirus. Malaysians are barred from travelling abroad from 18 to 31 March 2020.  EPA/TIMOTHY DAVID/THE STRAITS TIMES/SPH SINGAPORE OUT
Bild: EPA
18:59
G7 und EU wollen weltweiten massiven Konjunktureinbruch abfedern
Eurogruppen-Chef Mario Centeno will zu Beratungen der EU-Staats- und Regierungschefs am Donnerstag Vorschläge im weiteren Kampf gegen die wirtschaftlichen und finanziellen Folgen der Corona-Krise vorlegen. Unterdessen sind weltweit rund 2,6 Milliarden Menschen in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt.

Die EU-Kommission hat dafür die europäischen Vorgaben für Defizit- und Schuldenziele vorläufig ausser Kraft gesetzt und die Regeln für Staatsbeihilfen gelockert. Ohnehin bereits hoch verschuldete Länder könnten aber Probleme bekommen, wenn sie in der Krise weiter massiv ihre Schulden erhöhen müssen.

Auch die grossen Industrienationen der Welt wollen ihre Zusammenarbeit in der Coronaviruskrise verstärken. Es würden Massnahmen ergriffen und die Koordination verbessert, um auf die gesundheitspolitischen, wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen der Virus-Krise zu reagieren, heisst es in einer gemeinsamen Erklärung der Finanzminister und Notenbankchefs der G7-Staaten vom Dienstag.

Die Finanzminister kündigten an, sich wöchentlich untereinander abzusprechen, um die Wirkung bisheriger Massnahmen zu prüfen und weitere Schritte einzuleiten. Zu den G7 gehören die Länder Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA. (sda/afp/dpa)
18:44
London sucht 250'000 Freiwillige
Die britische Regierung will den Nationalen Gesundheitsdienst NHS im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie mit 250 000 Freiwilligen verstärken. Das teilte der britische Gesundheitsminister Matt Hancock am Dienstag bei einer Pressekonferenz in London mit.

Knapp 12'000 NHS-Mitarbeiter im Ruhestand seien bereits einem Aufruf der Regierung gefolgt, in den aktiven Dienst zurückzukehren. Zudem solle in der kommenden Woche ein temporäres Spital eröffnet werden, das in einem Konferenzzentrum eingerichtet werde, erklärte Hancock.

Die Zahl der Toten durch die von dem neuartigen Coronavirus hervorgerufene Lungenkrankheit Covid-19 in Grossbritannien stieg unterdessen um 87 auf 422. Die Zahl der bestätigten Infektionen liegt inzwischen bei mehr als 8000. Die tatsächliche Zahl dürfte aber erheblich höher sein. In Grossbritannien wurden bislang nur rund 82'000 Menschen getestet. Hancock beteuerte jedoch, die Regierung sei im Begriff, Millionen von Test-Sets zu kaufen. (sda/dpa)
epa08309785 A National Health Service (NHS) worker at a hospital in London, Britain, 20 March 2020. According to news reports, the NHS is planning to increase testing for people suffering from symptoms akin to those of the COVID-19 disease caused by the SARS-CoV-2 coronavirus. The NHS will reportedly be able to carry out around 10,000 tests per day.  EPA/ANDY RAIN
Bild: EPA
18:35
Ronaldo spendet für Portugals Spitäler
Der fünffache Weltfussballer Cristiano Ronaldo spendet im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie Ausrüstung und Geräte für portugiesische Spitäler. Wie das Santa Maria Hospital in Lissabon bekanntgab, stellen der Starstürmer und sein Manager Jorge Mendes jeweils zehn Betten sowie Beatmungsgeräte, Herzüberwachungsgeräte, Infusionspumpen und Spritzen zur Verfügung.

Das Santo Antonio Spital in Porto erhält von Ronaldo und Mendes 15 Intensivbetten, Beatmungsgeräte und weitere wichtige Utensilien. Portugal verzeichnete am Dienstagnachmittag im Zusammenhang mit dem Coronavirus 2362 Infizierte und 29 Todesfälle. (abu/sda/apa/reu)
Juventus' Cristiano Ronaldo controls the ball during the Serie A soccer match between Inter Milan and Juventus at the Allianz Stadium in Turin, Italy, Sunday March 8, 2020. The match was played to a closed stadium as a measure against coronavirus contagion. (Marco Alpozzi/LaPresse via AP)
Bild: AP
18:34
Mehr als 1600 Festnahmen in Jordanien
Wegen Verstössen gegen die in der Corona-Krise verhängte Ausgangssperre hat es in Jordanien seit Samstag bereits mehr als 1600 Festnahmen gegeben. Wie am Dienstag aus Sicherheitskreisen verlautete, wurden die 1657 landesweit Festgenommenen in von der Armee überwachte Quarantäne-Zentren gebracht.

Jordanien hatte wegen der Coronavirus-Pandemie am Samstag eine landesweite Ausgangssperre verhängt. Zur Begründung gab die Regierung an, die Bürger hätten sich nicht an die bereits zuvor geltenden Ausgangsbeschränkungen gehalten. Bei Verstössen gegen die Ausgangssperre drohen 14 Tage Quarantäne sowie eine Haftstrafe von bis zu einem Jahr. Die Regierung mobilisierte die Armee, um die Massnahmen zu überwachen. (sda/afp)
18:19
Arzt protestiert mit Nacktfoto gegen Corona-Zustände in Frankreich
Mit einem Nacktfoto protestiert ein französischer Hausarzt gegen die Handhabung der Coronavirus-Krise in seinem Land. Der Mediziner Alain Colombié sagte am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP, das von ihm auf Facebook veröffentlichte Foto sei ein «Aufschrei» gegen die Zustände. Frankreich sei trotz Warnungen vieler Ärzten unvorbereitet in die Pandemie gegangen.

Präsident Emmanuel Macron verlange von Ärzten, «in demselben Aufzug in die Schlacht zu ziehen, den ich auf dem Foto trage», schreibt er in einem Kommentar. Die Mediziner hätten zu ihrer Verteidigung weder Masken noch Desinfektionsgel noch Schutzanzüge.

Macron hatte die Franzosen vor gut einer Woche auf einen «Gesundheitskrieg» gegen das Coronavirus eingestimmt. Inzwischen hat die Regierung einen Mangel an Masken und anderer Ausrüstung eingeräumt. (sda/afp)
18:07
743 Tote in 24 Stunden in Italien
In Italien starben wieder mehr als 700 Menschen innerhalb eines Tages. Damit wurden vorsichtige Hoffnungen auf eine rasche und deutliche Abflachung der Virus-Kurve zunächst gedämpft.

Insgesamt zählte der italienische Zivilschutz bisher 6820 Todesopfer – das waren am Dienstag 743 mehr als am Vortag. In den beiden Tagen davor hatte es jeweils etwas weniger neue Tote gegeben als zuvor. Die Zahl der Menschen, die in Italien positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet wurden, stieg auf mehr als 69'000. (sda)
17:59
Polen verbietet Versammlungen von mehr als zwei Menschen
Polen hat wegen der Coronavirus-Pandemie Versammlungen von mehr als zwei Menschen in der Öffentlichkeit verboten. «Wir treffen diese Entscheidung, um Zeit zu gewinnen», sagte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am Dienstag. Die Regierung schränkte ausserdem die Bewegungsfreiheit erheblich ein.

Die Bürger sollten nur noch vor die Tür gehen, um zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen zu gehen. Menschen dürfen sich nur noch zu zweit im Freien treffen. Familien sind von der Regelung ausgenommen.

Ausnahmen gelten auch für religiöse Veranstaltungen, wie Messen und Beerdigungen, an denen maximal fünf Menschen teilnehmen dürfen. Die Regeln würden bis zum 11. April gelten, sagte Gesundheitsminister Lukasz Szumowski. (sda/afp)
epa08318934 Closed Silesian Park in Chorzow, Poland, 24 March 2020. In connection with the coronavirus epidemic, administration of the Park Silesian introduced restrictions on the use of the park. Countries around the world are taking increased measures to stem the widespread of the SARS-CoV-2 coronavirus which causes the Covid-19 disease.  EPA/ANDRZEJ GRYGIEL POLAND OUT
Bild: EPA
17:51
Corona-Krise: Spanisches Dorf verordnet Mindestbetrag für Einkäufe
Ungewöhnliche Massnahme gegen Corona-Regel-Brecher in Spanien: Der Bürgermeister von Herrera del Duque beschloss, dass die rund 3700 Einwohner seiner Ortschaft bis auf weiteres bei jedem Einkauf mindestens 30 Euro ausgeben müssen.

Mit dieser Entscheidung will Bürgermeister Saturnino Alcázar erreichen, dass die Menschen nicht unter dem Vorwand des Einkaufens ihr Haus mehrmals am Tag verlassen und so die wegen der Pandemie seit eineinhalb Wochen in ganz Spanien geltende Ausgangssperre umgehen. (sda/dpa)
Deutscher Bundestag will am Mittwoch epidemiologische Lage ausrufen
Der deutsche Bundestag will wegen der Ausbreitung des Coronavirus am Mittwoch den nationalen Epidemiefall ausrufen. Am Montagabend habe es die Einigung gegeben, dass eine epidemiologische Lage «nicht mehr wie ursprünglich geplant von der Bundesregierung ausgerufen werden kann», sagte Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt am Dienstag in Berlin.

Göring-Eckardt zufolge wird der Bundestag den Epidemie-Fall am Mittwoch auch tatsächlich ausrufen. Dann werde sich der Bundesrat dazu verhalten. Die epidemische Lage kann unter anderem dann festgestellt werden, wenn die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Pandemie ausruft - was wegen des Coronavirus bereits geschehen ist.

Ist der nationale Epidemie-Fall in Kraft, bekommt das Gesundheitsministerium mehr Kompetenzen etwa zur Einführung von Meldepflichten im grenzüberschreitenden Bahn- und Busverkehr. Auch Untersuchungspflichten können eingeführt werden sowie Massnahmen zur Grundversorgung mit Arzneimitteln, Schutzausrüstung und Labordiagnostik. Der nationale Epidemiefall ist auf ein Jahr begrenzt, kann aber zuvor aufgehoben werden. (sda/afp)
A woman rides past the Reichstag building, the seat of the German Bundestag in Berlin, Monday, March 23, 2020. Despite the COVID-19 crisis, the Bundestag wants to meet for a session on Wednesday. In order to slow down the spread of the coronavirus, the federal government has considerably restricted public life. (Carsten Koall/dpa via AP)
Bild: AP
17:47
Paraguay schliesst seine Grenzen wegen Corona-Pandemie
Angesichts der grassierenden Corona-Pandemie schliesst nun auch Paraguay seine Grenzen und Flughäfen. Bis Sonntag blieben die Grenzen des südamerikanischen Binnenstaats zu den Nachbarländern Brasilien, Argentinien und Bolivien geschlossen, sagte Innenminister Euclides Acevedo am Dienstag.

Ziel sei es, die weitere Verbreitung des neuartigen Coronavirus zu bremsen und die Gesundheit der Paraguayer zu schützen. «Das Recht auf Leben steht über jedem anderen Recht», sagte der Minister. (sda/dpa)
Police check identifications as a checkpoint on Costanera avenue in Asuncion, Paraguay, Monday, March 23, 2020. Paraguay's government has limited traffic to prevent the spread of the new Coronavirus. The vast majority of people recover from the COVID-19 disease. (AP Photo/Jorge Saenz)
Bild: AP
17:45
Russland hat kein «klares Bild» vom Ausmass der Corona-Krise
Die russischen Behörden haben nach Angaben des Moskauer Bürgermeisters Sergej Sobjanin kein «klares Bild» vom Ausmass der Coronavirus-Krise im Land. «Das Problem ist, dass der Umfang der Tests sehr gering ist», sagte Sobjanin, der Russlands Arbeitsgruppe zur Bekämpfung der Pandemie leitet, laut Kreml am Dienstag in einem Gespräch mit Präsident Wladimir Putin.

Niemand habe ein «klares Bild» der Realität in Russland genauso wie in der ganzen Welt, sagte der Bürgermeister demnach. Sobjanin, ein enger Vertrauter Putins, räumte ein, dass in Russland wohl deutlich mehr Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert seien als es die offiziellen Statistiken vermuten liessen. «Es gibt eine hohe Dynamik, es ist eine ernste Situation, die sich entwickelt», sagte Sobjanin dem russischen Präsidenten.

In Russland ist die Zahl der gemeldeten Infektionsfälle bislang vor allem im Vergleich zu Westeuropa gering. 495 Menschen sind nach offiziellen Angaben im ganzen Land infiziert. (sda/afp)
17:35
«Dramatischer Anstieg» der Corona-Fälle in New York
Der Gouverneur des US-Bundesstaates New York schlägt angesichts stark steigender Infiziertenzahlen in der Corona-Krise Alarm. Der «dramatische Anstieg» auf nun über 25'000 bestätigte Fälle in dem Bundesstaat sei «beunruhigend und astronomisch», sagte Andrew Cuomo am Dienstag in einer Pressekonferenz.

Im Moment verdoppelten sich die Zahlen alle drei Tage, die Mittel der Behörden seien mit den Ausgangsbeschränkungen weitgehend erschöpft. «Wir verlangsamen (die Ausbreitung) nicht und die Beschleunigung passiert von selbst».

Cuomo zufolge könnte der Höhepunkt der Infektionen in der Stadt in zwei bis drei Wochen erreicht sein, bis dann würden etwa 140'000 Betten gebraucht. Cuomo sagte, er habe kein Problem damit, die Schlafsäle von Universitäten oder Hotels zu Krankenhäusern umzufunktionieren: «Ich werde diesen Staat auf den Kopf stellen». Er appellierte dabei an die Regierung in Washington, dem Staat sonst nicht erhältliche Beatmungsgeräte aus dessen Reserve zur Verfügung zu stellen. Bislang gebe es im Bundesstaat 7000 - es würden aber 30'000 benötigt.

Zudem sprach er in einer emotionalen TV-Ansprache dem Volk Mut zu: «Wir werden das schaffen. Denn wir sind New York», sagt der 62-Jährige und fährt fort: «Wir sind stark, wir sind intelligent und wir sind einfallsreich. Ich liebe New York, weil New York euch alle liebt: Schwarz und weiss, braun und asiatisch, gross und klein, homosexuell oder hetero. New York liebt alle. Am Ende des Tages wird die Liebe gewinnen.»
17:34
EU gelingt gemeinsame Bestellung von Schutzkleidung
In der Coronavirus-Krise können Deutschland, Italien, Spanien und andere Länder auf Nachschub an dringend benötigter Schutzkleidung hoffen. Das teilte die EU-Kommission am Dienstag mit.

Die für 25 EU-Staaten gemeinsam ausgehandelten Verträge zum Kauf von Schutzmasken, Handschuhen, Schutzbrillen, Gesichtsschutz, Operationsmasken und Overalls seien unterschriftsreif, so die Brüsseler Behörde weiter. Über die genauen Mengen und die Verteilung wurde zunächst nichts bekannt.

«Überall auf der Welt besteht derzeit ein enormer Bedarf an Schutzkleidung und medizinischer Ausrüstung», erklärte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen. «Es ist daher ein Erfolg dass die gemeinsame europäische Beschaffungsinitiative in kürzester Zeit konkrete Angebote von beträchtlichem Umfang auf dem Weltmarkt sichern konnte.» Es lohne sich also, Teil der EU zu sein. (sda/dpa)
EU-Kommission-Präsidentin Ursula Von Der Leyen. (Archivbild)
Bild: EPA
17:21
Greta Thunberg hatte vermutlich Corona
Umwelt-Aktivistin Greta Thunberg wendet sich mit einem Statement zum Coronavirus an ihre Follower. Die 17-jährige Schwedin berichtet davon, nach der Rückkehr von einer Reise durch Zentraleuropa leichte Symptome – Müdigkeit, ein gereizter Hals und leichter Husten – verspürt. Einen Test habe sie nicht gemacht, weil das in Schweden nur für Menschen möglich ist, die medizinische Hilfe benötigen. Es sei dennoch sehr wahrscheinlich, dass es das Coronavirus gewesen sei.

Daraufhin habe sie sich für zwei Wochen in Selbstquarantäne begeben. Mittlerweile seien die Symptome verschwunden. Thunberg ruf die Bevölkerung zudem dazu auf, zuhause zu bleiben: «Folgt den Anweisungen der lokalen Behörden und Experen. Bleibt zuhause, um das Virus zu bremsen. Und denkt daran, aufeinander Acht zu geben und den Leuten zu helfen, die es brauchen.»
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

The last two weeks I’ve stayed inside. When I returned from my trip around Central Europe I isolated myself (in a borrowed apartment away from my mother and sister) since the number of cases of COVID-19 (in Germany for instance) were similar to Italy in the beginning. Around ten days ago I started feeling some symptoms, exactly the same time as my father - who traveled with me from Brussels. I was feeling tired, had shivers, a sore throat and coughed. My dad experienced the same symptoms, but much more intense and with a fever. In Sweden you can not test yourself for COVID-19 unless you’re in need of emergent medical treatment. Everyone feeling ill are told to stay at home and isolate themselves. I have therefore not been tested for COVID-19, but it’s extremely likely that I’ve had it, given the combined symptoms and circumstances. Now I’ve basically recovered, but - AND THIS IS THE BOTTOM LINE: I almost didn’t feel ill. My last cold was much worse than this! Had it not been for someone

15:45
Eishalle in Madrid wird in Corona-Krise zum Leichenhaus
Wegen der rapide zunehmenden Zahl der Corona-Toten wird die Eishalle in Madrid zum Leichenhaus umfunktioniert. Die ersten Särge würden nach Abschluss der Vorbereitungen dort wohl schon im Laufe des Tages eintreffen, sagte der Bürgermeister der spanischen Hauptstadt, José Luis Martínez-Almeida, am Dienstag dem Fernsehsender RTVE. «Es war eine schmerzhafte Entscheidung, die aber nötig war, weil die Bestattungsunternehmen überlastet sind», so der konservative Politiker.

Madrid ist das Epizentrum der Krise in Spanien. Dort lag die Zahl der Menschen mit nachgewiesener Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 am Dienstag bei mehr als 12'300. Das waren 30 Prozent aller Fälle in Spanien. Mit mehr als 1500 ums Leben gekommenen Patienten kam die Metropole sogar auf mehr als die Hälfte aller Todesfälle im ganzen Land (fast 2700). (sda)
15:17
Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Covid-19-Ausbreitung in Ischgl
epa08293577 (FILE) - Skiing tourists in Ischgl, Austria, 29 November 2013 (reissued 14 March 2020). According to reports, the Austrian government has put popular touristic areas, Heiligenblut am Grossglockner, Paznautal, including Ischgl, and St. Anton under quarantine amid the ongoing Coronavirus crisis.  EPA/STR  AUSTRIA OUT
Bild: EPA
Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hat Ermittlungen zur Ausbreitung des Coronavirus im beliebten Wintersportort Ischgl aufgenommen. Wie die Behörde am Dienstag mitteilte, geht sie dem Verdacht nach, dass ein Gastronomiebetrieb Ende Februar einen positiven Test einer Mitarbeiterin nicht den Gesundheitsbehörden gemeldet habe.

Das Land Tirol und die Tourismusbranche vor Ort waren in den vergangenen Tagen scharf kritisiert worden, weil der Skitourismus mit seinen Après-Ski-Partys die internationale Ausbreitung des Coronavirus verstärkt haben könnte. Vor allem Ischgl geriet diesbezüglich ins Visier. Dort war der Barkeeper einer beliebten Après-Ski-Bar am 7. März positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden.

Dem Land Tirol wird vorgeworfen, den Skibetrieb nicht schnell genug gestoppt zu haben. Als am 13. März über Ischgl und weitere Orte eine Quarantäne verhängt wurde, kam es zudem zu chaotischen Zuständen bei der fluchtartigen Abreise zahlreicher internationaler Gäste. Auch dafür hagelte es Kritik. Erst am 15. März fand die Skisaison dann ihr vorzeitiges Ende. (sda)
14:35
Thailand verhängt Ausnahmezustand
epa08317393 A man wearing a protective suit and mask takes a break from spraying disinfectant on vehicles entering the Chatuchak market, in an effort to prevent the spread of the COVID-19 disease caused by the SARS-CoV-2 coronavirus, in Bangkok, Thailand, 24 March 2020. Thailand announced 106 new coronavirus infections and three new deaths from COVID-19 on 24 March, bringing the total of coronavirus and Covid-19 related deaths to four, and total infections to 827. Thailand is currently under a soft shutdown, after authorities ordered the closure of shopping malls and other public places, while restaurants only allow for take away, in an effort to prevent the spread of coronavirus and COVID-19.  EPA/DIEGO AZUBEL
Bild: EPA
In Thailand gilt wegen der Corona-Pandemie von diesem Donnerstag an der Ausnahmezustand. Dies kündigte Premierminister General Prayut Chan-o-cha am Dienstag in einer Fernsehansprache an.

Die Leute sollen zuhause bleiben, damit eine Ausbreitung des Virus verhindert wird. Am Donnerstag sollen weitere Einschränkungen bekanntgegeben werden. Nach Angaben des thailändischen Gesundheitsministeriums sind inzwischen mindestens 827 Menschen infiziert.
14:11
Italien beschlagnahmt für Griechenland bestimmte Beatmungsgeräte
Die italienischen Behörden haben fast 2000 Beatmungsgeräte beschlagnahmt, die für die Behandlung von Covid-19-Patienten nach Griechenland geliefert werden sollten. Das teilten Polizei und Zoll am Dienstag mit.

Die Geräte und die dazugehörenden Masken und Schläuche seien auf einem Lastwagen entdeckt worden, der gerade auf eine Fähre nach Griechenland fahren wollte. Die Behörden verwiesen darauf, dass der Export von Beatmungsgeräten aus Italien seit dem 25. Februar verboten ist.

Italien ist das europaweit am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land, mehr als 6000 Menschen starben bisher. Aus Griechenland wurden bisher 15 Todesfälle vermeldet. (sda/afp)
13:19
Die Olympischen Spiele werden verschoben
epa08318015 (FILE) - The national flag of Japan (R) is hoisted next to the Olympic flag (L) during the Olympic Flame handover ceremony for the Tokyo 2020 Summer Olympic Games at the Panathenaic Stadium in Athens, Greece, 19 March 2020 (re-issued on 24 March 2020). The International Olympic Committee (IOC) on 24 March 2020 announced that the Tokyo 2020 Olympic Games will be postponed to 2021 due to the ongoing coronavirus COVID-19 pandemic.  EPA/ARIS MESSINIS / POOL
Bild: EPA
Nach Angaben des japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe werden die Olympischen Spiele in Tokio um ein Jahr verschoben. Er habe dies dem Internationalen Olympischen Komitee IOC vogeschlagen, so Abe. Dieses habe zugestimmt. Die Olympischen Spiele sollten in diesem Sommer vom 24. Juli bis 9. August stattfinden. Mehr dazu hier.
12:48
Zypern verhängt Ausgangsbeschränkungen
Im Kampf gegen das Coronavirus hat auch Zypern am frühen Dienstagmorgen weitreichende Massnahmen verhängt, die den Ausgang der Bürger beschränken. Die Menschen dürfen nur noch das Haus verlassen, um Lebensmittel einzukaufen, zum Arzt, zur Apotheke oder zum Sport zu gehen sowie den Hund auszuführen.

Auch zur Arbeit, soweit sie nicht von zuhause aus erledigt werden kann, dürfe das Haus verlassen werden. «Der Feind ist unsichtbar, aber nicht unbesiegbar», hatte der zyprische Präsident Nikos Anastasiades am Vorabend bei einer Ansprache gesagt. Wie er weiter sagte, müssten die Bürger in ihren Wohnungen bleiben, «die Schutzbunker dieses Krieges».

Bislang wurden im Süden der Republik Zypern 116 Corona-Infektionen diagnostiziert. Ein Mensch starb daran. In der nur von der Türkei anerkannten Türkischen Republik Nordzypern (KKTC) sind bislang nach offiziellen Angaben 40 Menschen am Coronavirus erkrankt. (sda/dpa)
12:21
Londoner U-Bahnen trotz Pandemie voll - Bürgermeister entsetzt
Trotz schärferer Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie waren viele Londoner U-Bahnen am Dienstag überfüllt. In vielen Abteilen standen Fahrgäste gedrängt nebeneinander.

Eine Pflegefachfrau berichtete der Nachrichtenagentur DPA, dass sie vorsichtshalber lieber 40 Minuten zu Fuss gehe als die U-Bahn zu ihrer Klinik zu nehmen. Sie wolle nicht sich und die Patienten gefährden.

«Wir müssen mit allen nicht notwendigen Fahrten aufhören», teilte der Bürgermeister der britischen Hauptstadt, Sadiq Khan, mit. «Diese Regeln zu ignorieren, bedeutet mehr Menschenleben zu verlieren.» Mehr Arbeitgeber müssten den Mitarbeitern anbieten, zu Hause zu arbeiten.

Etliche Angestellte der Verkehrsbetriebe sind bereits infiziert oder in Selbstisolation. Es soll sogar mit Streiks gedroht worden sein. Der U-Bahn- und Busverkehr in der Metropole ist schon stark reduziert, ebenfalls der Bahnverkehr im ganzen Land. (sda/dpa)
epa08267004 A man wearing a face mask waits to board an Underground train in London, Britain, 03 March 2020. Twelve more people have tested positive for Coronavirus in Britain bringing the total to 51.  EPA/ANDY RAIN
Bild: EPA
12:12
Iran meldet 122 weitere Coronavirus-Tote
Im Iran ist die Zahl der Corona-Toten erneut stark angestiegen. Das Gesundheitsministerium in Teheran meldete am Dienstag 122 neue Todesfälle. Damit stieg die Gesamtzahl der Toten durch das neuartige Coronavirus auf 1934.

Der Iran ist eines der am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Länder weltweit. Die Gesamtzahl der Infektionen gab das Gesundheitsministerium am Dienstag mit 24'811 an. Das war ein Anstieg um 1762 Fälle innerhalb von 24 Stunden. (sda/afp)
11:53
514 neue Todesfälle in Spanien
Das spanische Gesundheitsministerium hat bekanntgegeben, dass neu insgesamt 2696 Menschen am Coronavirus gestorben sind. Das sind 514 Todesfälle mehr seit gestern. Insgesamt wurden 39'673 Menschen positiv auf das neuartige Virus getestet – eine Zunahme um 6584 Fälle.

10:53
Wirtschaftsstimmung in der Eurozone bricht auf Rekordtief ein
Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone ist als Folge der Virus-Krise dramatisch eingebrochen. Wie das Marktforschungsinstitut IHS Markit am Dienstag in London mitteilte, fiel der von ihm erhobene Einkaufsmanagerindex im März um 20,2 Punkte auf 31,4 Zähler. Das ist ein Rekordtief.

Selbst der bisherige historische Tiefststand aus Zeiten der Finanzkrise wurde klar unterboten. Besonders stark trübte sich die Stimmung unter den Dienstleistern ein. «Die Eurozone verzeichnete im März einen beispiellosen Kollaps der Wirtschaftsaktivitäten, ausgelöst durch die Verschärfung der Corona-Pandemie», kommentierte Markit die Umfragedaten. (awp/sda/dpa)
9:27
Afro-Jazz-Star an Folgen des Coronavirus gestorben
Der weltberühmte Saxofonist und Afro-Jazz-Star Manu Dibango ist im Alter von 86 Jahren an den Folgen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben.

Dibango sei am frühen Dienstagmorgen in einem französischen Krankenhaus an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, sagte Thierry Durepaire, der Sonderausgaben von Dibangos Musik herausgebracht hatte, der Nachrichtenagentur AFP.

Dubango ist der erste weltweit bekannte Prominente, der an den Folgen des Coronavirus gestorben ist. Mit dem Song «Soul Makossa» feierte er in den 70er Jahren einen weltweiten Hit. (sda/afp)
Der Jazz-Saxophonist Manu Dibango ist der erste weltberühmte Prominente, der an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben ist. Er erlag der Krankheit mit 86 Jahren. (Archivbild)
Bild: KEYSTONE
7:01
China hebt Abriegelung von Provinz Hubei weitgehend auf
In China wird die wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus verhängte Abriegelung der Provinz Hubei weitgehend aufgehoben. In der Millionenmetropole Wuhan hingegen wird das Verbot, die Stadt oder die Provinz zu verlassen, erst per 8. April aufgehoben.

Dies kündigten die örtlichen Behörden am Dienstag an. Die Bewohnerinnen und Bewohner der übrigen Provinz Hubei dürfen ab Mitternacht in der Nacht zum Mittwoch (Ortszeit) aus der Provinz ausreisen dürfen. Voraussetzung ist, dass sie gesund sind.

In der Provinz Hubei hatten faktisch rund 60 Millionen Menschen unter Zwangsquarantäne gestanden. Besonders streng waren die Regeln in Wuhan, wo Millionen Menschen über Wochen überhaupt nicht mehr auf die Strasse gehen durften.
6:18
Argentinien bietet Hilfe bei Versorgung der Falklandinseln an
Argentinien hat Grossbritannien angeboten, wegen des Coronavirus bei der Versorgung der Falklandinseln zu helfen. (Archivbild)
Bild: EPA
Trotz des Konflikts um die Hoheit über die Falklandinseln hat Argentinien der britischen Regierung Unterstützung bei der Versorgung des Archipels im Südatlantik angeboten. Die zuständige Stelle spricht von einer Geste der Solidarität.

Argentinien könne die rund 3000 Bewohner des britischen Überseegebiets mit Lebensmitteln und Medikamenten versorgen und gegebenenfalls Patienten zur Behandlung ausfliegen, sagte der für die Region zuständige Staatssekretär Daniel Filmus am Montag. «In solch einem schweren Moment ist die Solidarität der richtige Weg, um die vom Coronavirus ausgelöste Situation zu überwinden.»

Die Falklandinseln stehen seit 1833 unter britischer Verwaltung, werden aber auch von Argentinien beansprucht. 1982 versuchten die Streitkräfte des südamerikanischen Landes, die Inselgruppe zu erobern.

Nachdem die argentinischen Truppen während des 72 Tage dauernden Falklandkriegs eine Reihe von Niederlagen hinnehmen mussten, unterzeichneten die argentinischen und britischen Befehlshaber auf den Inseln einen Waffenstillstand.
05:44
Kuba schliesst Touristen in Hotels ein
Kuba hat in der Coronavirus-Krise seinen Bürgern die Ausreise vorerst untersagt. Das teilte der Ministerpräsident des sozialistischen Karibikstaates, Manuel Marrero, am Montag (Ortszeit) im Staatsfernsehen mit.

Marrero begründete dies damit, dass zuletzt viele Kubaner in Länder gereist seien, die vom Coronavirus besonders betroffen seien, um dort Waren für den Verkauf in Kuba einzukaufen. Marrero gab auch eine einmonatige Schliessung der Schulen bekannt.

Er verkündete zudem, dass die rund 32'000 in Kuba verbliebenen Touristen ihre Hotels nicht mehr verlassen dürften, während sie auf ihre Rückflüge warteten. Etwa 9400 Touristen wohnen in Privatunterkünften. Sie sollen in Hotels umziehen. Ausländer können die Insel zwar verlassen, ab Dienstag aber nicht mehr einreisen.
4:41
Südkorea meldet leichten Anstieg
Die Zahl der erfassten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Südkorea ist wieder leicht angestiegen. Wie die Gesundheitsbehörden am Dienstag mitteilten, wurden am Montag 76 neue Fälle festgestellt – nach 64 am Sonntag.

Die Gesamtzahl stieg damit auf nunmehr über 9000. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Sars-CoV-2-Erreger in Verbindung gebracht werden, kletterte um neun auf 120.
03:45
Strände in Kalifornien werden geschlossen
In Kalifornien werden erstmals Strände geschlossen, um der Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken. Der Bürgermeister von San Diego ordnete am Montag (Ortszeit) die Schliessung städtischer Strände, Parks und Wanderwege an.

Zu viele Menschen hätten am Wochenende die zuvor verhängten Auflage
n missachtet, voneinander Abstand zu halten, klagte Bürgermeister Kevin Faulconer auf Twitter. Auch in dem beliebten Küstenort Laguna Beach bleiben die Strände ab sofort zu.

Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom hatte am Freitag für die knapp 40 Millionen Einwohner umfangreiche Ausgangsbeschränkungen verfügt. Sport und Bewegung im Freien mit Abstand voneinander sind aber noch erlaubt. Die Zahl der Infektionen in Kalifornien stieg am Montag auf über 2100 Fälle an.
02:58
Zahl «importierter Fälle» in China steigt deutlich
In China ist die Zahl der so genannten importierten Erkrankungen mit dem Coronavirus deutlich gestiegen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Dienstag mitteilte, wurde das Virus bei 74 weiteren Menschen nachgewiesen, die kürzlich in die Volksrepublik eingereist sind.

Erstmals seit Tagen wurden auch wieder einige lokale Fälle gemeldet. Wie aus den offiziellen Zahlen hervorgeht, gab es demnach vier Fälle, die nicht bei Eingereisten festgestellt wurden.

Bei einem grossen Teil der Rückkehrer handelt es sich um Chinesen, die unter anderem wieder in ihre Heimat kommen, weil sie annehmen, dass dort das Schlimmste nun überstanden ist. Insgesamt seien bislang 427 importierte Fälle festgestellt worden, wie die Kommission mitteilte.

Um eine Ausbreitung der eingeschleppten Fälle möglichst zu verhindern, gelten strenge Quarantäne-Massnahmen für Menschen, die aus dem Ausland ankommen.
01:20
Trump stellt baldige Erholung von Corona-Krise in Aussicht
US-Präsident Donald Trump hat der amerikanischen Bevölkerung eine baldige Erholung von der Coronavirus-Krise in Aussicht gestellt. «Die Beschwernisse werden enden, sie werden bald enden», sagte Trump .

«Amerika wird bald wieder offen sein für Geschäfte», versicherte Trump am Montagabend (Ortszeit) im Weissen Haus in Washington. Und dies werde früher sein als erst in drei oder vier Monaten. Das normale Leben werde zurückkehren und die Wirtschaft werde sich erholen.

«Wir können nicht zulassen, dass die Heilung schlimmer ist als das Problem», sagte Trump. Er räumte ein, die Lage werde sich zunächst wohl noch verschlechtern, betonte aber: «Wir versuchen, dafür zu sorgen, dass es weit weniger schlecht wird.» Es handele sich um ein medizinisches Problem. «Wir werden nicht zulassen, dass es sich zu einem bleibenden finanziellen Problem entwickelt.»
22:54
Ausgangsbeschränkungen für 1,7 Milliarden Menschen weltweit
epa08286538 (FILE) - Tedros Adhanom Ghebreyesus, Director General of the World Health Organization (WHO), informs the media about the update on the situation regarding the novel coronavirus (2019-nCoV), during a new press conference, at the World Health Organization (WHO) headquarters in Geneva, Switzerland, 10 February 2020 (reissued 11 March 2020). Reports on 11 March 2020 state Tedros Adhanom Ghebreyesus has said the novel coronavirus COVID-19 outbreak 'can be characterised as a pandemic'.  EPA/SALVATORE DI NOLFI
Bild: EPA
Mehr als 15'000 Tote und immer striktere Ausgangsbeschränkungen für rund 1,7 Milliarden Menschen rund um den Globus – weltweit breitet sich angesichts der Coronavirus-Pandemie zunehmend ein Gefühl von Panik aus. Inzwischen wurde das Coronavirus in 174 Ländern nachgewiesen.

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus nannte die Entwicklung am Montag «herzzerreissend». Es habe 67 Tage gedauert, bis die ersten 100'000 Fälle bestätigt waren, 11 Tage für die zweiten 100'000 und nur vier Tage für die dritten 100'000. Die Zahl der Infektionen unter Ärztinnen und Ärzten und Pflegepersonal sei alarmierend, sagte Tedros
21:53
Britische Regierung verhängt dreiwöchige Ausgangssperre
Nach langem Zögern schwenkt der britische Premierminister Boris Johnson auf den Kurs anderer europäischer Länder ein und schränkt das öffentliche Leben in in Grossbritannien drastisch ein.

Johnson wies in seiner Rede an die Nation am Montagabend seine Landsleute an, das Haus nur noch so wenig wie möglich zu verlassen. «Von heute Abend an muss ich dem britischen Volk eine einfache Anordnung geben: Sie müssen zuhause bleiben», sagte Johnson.

Alle Läden, mit Ausnahme von Lebensmittelgeschäften und Apotheken, werden mit sofortiger Wirkung geschlossen. Sportliche Aktivitäten sind nur noch einmal am Tag und nur gemeinsam mit Mitgliedern desselben Haushalts erlaubt. Ansonsten dürfe das Haus nur noch für den Einkauf wesentlicher Dinge wie Lebensmittel und Medikamente und für den Weg zur Arbeit verlassen werden, sagte Johnson. Versammlungen von mehr als zwei Personen seien nicht mehr erlaubt und würden von der Polizei aufgelöst.

Die Zahl der Toten durch die vom Coronavirus hervorgerufene Lungenkrankheit Covid-19 in Grossbritannien stieg unterdessen auf 335. Kritiker der Regierung fordern seit langem schärfere Massnahmen, um den Ausbruch einzudämmen. Sie fürchten, Grossbritannien könnte noch härter getroffen werden als Italien, sollte der chronisch unterfinanzierte Nationale Gesundheitsdienst NHS unter der Last der Epidemie zusammenbrechen. Doch die Regierung sträubte sich lange gegen härtere Massnahmen.

21:32
Belgien zerstörte 2019 Vorrat an Schutzmasken - heute fehlen sie
Wenige Monate vor Beginn der Corona-Krise hat die belgische Regierung sechs Millionen derzeit dringend benötigter Schutzmasken zerstören lassen - ohne für Nachschub zu sorgen. Die Masken waren 2009 für den Kampf gegen die Schweinegrippe angeschafft worden.

Dies berichtete das belgische Nachrichtenmagazin «Le Vif» am Montag unter Berufung auf das Protokoll eines Treffens der belgischen Risiko-Management-Gruppe. Im vergangenen Jahr seien sie dann wegen ihres abgelaufenen Haltbarkeitsdatums entsorgt worden. Aus Kostengründen habe Gesundheitsministerin Maggie De Block keinen Ersatz angeschafft.

Dem Bericht zufolge handelte es sich bei den zerstörten Masken um den Typ FFP2. Dies seien die einzigen Masken, die eine Ansteckung mit dem Coronavirus verhinderten.

Am Montag wurde bekannt, dass in der Schweiz zehn Millionen alte Hygienemasken der Privatwirtschaft, welche das Labor Spiez am Wochenende trotz abgelaufenem Verfallsdatum zum Einsatz freigegeben hat, durch die Armeeapotheke verteilt werden. Damit würden die Engpässe bei diesem Produkt zumindest temporär etwas entschärft, teilte das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (Babs) mit. (sda/dpa)
21:29
Spanische Soldaten entdecken Leichen in Altenheimen
Bei der Desinfektion von Altenheimen im Zuge der Corona-Krise haben Soldaten in Spanien in mehreren Residenzen tote Senioren entdeckt. Die Leichen seien offensichtlich länger unbemerkt geblieben, berichteten die Zeitung «El Mundo», der staatliche Fernsehsender RTVE und andere Medien am Montag unter Berufung auf die Militärische Nothilfeeinheit UME.

Verteidigungsministerin Margarita Robles hatte vor den Berichten schon morgens im TV-Sender Tele5 gesagt, Soldaten hätten in Heimen Senioren gesehen, «die völlig verlassen, wenn nicht sogar tot auf ihren Betten» lagen. Man werde gegen die Verantwortlichen für solche Missstände in den Heimen «unerbittlich vorgehen».
epa08302834 Spanish Defense Minister Margarita Robles listens to Prime Minister Pedro Sanchez (unseen) delivering a speech to explain the declaration of the 'state of alarm' issued to deal with coronavirus outbreak during a plenary session at Lower Chamber in Madrid, Spain, 18 March 2020. Sanchez addressed the measures taken to deal with the COVID-19 outbreak.  EPA/Mariscal / POOL
Bild: EPA
20:44
Niederlande verbieten alle Zusammenkünfte bis 1. Juni
Die Niederlande haben die Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie erheblich verschärft. Alle Veranstaltungen und Zusammenkünfte seien bis zum 1. Juni verboten, kündigte Justizminister Ferdinand Grapperhaus am Montag in Den Haag an. Bislang hatte ein Verbot von Veranstaltungen ab 100 Personen bis zum 6. April gegolten.

Bei Zuwiderhandlungen könne die Polizei eingreifen und hohe Geldstrafen verhängen. «Mir ist bewusst, dass das sehr hart ist», sagte der Minister. «Aber wir haben keine Wahl.»

Anlass für die Verschärfung ist nach den Worten des Ministers, dass zahlreiche Niederländer die bisherigen Regeln missachteten. Am Wochenende waren viele Strände und Parks überfüllt. Der Sicherheitsabstand von eineinhalb Metern müsse eingehalten werden, betonte auch Premierminister Mark Rutte. «Bleibt so viel wie möglich zu Hause.»

In den Niederlanden wurden bis am Montag 4749 Corona-Infizierte gemeldet und 213 Todesfälle. (zap/sda/dpa)
20:39
Südafrikas Präsident beschliesst Ausgangssperre
Wegen der Coronavirus-Krise hat Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa eine landesweite Ausgangssperre verkündet. Diese solle ab Mitternacht am Donnerstag für 21 Tage gelten, verkündete Ramaphosa am Montagabend.

Alle Südafrikaner müssten Zuhause bleiben und dürften dies nur verlassen, um etwa Lebensmittel einzukaufen oder medizinische Hilfe aufzusuchen. Mitarbeiter im Gesundheitswesen, der Sicherheitsdienste sowie diejenigen, die in wichtigen Produktionsketten arbeiteten, seien davon ausgenommen. Läden und Unternehmen – abgesehen unter anderem von Apotheken, Banken, Supermärkten und Tankstellen - werden demnach geschlossen.

In dem Land mit rund 58 Millionen Einwohnern ist die Zahl der Covid-19-Fälle in weniger als drei Wochen auf über 400 gestiegen. In Afrika haben mehr als 40 Länder insgesamt über 1000 Fälle bestätigt. (sda/dpa)
epa08316631 A handout photo made available by GCIS (Government Information Services) dated 23 March 2020 shows President Cyril Ramaphosa declaring a national lockdown as a result of Covid-19 Coronavirus, Pretoria, South Africa. The lockdown will continue for 21 days and will start Thursday 26 March at midnight.  EPA/GCIS HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES
Bild: EPA
20:24
Anstieg der Covid-19-Opfer in Frankreich – Chloroquin nur Ausnahme
In Frankreich soll das Malaria-Mittel Chloroquin nur bei schweren Formen von Covid-19-Erkrankungen zum Einsatz kommen. Der Hohe Rat für Öffentliche Gesundheit empfehle, Chloroquin nur nach einer gemeinsamen Entscheidung von Ärzten und unter strenger medizinischer Aufsicht bei schweren Fällen zu verwenden, sagte Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran am Montagabend.

Eine Verwendung bei nicht schweren Verläufen sei derzeit ausgeschlossen. Das Medikament wird auch in anderen Ländern im Kampf gegen Corona-Erkrankungen getestet.

Die Zahl der Covid-19-Kranken und -Toten ist nach Angaben von Véran in Frankreich weiter gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden stieg die Zahl der Toten um 186 auf 860. Die Zahl der Infektionen liegt bei 19 856 - ein Plus von mehr als 3000 im Vergleich zum Vortag. Mehr als 2000 Menschen liegen dem Minister zufolge auf der Intensivstation. In Frankreich gelten seit Anfang vergangener Woche strenge Ausgangsbeschränkungen. (zap/sda/dpa/afp)
20:13
Gewaltiges US-Konjunkturpaket lässt auf sich warten
Das billionenschwere Konjunkturpaket in den USA gegen die Corona-Krise lässt weiter auf sich warten. Bei einer prozeduralen Abstimmung im US-Senat zu dem Paket kam am Montag erneut nicht die nötige Mehrheit in der Kammer zustande.

Bereits am Sonntagabend (Ortszeit) hatten die Demokraten im Senat das federführend von Republikanern erstellte Paket bei einer prozeduralen Abstimmung blockiert.

---> Die Analyse von Philipp Löpfe dazu

Obwohl beide Seiten seit Freitag über die Details des Pakets verhandelten, gab es immer noch grössere Differenzen. Ein finales Votum verzögert sich damit weiter. Die Republikaner und Finanzminister Steven Mnuchin hatten eigentlich für Montag mit der Verabschiedung des Konjunkturpakets gerechnet.

Der republikanische Mehrheitsführer im US-Senat, Mitch McConnell (Foto), warf den Demokraten am Montag vor, eine «sinnlose Blockade» zu betreiben, während die Menschen im Land dringend auf Hilfe warteten. Sie verlören ihre Jobs und ihr Einkommen, während sich die Demokraten in Formalitäten im Senat verhakten. «Die Amerikaner haben genug von diesem Unfug», beklagte er. (zap/sda/dpa)
epa08316580 Republican Senate Majority Leader Mitch McConnell leaves the Senate chamber after a procedural vote failed on a 1.8 trillion US dollar coronavirus COVID-19 stimulus package at Capitol Hill in Washington, DC, USA, 23 March 2020. The Trump administration and Congress is negotiating a coronavirus COVID-19 stimulus package.  EPA/ERIK S. LESSER
Bild: EPA
19:42
Brasilien isoliert sich zunehmend
Brasilien hat wegen der Covid-19-Pandemie auch die letzte seiner zehn Grenzen auf dem Landweg dicht gemacht. Ausländer, die nicht ständig in Brasilien leben, dürften für 30 Tage nicht mehr aus Uruguay einreisen, hiess es in einer Verfügung, die unter anderem Justizminister Sergio Moro und Gesundheitsminister Luiz Henrique Mandetta am späten Sonntagabend (Ortszeit) unterzeichneten. (sda/dpa)
Werden die olympischen Spiele auf 2021 verschoben?
Wie «USA Today Sports» berichtet, sollen die Olympischen Spiele 2020 in Tokio um ein Jahr auf 2021 verschoben werden. Dies habe IOC-Mitglied Dick Pound bestätigt.
18:48
Mexiko ruft vier Wochen des gesunden Abstands aus
Mexiko hat bislang kaum Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus ergriffen – nun haben offiziell vier Wochen des «gesunden Abstands» begonnen. 130 Millionen Menschen sind nach Angaben der Regierung aufgerufen, sich weitestgehend freiwillig aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen.

Auch trat die bereits vor einiger Zeit beschlossene Schliessung aller Schulen am Montag in Kraft. Weitere verbindliche Massnahmen gibt es landesweit allerdings kaum.

In der Hauptstadt Mexiko-Stadt mussten ab Montag auch Kinos, Museen und Bars geschlossen bleiben. Restaurants, Geschäfte und Märkte dürfen aber aufmachen. Versammlungen von mehr als 50 Menschen seien verboten, verkündete die Bürgermeisterin Claudia Sheinbaum am Sonntagabend (Ortszeit). Landesweit sind nur Ansammlungen von mehr als 5000 Menschen nicht erlaubt.

Das Coronavirus hatte Lateinamerika erst Ende Februar erreicht. In Mexiko wurden inzwischen 316 Infektionen und zwei Todesfälle bestätigt.
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Coronavirus: Was du wissen musst

1 / 15
Coronavirus: Was du wissen musst
quelle: ap / zoltan balogh
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Hier grillt eine US-Abgeordnete den Chefbeamten, bis er Corona-Gratistests verspricht

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

414 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
JZueri
18.03.2020 14:59registriert Juli 2014
@Watson
Könnt ihr bitte eine Coronaeigene Pushnachricht-Option einstellen und über die Breaking News auch wirklich nur Breaking News pushen?

Ist ja ok das man wichtige News über die Option erhält aber langsam nimmt das US-Newsformat an...
42921
Melden
Zum Kommentar
avatar
Varanasi
18.03.2020 01:15registriert August 2017
Die Zahlen aus der Türkei und Russland, die können nie im Leben stimmen.
Auch in Grossbritannien geht man, nach Dunkelziffer, von über 50.000 aus.
31427
Melden
Zum Kommentar
avatar
Mike Milligan
18.03.2020 19:07registriert November 2019
Beängstigend 475 Tote in einem Tag. Mamma Mia! Gnade uns Gott!
21769
Melden
Zum Kommentar
414
Doch keine Burkinis – Gericht kippt Erlaubnis in Grenoble

Ein Verwaltungsgericht hat die Erlaubnis von muslimischen Ganzkörperbadeanzügen in der französischen Stadt Grenoble auf Betreiben der Regierung gekippt. Innenminister Gérald Darmanin sprach am Mittwochabend von «ausgezeichneten Neuigkeiten». Nach der von ihm veranlassten Klage sei der Beschluss der Stadtverwaltung von Grenoble ausgesetzt worden, sogenannte Burkinis in den städtischen Schwimmbädern zu erlauben. Darmanin hatte den örtlichen Präfekten angewiesen, gegen die umstrittene Neuregelung zu klagen.

Zur Story