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Papst zu Rücktrittsforderung: «Ich werde dazu kein Wort sagen»



Papst Franziskus will sich vorerst nicht zu Vorwürfen des früheren Vatikan-Botschafters in den USA, Erzbischof Carlo Maria Vigano, im Zusammenhang mit mutmasslichem Missbrauch durch den US-Kardinal Theodore McCarrick äussern. «Ich werde dazu kein Wort sagen», sagte Franziskus am Sonntag vor Journalisten auf dem Rückweg von einer Irland-Reise in den Vatikan.

«Ich denke, das Schreiben spricht für sich», fügte er mit Blick auf einen Brief Viganos hinzu.

Papst empfiehlt Psychiatrie bei homosexuellen Neigungen von Kindern

Papst Franziskus hat sich dafür ausgesprochen, Kinder mit homosexuellen Neigungen zum Psychiater zu schicken. Das Oberhaupt der katholischen Kirche äusserte diese Auffassung am Sonntag während einer Pressekonferenz im Flugzeug auf dem Rückweg von seinem zweitägigen Irlandbesuch nach Rom.
Auf die Frage eines Journalisten, was er Eltern eines möglicherweise homosexuellen Kindes sagen würde, antwortete Franziskus, er würde ihnen raten, «zu beten, nicht zu verurteilen, Gespräche zu führen, zu verstehen, dem Sohn oder der Tochter einen Platz zu geben». (sda)

Darin wirft Vigano dem Papst vor, die Vorwürfe gegen McCarrick ignoriert und Strafmassnahmen gegen den Geistlichen aufgehoben zu haben. Dies sei geschehen, obwohl es gegen McCarrick Vorwürfe wegen «stark unmoralischen Verhaltens gegenüber Seminaristen und Priestern» gab. Die Sanktionen hatte Franziskus' Vorgänger, der deutsche Papst Benedikt XVI., verhängt.

Elfseitiges Schreiben

Der 77-jährige, mittlerweile im Ruhestand befindliche Vigano erhob die Beschuldigungen in einem elfseitigen Schreiben, das mehrere katholische Publikationen in den USA am Samstag veröffentlichten. Vigano geht darin soweit, die Abdankung des Papstes zu fordern.

Der Papst hatte im Juli ein Rücktrittsgesuch des wegen Missbrauchsvorwürfen suspendierten McCarrick angenommen. Vigano wirft dem Papst vor, McCarrick «bis zum bitteren Ende gedeckt» zu haben.

Während seines Irland-Besuchs hatte der Papst um Vergebung für den dortigen sexuellen Missbrauch von Kindern durch katholische Geistliche gebeten. (whr/sda/afp)

Mehr zu Papst Franziskus

Maria Valentina rappt für den Papst

Video: srf/SDA SRF

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    Alle Leser-Kommentare
  • Grégory P. 27.08.2018 17:58
    Highlight Highlight Er weiss warum. France Television hat schon letztes Jahr beweisen können, dass er selber pedophilen Priester im Argentinien geschützt hat.
  • posti 27.08.2018 16:50
    Highlight Highlight Also bei alles verständlicher Kritik an Papst Franziskus, Viagno ist nicht gerade ein Liberaler. Für ihn ist der Papst viel zu Homo-freundlich. Keine Ahnung was Franziskus wusste, aber das ganze riecht schon etwas nach politischer Attacke. Man muss sich nur mal Viagno anschauen.
  • Dschonnie 27.08.2018 12:47
    Highlight Highlight «Ich werde dazu kein Wort sagen»


    ...kein Wort...
  • tychi 27.08.2018 11:26
    Highlight Highlight Nur ein Wolf im Schafspelz!

    Langsam zeigt Jorge Bergoglio, der sich als Oberhaupt der katholischen Religionsgemeinschaft den Namen Franziskus gab, sein wahres Gesicht:

    1.) Der Mann ist nur eine grosse PR-Show: Viel symbolische Gesten und Worthülsen; keine echten Taten.

    2.) Der Mann deckt fehlbare Kirchenobere in USA, in Chile; wohl auch in zig anderen Staaten.

    3.) Der Mann ignoriert systematisch wissenschaftliche Erkenntnisse (in Bezug auf Homosexuelle, Frauen, Familie/Scheidung, Krankheiten) und bringt dadurch andere Menschenleben in Gefahr (soviel zur angeblichen christl. Nächstenliebe).
    • tychi 27.08.2018 11:39
      Highlight Highlight 4.) Der Mann propagiert nach wie vor, dass man sich bei Missbrauchverdacht an den kirchlichen (!) Oberen (Bischof) wenden sollte (vgl. FAZ.net 27.8.). Er nimmt also billigend weiteren Missbrauch und deren Vertuschung in Kauf, ja fördert diese vermutlich damit sogar.

      5.) Der Mann reagiert auf Missbrauch und deren Vertuschung erst nach dem der öffentliche Druck zu gross geworden ist; sonst wird geschwiegen, vertuscht und hinausgezögert (z.B. Fall Barbarin Frankreich).

      Die Frage bleibt: Ein Problem Bergoglios oder ein strukturelles Problem der katholischen Religionsgemeinschaft?
  • Samurai Gra 27.08.2018 09:53
    Highlight Highlight "Papst Franziskus hat sich dafür ausgesprochen, Kinder mit homosexuellen Neigungen zum Psychiater zu schicken": Wann begreifen die Leute das dieser Papst auch nicht Aufgeschlossener ist als alle Päpste vor ihm?

    Mal ganz Ehrlich, die Inquisition wurde nur auf Druck von Aussen aufgehoben sowie eigentlich jedes grössere Reförmchen auch.

    Das er den McCarrick gedeckt hat würde mich kaum wundern, auch das ist Gängiger Usus der Katholischen Kirche
    • posti 27.08.2018 16:52
      Highlight Highlight Also für viele Konservative war das ein Schock. Seine Äusserungen sind für diese Leute unerträglich ultra liberal. Netter gegenüber Homosexuellen dürfte er sich gar nicht äussern.
  • HansDampf_CH 27.08.2018 08:50
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.

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