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In this frame grab provided by Russian Defense Ministry Press Service on Tuesday, Sept. 11, 2018, Russian armored personnel carriers roll during the military exercises in the Chita region, Eastern Siberia, during the Vostok 2018 exercises in Russia. Russia's military chief of staff says that the military exercises expected to be the biggest in three decades, will involve nearly 300,000 troops. (Russian Defense Ministry Press Service pool photo via AP)

Russische Panzer in Ostsibirien während des grössten Militär-Manövers seit 1982.  Bild: AP/Defense Ministry Press Service

Manöver Wostok – Russland führt grösste Militärübung seit dem Kalten Krieg durch

Russland hat am Dienstag sein grösstes Militärmanöver seit sowjetischen Zeiten 1981 begonnen. Angekündigt sind bis zu 300'000 Soldaten.



Die Grösse der Übung richte sich nach der Grösse der Aufgabe, nämlich für die Sicherheit des Landes zu sorgen, sagte Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow in Wladiwostok. «Das ist die übliche Weiterentwicklung der Streitkräfte».

Das Manöver Wostok (Osten) 2018 findet in Sibirien und im Fernen Osten Russlands statt. Die beteiligten Einheiten seien in die Manöverräume verlegt worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. An der Übung nehmen alle Waffengattungen teil: Panzer, Artillerie, Fallschirmjäger, Luftabwehr, Luftwaffe, Transportflieger sowie die russische Nordflotte und die Pazifikflotte.

Insgesamt zählen die russischen Streitkräfte etwa 900'000 Mann. Rechnerisch käme damit jeder dritte Soldat zum Einsatz. Russische Experten, aber auch der US-Beobachter Michael Kofman vermuten, dass die Mannstärke aller beteiligten Einheiten bei 300'000 liegt, selbst wenn nur ein Teil tatsächlich zum Einsatz kommt.

Generalstabschef Waleri Gerassimow kündigte vergangene Woche an, dass bis zu 36'000 Fahrzeuge, darunter Kampfpanzer und Panzerfahrzeuge, eingesetzt würden. Auch mehr als 1000 Flugzeuge, Helikopter und Drohnen sowie 80 Marineschiffe seien im Einsatz. Das Manöver richte sich gegen kein anderes Land, sagte er.

In this photo provided by Russian Defense Ministry Press Service on Tuesday, Sept. 11, 2018. Russian military helicopters fly, in the Chita region, Eastern Siberia, during the Vostok 2018 exercises in Russia. Russia's military chief of staff says that the military exercises expected to be the biggest in three decades, will involve nearly 300,000 troops. (Russian Defense Ministry Press Service pool photo via AP)

Rund ein Dutzend Helikopter fliegen über die Weiten Ostsibiriens. Bild: AP/Defense Ministry Press Service

Teilnahme Chinas und der Mongolei

Als Zeichen des Vertrauens nimmt das grosse Nachbarland China mit mehr als 3000 Soldaten und 30 Flugzeugen an der Übung teil. Auch die Mongolei ist beteiligt.

Russland will der Ankündigung nach moderne Waffen wie Drohnen oder Kampfroboter testen. Zugleich arbeiten die Soldaten mit Kuriositäten wie aufblasbaren Attrappen der Flugabwehrsysteme S-300, Buk und Iskander sowie von Panzern. Sie sollen über die Entfernung feindliche Aufklärer täuschen, hiess es im Verteidigungsministerium.

Wostok 2018 zeige den russischen Fokus auf das Üben grosser Konflikte, sagte eine Nato-Sprecherin in Brüssel. «Es passt in ein Muster, das wir seit einiger Zeit sehen: ein entschlosseneres Russland, das sein Verteidigungsbudget und seine militärische Präsenz deutlich erhöht.»

Russian President Vladimir Putin, right, shakes hands with Chinese President Xi Jinping during a signing ceremony following their talks at the Eastern Economic Forum in Vladivostok, Russia, Tuesday, Sept. 11, 2018. (Sergei Chirikov/Pool Photo via AP)

Spannen beim Manöver Wostok zusammen: Xi Jinping und Wladimir Putin am Dienstag in Wladiwostok.  Bild: AP/POOL EPA

Militärischer Aufschwung

In den vergangenen Jahren habe es einen bedeutenden militärischen Aufschwung Russlands gegeben, unter anderem in der Ostsee, der Schwarzmeerregion sowie im Mittelmeer. Ausserdem habe Russland gezeigt, dass es bereit ist, militärische Gewalt gegen seine Nachbarn einzusetzen - etwa gegen die Ukraine und Georgien.

Die Nato hält in diesem Herbst ebenfalls ihr wahrscheinlich grösstes Manöver seit dem Kalten Krieg ab. Vom 25. Oktober bis 7. November sollen in Norwegen mehr als 40'000 Soldaten aus etwa 30 Nato- und Partnerstaaten gemeinsam trainieren. Ähnlich viele Soldaten wie bei Wostok werden in Ostasien auch bei gemeinsamen Manövern der USA mit Südkorea mobilisiert. (sda/dpa)

50 «Badass»-Bilder von militärischen Sondereinheiten aus aller Welt

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5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Dirk Leinher 12.09.2018 09:53
    Highlight Highlight Ich glaube mich zu erinnern dass Russland das Verteidigungsbudget um 20 % reduzierte, während die Nato daran arbeitet das budget entscheidend zu erhöhen. Die Realität sieht wieder mal etwas andees aus als die Propaganda suggeriert.
  • Paternoster 12.09.2018 09:48
    Highlight Highlight Die armen Viecher in Sibirien
  • s_rosenthaler 12.09.2018 00:07
    Highlight Highlight Imagine there's no countries
    It isn't hard to do
    Nothing to kill or die for
    And no religion, too

    Imagine all the people
    Living life in peace


    You, you may say I'm a dreamer
    But I'm not the only one
    I hope someday you will join us
    And the world will be as one

    Imagine no possessions
    I wonder if you can
    No need for greed or hunger
    A brotherhood of man

    Imagine all the people
    Sharing all the world

    You, you may say I'm a dreamer
    But I'm not the only one
    I hope someday you will join us
    And the world will live as one

    *John Lennon*
  • Watcher 11.09.2018 23:52
    Highlight Highlight «Es passt in ein Muster, das wir seit einiger Zeit sehen: ein entschlosseneres Russland, das sein Verteidigungsbudget und seine militärische Präsenz deutlich erhöht.»
    Dies als folge der NATO Stützpunkte welche sich in den letzten Jahrzehnten an den russischen Grenzen ansammelten. Vielleicht jedoch auch nur in absprache z.B. mit den USA zum angst schüren damit die Militärbudgets in die höhe schnellen, dazu brauchts nicht unbedingt Krieg, einzig das Fussvolk muss so manipuliert werden, dass es nach "Sicherheit" schreit. Vereinfacht: sie (Rüstungsindustrie) wollen unser Geld.
    • Dirk Leinher 13.09.2018 08:37
      Highlight Highlight Das Schlimme ist, dass die Kriegstreiber damit sogar noch durchkommen könnten.

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