Schweiz
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Alt Right demonstrators walk through town after their rally was declared illegal near Lee Park in Charlottesville, Va., Saturday, Aug. 12, 2017. (AP Photo/Steve Helber)

Rechtsextreme demonstrierten am Samstag in Charlottesville. Bild: AP/AP

Interview

«Die ‹Neue Rechte› arbeitet in erster Linie intellektuell und kulturell»

Für den Rechtsextremismusforscher Damir Skenderovic kommen die Ereignisse in Charlottesville nicht unerwartet. Im Interview erklärt er, wie die extreme Rechte der USA mit jener in Europa verbandelt ist und warum es in der Schweiz der Aufklärungsarbeit bedarf.



Herr Skenderovic, ist Ihrer Einschätzung nach der rechtsextreme Aufmarsch und der Angriff in Charlottesville ein schlimmer Einzelfall oder steckt da mehr dahinter?
Damir Skenderovic:
 Ehrlich gesagt, überrascht es mich etwas, wie erstaunt jetzt viele sind. Was in Charlottesville passiert ist, sehe ich als Folge von den Entwicklungen der letzten Monaten und Jahre. Während seiner Präsidentschaftskampagne wurde Donald Trump bereits von rechtsextremen White-Supremacy Gruppierungen in aller Öffentlichkeit unterstützt. Trump hat sich nie wirklich von diesen Leuten distanziert.

Einige von ihnen hat er sich sogar zu seinen engsten Mitarbeiter gemacht.
Mindestens zwei wichtige Berater von Präsident Trump stehen der Ideologie der so genannten Alt-Right-Bewegung nahe. Dazu gehören Steve Bannon, ehemaliger Leiter von Breitbart News, und Stephen Miller, der Redenschreiber von Trump. Die beiden hatten auch die Rede von Trump bei seiner Vereidigung geschrieben, in der Apokalyptisches,  Bedrohungsszenarien und der Slogan «America first» zentral waren und sich so der Einfluss der Alt-Right-Ideologie zeigte.

Damir Skenderovic

Damir Skenderovic. Bild: Peter Pfister

Damir Skenderovic

Damir Skenderovic (52) ist Professor für Zeitgeschichte an der Universität Fribourg. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören unter anderem Rechtspopulismus, Rechtsextremismus und die radikale Rechte. Skenderovic ist Autor verschiedener Bücher.

Wodurch zeichnen sich die extremen Rechten in den USA aus?
Zentral ist der klassische, biologistische Rassismus, der die Überlegenheit der «weissen Rasse» propagiert. Auch kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Gewalttaten, die von rechtsextremem Gedankengut und Rassismus getrieben waren. Beispielsweise auch 1995 bei dem Bombenattentat in Oklahoma City, als 168 Menschen ums Leben kamen.

Wie haben sich diese Bewegungen entwickelt?
Es ist zu beobachten, dass in den letzten Jahren eine Ideologisierung und Intellektualisierung in Teilen der rechtsextremen Szene stattgefunden hat. Das heisst, es gibt einige Vordenker, die mit Vorträgen, Publikationen und Online-Auftritten versuchen, der Bewegung ideologische Inhalte zu vermitteln. So gibt es auch ein Institut, das National Policy Institute, das Tagungen, Referate und Diskussionsabende organisiert und von Richard B. Spencer, einer der Leaderfiguren der Alt-Right-Bewegung, geleitet wird.

Woher stammen diese neue Ideologien und intellektuellen Linien der amerikanischen Rechtsextremen?
Vieles ist in den letzten Jahren aus Europa importiert worden. So sind zum Beispiel mehrere Autoren und Bücher der französischen «Nouvelle droite» der 70er- und 80er-Jahre ins Englische übersetzt oder neu aufgelegt worden.

Zu Europa: Wie stark sind die Rechtsextremen hier?
Das ist schwer messbar. Was gesagt werden kann ist, dass sie Aufwind haben.

Warum?
Durch das Internet und die sozialen Medien können sich Rechtsextreme heute besser vernetzen und organisieren. Auch können sie ihre Inhalte einfach und ungefiltert bereit stellen. Zudem stellt die Politik von rechtspopulistischen Parteien einen Nährboden dar. Denn mit ihrem Diskurs über Muslime, Migration oder Flüchtlinge haben sie die Grenzen des Sagbaren erweitert. Gerade für jüngere Generationen, die mitbekommen, dass es in Ordnung ist, wenn in der Politik und Öffentlichkeit mit Stereotypen und diskriminierend über Flüchtlinge gesprochen werden kann, ist der Schritt noch radikaler zu denken und zu sprechen ein kleiner. Schliesslich ist auch zu erwähnen, dass die wirtschaftlichen Krisenentwicklungen der letzten Jahre vor allem bei der jüngeren Generation die Zukunftserwartungen getrübt haben und die identitätspolitischen Ablenkungen von den reellen sozialen und ökonomischen Problemen, wie sie die Rechtspopulisten betreiben, zusehends auch bei jüngeren Menschen Anklang finden.

«Die Politik von rechtspopulistischen Parteien stellt Rechtsextremen einen Nährboden dar.»

In Europa sind vor allem Bewegungen der «Neuen Rechten» in den Schlagzeilen. Was genau ist damit gemeint?
Mit der Bezeichnung «Neue Rechte» sind jene gemeint, die in erster Linie intellektuell und kulturell arbeiten, die Bücher schreiben, Vorträge halten und Zeitschriften herausgeben.

Was ist ihre Ideologie?
Der eine wichtige Punkt ist der kulturelle Rassismus, den die französische Nouvelle droite in den 70er-Jahren angefangen hat zu verbreiten. Demnach hat jeder Mensch seine Herkunft, seine Kultur, seine Identität, und das ist sehr wichtig und muss gestärkt werden. Nur sollen sich die Menschen nicht durchmischen, das schwäche die eigene Identität, den Zusammenhalt und das Profil einer Gemeinschaft, einer Kultur, eines Landes. Das nennt man Ethnopluralismus. Damit verbunden ist der zweite Punkt, die Identitätspolitik. Die eigene Identität steht im Vordergrund, die eigene Gruppe muss bevorzugt werden. Identitätspolitik wird nicht nur von der Neuen Rechten, sondern in den letzten Jahren auch verstärkt von Rechtspopulisten betrieben. Auch Trump mit seinem «America first» geht in diese Richtung.

Ist es falsch, Vertreter der Neuen Rechte als Nazis oder Rechtsextreme zu bezeichnen?
Ja, denn ich glaube, man muss es differenzierter anschauen. Wenn man von der extremen Rechten spricht, meint man damit in erster Linie Neonazis und Neofaschisten, die sich auf den Faschismus beziehen, den Nationalsozialismus verherrlichen oder eine Blut-und-Boden Ideologie und einen klassischen Rassismus propagieren. Vertreter der Neuen Rechten wollen sich von solchen Ideologien distanzieren, da sie wissen, dass sie damit auf breite Ablehnung stossen.

In aller Munde sind in den letzten Wochen die Identitären. Wo sind sie politisch zu verorten?
Ursprünglich ist der Bloc identitaire, wie sie zunächst hiessen, aus der rechtsextremen Szene in Frankreich heraus entstanden. Doch die Identitären vermeiden es inzwischen, einen klassischen Rassismus zu verwenden. Vielmehr sprechen sie von der anderen Kultur und von der Verteidigung der eigenen kulturellen Identität. So sind die Identitären vom Diskurs her von der Neuen Rechten beeinflusst, haben aber weiterhin Verbindungen zum rechtsextremen Lager.

Wie sieht die Situation bezüglich Rechtsextremismus in der Schweiz aus?
In der Schweiz gibt es seit über 30 Jahren eine rechtsextreme Szene. Sie ist europaweit vernetzt, öffentlich aber relativ wenig präsent. Es gibt ein paar einschlägige Zeitschriften, Social Media Feeds, immer wieder Treffen und Konzerte.

«In der Schweiz gibt es seit über 30 Jahren eine rechtsextreme Szene.»

Wie jenes im St.Gallischen Unterwasser vergangenes Jahr mit 5000 Rechtsextremen.
Das Problem ist, dass die Öffentlichkeit immer sehr erstaunt ist, wenn einmal etwas passiert, wie das Konzert damals. Das hängt damit zusammen, dass die Kenntnisse über die rechtsextreme Szene in der Schweiz sehr gering sind. Es werden wenig Anstrengungen unternommen, um dies zu ändern, um breite Aufklärungsarbeit zu leisten.

Was wäre nötig?
Auch in Skandinavien gibt es nur eine relativ kleine rechtsextreme Szene, aber die Behörden setzen sich intensiv mit Thema auseinander, es gibt spezielle Ausbildungskurse für die Polizei,  Informations- und Sensibilisierungskampagnen unter Jugendlichen werden organisiert, an Schulen wird Aufklärung betrieben. Bei uns in der Schweiz ist die Sensibilität für Rechtsextremismus kleiner als in vielen anderen Ländern.

Haben Sie Hoffnung für die weitere Entwicklungen in Europa?
Was in den USA mit dem Wahlsieg Donald Trumps und nun in Charlottesville geschehen ist, hat viele in Europa aufgeschreckt. Es könnte ein Fanal sein, so dass man solche Entwicklungen, die vieler Hinsicht ihren Ursprung in Europa haben, nicht mehr akzeptiert und sich die Zivilgesellschaft, die Medien, die Politik wieder vermehrt und mit Nachdruck gegen Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung und Nationalismus engagiert.

Charlottesville: Aufmarsch rassistischer Gruppen eskaliert

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Video: srf

Rassisten-Aufmarsch in US-Unistadt

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    Alle Leser-Kommentare
  • silverstar 15.08.2017 18:23
    Highlight Highlight "Denn mit ihrem Diskurs über Muslime, Migration oder Flüchtlinge haben sie die Grenzen des Sagbaren erweitert."

    Schon krass, was dieser Typ hier sagt.
    Wenn es nach ihm ginge, sollte man über all diese Probleme also nicht spreche!

    Sehr Demokratisch, mo mol.
    • seventhinkingsteps 15.08.2017 21:29
      Highlight Highlight Ich glaube er meinte ihre Art von Diskurs.
    • silverstar 15.08.2017 21:57
      Highlight Highlight seventhinkingsteps

      Am Trollen ?
  • Gritzvogel 15.08.2017 13:24
    Highlight Highlight Wenn ihr den Tell in Altdorf entfernen lassen wollt, um die damals besiegten Österreicher nicht mehr zu erzürnen, würd ich auch toben und sirachen!

    General Lee war besiegt, hat aber die Niederlage akzeptiert und sich in den Dienst der Wiedervereinigung gestellt. Ein echt grosser Mann eben.
    • Sapere Aude 15.08.2017 14:30
      Highlight Highlight Charlottesville ist aber eine linke Universitätsstadt die vielleicht keinen Park oder Statue mit dem besagten General haben. Der Tell in Altdorf in allen Ehren, aber wollten die Altdrofer dieses versetzen, aus welchen Gründen auch immer, würde ich nicht bewaffnet dort hinfahren um dagegen zu demonstrieren.
    • Mortimer 16.08.2017 17:14
      Highlight Highlight @Gritzvogel Es ist dir schon klar, dass der Tell eine Sagengestalt ist? Somit kann man diese Figur nicht mit General Lee vergleichen. Zum anderen stehen die Statuen im Kontext der Sklaverei. Daher kann ich sehr gut nachvollziehen, dass viele diese als verherrlichung der damaligen Zeit verstehen und diese Weg haben wollen.
  • dr. flöckli 15.08.2017 13:07
    Highlight Highlight Danke für das gute Interview!
  • IMaki 15.08.2017 12:22
    Highlight Highlight Danke für das starke Interview. Zwar ist der Aufhänger die rechtsextreme Szene in den USA, weshalb die Situation in Europa und insbesondere in der Schweiz randständig bleiben muss. Nichstdestotrotz ist auch im alten Europa und in der Schweiz noch nichts gewonnen. So lange die nationalistische Herrliberger Bewegung immer noch mit xenophoben Parolen punkten kann und sich die Mitteparteien als Wasserträger für jeden erdenklichen identitären Unsinn hergeben (Stichwort Wertediskussion) bleibt die totalitäre Gefahr bestehen. 10 % Arbeitslose genügten. Im Roman "Der Abgang" wird dies zuendegedacht.
    • Shlomo 15.08.2017 14:53
      Highlight Highlight @Libertas: Are you fucking serious?
  • poga 15.08.2017 11:56
    Highlight Highlight Mir fehlen in diesem Interview die Fakten. So habe ich jetzt zum x-ten mal erfahren, wie schlimm diese rechten sind. Nur lässt sich nicht herauslesen, wie viele und wie tief verwurzelt sie sind. Schlussendlich ist mir nicht mal klar, ob ich eventuell da auch schon reingehöre. Linkere Gesinnungsgenossen kriegen jetzt wieder Panik, während rechtere sich sagen können: Ist ja halb so schlimm. Wem nützt es? Keine Ahnung.
  • Hänsel die Gretel 15.08.2017 11:29
    Highlight Highlight Dann sollte man aber bitteschön auch Aufklärungsarbeit an Schulen, etc. gegen Linksextremismus betreiben und diesen nicht durch die Finanzierung von etlichen Kulturzentren mit Geld unterstützen. Beide Extrema gehören bekämpft!
    • seventhinkingsteps 15.08.2017 21:24
      Highlight Highlight Können wir bitte aufhören mit der Horseshoe Theory?
  • m. benedetti 15.08.2017 10:52
    Highlight Highlight Was ich an watson etwas vermisse ist die Ausgewogenheit. Es sollte auch mehr über die Antifa und den schwarzen Block recherchiert und berichtet werden. Und auch etwas differenzierter über die Ursachen des Rechtsrucks. Die Frustration in manchen Gesellschaftschichten bzgl. den Auswüchsen des Neoliberalismus sitzt zum Teil tief und bietet den Nährboden für Extremismus.
    • Daniel Caduff 15.08.2017 15:19
      Highlight Highlight Ich werde ab dem Moment anfangen die Sorgen des "kleinen Mannes" bezüglich dem Neoliberalismus ernst zu nehmen, an dem er aufhört Parteien mit neoliberalem Programm zu wählen. Egal, ob die jetzt Republikaner oder SVP heissen.

  • Kubod 15.08.2017 10:23
    Highlight Highlight Eine gute Analyse des Ist-Zustandes.

    Skenderovic zeigt aber, dass er die Ursache der Frustration einiger Teile der Gesellschaft nicht begriffen hat und propagiert einfach ein Mehr der bisher verabreichten Medizin, die schon im Mikrounterschied zur eigenen Meinung ein Problem sieht.

    Er propagiert mit diesem Satz Denkverbote, Propagandafeldzüge und Ausgrenzung Andersdenkender.
    Genau das Gegenteil von dem, was es braucht.
    Nur die offene Diskussion über tabuisierte Themen wie Islamisierung und Migration hilft uns weiter.
    Alles andere ist Teil des Problems.
  • m:k: 15.08.2017 10:20
    Highlight Highlight Ein paar Verwirrte hat es immer schon gegeben und eine demokratische Gesellschaft kann dies ertragen. Was allerdings schlimm ist, dass heute auch bei uns in der Schweiz Rechtsextremismus in aller Öffentlichkeit relativiert und verharmlost wird. Wenn einer der einflussreichsten Politiker (Blocher) ein Treffen von 6000 Neonazis nicht verurteilt sondern sagt: "Es war ja nichts, es seien alles ganz anständige Typen gewesen, gute Ordnung, nichts..." dann ist das gefährlich!
  • LeChef 15.08.2017 10:11
    Highlight Highlight "Vielmehr sprechen sie von der anderen Kultur und von der Verteidigung der eigenen kulturellen Identität"

    Dass Menschen nicht nur auf individueller, sondern auch auf Populations-Ebene unterschiedlich sind, ist unbestreitbar. Ich erachte es zumindest als Fortschritt, wenn Rechtsextreme dafür nicht mehr die Biologie verantwortlich machen.

    Natürlich muss man aufpassen, was für Schlüsse und Handlungsmaximen man aus der Unterschiedlichkeit der Kulturen ableitet.

    Die Unterschiede zu negieren, wie es der Rassismus-Professor tut, dürfte allerdings das Gegenteil vom Gewünschten bewirken..
  • seventhinkingsteps 15.08.2017 09:54
    Highlight Highlight Ethnopluralistisch denken wahrscheinlich mehr Leute, als man meint.
    • LeChef 15.08.2017 13:22
      Highlight Highlight Ethnopluralismus ist ja auch, zumindest eingeschränkt, eine sinnvolle Betrachtungsweise; nämlich insofern, als dass unterschiedliche Kulturen tatsächlich existieren.

      Er sollte selbstverständlich nicht absolut gelten. Kulturen ändern und durchmischen sich seit je her, das ist nichts Schlechtes. Eher sogar wertvoll und befruchtend.

      Wichtige Variablen sind aber das Ausmass und die Geschwindigkeit dieser Änderungen. Sind beide zu hoch, kommt es fast zwingend zu Segregation in parallel existierende Kulturen und möglicherweise Konflikten. Das ist doch nicht wünschenswert.
    • seventhinkingsteps 15.08.2017 21:19
      Highlight Highlight Also man muss kein Ethnopluralist zu sein um zu sehen, dass es verschiedene Kulturen gibt. Das ist nicht ethnopluralistisch.

      Ethnopluralismus wurde gezielt geformt als eine Form von Rassismus ohne Rasse. Der Rassenbegriff wurde aufgegeben, aber die Diskriminierung ist genau so scharf wie beim biologistischen Rassismus.

      Hauptmerkmal ist eigentlich, dass die Kultur als nicht oder nur zum Teil ablegbar angesehen wird, wobei sie wiederum als Teil der ethnischen Herkunft definiert wird. Was Teil der Ethnie ist, ist aber biologisch.

      Somit ist es einfach Rassismus mit ein paar Umwegen.

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