International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa06033205 Supporters and members of the Identitarian Movement (Identitaere Bewegung)  demonstrate in Berlin, Germany, 17 June 2017. The protesters demand a reduction in mass migration as well as a commitment to an ethnocultural identity.  EPA/CARSTEN KOALL

Jung, hip und rechts: Demonstration der Identitären Bewegung in Berlin.  Bild: EPA/EPA

Mit Hipsterbart und Hakenkreuz: 5 alte und neue rechtsextreme Bewegungen



Die extreme Rechte wittert Morgenluft: Im Mittelmeer geht die «Identitäre Bewegung» mit einem Schiff gegen Flüchtlinge vor, in der amerikanischen Universitätsstadt Charlottesville endet eine Kundgebung ultrarechter Gruppierungen in einer Orgie der Gewalt – die von Präsident Donald Trump zunächst nur halbherzig verurteilt wird. 

In Charlottesville war nahezu das gesamte rechtsextreme Trachtenwesen versammelt: Hakenkreuzfahnen und Südstaatenflaggen, strenge Scheitel, spitze Ku-Klux-Klan-Hüte, brennende Fackeln, zum Hitlergruss erhobene Arme, Uniformen. Doch nicht alle Teilnehmer der Kundgebung waren so leicht als Rechtsextreme erkennbar – manche geben sich äusserlich moderat. 

Noch vor einigen Jahren zeigten Neonazis und rechte Skinheads mit ihrem brachialen Outfit überdeutlich, welche politische Gesinnung sie vertraten. Heute ist das nicht mehr so einfach. Bärtige Hipster, brav gescheitelte Burschen und adrette junge Frauen der Identitären Bewegung treten in YouTube-Videos gegen «Multikulti» auf und besetzen medienwirksam das Brandenburger Tor. Die extreme Rechte hat sich diversifiziert. 

Rassisten-Aufmarsch in US-Unistadt

Alt-Right-Bewegung

Das Treffen in Charlottesville – vermutlich die grösste Demonstration von weissen Nationalisten in den USA seit Jahrzehnten – wurde von dem lokalen Alt-Right-Aktivisten Jason Kessler organisiert. Alt-Right – abgeleitet von der Website Altright.com des amerikanischen Neonazis Richard B. Spencer* – ist ein Kurzwort für «Alternative Right» und fasst eine Reihe von Strömungen am rechten Rand des politischen Spektrums in den USA zusammen. 

Die Bewegung ist nicht zentral gesteuert. Einige Exponenten wie etwa Kessler vertreten vergleichsweise moderate Positionen, beispielsweise die nahezu vollständige Beschränkung der Zuwanderung oder den Kampf gegen «anti-weissen Rassismus». Andere – darunter der einflussreiche Spencer – geben sich offen rassistisch und antisemitisch und propagieren eine «friedliche ethnische Säuberung» der USA. 

White nationalist Richard Spencer gives remarks after a white nationalist rally was declared an unlawful assembly on Saturday Aug. 12, 2017,  in Charlottesville, Va. The group had gathered to protest plans by the city of Charlottesville to remove a statue of Confederate Gen. Robert E. Lee. (Shaban Athuman /Richmond Times-Dispatch via AP)

Will das «europäische Erbe der Vereinigten Staaten» verteidigen: Alt-Right-Exponent Spencer. Bild: AP/Richmond Times-Dispatch

Der absehbare Verlust der demographischen Dominanz des «weissen Amerika» und die Wahl eines schwarzen Präsidenten haben der Alt-Right viel Zulauf beschert; jetzt – mit Trump als Präsident – hoffen viele Anhänger auf einen massiven Rechtsruck. Ihnen geht es um die angeblich bedrohte «Identität der weissen Bevölkerung», besonders des weissen Mannes; sie kämpfen gegen «Multikulti-Gesellschaft», Feminismus und politische Korrektheit. 

Ku-Klux-Klan

Einer der prominenten Teilnehmer an der Kundgebung in Charlottesville war der ehemalige Ku-Klux-Klan-Anführer David Duke. Er war nicht der einzige; in der Masse der rechten Demonstranten tauchten mehrere «Klansmen» in ihren weissen Gewändern auf. Der Klan, der schon kurz nach dem amerikanischen Bürgerkrieg gegründet wurde, ist die bekannteste rassistische Organisation der USA. Er hat eine lange Geschichte der Gewalt gegen Schwarze, aber auch gegen andere Nicht-Weisse, Katholiken und Juden. 

Former Louisiana State Representative David Duke arrives to give remarks after a white nationalist protest was declared an unlawful assembly, Saturday, Aug. 12, 2017, in Charlottesville, Va. The nationalists were holding the rally to protest plans by the city of Charlottesville to remove a statue of Confederate Gen. Robert E. Lee. (Shaban Athuman /Richmond Times-Dispatch via AP)

Ex-Grand-Wizard des Ku-Klux-Klans: David Duke (M.) Bild: AP/Richmond Times-Dispatch

Der Geheimbund erlebte mehrere Phasen des Niedergangs und des Wiederaufstiegs. Nach dem Wahlsieg von Barack Obama stieg die Zahl der Mitglieder deutlich an; die verschiedenen Organisationen, die sich heute unter dem Banner des Klans sammeln, konnten ihre Mitgliederzahl Schätzungen zufolge auf 10'000 verdoppeln. 

In this Saturday, April 23, 2016 photo, members of the Ku Klux Klan participate in cross and swastika burnings after a

Hakenkreuz und Kapuzengewänder: Klansmen an einer «White-Pride»-Versammlung in Georgia. Bild: AP

Im Vergleich zur Alt-Right-Bewegung wirkt der Klan antiquiert. Aber er betreibt aktiv Jugendarbeit, um Nachwuchs anzulocken. Und er schmiedet Bündnisse mit Gruppierungen am äussersten rechten Rand wie der – mittlerweile aufgelösten – «National Alliance» oder dem «National Socialist Movement». Mit diesen Organisationen – und mit beträchtlichen Teilen der Alt-Right – teilt der Klan die Ideologie der «White Supremacy», der vermeintlichen Überlegenheit der Weissen. 

Identitäre Bewegung

Bei der «Identitären Bewegung» ist der Begriff «Identität» schon Bestandteil des Namens. Wie die Alt-Right-Bewegung ist sie auf die Bewahrung der angeblich bedrohten Identität der Weissen – hier der Europäer – fixiert. Wie die Alt-Right grenzen sich die Identitären klar von den konservativen Rechten ab: Sie sind gegen Globalisierung, Freihandel und reine Marktwirtschaft; ihre Feindbilder sind die Elite, die Mainstream-Medien und die Multikulti-Gesellschaft. 

Die Identitären vermeiden den belasteten Begriff «Rasse» und sprechen lieber von Kultur, Ethnie, Volk oder Nation. Sie propagieren einen sogenannten «Ethnopluralismus»: Verschiedene Ethnien mit unterschiedlicher Kultur sollen nebeneinander leben, aber jeweils in ihrem «angestammten Territorium» bleiben – Migration gilt als Bedrohung. 

epa06033172 Supporters and members of the Identitarian Movement (Identitaere Bewegung) wave flags as they demonstrate in Berlin, Germany, 17 June 2017. The protesters demand a reduction in mass migration as well as a commitment to an ethnocultural identity.  EPA/CARSTEN KOALL

Das griechische Lambda im schwarz-gelben Logo der Identitären spielt auf den Schild der spartanischen Hopliten in der Schlacht bei den Thermopylen an – und erinnert an das Symbol der SA.  Bild: EPA/EPA

Trotz zahlreicher Gemeinsamkeiten mit der Alt-Right haben die Identitären andere Wurzeln. Entstanden ist die Bewegung 2002 in Frankreich als «Bloc identitaire» (BI) in der Nachfolge der verbotenen «Unité radicale» (UR). Spätestens mit der Besetzung einer Moschee in Poitiers 2012 rückten die Identitären in Frankreich ins Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit. Die identitäre Sammelbewegung, die der «Neuen Rechten» zugerechnet wird, breitete sich zuerst in den frankophonen Gebieten Europas aus, hat mittlerweile aber auch Ableger in Italien («Casa-Pound-Bewegung») und in Deutschland

Videostill Identitäre Bewegung Bayern

Hipsterbart in pathetischem Schwarzweiss: Video der Identitären Bewegung Bayern.  Bild: Youtube

Die Identitären sind dezidiert antiislamisch, aber in der Regel nicht antisemitisch. Sie legen Wert darauf, sich vom historischen Nationalsozialismus zu distanzieren, auch um das Bild einer hippen Jugendbewegung nicht zu sehr zu trüben. Entsprechend aktiv sind sie in den neuen Medien; ihre starke Präsenz im Internet kompensiert dabei die – gerade in Deutschland – eher kläglichen Teilnehmerzahlen bei Veranstaltungen. 

Rechte Skinheads

«Skinhead» gilt heutzutage fast als Synonym für Neonazi. Ursprünglich waren die Skinheads jedoch eine britische Subkultur, die sich vornehmlich aus jungen Männern der Unterschicht rekrutierte und weitgehend unpolitisch war. Dies änderte sich ab Ende der 70er-Jahre; nicht zuletzt unter dem Einfluss von rechtsextremen Gruppen wie der «British National Party» (BNP) entwickelte sich eine neonazistische Skinhead-Fraktion, die das Image der Subkultur stark prägte. Nach wie vor gibt es jedoch unpolitische oder gar linke Skinhead-Strömungen wie die Redskins. 

Der Angeklagte Tom W.,  sitzt am Donnerstag, 10. April 2008, in Dresden im Verhandlungssaal des Landgerichts. Unter starken Sicherheitsvorkehrungen hat am Donnerstag vor dem Dresdner Landgericht der Prozess gegen fuenf mutmassliche Mitglieder der inzwischen verbotenen Neonazi-Gruppierung

Ein bedeutender Teil der Skinhead-Subkultur ist heute rechtsextrem.   Bild: AP dpa Pool

Zu den explizit rechtsextremen Skinhead-Gruppierungen gehören vor allem diese beiden international agierenden Netzwerke:  

Reichsbürger

Die in den 80er-Jahren in Deutschland entstandene Reichsbürgerbewegung ist sehr heterogen; es gibt keine einheitliche Ideologie – der einzige gemeinsame Nenner ist die Überzeugung, dass das Deutsche Reich nach wie vor bestehe. Die Reichsbürger erkennen deshalb die Bundesrepublik Deutschland als Staat nicht an; manche halten die BRD für ein Konstrukt einer «jüdisch-freimaurerischen» Verschwörung. Von den verschiedenen Gruppierungen sind nicht alle rechtsextrem, allerdings sind antisemitische und rassistische Theorien in diesem Milieu weit verbreitet. 

epa05634932 Police display weapons seized from the radical rightwing 'Reichsbuerger' (lit., 'Citizens of the Empire') group, in Wuppertal, Germany, 17 November 2017. Police officers seized the weapons during an operation in Solingen. They had previously been in the possession of two members of the extremist organisation.  EPA/ROLAND WEIHRAUCH

Von der Polizei beschlagnahmtes Waffenarsenal einer Gruppe von rechtsextremen Reichsbürgern in Solingen.  Bild: EPA/DPA

Eine der frühesten und zugleich eindeutig rechtsextremen Gruppierungen aus dem Dunstkreis der Reichsbürger war das «Deutsche Kolleg» – das sich als «Schwert und Schild des Deutschen Geistes» bezeichnet. Gegründet wurde es von dem Anwalt Horst Mahler, der in den 70er-Jahren die linksextreme Terrorgruppe Rote Armee Fraktion (RAF) mitbegründet hatte, bevor er zu einem der bekanntesten Neonazis Deutschlands wurde. Mahler und seine ehemalige Lebensgefährtin Sylvia Stolze, eine verurteilte Holocaustleugnerin, sehen das deutsche Volk in der «Knechtschaft» einer «jüdischen Weltverschwörung».

* In einer früheren Version des Artikels war irrtümlich von «Richard S. Spencer» die Rede. 

Charlottesville: Aufmarsch rassistischer Gruppen eskaliert

abspielen

Video: srf

Mehr zu Charlottesville

Sie bezahlte den Kampf gegen Hass mit ihrem Leben: Das ist das Opfer des Auto-Angriffs

Link zum Artikel

Todesfahrer von Charlottesville: «Er ist von Hitler fasziniert»

Link zum Artikel

Charlottesville

Sie bezahlte den Kampf gegen Hass mit ihrem Leben: Das ist das Opfer des Auto-Angriffs

10
Link zum Artikel

Todesfahrer von Charlottesville: «Er ist von Hitler fasziniert»

26
Link zum Artikel

Charlottesville

Sie bezahlte den Kampf gegen Hass mit ihrem Leben: Das ist das Opfer des Auto-Angriffs

10
Link zum Artikel

Todesfahrer von Charlottesville: «Er ist von Hitler fasziniert»

26
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

84
Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

98
Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

141
Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

31
Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

107
Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

48
Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

167
Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

35
Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

48
Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

220
Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

72
Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

341
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen auf Fox News legen eine schonungslose Wahrheit über das Impeachment offen

84
Link zum Artikel

So würde das Parlament aussehen, wenn nur die Romands wählen würden

98
Link zum Artikel

Das will die Mikrosteuer-Intiative – das Wichtigste in 5 Punkten

141
Link zum Artikel

Kritik an Federer-Fans wegen Applaus bei Doppelfehlern: «Das hat Djokovic nicht verdient»

31
Link zum Artikel

Diese 17-Jährige bezwingt die AfD. Eine Vorweihnachts-Geschichte, die ans Herz geht

107
Link zum Artikel

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

48
Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

167
Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

35
Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

48
Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

220
Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

72
Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

341
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

86
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
86Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • pamayer 15.08.2017 19:31
    Highlight Highlight Die linksextreme Radikalität ist nicht zu übersehen.
    Die Rechtsextremen sind am töten, was von den Linken her nicht der Fall ist.
    Und das ist doch ein sehr markanter Unterschied.

    Und vom G20 Gipfel in Hamburg habe ich noch ganz andere Berichte als Watson gelesen. Hamburgs Polizeichef ist bereits vorbestraft wegen unverhältnismässigem Vorgehen gegen Demonstranten. Rechne.

    Und die linken Terroristen in den 70ern wurden von den Geheimdiensten mächtig gepuscht und unterstützt, mit dem Ziel, den Polizeistaat wegen den Terroristen ausbauen zu können.

    Quelle Wikipedia.
    • CASSIO 15.08.2017 21:26
      Highlight Highlight pamayer, wikipedia dient nun wirklich nicht als verlässliche quelle.
    • pamayer 16.08.2017 06:47
      Highlight Highlight @wiisi
      Ja, wäre sehr aufschlussreich.
  • dracului 15.08.2017 17:56
    Highlight Highlight Danke für die fifty shades of brown! Das Angebot an Gruppierungen mit wählbaren Feindbildern ist schier unbegrenzt. Die Welt scheint wie eine alte Toilette zu funktionieren, wo nach ein paar Dekaden die braune Sauce wieder hochsteigt. Leider kann ich bei all den Gruppierungen keinen einzigen eigenen und neuen Gedanken entdecken. Nationalismus ist eben doch die Religion der (weissen) Ungebildeten. Warum können wir eigentlich nicht bspw. die Hippie-Ideale wieder aufleben lassen, wenn wir schon alten Ideen nacheifern müssen?
    • Firefly 15.08.2017 20:10
      Highlight Highlight Das ist der Backlash zur Hippie-Bewegung. Jetzt wird wohl leider wieder mal gehasst und zerstört, dann können die Überlebenden alles wieder aufbauen und dann kommt dann vielleicht wieder eine Love-Epoche.
  • silverstar 15.08.2017 17:53
    Highlight Highlight B&H und besonders KKL, finde ich unerträglich.

    Die Ziele der Identitären hingegen, absolut nachvollziehbar.
    • JaneSodaBorderless 15.08.2017 19:13
      Highlight Highlight ....die nennen sich Identitäre Bewegung doch sie sind nur Nazis mit ner komplizierten Erklärung....

      Play Icon
    • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 15.08.2017 20:10
      Highlight Highlight @Soda: Das sind keine "Rechten" oder Konservative, das sind fast Ausnahmslos Rassisten, Rechtsextreme oder Faschisten.
      Der Fackelzug... Wie bei der SA 😱

      Und was haben die Leute mit den Juden?
    • silverstar 15.08.2017 20:33
      Highlight Highlight Macht es eigentlich spass, kleine Kinder zu sein?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Barracuda 15.08.2017 17:28
    Highlight Highlight Interessant ist nur, dass sich auf den Bildern - bis auf ein paar KKK-Anhänger - selten jemand vermummt und in der Anonymität sein Weltbild vertritt.
    • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 15.08.2017 19:57
      Highlight Highlight Um Menschen Totzufahren, Schulkinder zu Massakrieren und Bomben zu legen braucht man keine Masken, auch Flüchtlingsheime lassen sich ohne Maske abfackeln
    • Firefly 15.08.2017 20:15
      Highlight Highlight Stimmt, die müssen wohl nicht damit rechnen verhaftet und verurteilt zu werden. Eigentlich könnte man ja einfach alle diese Anführer und Aufwiegler wegen Störung der öffentlichen Ordnung dingfest machen. Wie geschieht das nicht?
    • seventhinkingsteps 15.08.2017 21:45
      Highlight Highlight Wenn man dran denkt wie ein 19-jähriger von der Bildzeitung nach dem G20 Gipfel regelrecht als vogelfrei deklariert wurde, kann man die Vermummung schon verstehen.

      Ich hab noch nie im Blick ein Foto eines Aufmarschs der Identitären gesehen. Mit so kleinem Medieninteresse vermummt sich keiner.
  • Karl33 15.08.2017 17:24
    Highlight Highlight "...dem Anwalt Horst Mahler, der in den 70er-Jahren die linksextreme Terrorgruppe Rote Armee Fraktion (RAF) mitbegründet hatte, bevor er zu einem der bekanntesten Neonazis Deutschlands wurde."

    Es wird ja manchmal des langen und des breiten diskutiert, ob jetzt Links- oder Rechtsextreme schlimmer seien. Manchmal sinds jedoch sogar dieselben Personen, haha.
    • kettcar #lina4weindoch 15.08.2017 22:32
      Highlight Highlight Karl, naja, man munkelt, dass auch die IS und anderen extremen Islamisten gedanklich nicht allzuweit von den "Islamkritikern" hier entfernt sind.
  • glüngi 15.08.2017 16:50
    Highlight Highlight Ich weiss nicht auf was man sich mehr freuen darf:

    Dritter Weltkrieg

    oder

    Amerikanischer Bürgerkrieg 2.0

    Spannendm, spannend... beides etablierte Brands.
    • The Destiny // Team Telegram 15.08.2017 21:43
      Highlight Highlight Das Merchandise wird sich garantiert 1A verkaufen.
  • Hercules Rockefeller 15.08.2017 16:16
    Highlight Highlight "Mit Hipsterbart und Hakenkreuz" wieder einmal ein grauenhafter Titel im Blick-Gewand. Herr Huber, sind Sie auch ein Hipster, weil Sie einen Bart haben? Ein Vollbart hat heute nunmal jeder - ihr könnt euch daher mal neue Headlines einfallen lassen. Ansonsten guter Artikel Dani....
    • Daniel Huber 15.08.2017 16:37
      Highlight Highlight @Hercules Rockefeller: ach, ich konnte dieser alliteration nicht widerstehen. mea culpa, hercules ;-)
    • Señor Ding Dong 15.08.2017 18:30
      Highlight Highlight Ich habe keinen Vollbart und fühle mich angegriffen.
  • Stachanowist 15.08.2017 16:01
    Highlight Highlight Wenn man die massive Bewaffnung der US-Bevölkerung bedenkt, sind diese Entwicklungen umso besorgniserregender. Der Auto-Angriff zeigt, dass die Rechtsextremisten jenseits des grossen Teichs genauso gewaltbereit sind wie "unsere" hier in Europa (NSU, Breivik et al.). Nur verfügen sie über einen deutlich leichteren Zugang zu leichten Kriegswaffen und können so ohne grosse Hürden Milizen bilden.

    Ein erster Schritt gegen die Extremisten könnte deshalb sein, die Bildung paramilitärischer Verbände streng zu bestrafen.
    • Firefly 15.08.2017 21:32
      Highlight Highlight Da gebe ich ihnen recht, nur sind die Waffen schon auf Mann und die würden ein solches Gesetz wohl als Kriegserklärung deuten.
    • seventhinkingsteps 15.08.2017 21:54
      Highlight Highlight Aber wie soll die USA dann privat geführte, schwer bewaffnete private Milizen in Kriegsgebieten einsetzen, wenn sie verboten sind?

      http://www.esquire.com/news-politics/a48032/private-armies-operation-iraqi-freedom/
    • Stachanowist 16.08.2017 00:10
      Highlight Highlight @ Firefly

      Stimmt, aber mein Vorschlag bezieht sich auf die Bildung paramilitärischer Verbände - nicht auf die Entwaffnung der Bevölkerung. Von Milizen wimmelt es in den USA, worin ich ein massives Bedrohungspotenzial sehe.

      Aber klar: Beides, sowohl die Entwaffnung als auch ein Verbot paramilitärischer Truppen ist in den USA leider ein Wunschtraum.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Domino 15.08.2017 16:01
    Highlight Highlight Der Ku Klux Klan wurde von Demokraten gegründet, welche für die Sklaverei waren. Auch hatten die Demokraten ehemalige KuKlux-Mitglieder im Senat bis 2009.
    • Dageka 15.08.2017 16:52
      Highlight Highlight Was willst du mit dem aussagen?
    • Mia_san_mia 15.08.2017 18:01
      Highlight Highlight Ja und?
  • Quecksalber 15.08.2017 15:34
    Highlight Highlight Man muss die rechten Trottel arme Würstchen nennen bevor es zu spät. Sind die erst mal wieder an der Macht ist es vorbei solchen Kommentaren.
  • NumeIch 15.08.2017 15:25
    Highlight Highlight
    Play Icon
  • m:k: 15.08.2017 15:05
    Highlight Highlight Nach dem G20-Gipfel haben alle Medien ausführlich und tagelang über die Ausschreitungen und die Gruppen dahinter berichtet. Politiker von rechts bis links habe es klar verurteilt. Dennoch schaffen es die Verharmloser nicht einmal jetzt Rechtsextreme, Neonazis und den KKK, diese Menschenhasser zu verurteilen ohne noch ein kurzes "... aber die Linken..." einzuschieben.
    • Juliet Bravo 15.08.2017 15:51
      Highlight Highlight Bin absolut deiner Meinung! Auch die schiere Anzahl unterstützender und verharmlosender Kommentare und Blitze/Herzli finde ich unerträglich.
    • planeto 15.08.2017 16:32
      Highlight Highlight ... aber die Linken!
    • Wald Gänger 15.08.2017 17:15
      Highlight Highlight Politiker und Medien haben G20 vor allem mit aller Kraft relativiert und umgedeutet. Plötzlich waren da angeblich auch Rechtsradikale auf der Schanze gewesen, es gab überhaupt keine Fallen für Polizisten dort, überhaupt sei kein einziger Chaot links gewesen, weil links und Gewalt gar nicht geht etc. etc....
    Weitere Antworten anzeigen
  • chck2503 15.08.2017 13:30
    Highlight Highlight "Sie sind gegen Globalisierung, Freihandel und reine Marktwirtschaft; ihre Feindbilder sind die Elite, die Mainstream-Medien und die Multikulti-Gesellschaft. "

    was ist an der Alt-Right schlecht, wenn diese um ihre eigenen Rechte und Meinung kämpfen. Schlussendlich sind die Globalisierung und Freihandel die Gründe weshalb wir fast jeden Tag Meldungen über Pestizidhaltige Nahrung (Eier).

    Die Tätigkeiten in den USA sind zu verurteilen, jedoch warne auch ANTIFA Mitglieder vor Ort und diese konnten in der jüngsten Vergangenheit auch auf keinen grünen Zweig (G20 @Hamburg).

    Oder liege ich falsch?
    • Amadeus 15.08.2017 14:23
      Highlight Highlight @chck2503
      Meinungsfreiheit ist wichtig und jeder darf einstehen für was er will, solange es im legalen Rahmen ist.
      An der Alt-Right schlecht finde ich ihren Fokus auf die Hautfarbe, um die Gesellschaft in "wir" gegen "die" einzuteilen.

      https://www.vice.com/sv/article/mvk9kb/heil-trump-this-is-the-alternative-right

      Und ja, auch die Gewalt der ANTIFA ist zu verurteilen, und das wurde in den Medien auch gemacht nach Hamburg.
    • Yann Wermuth 15.08.2017 14:28
      Highlight Highlight Ja, du liegst falsch. Du fragst, was an den knallern schlecht ist, wenn sie um die «eigenen Rechte und Meinung kämpfen» Nun, sie mögen gegen vieles sein, wo sich auf der linken Seite Kritiker finden – aber die Gründe, weshalb die dagegen sind, sind das Problem und machen einen gewaltigen Unterschied. Nazis sind heute EU-Kritiker, Linke auch (glaubt keiner, ist aber so). Nur bringen Linke keine menschenverachtende, rassistische Gründe an. Auch die AntiFa nicht. Nur weil Gewalt überall vorkommt, sind nicht alle gleich. Z.B. ist es ein Unterschied, ob ein BMW brennt, oder ein Dodge in Menschen fährt.
    • Sapere Aude 15.08.2017 14:38
      Highlight Highlight Rassismus ist nun mal keine Meinung. Nur weil sie bei gewissen Themen abkupfern, heisst dass noch lange nicht, dass solcher Extremismus einfach zu tolerieren sei.
    Weitere Antworten anzeigen
  • draculas_tochter 15.08.2017 13:23
    Highlight Highlight Was ist mit den pnos? Zählen die nicht auch als rechtsextrem?

    Btw, rassistische Skinheads nennt man Boneheads, zumindest inerhalb der Skinhead und deren Verwandten Szenen.
    • saukaibli 15.08.2017 14:05
      Highlight Highlight Was? Die PNOS gibt es noch? Dachte die sind mittlerweile alle bei der SVP.
      OK, im Ernst. Ich glaube in dem Artikel geht es um irgendwie bedeutende rechtsextreme Vereinigungen und nicht um ein lächerliches Grüppchen geistig minderbemittelter Möchtegern-Eidgenossen.
    • SemperFi 15.08.2017 17:53
      Highlight Highlight @RenRenRen: Ein Blick auf die FB-Seite der PNOS und Ihre Frage ist beantworten .
    • Wehrli 15.08.2017 19:47
      Highlight Highlight Die PNOS ist geistig minderbemittelt, das ist ja wohl klar. Hammerskins und Idioten(neu)Nazis erklären sich von selbst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • TheDude10 15.08.2017 13:07
    Highlight Highlight Jetzt ist die Frage, wie man diesen begegnen oder ihnen entgegnen soll, damit wir uns den real existierenden Problemen widmen können.
    • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 15.08.2017 16:27
      Highlight Highlight The Dude, diese Gruppen sind bereits ein Problem in den USA und das wird in den kommenden Monaten nicht besser.
      Es wurde versucht das Bombenattentat von Oklahoma 1995 (Ebenfalls Rechtsextrem Motiviert) mit 168 Toten zu wiederholen, von einem Rechtsextremen.

      Sie steigen aus ihren Löchern wie Unheilige Wiedergänger und sie scheuen sich scheinbar nicht mehr Massive Gewalt anzuwenden!

      Schon bald könnten die USA in einem Bürgerkrieg versinken.

      Aber schau auf Deutschland wo sich Blutige Vorfälle der Reichsbürger häufen oder der NSU...

      Es ist ein real existierendes Problem!
    • Juliet Bravo 15.08.2017 17:23
      Highlight Highlight Ist Rassismus für dich kein real existierendes Problem, Dude?
    • TheDude10 15.08.2017 18:19
      Highlight Highlight Ich meine nicht, dass die rechten kein problem sind, sondern, dass Ihr Fanatismus und ihre Ängste völliger schwachsinn sind. Mann darf von rechten erfundenen problemen keine bühne bieten.
  • Daniel Caduff 15.08.2017 13:04
    Highlight Highlight Diese militanten Neonazis in den USA sind nicht neu. Neu ist, dass sich diese Gruppen durch ihren Präsidenten vertreten fühlen. Das darf nicht sein. Ein Präsident eines Landes, welches sich selber demokratisch nennt, darf für antidemokratische Elemente nicht ein attraktiver, wählbarer Kandidat sein. Und DAS ist das wahrlich gefährliche an der jetzigen Situation.

    Ähnliches sieht man in Europa, wo viele rechte Parteien (FPÖ, AFD, FN, SVP) explizit auch für Rechtsextreme noch ganz knapp wählbar sein wollen. Anders als z.B. die SP, die von linksextremen als "Verräterin" betrachtet wird.
    • andrew1 15.08.2017 14:05
      Highlight Highlight https://www.google.ch/search?q=parteien+schweiz&oq=parteien+&aqs=chrome.1.69i57j0j5j0.4187j0j4&sourceid=chrome-mobile&ie=UTF-8#imgrc=BxC0XRd6adXM4M:

      Interessant dabei ist die sp schon deutlich weiter von der mitte entfernt als die svp.
    • Marco86 15.08.2017 14:25
      Highlight Highlight Schon klar, die den Kapitalismus überwindenden Genossen grenzen sich im Gegensatz zur SVP klar von den Extremisten ab...
    • Daniel Caduff 15.08.2017 14:50
      Highlight Highlight @andrew1

      Da hast Du recht. Und trotzdem erachten Linksextreme die SP nicht als Verbündete. Der damalige SP-Bundesrat Moritz Leuenberger wurde z.B. an der 1. Mai Rede in Zürich von Linksextremen angegriffen.

      Für den gepflegten Prügelausflug nach Hamburg oä. kauft man sich das Shirt dann beim antikapitalistischen Genossen Amazon...
      https://www.amazon.de/verraten-Sozialdemokraten-seit-T-Shirt-S-XXXL/dp/B01MTPZ24S

      Die SP hat es geschafft sich über ihre Politik von den Linksextremen zu distanzieren. Umgekehrt hat Blocher klar deklariert, dass es rechts der SVP keine weitere Partei geben dürfe.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Julian2001 15.08.2017 12:59
    Highlight Highlight Das traurige daran ist, dass die Anhänger dieser rechtsextremen Organisationen die Ersten wären, die (wenn in den USA Krieg herrschen würde) flüchten würden. Sich dann aber darüber beschweren, dass sie nicht überall mit offenen Armen empfangen werden...
  • Lord_Mort 15.08.2017 12:51
    Highlight Highlight Ah, ok IB steht für Identitäre Bewegung. Ich dachte immer das steht für Inbreeding Brotherhood. 🤔
    • saukaibli 15.08.2017 14:07
      Highlight Highlight Nein, IB steht immer noch für "idiotische Blödbacken".
    • nomoney_ nohoney 15.08.2017 16:39
      Highlight Highlight Ich bin von "idealerweise Blauäugig" ausgegangen..
    • Matthiah Süppi 15.08.2017 16:44
      Highlight Highlight Ich dachte immer es seien berner Kids die eigentlich YB meinen. 🌚
  • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 15.08.2017 12:45
    Highlight Highlight Was sagen eigentlich all diese Identitäteren dazu, das die Anglo-Europäer der Indigenen Bevölkerung Amerikas das Land gestohlen haben und sie in Massen Genozid artig vernichtet haben?
    Nach den Ansichten dieser Gruppierungen müssten sie alle nach Europa zurückkehren da sie auf Amerikanischen, also Indigenen Boden, nichts verloren haben.

    So oder so finde ich es schrecklich wie sich diese Leute aufführen und wie sie denken, Menschenhass pur besonders von B&H, KKK, usw.
    • exeswiss 15.08.2017 15:08
      Highlight Highlight das ist ja der witz. sie haben eigentlich noch nix auf dem kontinent verloren, gleichzeitig werfern sie mexikaner raus, die ohne die europäischen immigranten ohne probleme nach nordamerika migrieren könnten.
  • DäPublizischt 15.08.2017 12:44
    Highlight Highlight Lieber Herr Huber, Sie haben in der Beschreibung des ersten Bildes das Wort "dumm" vergessen.
  • Sauäschnörrli 15.08.2017 12:41
    Highlight Highlight Nennt Rechtsextreme Skins doch einfach Boneheads, so wie die Skinszene und sie selber sich auch oft nennen.
  • redeye70 15.08.2017 12:40
    Highlight Highlight Sehr interessant und detailliert. Vergesst aber bitte die anderen extremistischen Gruppierungen nicht. Schwarzer Block und Antifa haben ebenfalls ein völlig verzerrtes und paranoides Weltbild. Gewaltanwendung wird auch dort als probates Mittel angesehen. Überhaupt braucht es mehr Aufklärung über Extremismus, auch bei den Religiösen. Wie wäre es mit einer ganzen Serie über das Thema?
    • saukaibli 15.08.2017 14:16
      Highlight Highlight Ich bin mir sicher, sobald Linksextremismus mal wieder irgend eine politische Bedeutung erlangen wird, werden Journalisten auch wieder darüber schreiben. Momentan sind aber der Rechtsextremismus und geschichtsresistente resp. lernresistente Trottel die darin keine Gefahr erkennen können, eine tatsächliche Gefahr für unsere Kultur und unsere Gesellschaft. Zumal in vielen Staaten wie den USA, der Türkei, Ungarn, Israel oder Russland Rechtsextreme als Staatsoberhaupt fungieren. Wer da keine Angst bekommt, soll mal ein paar Dokus über die beiden Weltkriege anschauen.
    • silverstar 15.08.2017 15:36
      Highlight Highlight Linksextremismus ist doch viel verbreiteter als sein rechtes Pendant.
      Das er nicht mehr zum Thema wird, hängt damit zusammen das eine Mehrzahl von Journalisten zu diesem, viel weniger Berührungsängste hat, und Linksextremismus noch eine verklärte Sehnsucht nach "Revolution" versprüht, und daher, fast ein wenig als Chic gilt.
    • silverstar 15.08.2017 15:49
      Highlight Highlight RenRenRen

      ...genau den Punkt getroffen!
    Weitere Antworten anzeigen

Kurdin, Jesidin, Deutsche: Warum Düzen Tekkal nicht mehr schlafen kann

Düzen Tekkal (41) ist derzeit die wichtigste Stimme der Kurden in Deutschland. Im Interview sagt sie, dass es noch nicht zu spät ist, Rojava zu retten. «Aber jetzt muss schnell gehandelt werden.»

Wenn Düzen Tekkal einmal loslegt, dann gleich richtig. Die Deutsche mit kurdisch-jesidischen Wurzeln nimmt kein Blatt vor den Mund. Seit Wochen kritisiert sie den türkischen Angriffskrieg in Rojava öffentlich und in einer scharfen Deutlichkeit: dass der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan völkerrechtswidrig handelt, dass er eine ethnische Säuberung vornimmt, dass er mit seinem Handeln dem Islamischen Staat zu neuer Kraft verhilft.

Tekkal ist derzeit die wichtigste Stimme der Kurden in …

Artikel lesen
Link zum Artikel