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Mexican President Enrique Pena Nieto speaks during the inaugural session of the World Cancer Leaders Summit, at Palacio de Mineria in Mexico City, Tuesday, Nov. 14, 2017. (AP Photo/Rebecca Blackwell)

Enrique Peña Nieto, Mexikos Präsident. Bild: AP/AP

Mexikos Drogenkrieg eskaliert: Zahl der Morde 2017 so hoch wie nie zuvor



Im mexikanischen Drogenkrieg sind im vergangenen Jahr so viele Menschen wie nie zuvor ermordet worden. 2017 seien insgesamt 25'339 Menschen getötet worden, teilte das mexikanische Innenministerium am Samstag mit. Allein im Dezember gab es demnach mehr als 2200 Morde.

Die Mordrate pro 100'000 Einwohner stieg 2017 auf 20,5 – im Vorjahr hatte diese bei 16,8 gelegen. Die Behörden erfassen die Zahlen seit 1997. Ein bisheriger Höchstwert war 2011 erreicht worden, als 22'409 Menschen ermordet worden waren.

Zwar wird in den offiziellen Statistiken nicht erfasst, wie viele Morde im Zusammenhang mit organisierter Kriminalität stehen. Experten zufolge ist dies aber bei den meisten Morden der Fall. Ein Grossteil der Morde werde in Regionen registriert, in denen Drogenkartelle tief verwurzelt seien, etwa in de Bundesstaaten Guerrero und Veracruz.

Kampf gegen Kartelle

2017 erfasste der Drogenkrieg den Angaben zufolge auch bislang eher friedliche Landesteile, darunter die Bundesstaaten Baja California Sur, Colima und Guanajuato. Beobachter sehen den Grund dafür in der Zunahme autonomer Zellen nach der Festnahme wichtiger Drogenbosse. Überdies konzentrierten sich kriminelle Gruppen nicht mehr nur auf Drogen, sondern seien unter anderem an Entführungen oder am Menschenhandel beteiligt.

Seit 2006 wurden im Drogenkrieg in Mexiko knapp 200'000 Menschen ermordet. 2006 startete die Regierung einen Feldzug gegen die Drogenkartelle. Kritiker machen den Einsatz massgeblich für den Anstieg der Morde verantwortlich.

In der vergangenen Woche verabschiedete der mexikanische Kongress ein umstrittenes Gesetz zum Einsatz des Militärs im Inland. Kritiker warnten vor einer Militarisierung des Landes. (sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • jtk 21.01.2018 17:12
    Highlight Highlight Die Mauer wird's schon richten...
  • Biggie Smalls 21.01.2018 16:49
    Highlight Highlight der krieg geht weiter, obwohl el chapo in NY sitzt
  • Silent_Revolution 21.01.2018 16:47
    Highlight Highlight Ein Krieg gegen die Drogen lässt sich nicht gewinnen, das war auch schon vor 30 Jahren klar. Fällt ein grosser Fisch, stehen 10 weitere bereit, die um seine Stellung kämpfen. Und jedes Mal wird reagiert mit noch mehr Repression (grösseres Militär- Polizeiaufgebot) was immer zu noch mehr Gewalt führt, als ob man nichts gelernt hätte.

    Die Armut in Mexiko ist allgegenwärtig, da ist es ein Hohn mit Gewalt gegen Menschen vorzugehen, die sich diesem Ausweg verschreiben.

    Die einzige Möglichkeit die Gewalt zu mindern ist eine grösstenteils weltweite Legalisierung aller Drogen.
    • Silent_Revolution 21.01.2018 19:15
      Highlight Highlight Das ist so ziemlich das schlechteste Beispiel welches du hättest nehmen können.Gerade Letten und Platzspitz ist ein Paradebeispiel der negativen Effekte der Kriminalisierung dieser Substanzen.

      Drogen waren damals nicht legal, nur eine öffentlich sichtbare Szene an Süchtigen die mehr oder weniger toleriert wurde.

      Afrikanische, albanische, rumänische oder libanesische Banden bekriegten sich ja damals regelrecht.

      Dazu kamen Konsumenten die auf dreckige Substanzen angewiesen und trotz offener Szene aus der Gesellschaft ausgeschlossen und somit in die Beschaffungskriminalität verdrängt wurden.
    • G. Schmidt 21.01.2018 19:20
      Highlight Highlight Es ist vor allem das grosse Geld aus den entwickelten Nationen welche diesen Machtkampf auslösen. Eine kontrollierte Legalisierung mit ausgebauter Prävention wäre möglich.

      Allerdings wäre eine weltweite Legalisierung katastrophal. Besonders in unterentwickelten Ländern wäre die nicht vorhandene Prävention bzw. Mittel dazu verherrend.

      Ohne den grossen Geldfluss aus den entwickelten Ländern würde der illegale Markt drastisch schrumpfen, ohne das Drogen in unterentwickelten Ländern legalisiert wird.

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