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Screenshots aus dem von Arte in auftrag gegebenen Dokumentarfilm «Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf die Juden in Europa».

Anti-Israel-Demonstration in Frankreich. Screenshot: Youtube

Einseitig, aber sehenswert: Die Antisemitismus-Doku, die Arte nicht zeigen will



Ein politisch motivierter Akt der Zensur, erst noch vorgenommen durch TV-Sender, die mit öffentlichen Geldern subventioniert sind? Oder die berechtigte Weigerung, dem Publikum ein handwerklich mangelhaftes, tendenziöses Machwerk vorzusetzen? Seit der deutsch-französische Kultursender Arte und der WDR entschieden haben, den bestellten Dokumentarfilm «Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf die Juden in Europa» nicht auszustrahlen, ist Feuer im Dach. 

Nun konnte sich die interessierte Öffentlichkeit endlich selber ein Bild machen – dank «Bild». Das deutsche Boulevardblatt aus dem Hause Springer zeigte den anderthalbstündigen Film von Sophie Hafner und Joachim Schröder für eine begrenzte Zeit auf seiner Online-Plattform. Über 200'000-mal sei der Link angeklickt worden, schreibt Bild.de. Mittlerweile ist der Film auch auf Youtube zu sehen.

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Die umstrittene Dokumentation. Video: YouTube/DasBote

Nicht ausgewogen

Dies vorweg: Die Doku weist tatsächlich Mängel auf. Der Hauptvorwurf hingegen – der Film fokussiere zu stark auf die Situation im Nahen Osten – ist höchstens teilweise berechtigt. 

Klar ist: Der Film gibt sich nicht die Mühe, ausgewogen zu sein. Das gibt Regisseur Schröder selbst zu: «Wie kann man einen Film über europäischen Antisemitismus machen, der nicht vom Verstand, von der Haltung und vom Herzen her projüdisch ist?», sagte er laut Zeit.de. Dies mag zutreffen, doch sobald es um den Nahost-Konflikt geht, wird dieser Ansatz problematisch.  

Screenshots aus dem von Arte in auftrag gegebenen Dokumentarfilm «Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf die Juden in Europa».

Linke marschieren bei einer Palästina-Demo mit.  Bild: Youtube

Dass der Konflikt in der Dokumentation einen relativ breiten Raum einnimmt, ist durchaus sinnvoll und sogar notwendig, wie Martin Ebel in seiner Analyse auf tagesanzeiger.ch schreibt. In der Tat befeuert der Nahost-Konflikt den neuen Antisemitismus, der heute fast immer unter der falschen Flagge des Antizionismus segelt. Doch der Film blickt nahezu ausschliesslich aus israelischer Warte auf den Konflikt – während er beispielsweise das heikle Thema der Siedlungen kaum berührt. 

Linke Antisemiten

Das ist schade, denn die Doku hat sehr wohl ihre Stärken. Sie zeigt schonungslos, dass der Antisemitismus eben nicht nur von rechts kommt, wo man ihn traditionell verortet, sondern heute ebenso auf der linken Seite des politischen Spektrums floriert. Dort, wo das gute Gewissen herrscht, das sich aus der Überzeugung nährt, Linke könnten gar nicht antisemitisch sein. 

Die Milieus, in denen der Antisemitismus gedeiht, sind durchaus verschieden. Neben linken und rechten Antisemiten zeigt der Film Verschwörungstheoretiker, evangelische Friedensaktivistinnen und muslimische Rapper. Der Vorwurf von Arte-Programmdirektor Alain Le Diberder, dem Film fehle die Multiperspektivität, ist daher haltlos, wie der Historiker Götz Aly richtig bemerkt

Screenshots aus dem von Arte in auftrag gegebenen Dokumentarfilm «Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf die Juden in Europa».

Christliche Friedensaktivistinnen: Stand des «Ökumenischen Begleitprogramms in Palästina und Israel» (EAPPI).  Bild: Youtube

Verdächtiger Eifer der NGOs

Interessant auch das Licht, das die Dokumentation auf die blühende NGO-Szene wirft, die sich mit dem jüdischen Staat abmüht. Woher rührt dieser Eifer, mit dem Organisationen wie «Brot für die Welt» Israel dämonisieren, fragt man sich unwillkürlich. Gerade hier haben sich die Filmemacher aber einen handwerklichen Schnitzer geleistet: Sie haben einfach darauf verzichtet, die NGOs mit den Vorwürfen zu konfrontieren. 

Screenshots aus dem von Arte in auftrag gegebenen Dokumentarfilm «Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf die Juden in Europa».

«3. Intifada»: Muslimische Rapper in Deutschland. Bild: Youtube

Es gibt weitere Mängel. So ist es zwar löblich, wenn üble antisemitische Aussagen des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas gezeigt werden, die er 2016 in seiner Rede vor dem EU-Parlament machte. Diese Passagen schneidet der Film aber mit dem Applaus der Abgeordneten am Schluss der Rede gegen, sodass der Eindruck entsteht, diese hätten direkt Abbas' Hetze beklatscht. Abbas sprach sich allerdings auch für die Zweistaatenlösung aus; der Beifall dürfte eher diesem Teil gegolten haben.  

epa05385432 The President of the Palestinian Authority Mahmoud Abbas addresses the participants of a small plenary session of the European Parliament in Brussels, Belgium, 23 June 2016. Abbas currently is on a visit to the European institutions in Brussels.  EPA/OLIVIER HOSLET

Juden als Brunnenvergifter und Ursache für allen Terror auf der Welt: Abbas machte 2016 in seiner Rede vor dem EU-Parlament üble antisemitische Aussagen.  Bild: OLIVIER HOSLET/EPA/KEYSTONE

Muslimischer Judenhass

Alles in allem bleibt die Dokumentation trotz ihrer Mängel sehenswert. Wer sie gesehen hat, dem ist klar, warum so viele Juden wie nie zuvor aus Frankreich nach Israel auswandern. Dass der tief verwurzelte Judenhass in bedeutenden Teilen der muslimischen Gemeinschaft dafür verantwortlich ist, verschweigt der Film nicht.

Dass eben diese Benennung des muslimischen Antisemitismus der wahre Grund für die Ablehnung durch die französische Arte-Spitze ist, wie Aly unterstellt, ist freilich eine Behauptung, die erst noch belegt werden müsste. Auf jeden Fall hätte dem Film aber gut getan, wenn sich die Filmemacher mehr an die bekannte Maxime des Journalisten Hanns-Joachim Friedrichs gehalten hätten: Sich nicht mit einer Sache gemein machen, auch mit einer guten nicht. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • Kubod 15.06.2017 19:50
    Highlight Highlight Judenhass und die Siedlungspolitik als Ausrede. Ich versuch mal zu erklären, wieso es dabei um das Existenzrecht Israels geht.
    Nach dem Sechs - Tage Krieg hat Israel Land gegen Frieden angeboten. Die Ägpter haben nach langen Verhandlungen den Sinai zurückbekommen. Die Israelis haben damals begriffen, dass sie keine Besatzungsmacht sein wollen.
    Man hat Gaza zurückgegeben und das alte Judää und Samaria als Westbank den PA übergeben. Was man behalten wird, sind ca 3%, um die Grenze verteidigbar zu halten. Dort wird gesiedelt. Klar stört das alle, die die Israelis vertreiben wollen.
    • Kaviar 16.06.2017 16:29
      Highlight Highlight Und was genau berechtigt nun die Existenz Israels?
      Der Krieg? Dann findest Du es in Ordnung, wenn ein Volk das andere überfällt und ihm das Land wegnimmt.
      Wegen der Historie, weil es Israel schon einmal gab? Dann musst Du Russlands Rücknahme der Krim gutheissen. Dann kannst Du nichts haben gegen Nationalisten, die sich z.B. ihr Grossalbanien wünschen.
      Aus Mitleid? Dann musst Du den IS anerkennen. Er bietet Tausenden von gescheiterten Existenzen aus Europas Städten Perspektiven und eine neue Heimat.
      Weil es das von Gott gelobte Land ist? Dann frage Dich, ob nicht der Iran gemeint war.
  • dath bane 15.06.2017 13:22
    Highlight Highlight Toll. Jetzt wurde es auf youtube gesperrt. Meinungsfreiheit geht anders.
  • Elocin 15.06.2017 09:37
    Highlight Highlight Den Schnitt bei der Abbas-Rede halte ich nicht
    für einen Schnitzer, eher für eine Frage der Gewichtung. Hätte er gesagt "Alle Juden sollten vernichtet werden" und danach Zustimmung zur Zweistaatenlösung geäussert - dann wäre ja trotz Letzterem nicht applaudiert worden. Es geht also wohl nicht darum, wofür applaudiert wurde, sondern dass trotz der antisemitschen Aussagen nicht NICHT applaudiert wurde.
  • DerTaran 15.06.2017 08:19
    Highlight Highlight Israel war immer wieder dazu bereit besetzte Gebiete zurückzugeben, unter der eigentlich recht einfachen Prämisse, das Existenzrecht des Staates Israel anzuerkennen.
    Jedem PLO Sympatisanten mit Palistinensertuch sei gesagt: Frieden mit Israel ist möglich, wenn die Verantwortlichen der besetzten Gebiete aktiv auf Gewalt verzichten würden. Die Warlords wollen das nicht, die freuen sich über militärische Aktionen Israels und provozierten sie, es festigt ihre Macht.

    Israel als Demokratie braucht den Goodwill seiner Bevölkerung, solange man in Angst vor den Nachbarn lebt, wählt man die Hardliner.
  • Kaviar 15.06.2017 07:59
    Highlight Highlight Diese Reportage ist propagandistisch.
    Jede Kritik am Staate Israels seit der Staatsgründung wird darin stur als antisemitische, erlogene Hetze abgestempelt. Schlicht alles was dem Judentum oder Israel nicht zur Lobpreisung gereicht, gilt darin als Antisemitismus. Sogar Kritik am Bankensystem wird mit Antisemitismus gleichgesetzt. Solcherlei macht diese Reportage geradezu absurd. Man erhält den falschen, aber starken Eindruck, Antisemitismus sei etwas eingebildetes.
    Und das ist sehr zum Schaden der Juden.
    Diese Reportage ist ein Paradebeispie für totales journalistische Versagen .
    • Kaviar 15.06.2017 15:39
      Highlight Highlight @gianny1: Sie müssen nicht fliehen. Alle Bürger Frankreich geniessen denselben Schutz. Leider ist der Schutz unvollkommen. Die meisten Opfer religiös motivierten Hasses in Frankreich, ich meine den Dschihadismus, aber beklagen nicht die Juden. Wenn schon müssten Christen fliehen und Muslime. Es ist feige von jüdischen Franzosen ihr Land im Stich zu lassen, statt für ein friedliches Miteinander einzustehen. Oder es ist Ausdruck fehlenden Integrationswillens.
      Ich weiss, diese Einschätzung wird man quittieren mit "Du Antisemit!". Mir egal. Wenn ich einen Juden hasse, dann nicht weil er Jude ist.
    • Royeti 16.06.2017 02:40
      Highlight Highlight Pfui..! Von den Gewalttaten gegen Juden in Frankreich kommen keine 10% an die Oberfläche - Paris, Lyon oder Toulouse....waren die etwas gröberen und deshalb in den Schlagzeilen. Brandanschläge auf Synagogen werden schon gar nicht mehr kommuniziert, da alltäglich. Da der staatliche Schutz nicht funktioniert organisiert man private Sicherheitsfirmen. Irgendwann reichst aber und man geht.
    • Kaviar 16.06.2017 07:46
      Highlight Highlight @Royeti: Dafür gibt es keine Beweise. Du behauptest frei erfundene Dinge.
      Im übrigen spreche ich von Toten und Verletzten und nicht von ein paar Fassaden, die man neu streichen muss, oder von doofen Sprüchen, die man sich anhören musste. Du hast eine menschenverachtende Gleichsetzung gemacht. Ab soviel Chauvinismus verschlägt es einem glatt die Sprache. Pfui!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kubod 15.06.2017 01:23
    Highlight Highlight Einseitig? Nicht doch eher ungewohnt realitätsnah?
    Mir zeigt der Artikel und viele der Kommentare hier, die Deformation der Wahrnehmung einiger Menschen (aka Blasenbewohner des moralisch Hochwertigeren).
    Statt die auf dem Silbertablet präsentierten Tatsachen zu realisieren und in die eigene Meinung miteinzubeziehen, klebt man stur an der in diesem Milieu salonfähigen Meinung, die übrigens noch damals zu Zeiten der Sovjetunion geprägt wurde. Plus Einfluss der Milliarden aus den Ölstaaten auf die öffentliche Meinung. Versucht doch mal selber und frei von Vorgaben der öligen PdArtei zu denken.
  • Nick Name 15.06.2017 00:06
    Highlight Highlight Film nicht zeigen, auf anderen Plattformen pseudoinvestigativ doch publizieren: Das ist mal wieder Haue auf den ganzen (vorhandenen?...) Friedensprozess.

    Etwas mit (wenn vielleicht auch nur scheinbar) fadenscheinigen Begründungen unterbinden ist nie gut. Besser hätte Arte den Film gezeigt UND dazu eine Diskussion angestossen, selbst, ergänzend. Schade.
  • Liselote Meier 14.06.2017 22:57
    Highlight Highlight Ok angeschaut. 3/4 behandelt aber den Konflikt in Nahost auch historisch und nicht Antisemitismus in Europa, mal den Arte Auftrag nicht erfüllt und extremst einseitig, kein wunder wirds nicht ausgestrahlt auf Arte, da immer relativ objektiv.

    Allein schon historisch der von der Hagana lügt wie gedruckt. Ja die Hagana war relativ human, was hat aber Stern und Irgun so veranstaltet, werden mit keinen Wort erwähnt.

    Und das Wasser in Gaza kann man nicht nicht trinken weil 3 von 5 Kläranlagen zerbommbt wurden, auch kein Wort drüber. Das die Isrealis es absichtlich vergiften, natürlich falsch.

  • Royeti 14.06.2017 22:15
    Highlight Highlight Ab wann ist man kein Israelkritiker mehr sondern Antisemit?
    In dem Moment, in dem man sich ausschliesslich und exklusiv israelkritikisch äussert und dabei einen komplett anderen Massstab anwendet als bei jedem anderen Konflikt auf dieser Welt.
    Wer boykottiert Nord Koreanische Produkte? Wer demonstriert gegen den Iran? Wer stellt Saudi Arabien an den Pranger? Wer verurteilt Russland wegen der Krim?
    Wenn man sich um die Bewohner von Gaza mehr sorgt als um die Syrische Bevölkerung. Wenn man denkt den Leuten in der Westbank geht es schlechter als den Leuten in Bangladesh oder Myamar. Dann.
    • Nick Name 15.06.2017 00:02
      Highlight Highlight Und wer sagt das?
    • Royeti 15.06.2017 07:05
      Highlight Highlight Ich sage das.
      Israelkritik ist dann antisemitisch, wenn man in Europa für Menschenrechte und gegen Homophobie auf die Strasse geht, aber Israel Kriegsverbrechen vorwirft. Ironischerweise fand am W'end in Israel die Gay Pride statt, während in Gaza sich Schwule verstecken müssen....
      Die UNO z.B. ist antisemitisch, weil sie Israel gesondert behandelt. Oder wie erklärt man, dass Israel als einziges Land ein Focus Traktandum in jeder Sitzung sein muss? Oder wieso wurden 2016 mehr Resolutionen gegen Israel verabschiedet als gegen Syrien, China, Eritrea und Nord Korea gemeinsam??
    • Kaviar 15.06.2017 15:47
      Highlight Highlight @Royeti: Wollte Israel weniger UNO-Resolutionen kassieren, dann könnte es seine Politik UNO-kompatibel machen. Ist nicht schwer. Die meisten UNO-Mitgliedsländer schaffen das. Vieleicht weil sie kein Apartheidsystem haben, vielleicht weil sie ihre Zivilbevölkerung nicht bombardieren, vielleicht weil ihr Justizwesen nicht nur auf dem Papier faire Prozesse und Rechttsgleichheit kennt, vielleicht weil sie nicht unaufhörlich ihre Nachbarländer militärisch angreifen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thomas Binder 14.06.2017 21:31
    Highlight Highlight Es gibt auch gute Stücke zum leidigen Thema, beispielsweise hier:

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=38750
  • Georgorg 14.06.2017 20:50
    Highlight Highlight Israel wird von den USA unterstützt und protegiert.
    Wäre dem nicht so, hätte die Linke am Israel-Palästina-Konflikt Null Interesse.
    • Füdlifingerfisch 14.06.2017 21:22
      Highlight Highlight Israel tut auch ohne die USA genug um sie zu verurteilen
    • äti 14.06.2017 21:27
      Highlight Highlight Das verstehe ich jetzt gar nicht. Meinst du das nicht umgekehrt?
    • Marek Zeman 15.06.2017 06:18
      Highlight Highlight Äti, ich glaube er meint damit, dass "die Linke" an Israel einen Teil ihres anti-Amerikanismus auslebt. Das stimmt sicher für Einige, aber ich bezweifle, dass es für viele stimmt. Es gibt tatsächlich genug, das man auch rational kritisieren kann, und Israel will sich ja eigentlich an einem hohen Standard messen, im Gegensatz zu Nordkorea und Konsorten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ostpol76 14.06.2017 20:29
    Highlight Highlight Wie man in den Wald hineinruft so schallt es heraus.
  • mister_who 14.06.2017 19:22
    Highlight Highlight ja ja gegen Arte hetzen und dann am Abend RTL anschauen.
  • siglo XXI 14.06.2017 18:36
    Highlight Highlight Hat sich wer Gedanken darüber gemacht, ob dieser Dok-Film aus dem Anti-Deutschen Umfeld kommen könnte? Würde iaus meiner Sicht einiges erklären, die Diskussion zw. o.g. und Anti-Imps sind ja in D-Land nichts neues, rrsp. eben doch für die breitere Öffentlichkeit.
  • Herbert Anneler 14.06.2017 17:31
    Highlight Highlight Habe mir den Film angeschaut. Dass ein Zusammenhang zwischen Nazi-Deutschland, dem Grossmufti von Jerusalem und der PLO besteht, ist eine Information, deren Verbreitung in der Öffentlicht unbedingt notwendig ist (war schon im
    WDR). Aber anderseits ist der Film so pauschalisierend, dass man sich, wenn man nicht so rechtsextrem wie Avigdor Liebermann ist, als potentieller Brauner behandelt fühlen musste. Ich empfinde dies auch als Beleidigung für viele Israeli. Alles in allem ist der Film so einseitig und so voller Hass, dass ich Arte für den Mut gratuliere, diesem Film nicht auszustrahlen.
  • coronado71 14.06.2017 17:27
    Highlight Highlight Ich habe die umstrittene Doku gestern Abend gesehen. Sie ist wirklich sehenswert! Nicht, wegen den handwerklichen Mängeln, sondern weil die Begründung der Arte-Programmleitung noch unverständlicher wirkt. Arte sendete auch schon Dokus über den Nahostkonflikt, die eine ähnliche "Schlagseite" hatten - allerdings auf die andere Seite. Warum hat man die Dok nicht im Rahmen eines umfassenden Themenabends gezeigt? "24h Jerusalem" ging ja auch.
  • Switch_on 14.06.2017 17:26
    Highlight Highlight Ich bin gegen jede Art von Rassismus, Antisemitismus und Islamophobie.
    Der Film stört mich daher, dass sie jede Kritik ab Israel als Antisemitismus bezeichnet.
    Ich kritisiere auch Saudi Arabien und bin deswegen nicht islamophob....
  • Thomas Binder 14.06.2017 17:02
    Highlight Highlight Würden die vielen wunderbaren Juden realisieren, dass ihr grösster Feind nicht Palästinenser, andere Moslems oder Antisemiten sind, sondern die extremen Zionisten (rechtsnationalistisches politisches Judentum), wäre schon sehr viel gewonnen.

    Würden die vielen wunderbaren Moslems realisieren, dass ihr grösster Feind nicht Juden, andere "Westler" oder Antiislamisten sind, sondern die extremen Islamisten (rechtsnationalistischer politischer Islam), wäre schon sehr viel gewonnen.
    • Thomas Binder 14.06.2017 17:20
      Highlight Highlight Würden die vielen wunderbaren Menschen realisieren, dass ihr grösster Feind nicht mythische bösartige fremde Menschen sind, sondern die extremen Fundamentalisten, die Faschisten in der Maske der Faschisten und deren Puppenspieler, die Faschisten in der Maske der Demokraten, in den scheinbar eigenen Reihen, welche kein Geschlecht, keine Ethnie, keine Nationalität, keine Ideologie und keine Religion haben und in ihrer Bösartigkeit den Narzissmus in uns allen bedienen, wäre schon sehr viel gewonnen.
    • mr-marple 14.06.2017 18:24
      Highlight Highlight Wow, ich habe selten so einen ignoranten Kommentar gelesen. Haben Sie schon mal mit einem Juden oder einem Moslem gesprochen? Ich nehme an, dass dies nicht der Fall ist, sonst wüssten Sie, dass Ihre Erkenntnis schon allen bewusst ist.
    • Thomas Binder 14.06.2017 19:52
      Highlight Highlight Danke! Ihre Ehefrau, Miss Marple, habe ich immer sehr geschätzt. Ignorant frage ich mich, weshalb sie sich dann von den Psychopathen ihrer scheinbar eigenen Seite immer noch gegen die empathischen Menschen der scheinbar anderen Seite aufhetzen lassen, beide von den Psychopathen beider Seiten, welche sich insgeheim lieben weil nur die einen Psychopathen die scheinbare Existenzberechtigung der anderen Psychopathen darstellen, und weshalb sich Westler gegen Russen und überhaupt Hinz gegen Kunz aufhetzen lassen, anstatt alle Psychopathen ins Pfefferland zu schicken und uns ins Paradies auf Erden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Go-away 14.06.2017 16:11
    Highlight Highlight Für mich macht es einen grossen Unterschied ob man grundsätzlich gegen Juden ist oder die israelische (Aussen-)Politik kritisiert. Den wad Israel im palästinensischen Gebiet tut(Siedlungsbau, Gaza) ist moralisch höchst verwerflich. Das hat nichts mit Antisemitismus zu tun.
    • coronado71 14.06.2017 17:37
      Highlight Highlight Keine Frage, sowas muss man differenzieren. Angriffe auf jüdische Synagogen, Geschäfte und Schulen (z.B. in Frankreich, wie in der Doku recht ausführlich thematisiert), sind aber wohl kaum als Kritik an der israelischen Siedlungspolitik einzuordnen.
    • Me, my shelf and I 14.06.2017 17:42
      Highlight Highlight Eben, diese Politik hat nichts mit dem Judentum zu tun. Deshalb sollte es in Prdnung sein, Israel zu kritisieren.
    • Wilhelm Dingo 14.06.2017 18:02
      Highlight Highlight @Chrigi-B: bitte nicht übertreiben. Es werden Menschen vertrieben das ist zu verurteilen. Aber es werden keine Menschen verstümmelt, Frauen vergewaltigt, Gefangene gefoltert...DAS sind Kriegsverbrechen. Wenn man solche starken Worte verwendet läuft man immer Gefahr, dass die Begriffe abgenutzt werden. Ins gleiche Thema geht die sogenannte 'israelische Apartheit'. Das ist einfach nicht korrekt gegenüber von echten Opfern von Kriegsverbrechen oder Apartheit.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bruno S.1988 14.06.2017 16:04
    Highlight Highlight Axel Springer hat folgende 5 Unternehmensgrundsätze:
    1. Wir treten ein für Freiheit, Rechtsstaat, Demokratie und ein vereinigtes Europa.
    2. Wir unterstützen die Lebensrechte Israels.
    3. Wir zeigen unsere Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika.
    4. Wir lehnen politischen und religiösen Extremismus ab.
    5. Wir setzen uns für eine freie und soziale Marktwirtschaft ein.

    Hier zu lesen:
    http://nachhaltigkeit.axelspringer.de/de/grundsaetze/unternehmensgrundsaetze.html
    • Wilhelm Dingo 14.06.2017 18:04
      Highlight Highlight Danke, spannender Link. Es zeigt einmal mehr wie genau man hinschauen muss bei Medienunternehmen und wer und welche Interessen dahinterstehen.
    • Liselote Meier 14.06.2017 18:18
      Highlight Highlight Ha, ha klar doch hübsches Leitbild.

      Stimmt aber so ziemlich nicht mit der Realität der Erzeugnisse der Springer-Presse der letzten 50 Jahren überein.

      Und erst Recht zynisch wurde 67 geschrieben.

      2. Juli 67 der Despot von Persien (Scha) kommt nach Berlin, an der Demo schlagen die die "Jubelperser" mit Latten auf Demonstraten ( gab keine Gewalt von der Seite, Demo sogar angemeldet) Polizei schaut zu. Am Abend wird ein Demonstrant von hinten erschossen von einem Polizist Namens Kurras.



    • Liselote Meier 14.06.2017 18:21
      Highlight Highlight
      Was zeigt Springer am anderem Tag, zeigt ein Bild einer blutenden Frau "von Demonstraten getroffen" und geisselt die Studenten. Die Frau auf dem Bild hat sich dann gemeldet gehabt als sie das Bild sah, wurde von Polizisten verprügelt. Kein Wort über den toten Studenten und sowohl im Vorfeld wie im Nachhinein kein schlechtes Wort über den Despoten.


      Ergo eine ziemliche Farce stimmte ja nicht mal in dem Jahr wo es aufgesetzt wurde, dazu die Vietnam Bericht erstattung in dem Jahr.


  • Thomas Binder 14.06.2017 15:45
    Highlight Highlight Meine Empfehlung für heute Abend: Yoav Shamirs ausgezeichnete Dokumentation über den von eigeninteressierten Zionisten zu einer unglaublichen Riesenkeule aufgeblasenen natürlich existierenden, im Vergleich zu bespielsweise Antimoslemismus derzeit aber wenig relevanten Antisemitismus, die Israel(selbst)kritiker erschlagen und die verängstigten Israelis noch stärker im Würgegriff der extremen Zionisten halten soll...

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  • Döst 14.06.2017 15:41
    Highlight Highlight Aus linksgrünen Kreisen wird immer wieder Boykott von israelischen Produkten (z.B. Früchten) propagiert. Ein zutiefst antisemitischer Akt dieser Gutmenschen.
    • sven_meye 14.06.2017 15:47
      Highlight Highlight Wieso? Würde einen solchen Staat auch nicht unterstützen. Es geht nicht gegen die Juden als Volk, sondern gegen Israel als Staat.
    • Liselote Meier 14.06.2017 15:59
      Highlight Highlight Was ist Sinn und Zweck des Boykotts? Was wird gefordert? Nicht etwa das Ende der Siedlungspolitik? Was Völkerrechtlich höchst illegal ist und den Konflikt zusätzlich anheizt.

      Wird Nordkorea boykottiert aus einem Antikoreanismus heraus oder weil der Kimi Unsinn veranstaltet?

      Deine Argumentation ist schlicht weg Dumm, und wenn du Begriffe wie "Gutmenschen" gebrauchst, darf man dich ergo auch "Dumm-Mensch" nennen.
    • Tomjumper 14.06.2017 16:01
      Highlight Highlight Antisemitisch wäre, wenn man aufrufen würde jüdische Produkte zu boykotieren, nicht israelische. Bevor man die "Gutmenschen" des Antisemitismus bezichtigt sollte man die Definition des Wortes überprüfen. Ich finde es übrigens sehr erstaunlich wie man den Ausdruck Gutmensch negativ besetzen kann. Was sagt das wohl über Sie?
    Weitere Antworten anzeigen
  • sven_meye 14.06.2017 15:37
    Highlight Highlight Naja, Palästina/Israel ist ein heikles Thema. Beide Seiten machen Fehler. Bei vielen ist es wohl mehr der Hass auf Israel als auf Juden ... Israel ist mir auf jeden Fall auch nicht sympathisch.
    • Mr. Malik 14.06.2017 17:42
      Highlight Highlight Ja mit dem kleinen unterschied, dass wir einen suveränen staat der de facto besatzungsmacht haben und die andere partei weder eine demokratisch regierung haben darf, noch kontrolle über ihre resourcen erhält und der besatzungsmacht komplet ausgeliefert ist. (Siehe irgendeine der gefühlt 1000 UN resolutionen oder menschrechtsberichte o.ä.)

      Dieses "beide haben fehler gemacht" kannst du in jedem streit oder konflikt bringen. (Es bruucht immer zwoi)
      Was sagt uns das?
    • sven_meye 14.06.2017 20:01
      Highlight Highlight Ich bin klar Pro Palästina. Ich verstehe den Ärger, dass ihnen ihr Land genommen wurde. Darum habe ich auch ein wenig Verständnis, für den direkten Angriff der arabischen Staaten nach der Gründung Israels. Israel beansprucht immer noch den "Bonus" aus dem 2. WK, führt sich aber heute selbst wie ein Tyrann auf. Sie scheinen nicht viel daraus gelernt zu haben.

      Man sieht ja wie gut die Besatzungspolitik dem eigenen Schutz dient. Ironie off. Die Terroranschläge sind nur der Hilfeschrei eines unterdrückten Volkes. Wird sicher schwer, sich hier zu einigen. Israel muss ja auch immer provozieren!
  • «Shippi» 14.06.2017 15:13
    Highlight Highlight Gute Analyse von Watson. 👍🏼 Ich finde nicht, dass man die Doku als neutral bezeichnen könnte, aber er ist sehenswert. Auch wenn teilweise Antisemitismus mit Kritik an der Tel Aviver Regierung gleichgesetzt wird...
    • Watson - die Weltwoche der SP 14.06.2017 16:30
      Highlight Highlight Ach Islamkritik wird ja mittlerweile auch schon mit Rassismus gleichgesetzt.
    • Liselote Meier 14.06.2017 17:14
      Highlight Highlight @Roterriese; Nein nicht per se nenne auch nur eine Person die als Rassist beschimpft wurde man solle keine Waffen nach Saudi Arabien lieferen.

      Ist immer auch die Frage nach der Intention der Grund der Kritik.
    • Watson - die Weltwoche der SP 14.06.2017 17:26
      Highlight Highlight @Liselote aha, also: Linke Intention: alles okay kein Problem sehr gut. Rechte Intension: Nazi, Rassist, Faschist!
    Weitere Antworten anzeigen
  • FensterAuf 14.06.2017 15:12
    Highlight Highlight Nachbessern lassen und ausstrahlen! Das Thema ist wichtig, aber in dieser Form ist der Film nicht das, was man unter gutem Journalismus versteht.
  • auslandbasler 14.06.2017 15:03
    Highlight Highlight Ich verstehe noch immer nicht, wieso gerade ARTE einen Grund haben sollte, einen von ihnen in Auftrag gegebenen Film nicht auszustrahlen. Arte kenne ich als kritischen Sender die durchaus auch für Meinungen jenseits des Mainstreams gehör hat.
    Offenbar wurden aber hier wirklich Mängel gefunden. Dass Anschuldigungen gemacht werden, die betroffenen aber nicht die Chance auf ein Statement haben, finde ich ehrlich gesagt schwach. Vielleicht kann man den Film ja nachbessern und ich bin sicher, dann liefe er auch auf Arte.
  • Luca Brasi 14.06.2017 14:55
    Highlight Highlight Arte hätte besser den Film gezeigt und danach eine Diskussionssendung nach der Ausstrahlung angefügt. Im heutigen Internetzeitalter landet so etwas schnell im Netz und der Zensurvorwurf ist schnell erhoben. Dass der Film gewisse Mängel aufweist und einseitig betrachtet, hat Herr Huber ja erwähnt.

    Frage: Wollte Arte den Film gänzlich stoppen oder bestanden sie einfach darauf gewisse Mängel vor der Ausstrahlung zu beheben? Und wie kam "die Bild" zu diesem Dokumentarfilm?
    • kloeti 14.06.2017 15:38
      Highlight Highlight "Die Bild" ist Teil des Axel Springer Verlags. Dieser pflegt sehr gute beziehungen zur Israelischen Führung. Ich denke den Rest kann man sich denken.
    • kloeti 14.06.2017 18:37
      Highlight Highlight Lies dir mal die Unternehmensgrundsätze von Axel Springer an: http://nachhaltigkeit.axelspringer.de/de/grundsaetze/unternehmensgrundsaetze.html
      Nix "Judenpresse", ich habe nur auf eine allseits bekannte Verbindung zwischen Axel Springer und dem Israelischen Staat aufgezeigt.
      Sie zeigen vorzüglich auf wie schnell Israelkritiker die Antisemitismuskeule um die Ohren kriegen.
  • TemporaryWorld 14.06.2017 14:37
    Highlight Highlight Ist doch ein Witz, dass man die Abneigung gegen Zionismus, Bankern & Co als Antisemitismus bezeichnet. Gegen das israelische Regime ist nicht gleich gegen Juden!
    • Liselote Meier 14.06.2017 15:22
      Highlight Highlight Gegen die israelische Regierung zu sein ist sicherlich nicht antisemitisch sonst wäre ein Gusch Schalom in Israel ja genau so antisemitisch, da geht es halt aber nicht weil es ausschliesslich Juden sind. Der Begriff kann so nicht verwendet werden.

      Die bestimmte Kritik gegen Banken hingegen hat aber ein antisemitisches Fundament. Die Unterteilung von "raffendem" und "schaffendem" Kapital obwohl Finanzkapital und industrielles Kapital nicht trennbar sind.

      Hinter dem "raffendem" Kapital steckt der Jude in praktisch jeder Publikation seit dem Mittelalter.
  • Matthias Studer 14.06.2017 14:26
    Highlight Highlight Erklären sie mir doch bitte die Bedeutung von Antisemitismus.
    • Daniel Huber 14.06.2017 14:58
      Highlight Highlight Wie der jüdische Publizist und Polemiker Henryk Broder schon gesagt hat: Antisemit ist, wer Juden noch mehr hasst als normal ist.

      Oder, etwas seriöser formuliert: Antisemitismus ist, wenn man Juden Dinge übel nimmt, die man anderen nicht übel nimmt.
    • Matthias Studer 14.06.2017 15:12
      Highlight Highlight Es ist nämlich so. Ich kenne einige Linksgesinnte, die gegen die Siedlungspolitik vom Staat Israel sind und dies auch sagen (ich auch). Meiner Ansicht nach ist das kein Antisemitismus. Denn es richtig sich nicht gegen Juden, aber gegen einen Staat.

      Trotzdem höre ich ab und wann, man ist mit dieser Meinung ein solcher.
    • Alnothur 14.06.2017 15:30
      Highlight Highlight Ein Broder-Zitat auf dem linken Watson — Sachen gibts ^^
    Weitere Antworten anzeigen
  • Whitebeard 14.06.2017 14:15
    Highlight Highlight Wow, die Bild-Zeitung macht mal etwas nützliches
    • Wilhelm Dingo 14.06.2017 16:01
      Highlight Highlight Klicks!

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