DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Beschlagnahmtes Kokain.
Beschlagnahmtes Kokain.Bild: AP/ARGENTINE SECURITY MINISTRY

400 Kilo Kokain: Dealer benutzten russische Botschaft in Argentinien als Drehscheibe

23.02.2018, 12:4323.02.2018, 12:58

In einer gemeinsamen Aktion haben Ermittler aus Argentinien und Russland fast 400 Kilogramm Kokain in der russischen Botschaft in Buenos Aires beschlagnahmt. Mehrere Mitglieder einer internationalen Drogenbande wurden festgenommen.

Wie die argentinische Sicherheitsministerin Patricia Bullrich am Donnerstag mitteilte, sollte das Kokain offensichtlich als Diplomatengepäck nach Russland und vermutlich auch nach Deutschland verschifft werden. Sein Schwarzmarktwert betrug rund 50 Millionen Euro.

Kokain mit Mehl ausgetauscht

Auf die Spur gebracht wurden die Ermittler laut der Ministerin vom russischen Botschafter. Dieser habe den argentinischen Behörden im Dezember 2016 den Drogenfund in einem Nebengebäude der diplomatischen Vertretung gemeldet. Insgesamt waren 398 Kilogramm reines Kokain in 16 Koffern versteckt.

Das Kokain sollte offensichtlich als Diplomatengepäck nach Russland und vermutlich auch nach Deutschland verschifft werden.
Das Kokain sollte offensichtlich als Diplomatengepäck nach Russland und vermutlich auch nach Deutschland verschifft werden.Bild: AP/ARGENTINE SECURITY MINISTRY

Argentinische und russische Rauschgiftfahnder einigten sich daraufhin auf eine verdeckte Operation: Sie tauschten das Kokain heimlich gegen Mehl aus und versahen die Koffer mit Ortungsgeräten. Drei Mal kamen Mitarbeiter der russischen Sicherheitsbehörden nach Argentinien, um bei der Operation zu helfen.

Nach Angaben der argentinischen Ministerin wurden schliesslich fünf mutmassliche Drogenschmuggler festgenommen - drei in Russland und zwei in Argentinien. Bei einem von ihnen handle es sich um einen russischstämmigen Polizisten aus Buenos Aires. Der mutmassliche Drahtzieher ist demnach noch auf der Flucht. Er soll sich in Deutschland aufhalten. (whr/sda/afp)

Aktuelle Polizeibilder

1 / 95
Aktuelle Polizeibilder: Lagergebäude durch Brand beschädigt
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Ferienhaus verschluckt: So düster sieht die Zukunft an der amerikanischen Küste aus
Hurrikan «Ian», der über den US-Bundesstaat Florida fegte, zeigte einmal mehr: Das Leben an der Küste ist gefährlich. Ein Augenschein in North Carolina, wo Ferienhäuser ins Meer stürzen und der Sandstrand mit Schönheitsoperationen vergrössert werden muss.

Der Name passt. «Mermaid's Dream», der Traum einer Meerjungfrau, heisst das Ferienhaus, das sich buchstäblich an bester Lage befindet: Direkt am Strand von Rodanthe (North Carolina), einem idyllischen Ferienort auf den Outer Banks, einer Kette von schmalen Düneninseln im Atlantischen Ozean. Von der grosszügigen Terrasse aus lässt sich jeden Morgen beobachten, wie die Sonne im Meer aufgeht. Ein atemberaubendes Spektakel, bei dem alle Gäste ins Träumen kommen.

Zur Story